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08.07.2026 | 05:30

Lahontan Gold: Drei Goldquellen, eine historische Mine, ein klarer Fahrplan zur Goldproduktion

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Bildquelle: pixabay.com

Der Countdown läuft! Während die Goldpreise nach wie vor relativ hoch bleiben, bereitet sich Lahontan Gold in Nevada auf den Produktionsstart vor. Die Bohrergebnisse der letzten Wochen zeichnen ein Bild, das weit über das übliche Explorationsgeschäft hinausgeht. Es ist nicht der übliche Hype um ein weiteres Bohrloch in der Wüste. Was sich bei Lahontan Gold derzeit abspielt, hat eine andere Qualität. Hier wird nicht nur nach Gold gesucht, sondern es wird eine Mine wiederbelebt, die bereits in den späten 80er Jahren produzierte. Die Infrastruktur steht, die Genehmigungen rücken näher, und drei separate Goldquellen versprechen eine seltene Kombination aus geringem Risiko und erheblichem Aufwärtspotenzial. Für Anleger, die den Rohstoffsektor kennen, sind das genau die Zutaten, die aus einem Junior-Projekt einen echten Produktionsanwärter machen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

Inhaltsverzeichnis:


    Ein Klassiker der Brownfield-Entwicklung

    Die Santa Fe Mine ist kein Greenfield-Projekt. Zwischen 1988 und 1994 förderte Corona Gold hier im Tagebau 359.202 Unzen Gold und 702.067 Unzen Silber, bevor der Goldpreis auf 360 USD fiel und der Betrieb eingestellt wurde. Was blieb, ist für heutige Verhältnisse Gold wert: Drei Wasserbrunnen, ein eigenes Umspannwerk und bestehende Straßen. Wer schon einmal ein Bergbauprojekt von Grund auf entwickelt hat, weiß, dass diese Infrastruktur nicht nur Zeit, sondern vor allem Kapital spart.

    Die aktuelle Ressourcenbasis spricht für sich. 1,54 Mio. Unzen in der Kategorie "Indicated" und 0,41 Mio. "Inferred" bei einem durchschnittlichen Gehalt von 0,93 g/t Goldäquivalent. Damit rangiert das Unternehmen auf Platz drei der höchsten Gehalte in Nevada, noch vor manchem produzierenden Betrieb.

    Die MRE: Ein Meilenstein in Sichtweite

    Die aktualisierte Mineralressourcenschätzung (MRE) steht unmittelbar bevor. Die Arbeiten sind fast abgeschlossen – trotz moderater Verzögerungen durch die hohe Auslastung technischer Berater in Nevada. Das Unternehmen hat diese Wartezeit genutzt, um die Modelle für Gehalte, Metallurgie und Geologie weiter zu verfeinern. Die neue MRE wird die Grundlage für die überarbeitete vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) bilden, die bis Ende August fertiggestellt werden soll.

    Die Bohrungen laufen

    200.000 Unzen, die keiner auf dem Schirm hatte

    Das vielleicht faszinierendste Kapitel der aktuellen Entwicklung spielt sich auf den alten Heap-Leach-Halden ab. Historisch galten diese als weitgehend abgeschrieben. Aktuelle Untersuchungen mit einem speziellen Schallbohrgerät förderten eine überraschende Erkenntnis zutage. Die Halden enthalten schätzungsweise 200.000 Unzen Gold.

    CEO Kimberly Ann erklärte dazu: "Lahontan hat im Jahr 2026 bislang 87 Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 7.751 m fertiggestellt, weitere werden folgen. Wir liegen weiterhin im Zeitplan für den Baubeginn im Jahr 2027: Bei der Santa-Fe-Mine handelt es sich um eine klassische Wiederinbetriebnahme eines Brachgeländes, bei der wir die vorhandene Infrastruktur und das technische Know-how nutzen. Dies ermöglicht es uns, die Produktion mit geringeren Investitionskosten, in kürzerer Zeit und mit einem deutlich geringeren Umsetzungsrisiko als bei einem vergleichbaren Greenfield-Projekt wieder aufzunehmen, wovon alle Beteiligten profitieren."

    Bei einem prognostizierten Gehalt von 0,45 - 0,6 g/t würde dieses Material zu den höchsten Gehalten in Nevada zählen. Über 100 Bohrlöcher dienen der genauen Verifizierung dieser Ressource. Das Material liegt bereits zerkleinert auf Halden. Daher gibt es keinen zusätzlichen Förderaufwand. Einfach aufladen, über die bestehende Straße zur Verarbeitung transportieren und aufbereiten.

    Slab West: Eine neue Entdeckung mit Substanz

    Die im Juni gemeldeten Bohrergebnisse aus der neuen Zone Slab West haben selbst erfahrene Branchenkenner überrascht. Was ursprünglich als geotechnisches Programm zur Genehmigungsvorbereitung begann, förderte eine bislang unerkannte Goldzone zutage. Die besten Abschnitte wiesen 35,0 m mit 0,34 g/t Goldäquivalent und 61,0 m mit 0,26 g/t Goldäquivalent auf.

    Die Mineralisierung bleibt in alle Richtungen offen. Das ist kein Zufallstreffer, sondern ein Hinweis auf ein größeres System. Die Zone hat eine beträchtliche Flächenausdehnung, gute Kontinuität und sie liegt nahe der bestehenden Infrastruktur.

    West Santa Fe: Das zweite Standbein

    Nur 13 km entfernt entwickelt sich das Satellitenprojekt West Santa Fe zu einem immer bedeutenderen Pfeiler. Die jüngsten Bohrungen bestätigten historische Daten und übertrafen sie teilweise. Die Cyanid-Laugungstests ergaben 81 % Gold- und 60 % Silberausbeuten. Das sind Werte, die für eine Heap-Leach-Verarbeitung hervorragend sind.

    Die Mineralisierung beginnt bereits an der Oberfläche. In den 1930er Jahren wurde hier bereits auf Silber abgebaut. Heute finden sich Werte von 6 - 8 g/t Silber. Das Erz könnte im offenen Tagebau gewonnen und zur Hauptverarbeitungsanlage transportiert werden. Die Genehmigungsverfahren dafür laufen bereits.

    Finanzierung und Zeitplan: Ein Unternehmen im Wandel

    Das Unternehmen ist bis 2027 voll finanziert dank einer Kapitalerhöhung über 13,6 Mio. CAD und laufender Warrants. Ein oft unterschätztes Signal ist die Ausübung der Warrants. Im April und Mai nutzten Investoren die Gelegenheit, ihre Bezugsrechte auszuüben. Wer seine Warrants nicht ausübt, verliert sie. Die Tatsache, dass ein Großteil der Warrants ausgeübt wurde, zeigt, dass die Insider und frühen Investoren genug Wert sehen, um nachzuschießen.

    Der Zeitplan ist ambitioniert. Die Baugenehmigung wird für das 1. Quartal 2027 erwartet, die Bauphase ist auf etwa 6 Monate ausgelegt. Der erste Goldguss könnte bereits im 3. oder 4. Quartal 2027 realisiert werden.

    Die Wirtschaftlichkeitsstudie aus dem Jahr 2025 zeigte bei einem Goldpreis von 4.000 USD eine Amortisationszeit von 1,8 Jahren. Die Produktionsplanung zielt auf jährlich 100.000 Unzen ab.

    Der Blick nach vorn

    Die kommenden Wochen bringen mit der aktualisierten MRE und der im September erwarteten PEA entscheidende Datenpunkte. Die Bohrergebnisse aus Slab West werden weiter ausgewertet, und die Untersuchung der Heap-Leach-Halden schreitet voran. Was Lahontan Gold von anderen Explorationsgeschichten unterscheidet, ist die Kombination aus vorhandener Infrastruktur, historischer Produktion, neuen Entdeckungen und einem klaren Fahrplan zur Produktion. Das Risiko ist überschaubarer als bei einem Greenfield-Projekt – das Potenzial ist es nicht.

    Die Aktie notiert aktuell bei 0,36 CAD.

    Chart Lahontan Gold, Stand 07.07.2026, Quelle: Refinitiv

    Die Puzzleteile bei Lahontan Gold fügen sich zusammen und das Bild wird immer klarer. Ein Unternehmen, das sich von der Exploration in Richtung Produktion bewegt. Ein Asset mit Geschichte, das gerade seine besten Kapitel schreibt. Und ein Goldpreis, der die Wirtschaftlichkeit nicht nur ermöglicht, sondern untermauert. Für Investoren, die den nächsten Schritt in der Wertschöpfungskette eines Bergbauprojekts mitgehen wollen, zeichnet sich hier eine seltene Gelegenheit ab. Die Richtung stimmt.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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