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28.11.2024 | 06:00

Barrick Gold, Desert Gold, Novo Nordisk - Wie politische Entscheidungen und Marktchancen die Kurse treiben

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Bildquelle: Barrick Gold Corp.

Die Kapitalmärkte zeigen dieser Tage erneut, wie eng politische Entscheidungen, externe Marktfaktoren und unternehmerisches Geschick miteinander verwoben sind. Die geplante Ausweitung der Kostenübernahme für Adipositas-Medikamente durch Medicare und Medicaid könnte dem dänischen Pharmariesen Novo Nordisk in den USA neue Wachstumsperspektiven eröffnen. Doch schwebt über diesen Plänen der frische Wind eines baldigen Regierungswechsels mit einer neuen starken Personalie im Gesundheitssektor der USA. Branchenriese Barrick Gold glänzt mit beeindruckenden Zahlen, allein der operative Cashflow beträgt 23 Mrd. USD. Explorer Desert Gold sichert sich derweil durch geschickte Finanzierung frisches Kapital für sein vielversprechendes SMSZ-Goldprojekt im afrikanischen Mali. Worauf Investoren jetzt achten sollten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , NOVO NORDISK A/S | DK0062498333

Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Gold überzeugt mit starker Bilanz und Wachstumsprojekten

    Das Goldförder und -produktionsunternehmen Barrick Gold präsentiert sich in bester Verfassung. Bei einer Investorenkonferenz in New York zieht Vorstandschef Mark Bristow eine äußerst positive Bilanz der vergangenen Jahre. Seit der letzten großen Fusion erwirtschaftete der Konzern einen operativen Cashflow von 23 Mrd. USD und investierte 15 Mrd. USD in die Zukunft des Unternehmens.

    Die solide Finanzpolitik zahlt sich aus: Die Nettoverschuldung sank um fast 4 Mrd. USD, während die Aktionäre mit Ausschüttungen von mehr als 5 Mrd. USD am Erfolg beteiligt wurden. Bristow betont, dass die getätigten Investitionen die Produktion für mindestens zehn Jahre sichern – ein wichtiger Aspekt für die langfristige Planung.

    Ein besonderes Highlight setzt das Fourmile-Projekt, das Barrick zu 100 % gehört. Die ersten wirtschaftlichen Analysen versprechen operative Cashflows, die das ohnehin schon erfolgreiche Nachbarprojekt Goldrush um mindestens 70 % übertreffen könnten. Auch die anderen Minenerweiterungen in Nevada, darunter Leeville, Hanson, Robertson, Swift und Turquoise Ridge, entwickeln sich gut.

    Desert Gold sichert sich Millionenfinanzierung im Goldpreishoch

    Desert Gold Ventures Inc. verzeichnet einen bedeutenden Kapitalzufluss in einem Marktumfeld, das von Rekordständen beim Goldpreis geprägt ist. Das Unternehmen hat durch die Ausübung von 15.728.571 Optionsscheinen einen Erlös von 1,26 Mio. CAD erzielt. Diese Mittel sollen hauptsächlich in die Entwicklung des Vorzeigeprojekts SMSZ in West-Mali sowie in das allgemeine Betriebskapital fließen.

    Das Timing für die Kapitalmaßnahme erscheint günstig, da der Goldpreis in diesem Jahr eine bemerkenswerte Performance zeigt. In der Eurozone verzeichnet Gold seit Jahresbeginn einen Wertzuwachs von 33 % und erreichte kürzlich ein neues Allzeithoch bei 2.607,99 EUR pro Feinunze. Diese Entwicklung wird vor allem durch die Euro-Schwäche und geopolitische Unsicherheiten getrieben.

    Im Rahmen des Anreizprogramms, das Desert Gold Ventures bereits im September und Oktober 2024 angekündigt hat, erhielten die teilnehmenden Inhaber zusätzliche Optionsscheine im gleichen Umfang. Diese neuen Optionsscheine können über einen Zeitraum von drei Jahren zu einem Preis von 0,08 CAD pro Aktie ausgeübt werden. Eine besondere Klausel ermöglicht dem Unternehmen eine beschleunigte Fälligkeit mit 30-tägiger Vorankündigung, falls der Aktienkurs an der TSX Venture Exchange über zehn aufeinanderfolgende Handelstage bei oder über 0,20 CAD liegt.

    Desert Gold Ventures Inc. kontrolliert das 440 km² große SMSZ-Projekt in Westmali. Die gemessenen und angezeigten Mineralressourcen belaufen sich auf 8,47 Mio. t mit einem Gehalt von 1,14 g/t Au, was insgesamt 310.300 Unzen entspricht. Die abgeleiteten Mineralressourcen werden auf 20,7 Mio. t mit einem Gehalt von 1,16 g/t Au geschätzt, was einem Gesamtwert von 769.200 Unzen entspricht.

    Der erfolgreiche Abschluss des Optionsscheinprogramms stärkt die finanzielle Position des Unternehmens in einem Marktumfeld, das von steigenden Goldpreisen und einer robusten Nachfrage gekennzeichnet ist.

    Biden-Plan beflügelt Novo Nordisk - Aktie legt kräftig zu

    Die Pharmakonzerne Novo Nordisk und Eli Lilly verzeichnen deutliche Kursgewinne nach einem wegweisenden Vorschlag der US-Regierung zur Kostenübernahme von Adipositas-Medikamenten. Laut Reuters hat die Aktie von Novo Nordisk zeitweise um 4,9 % zugelegt, während der Kurs von Eli Lilly um mehr als 3 % angestiegen ist.

    Noch-US-Präsident Joe Biden plant, die Kostenübernahme für Adipositas-Medikamente in den staatlichen Gesundheitsprogrammen Medicare und Medicaid deutlich auszuweiten. Für Millionen von US-Amerikanern könnten die Eigenanteile für diese Medikamente um bis zu 95 % sinken. Die neuen Regelungen könnten ab 2026 in Kraft treten. Allerdings greift diese Maßnahme nicht die Ursache des Übels an: ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und die Größe der Portionen haben zahlreiche US-Amerikaner in die Adipositas geführt.

    Die Börse wiederum freut es. Auch auf Kosten der Konkurrenz: denn die positive Marktreaktion wurde zusätzlich durch enttäuschende Studienergebnisse des Konkurrenten Amgen verstärkt. Dessen experimentelles Medikament MariTide erreichte in einer Phase-II-Studie nur eine durchschnittliche Gewichtsreduktion von bis zu 20 % – ein Wert, der hinter den Markterwartungen zurückblieb.

    Alexander Jenke, Portfoliomanager bei Medical Strategy in München, sieht in der geplanten Ausweitung der Kostenübernahme eine logische Konsequenz der positiven Studienergebnisse, insbesondere zu den kardiovaskulären Vorteilen von Novo Nordisks Wegovy. Allerdings weist er auf die Unsicherheit hin, wie künftige US-Regierungen mit dieser Politik umgehen werden. Was auch im Dunkeln bleibt: Langzeit-Studien. Die gibt es aufgrund der Zulassungen der beiden Wirkstoffe noch nicht. Der designierte US-Präsident Donald Trump hat zudem den Gesundheitsökonomen Dr. Jay Bhattacharya​​, einen Kritiker von Pandemie-Lockdowns und Impfstoffmandaten, zum Leiter der National Institutes of Health, der führenden medizinischen Forschungsbehörde des Landes, ernannt. Da wird dank dieser Personalie einiges in Bewegung kommen, im US-Pharma-Markt.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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