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08.06.2022 | 06:00

BP, Desert Gold, Livent – Gold Aktien aus verschiedenen Bereichen

  • BP
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Bildquelle: pixabay.com

Wieso sind BP und Livent 'Gold'-Aktien - wird sich so mancher Leser fragen. Die Antwort ist einfach, denn der Gold-Begriff wird gerade in der Inflationsphase für immer mehr Rohstoffe gebraucht. Genau das ist bei Öl, dem 'Schwarzen Gold', und Lithium, dem 'Weißen Gold', sprachlich der Fall. Das echte Gold ist dagegen nach seinem Ausbruch mit Beginn der Ukraine-Krise wieder in den Bereich 1.850 USD zurückgefallen. In welches Gold sollte man sein Geld nun investieren? Wir sehen uns jeweils ein Unternehmen aus jedem Bereich an.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , LIVENT CORP. | US53814L1089 , BP PLC DL-_25 | GB0007980591

Inhaltsverzeichnis:


    BP – Marktumfeld ist ideal

    Auch eine Ausweitung der OPEC-Ölförderung um 650.000 Barrel pro Tag kann den Ölpreis momentan nicht in die Knie zwingen. Durch das Teilembargo von russischem Öl steigt die Nachfrage stärker als das Angebot. Saudi-Arabien wollte den Anteil Russlands ausgleichen, doch kurze Zeit später verlangten die Scheichs höhere Preise für ihr Öl, je nach Kunde.

    Lediglich die USA kamen ohne Preiserhöhung davon. Die Internationale Energieagentur (IEA) warnte vor Spritmangel in den Sommermonaten, da durch die Ferienzeit die Nachfrage weiter klettern dürfte. Ideale Marktbedingungen also für BP. Schon im letzten Jahr fuhren die Ölriesen wieder große Gewinne ein, seit der Ukraine Krise und Ölpreisen deutlich über 100 USD sind diese Gewinne noch einmal in die Höhe geschossen.

    Selbst negative Meldungen können aktuell den Höhenflug der Aktie nicht stoppen, die von Hoch zu Hoch eilt. Die Deutsche Umwelthilfe hat wegen Verbrauchertäuschung unter anderem auch gegen BP geklagt. Die britische Regierung führt eine Sondersteuer für Energieunternehmen ein. Auch die Abschreibungen auf Rosneft, die immerhin mit 25,5 Mrd. USD zu Buche schlugen und das Konzernergebnis im ersten Quartal deutlich ins Minus zogen, konnten die Aktie nicht vom Anstieg abhalten. Die Sondersteuer fällt laut Experten nicht sonderlich ins Gewicht, die Klage der Umwelthilfe wird keinen großen finanziellen Schaden anrichten und die Abschreibungen wurden erwartet.

    Immerhin zahlt das Unternehmen trotz des Nettoverlusts von rund 20 Mrd. USD weiterhin eine Quartalsdividende und ein Aktienrückkaufprogramm sorgt ebenfalls für Rückenwind bei den Anteilsscheinen. Die Aktie notiert aktuell bei 5,19 EUR und damit auf einem neuen Jahreshoch. Solange sich das Marktumfeld nicht ändert, kann man Öl weiterhin als 'Schwarzes Gold' ansehen, denn bei diesen Öl- und Gaspreisen verdienen Energieriesen wie BP weiterhin prächtig. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mit 9 noch immer im günstigen Bereich.

    Desert Gold – erste Ergebnisse vom neuen Bohrprogramm

    Desert Gold ist ein kanadischer Goldexplorer, dessen 440qkm großes Flagschiff-Projekt SMSZ sich in Mali befindet. Das Gebiet zählt zu den größten in Westafrika. Der Vorteil am Standort Afrika sind die verhältnismäßig geringen Kosten bei gleichzeitig großen Vorkommen. Immer mehr große Goldexplorer sind in Afrika unterwegs, und auch rund um das SMSZ Projekt befinden sich Goldminen von B2 Gold oder Barrick Gold. Auf der SMSZ Liegenschaft wurden bisher mehr als 20 Goldzonen entdeckt. Im März legte das Unternehmen eine erste Mineralressourcenschätzung nach NI 43-101 vor. Die gemessenen und angezeigten Mineralressourcen liegen bei 310.300 Unzen Gold. Die abgeleiteten Ressourcen erhöhen den Wert auf 769.200 Unzen.

    Am 11. April startete das neue Phase-2 Bohrprogramm, das die Goldentdeckung in der Zone Gourbassi West North weiterverfolgen soll. CEO Jared Scharf glaubt, dass diese Zone das Potential hat, die Mineralressourcenschätzung deutlich zu erweitern. Insgesamt sind 5.400 Bohrmeter geplant, die auf insgesamt 53 Bohrlöcher verteilt werden sollen. Die Erwartungen des CEO wurden am 2. Juni mit Bekanntgabe der Ergebnisse der ersten drei Kernbohrlöcher bestätigt. Bei allen drei Löchern wurde Gold gefunden, in der Spitze lag die Goldmineralisierung bei 1,08 g/t Gold auf 124m, einschließlich 1,85 g/t Gold auf 41,1m und 0,7 g/t Gold auf 30,6m. Die Mineralisierungen befinden sich nahe an der Oberfläche, was auf eine gute Wirtschaftlichkeit hindeutet.

    Die weiteren Ergebnisse werden in den kommenden Wochen erwartet, was für einen konstanten Newsflow sorgen dürfte. Bleiben die Bohrergebnisse so gut, wird das dem Aktienkurs auf die Sprünge helfen. Wer mehr Informationen zum Unternehmen haben möchte, dem sei ein umfangreicher Report bei researchanalyst.com ans Herz gelegt. Aktuell notiert die Aktie bei 0,11 Kanadischen Dollar und konnte damit seit Mitte Mai um über 45% zulegen. Kurzfristig stand die Aktie nach der letzten Privatplatzierung zu 0,12 CAD unter Druck, doch der Verkäufer scheint fertig zu sein. Die Aktie notierte im vergangenen Jahr schon bei 0,23 CAD und hat jetzt mit den neuen Bohrergebnissen einiges Nachholpotential.

    Livent – starkes erstes Quartal und gute Aussichten

    Mit Entscheidung der Automobilindustrie, dem Verbrenner den Rücken zu kehren und voll auf Elektroautos zu setzen, begann der Aufstieg des Lithiumpreises. Die Nachfrage war plötzlich deutlich höher als das Angebot und so kletterten die Preise auf ungeahnte Höhen. Dadurch bekam Lithium den Namen 'Weißes Gold'. Lithium wird vor allem für Batterien beziehungsweise Akkus benötigt. Kein Wunder, dass es beim Lithiumproduzenten Livent deutlich aufwärtsgeht. Das Unternehmen produziert und vertreibt leistungsstarke Lithiumverbindungen, die hauptsächlich in Lithiumbatterien, Spezialpolymeren und chemischen Syntheseanwendungen Verwendung finden.

    Das kann man gut an den Zahlen für das erste Quartal ablesen, die am 3. Mai veröffentlicht wurden. Der Umsatz kletterte um 56% im Vorjahresvergleich auf 143,5 Mio. USD. Der Gewinn lag bei 53,2 Mio. USD einem satten Plus von 609% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,21 USD und damit deutlich über den Analystenerwartungen. Die Prognose für 2022 wurde daraufhin angehoben. Der Umsatz soll sich fast verdoppeln und das EBITDA könne sich sogar verfünffachen im Vergleich zu 2021. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen an einer Produktionserweiterung und will zusammen mit der deutschen Firma Lilium eine Hochleistungs-Lithium-Batterie entwickeln.

    Die Nachfrage nach Lithium dürfte in den kommenden Jahren eher steigen als fallen und auch wenn es einige Anbieter gibt, die in Zukunft Lithium produzieren wollen, so ist der Weg teilweise noch weit. Livent hat an dieser Stelle einen Vorsprung und will diesen nutzen und ausbauen. Solange der Lithiumpreis keine Schwäche zeigt, wird sich das Unternehmen gut entwickeln. Aktuell notiert die Aktie bei 30,23 USD, immerhin über 4 USD unter dem Jahreshoch 2022, das am 27. Mai mit 34,61 USD markiert wurde. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 5 Mrd. USD und das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 23. Damit ist die Aktie nicht als günstig anzusehen.


    Wir haben aktuell in vielen Bereichen einen Nachfrageüberhang. Solange das so bleibt, werden die Rohstoffe teuer bleiben oder sich sogar weiter verteuern. BP hat ohne die Rosneft Abschreibungen ein sensationelles Quartal hingelegt. Solange sich die Ukraine Krise nicht auflöst werden die Ölpreise hoch bleiben. Desert Gold sitzt auf einem Goldschatz und es ist nur ein Bruchteil des gesamten Projektes exploriert. Auch zum aktuellen Goldpreis wird das Unternehmen gutes Geld verdienen, denn die Kosten in Afrika sind gering. Livent hat sich schon lange auf Lithium spezialisiert. Das zahlt sich jetzt immer mehr aus. Mit den Gewinnen, die das Unternehmen einfährt, kann man das Geschäft ausbauen. Es gilt, den Vorsprung vor anderen Unternehmen zu halten.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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