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25.05.2026 | 05:10

Lahontan Gold – Goldrally bringt diesen Explorer in Stellung

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Der Goldpreis konsolidiert nach seiner historischen Rally, doch immer mehr Experten sehen darin lediglich eine Verschnaufpause vor dem nächsten Anstieg. Zentralbanken weltweit kaufen so viel Gold wie seit Jahren nicht mehr, geopolitische Spannungen nehmen zu und das Vertrauen in den US-Dollar bröckelt langsam. Goldman Sachs hält bis Ende 2026 einen Goldpreis von 5.400 USD je Unze für möglich. Besonders profitieren könnten davon Entwickler, wie Lahontan Gold, mit hohem Hebel auf steigende Edelmetallpreise. Das Unternehmen treibt die Wiederbelebung seiner historischen Santa-Fe-Mine in Nevada mit Hochdruck voran und hat zuletzt eine ganze Reihe operativer Fortschritte erzielt, die das Potenzial für eine deutliche Neubewertung schaffen könnten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

Inhaltsverzeichnis:


    Zentralbanken treiben Goldhausse weiter an

    Nach dem Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar geriet Gold kurzfristig unter Druck. Höhere Ölpreise, steigende Renditen und ein stärkerer US-Dollar belasteten das Edelmetall zunächst. Laut zahlreichen Analysten dürfte es sich dabei jedoch nur um eine gesunde Konsolidierung innerhalb eines langfristigen Aufwärtstrends handeln. Besonders die weltweiten Zentralbanken sorgen weiterhin für massiven Rückenwind. Goldman Sachs erwartet 2026 durchschnittliche Goldkäufe von rund 60 t pro Monat. Der World Gold Council meldete allein für das erste Quartal weltweite Netto-Zukäufe von 244 t, ein Plus von 17 % gegenüber dem Vorquartal. Vor allem China, Polen und Usbekistan bauen ihre Reserven massiv aus. Hintergrund ist die schleichende Diversifizierung weg vom US-Dollar. Laut IWF sank dessen Anteil an den globalen Währungsreserven von rund 72 % im Jahr 2001 auf zuletzt etwa 57 %. Genau von diesem Umfeld profitieren Goldunternehmen mit hohem Wachstumspotenzial besonders stark.

    Die Lahontan-Aktie befindet sich aktuell in einer Seitwärtsbewegung. Quelle: LSEG 22.05.2026

    Lahontan Gold entwickelt historische Mine neu

    Einer der spannendsten Kandidaten im Sektor ist Lahontan Gold. Das Unternehmen arbeitet an der Wiederbelebung der historischen Santa-Fe-Mine im Walker-Lane-Trend in Nevada, einer der produktivsten Goldregionen Nordamerikas. Zwischen 1988 und 1995 wurden dort bereits 359.000 Unzen Gold und mehr als 700.000 Unzen Silber produziert. Die bestehende Infrastruktur sowie die historische Produktion reduzieren Risiken und verkürzen potenziell den Weg zurück zur Produktion deutlich.

    Aktuell verfügt das Projekt über eine Ressource von rund 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent. Besonders attraktiv ist die Tatsache, dass sich große Teile der Mineralisierung oxidiert und nahe der Oberfläche befinden. Dadurch eignet sich das Projekt ideal für kostengünstige Heap-Leach-Verfahren. Die bestehende PEA bescheinigt Santa Fe bereits bei deutlich niedrigeren Goldpreisen robuste Kennzahlen. Mit den aktuellen Edelmetallpreisen könnte sich die Wirtschaftlichkeit nun massiv verbessern.

    West Santa Fe entwickelt sich zum Kurstreiber

    Für zusätzliche Fantasie sorgt das Satellitenprojekt West Santa Fe. Dort meldete Lahontan Gold zuletzt starke Bohrergebnisse mit 36,6 m bei 3,11 g/t Goldäquivalent ab Oberfläche, darunter 10,7 m mit 5,75 g/t. Die Mineralisierung ist zudem vollständig oxidisch und damit hervorragend für eine kostengünstige Verarbeitung geeignet.

    Parallel wurde die bekannte Mineralisierung inzwischen auf rund 500 mal 350 m erweitert. Branchenbeobachter halten es mittlerweile für realistisch, dass West Santa Fe zusätzlich bis zu 1 Mio. Unzen Gold liefern könnte. Sollte sich dieses Potenzial bestätigen, könnte Lahontan perspektivisch auf rund 3 Mio. Unzen Goldäquivalent wachsen, eine Größenordnung, die häufig größere Produzenten auf den Plan ruft und die Kanadier somit zu einem Übernahmekandidaten mutieren lässt.

    Zusätzlich verstärkte das Unternehmen zuletzt seine Aktivitäten massiv. Ein zweites Bohrgerät wurde auf Santa Fe in Betrieb genommen, gleichzeitig liegen Genehmigungen für mehr als 700 zusätzliche Bohrpunkte vor. Damit kann Lahontan große bislang kaum erkundete Bereiche systematisch testen.

    Finanzierung gesichert und wichtige Meilensteine voraus

    Auch auf der Finanzierungsseite hat Lahontan Gold zuletzt geliefert. Die im April abgeschlossene Kapitalerhöhung brachte 13,6 Mio. CAD ein. Gemeinsam mit laufenden Warrant-Ausübungen sieht sich das Unternehmen laut Management bis ins Jahr 2027 vollständig finanziert. Gleichzeitig arbeitet Lahontan intensiv an der Weiterentwicklung des Projekts. Eine aktualisierte Ressourcenschätzung soll bereits in den kommenden Wochen veröffentlicht werden, gefolgt von einer neuen Wirtschaftlichkeitsstudie im September.

    Hinzu kommen umfangreiche geotechnische Bohrungen, Umwelt- und Genehmigungsarbeiten sowie Explorationsprogramme über bis zu 7.000 m. Auch die historischen Haufenlaugungsplattformen werden derzeit untersucht. Da frühere Verfahren deutlich ineffizienter waren als heute, könnten dort noch erhebliche Restgehalte an Gold und Silber enthalten sein.

    Das große Ziel bleibt klar definiert. Lahontan will die Genehmigungen 2027 abschließen und die Santa-Fe-Mine anschließend in Produktion bringen. CEO Kimberly Ann betonte zuletzt, dass das Unternehmen auf mehreren Ebenen gleichzeitig Fortschritte mache und sich optimal für die nächste Wachstumsphase positioniere.

    Fazit

    Lahontan Gold entwickelt sich zunehmend vom Explorer zum potenziellen Produzenten. Diese Übergangsphase zählt im Rohstoffsektor historisch zu den lukrativsten überhaupt. Steigende Goldpreise, massive Zentralbankkäufe und geopolitische Unsicherheiten schaffen derzeit ein ideales Umfeld. Gleichzeitig liefert das Unternehmen operativ: starke Bohrdaten, wachsendes Ressourcenpotenzial, gesicherte Finanzierung und konkrete Fortschritte bei Genehmigungen und Projektentwicklung. Mit mehreren kurzfristigen Katalysatoren wie der neuen Ressourcenschätzung und der aktualisierten PEA könnte Lahontan Gold vor einer deutlichen Neubewertung stehen. Besonders bei weiter steigenden Goldpreisen dürfte der Hebel auf die Aktie enorm sein.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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