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14.07.2022 | 05:55

Nel in Australien erfolgreich, Rheinmetall von Goldman empfohlen und Barsele Minerals für das Gold-Comeback

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Bildquelle: pixabay.com

Zinsangst, drohende Rezession, Krieg in der Ukraine: Die Gründe für Nervosität am Aktienmarkt sind zahlreich. Doch gerade in unsicheren Zeiten sind die Chancen auf langfristige Kursgewinne hoch. Doch wo ist derzeit der sichere Hafen? Gold, Erneuerbare Energien oder gar Rüstung? Gold gehört sicher zu den Enttäuschungen des Jahres. Der starke US-Dollar belastet die Branche. Doch Goldaktien sind günstig. Neben Schwergewichten auch Explorer wie Barsele Minerals. Die Kanadier bringen Übernahmephantasie mit. Goldene Zeiten werden Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien voraus gesagt. Wasserstoff-Spezialisten Nel glänzt mit einem Auftrag aus Australien. Und Rüstungskonzerne wie Rheinmetall stehen vor einem Superzyklus. Dabei mischt der MDAX-Konzern auch bei Brennstoffzellen mit und Goldman Sachs rät zum Kauf.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BARSELE MINERALS | CA0688921083 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084

Inhaltsverzeichnis:


    Barsele Minerals: Erhöht der Partner Agnico Eagle bald seinen Anteil?

    Hat Gold als sicherer Hafen ausgedient? Bei einem Rückgang des Goldpreises von 2.050 USD auf 1.728 USD innerhalb weniger Wochen, kann man auf diesen Gedanken kommen. Doch man Gold nicht zu früh abschreiben. Der Rückgang beruht in erster Linie auf dem starken US-Dollar. Doch damit könnte es bald vorbei sein, wenn die Fed aufgrund der drohenden Rezession ihre Zinserhöhungen beendet. Dann könnte Gold durchstarten. Denn nicht nur Aktien wie Barrick sind günstig, sondern auch auch Explorer wie Barsele Minerals. Das kanadische Unternehmen konzentriert sich derzeit auf ein Projekt in Schweden. Dies reduziert die politischen Risiken im Vergleich zu Wettbewerbern in Osteuropa, Afrika und Asien deutlich. Das Barsele Gold Projekt befindet sich 600 Kilometer nördlich von Stockholm. In der Nähe befinden sich mehrere große Goldlagerstätten, darunter: Bjorkdal (Elgin Mining), Faboliden (Dragon Mining) und Svartliden (Dragon Mining).

    Das Barsele-Projekt gehört zu 55% Agnico Eagle und zu 45% Barsele. Der starke Partner bringt Vorteile: Bis zur Fertigstellung einer Vormachbarkeitsstudie muss Barsele keine Barmittel aufwenden. In den vergangenen Jahren wurden im Barsele Projekt bereits 404 Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 155.000m gebohrt und die Gold-Ressourcen auf 2,4 Mio. Unzen geschätzt. Darüber hinaus sind auch Metalle wie Blei, Zink oder Nickel vorhanden. Diese für die Hightech-Industrie wichtigen Rohstoffe werten die Liegenschaft zusätzlich auf. Aktuell arbeitet man an einer Ausweitung. Nächstes Etappenziel ist die Ressourcenschätzung auf 3,5 Mio. Unzen Gold zu erhöhen. Sollte dies gelingen, wäre eine Erhöhung der Beteiligung durch Agnico plausibel. Auch eine
    Komplettübernahme Barsele Minerals wäre möglich. Aktuell notiert die Barsele-Aktie bei rund 0,30 CAD. Damit liegt die Marktkapitalisierung bei überschaubaren 40 Mio. CAD. Sollte es zu positiven Bohrergebnissen kommen, sollten deutlich höhere Kurse möglich sein – bei einer Übernahme sowieso.

    Nel: Erfolg in Australien

    Sind Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien der neue sichere Hafen für Anleger? Zumindest dürfte die Branche sich gegen eine Rezession stemmen. Denn die staatlichen Fördermaßnahmen zur Reduzierung der Abhängigkeit fossiler Energien sind massiv. In Deutschland, Europa und darüber hinaus. Davon profitieren Unternehmen wie Nel Asa. Der Wasserstoff-Spezialist aus Norwegen hat nun einen weiteren Auftrag an Land gezogen. So wird Nel einen PEM-Elektrolyseure im Wert von vier Mio. EUR nach Australien liefern. Auftraggeber ist die börsennotierte Viva Energy Australia. Das Unternehmen betreibt unter anderem eine Raffinerie in Geelong, in deren Nähe derzeit eine neue Tankstelle für das Aufladen von Batterien und die Betankung mit Wasserstoff errichtet wird. Viva Energy will mit dem PEM-Elektrolyseur – angeblich der größte in Australien – grünen Wasserstoff für die Betankung von schweren Brennstoffzellen-Fahrzeugen produzieren. Das von Nel angebotene System ist eine Containerlösung mit einer Produktionskapazität von bis zu 1.063 kg pro Tag, die die spezialisierte Tankstelle direkt mit Wasserstoff in Brennstoffzellenqualität versorgt. Das Projekt erhielt einen Zuschuss von der Australian Renewable Energy Agency (ARENA) im Rahmen des ARENA-Programms zur Förderung erneuerbarer Energien sowie eine Finanzierung durch den Renewable Hydrogen Commercialization Pathways Fund der Regierung von Victoria.

    Rheinmetall: Goldman Sachs sieht 290 EUR bei der Aktie

    Bis vor wenigen Monaten noch unvorstellbar, aber inzwischen kommen auch Rüstungsunternehmen als sicherer Hafen in Frage. Grund ist natürlich der Angriff Russlands auf die Ukraine Ende Februar und die damit verbundene Zeitenwende vieler Länder in Sachen Aufrüstung. Davon profitiert unter anderem Rheinmetall. Derzeit notiert die Aktie bei rund 187 EUR. Goldman Sachs hat sie am Montag mit einem Kursziel von 290 EUR zum Kauf empfohlen. Auch wenn die Analysten erwarten, dass Rheinmetall für das zweite Quartal eher schwache Zahlen präsentieren wird. Dies sei vor allem auf das Autozuliefergeschäft zurück zu führen. In diesem Segment hat der deutsche Konzern jetzt aber einen interessanten Auftrag gemeldet. So habe man eine Order im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich zur Lieferung von Brennstoffzellenkomponenten erhalten. Ein europäischer Brennstoffzellenhersteller habe Klappensysteme mit integrierter Lagerelektronik bestellt. Diese kommen als Bypass- und Absperrventile in Brennstoffzellen zum Einsatz. Durch ihr spezielles Design erfüllten die Komponenten laut Rheinmetall "höchste" Dichtheitsanforderungen. Nachdem erste Teile bereits im laufenden Jahr geliefert werden sollen, soll die Serienproduktion am Rheinmetall-Produktionsstandort Berlin 2025/2026 anlaufen. Bis 2030 sollen dann insgesamt 1,5 Mio. Komponenten ausgeliefert werden.


    Alle vorgestellten Werte bieten Argumente für einen Einstieg. Barsele Minerals ist sicher spekulativ, aber bereits auf einem niedrigen Bewertungsniveau angekommen, verfügt über einen starken Partner, für den eine Übernahme kein Problem wäre. Nel gehört zu den aussichtsreisten Wasserstoff-Pure-Plays, auch wenn die Bewertung bereits sportlich ist. Die Auftragsbücher dürften sich bei Rheinmetall weiter füllen und Goldman sieht erhebliches Kurspotenzial.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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