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16.04.2026 | 05:30

Lahontan Gold widerlegt Mythen und ist auf dem Weg zum Goldproduzenten ohne weitere Verwässerung

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Bildquelle: pixabay.com

Die meisten Goldentwickler an der TSX Venture eint ein trauriges Muster: viel Gerede, wenig Substanz, endlose Verwässerung. Bei Lahontan Gold läuft es anders. Es ist kein Grünwiesen-Projekt, sondern eine historische Mine mit Wasser, Strom und klarer Perspektive. Während andere vom großen Wurf träumen, hat dieses Team alte Bohrdaten bestätigt, eine Finanzierung abgeschlossen und die Weichen für die Goldproduktion gestellt. Wir sehen uns drei Mythen über Explorer an und warum dieses Unternehmen sie alle widerlegt.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

Inhaltsverzeichnis:


    Irrtum 1: Entwickler brauchen ewig Finanzierungsrunden und verwässern gnadenlos

    Die Branche ist voll von Firmen, die mit viel Hoffnung starten, wenig Substanz bieten und dann in einer Finanzierungsrunde nach der anderen das Kapital ihrer Aktionäre aufbrauchen. Lahontan Gold bricht mit diesem Muster. Das Unternehmen hat kürzlich die dritte und letzte Tranche einer Finanzierung über rund 13,6 Mio. CAD abgeschlossen. Weitere Einnahmen sind durch die Ausübung von Warrants möglich. Die monatlichen Verwaltungskosten betragen derzeit rund 120.000 CAD, wobei diese Summe durch die geplanten Einstellungen eines COOs und weiterer Ingenieure steigen wird. Doch selbst dann reicht das Geld problemlos bis zur Finanzierung des Minenbaus.

    Was diesen Fall wirklich von der Masse abhebt, ist die geplante Baufinanzierung. Das Management will satte 80 % des Investitionsbedarfs von 135 Mio. USD über Fremdkapital decken. Vier verschiedene Finanzierungsgruppen haben bereits Interesse an einer solchen Schuldfinanzierung signalisiert. Die Rückzahlungsdauer wird auf außergewöhnlich kurze 15 bis 18 Monate geschätzt. Dieser Wert zieht Kreditgeber naturgemäß an. Der verbleibende Eigenkapitalanteil bleibt überschaubar, ein strategischer Partner oder ein Joint Venture ist nicht geplant. Wer also die typischen Verwässerungsrunden fürchtet, findet hier einen ungewöhnlich disziplinierten Ansatz.

    Irrtum 2: Infrastruktur ist immer das ungelöste Problem

    Jeder, der sich mit der Erschließung von Minenprojekten beschäftigt hat, kennt die wahren Engpässe: Wasserrechte und Stromzugang. Lahontan hat bereits beides. Auf dem Grundstück stehen 3 eigene Brunnen mit allen dazugehörigen Wasserrechten. Dazu kommt eine eigene Umspannstation, die von Nevada Energy zu den günstigsten Tarifen versorgt wird. Die Zufahrtsstraßen sind ganzjährig befahrbar. Das klingt nach technischem Kleingedruckten, ist aber in Nevada, wo viele Projekte abgelegen in der Wüste liegen, ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

    Santa Fe ist kein Greenfield-Projekt. Die Mine produzierte bereits zwischen 1988 und 1994 und das bei einem Goldpreis von damals gerade einmal 340 USD die Unze. Dass sich der Betrieb schon damals rechnete, spricht für die Qualität der Lagerstätte. Besonders bemerkenswert ist, dass die 4 offenen Gruben (Santa Fe, Slab, Calvada und York) bis heute wasserfrei sind und die Böschungswinkel bei stabilen 50 Grad stehen. Starkes Gestein bedeutet geringere Risiken beim späteren Abbau, kein Wasser bedeutet keine teure Wasserhaltung.

    Die alte vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie wies Gesamtkosten (AISC) von 1.233 USD pro Unze aus. Das neue Gutachten, das für September angekündigt ist, wird voraussichtlich deutlich höhere Tonnagen pro Tag und eine längere Minenlebensdauer zeigen. Konkrete interne Zinsfüße und Kapitalwerte will das Management erst im September nennen, aber die Richtung ist klar.

    Irrtum 3: Bohrergebnisse sind oft übertrieben oder nicht reproduzierbar

    Genau hier liefern die letzten Wochen handfeste Beweise. West Santa Fe, ein Grundstück, das vor anderthalb Jahren für einen vergleichsweise niedrigen einstelligen Millionenbetrag erworben wurde, wurde im Dezember 2025 erstmals mit eigenen ersten Bohrungen untersucht. Nur 7 Löcher waren nötig, um alte Daten aus 171 historischen Bohrungen zu verifizieren. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen. Es wurden mächtige Intervalle mit 3-6 g/t Gold angetroffen. Ein Loch durchteufte 36,6 m mit 3,11 g/t Goldäquivalent ab Oberfläche, darin ein Abschnitt von 10,7 m mit 5,75 g/t. Das Management sprach damals von einer Bestätigung des hochgradigen Kerns der Südzone.

    Was die wirtschaftliche Förderung vom Hauptprojekt Santa Fe angeht, lieferte das Unternehmen am 13. April handfeste Beweise. Analysen von Pulverproben aus dem Bohrprogramm 2025 zeigten eine durchschnittliche Zyanid-Extraktion von 81 % für Gold und 60 % für Silber. Das sind nicht nur ausgezeichnete Werte, sie übertreffen sogar die früheren Prognosen aus historischen Studien. Die Ergebnisse bestätigen, dass das Edelmetall in West Santa Fe sich hervorragend für eine kostengünstige Haufenlaugung eignet. Damit steht nicht nur das Potenzial, sondern auch der wirtschaftliche Förderweg auf aktuellen, eigenständig erhobenen Daten, nicht auf den 40 Jahre alten Schätzungen.

    Explorationspotenzial Santa Fe, Quelle: Lahontan Gold

    Der Zeitplan und das Team hinter der Nummer

    Unterdessen läuft der Betrieb auf dem Hauptgelände auf Hochtouren. Drei Bohranlagen sind derzeit im Einsatz, eine für geotechnische Zwecke, eine für Reverse-Circulation-Bohrungen und ein Sonic-Gerät zur Untersuchung alter Halden. Die Betriebsgenehmigung für Santa Fe wird für das 1. oder 2. Quartal 2027 erwartet. Das klingt nach einer Weile, ist aber in der Bergbaubranche ein extrem kurzer Horizont. Die behördlichen Studien für Flora und Fauna sind bereits abgeschlossen. Sie dauerten dreieinhalb Jahre. Da die geplante Mine im exakt gleichen Fußabdruck wie die Explorationsarbeiten liegen soll, entfallen viele sonst übliche zusätzliche Untersuchungen.

    Das Management hat zudem Anfang März frischen Wind in den Verwaltungsrat gebracht. Zwei erfahrene Kapitalmarkt-Profis kamen an Bord, einer mit Erfahrung bei einem bedeutenden Bergbau-Private-Equity-Fonds, die andere mit über 30 Jahren globaler Erfahrung in der Rohstofffinanzierung. Zwei andere Direktoren traten zeitgleich zurück, ein klarer Schnitt hin zum „Minenbauer“. Die Gründerin und CEO Kimberly Ann hat das Unternehmen von Anfang an aufgebaut, eigenes Kapital eingebracht und hält weiterhin signifikante Anteile. Ihre persönliche Bilanz ist durchweg positiv. Sie hat noch nie eigenes Geld in einem Unternehmen verloren. Das ist keine Garantie für die Zukunft, aber ein starkes Signal.

    Die Kombination aus vorhandener Infrastruktur, einer historischen Mine mit bekannten Gesteinseigenschaften und einem überschaubaren Kapitalbedarf von 135 Mio. USD inklusive Sicherheitszuschlag unterscheidet dieses Projekt von vielen Grüne-Wiese-Vorhaben. Das Unternehmen erwartet die erste Goldproduktion im 4. Quartal 2027. Das ist ambitioniert, aber angesichts der Fortschritte nicht unrealistisch.

    Die Aktie notiert aktuell bei 0,375 CAD, also kann man derzeit günstiger einsteigen als die Investoren der Kapitalerhöhung.

    Chart Lahontan Gold, Stand 14.04.2026, Quelle: Refinitiv

    Lahontan Gold widerlegt drei zentrale Vorurteile gegenüber Minenentwicklern. Die letzte Finanzierungsrunde vor dem Bau ist abgeschlossen. Die Infrastruktur mit Wasser, Strom und Straßen steht längst. Und die jüngsten Bohrergebnisse von West Santa Fe bestätigen historische Daten auf beeindruckende Weise. Wer auf Nevada setzt, bekommt ein Projekt mit klarem Zeitplan, niedrigen Cashkosten und einem Management, das eigenes Risiko trägt. Die nächsten Meilensteine sind das Ressourcen-Update im Juni und die neue Studie im September. Bis dahin bohren die 3 Geräte.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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