03.07.2026 | 04:40
Der Zündfunke im Depot: Wie Meilensteine den wahren Wert von Desert Gold, Siemens und Mutares entfesseln!
An der Börse wird die Zukunft gehandelt. Doch die profitabelsten Phasen einer Aktie treten manchmal dann ein, wenn aus Zukunftsversprechen glasklare Meilensteine werden. Ob Goldproduktion in Westafrika, strategische Abspaltungen in der Industrie oder radikale Turnarounds im Beteiligungsgeschäft. Wenn Unternehmen einen klaren Meilenstein erreichen, beginnt oft die eigentliche Neubewertung. Insbesondere die Transformation von einem Gold-Explorer zu einem Produzenten, wie aktuell bei Desert Gold, steht in der Regel für steigende Kurse. Die projektspezifischen Risiken sinken schlagartig und Cashflows rechtfertigen für Investoren ganz andere Kursniveaus. Die momentanen Entwicklungen aller drei Unternehmen sind nicht nur spannend, ein näherer Blick könnte sich als lohnender Zeitvertreib erweisen.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Carsten Mainitz
ISIN:
DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , SIEMENS AG NA O.N. | DE0007236101 , MUTARES KGAA NA O.N. | DE000A2NB650
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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Desert Gold Ventures – Historischer Wendepunkt
Die Kanadier stehen an einem historischen Wendepunkt, der in Kürze zu einer massiven Neubewertung der Aktie führen könnte. Der Explorer operiert im westafrikanischen Staat Mali. Das Flaggschiff-Projekt SMSZ (Senegal-Mali-Shear-Zone) erstreckt sich über eine Fläche von 440 km². Das Areal liegt direkt auf einer der produktivsten Goldstrukturen der Welt, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Tier-1-Minen von Branchenriesen wie Barrick Mining oder B2Gold.
Bislang wurde die Gesellschaft als reiner Explorer bewertet und damit mit hohen Risiken und permanentem Kapitalbedarf in Verbindung gebracht. Nun könnte sich das Bild dramatisch wandeln. Die Kanadier haben den Anlauf der Goldproduktion für diesen Monat in Aussicht gestellt. Um die letzten Schritte auf dem Weg zur Produktion zu gehen, wurde zu Beginn des Jahres eine Kapitalerhöhung von mehr als 7 Mio. CAD zu einem Kurs von 0,08 CAD abgeschlossen.
Desert Gold kann eine Ressourcenbasis von 1,1 Mio. Unzen Gold vorweisen. Aber diese Vorkommen basieren lediglich auf rund 10 % der Gesamtfläche. Die unlängst aktualisierte vorläufige wirtschaftliche Bewertung (PEA) untermauert das enorme Potenzial. Bei einem Goldpreis von 2.850 USD je Unze errechnet sich ein Projektwert von 61 Mio. USD mit einer Rendite (IRR) von 57 %. Bei einem Goldpreis von 4.070 USD je Unze, was ungefähr dem aktuellen Niveau entspricht, verdoppelt sich der Projektwert auf 124 Mio. USD.
Demgegenüber beträgt die Börsenbewertung bei einem Kurs von 0,10 CAD lediglich 36 Mio. CAD bzw. 25 Mio. USD. Die Analysten von GBC machen mit dem ausgegebenen Kursziel von 0,95 CAD Vervielfachungspotenzial aus. Bei dem aktuellen Goldpreis und niedrigen Produktionskosten zeichnen sich hohe Margen und starke Cashflows ab. Zudem wollen die Kanadier die Erlöse in die weitere Projektexpansion reinvestieren, was die Verwässerung bestehender Aktionäre vermeidet.
Für die mittelfristige Zukunft hat die Gesellschaft einen weiteren Trumpf mit dem Tiegba-Goldprojekt an der Elfenbeinküste im Ärmel. Die 297 km² große Liegenschaft befindet sich im hochgradigen Birimian-Gürtel, wo sich eine Reihe von Lagerstätten mit mehreren Millionen Unzen Gold befinden. Das gleiche Potenzial könnte in Tiegba schlummern.
CEO Jared Scharf im Gespräch mit IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk.
Siemens - Musterknabe
Wie radikale Strukturveränderungen Werte freisetzen können, hat kein anderes deutsches börsennotiertes Unternehmen so unter Beweis gestellt wie Siemens. Die konsequente Abspaltungsstrategie brachte viele Erfolgsgeschichten wie Infineon, Siemens Healthineers oder Siemens Energy hervor. Gerade Siemens Energy hat in den letzten Quartalen eine atemberaubende Rallye aufs Parkett gelegt, getrieben vom enormen Energiebedarf globaler KI-Rechenzentren.
Durch die Abspaltungsstrategie konnte sich Siemens erfolgreich zum hochprofitablen, digitalen Technologiekonzern wandeln und den Konglomeratsabschlag loswerden. Heute steht Siemens für einen der weltgrößten Player in den Bereichen Industrieautomatisierung, Digitalisierung, Infrastruktur und intelligente Energietechnik.
Aktuell notierten die Anteilsscheine bei 276 EUR. Investoren warten gespannt auf den Bericht zum dritten Quartal, welcher am 6. August veröffentlicht werden soll. Die Analysten von JP Morgan bestätigten zuletzt ihre bullishe Einschätzung für den Konzern mit einem Kursziel von 345 EUR.
Mutares – Gute Ernte
Das Geschäftsmodell von Mutares basiert darauf ertragsschwache Konzern-Abspaltungen (Carve-Outs) zu erwerben, operativ zu sanieren und sie anschließend mit erheblichem Gewinn weiter zu veräußern oder an die Börse zu bringen. Der Private Equity Investor hat dies in der Vergangenheit eindrucksvoll bewiesen und lässt seine Aktionäre über eine attraktive Dividendenpolitik mit einer Mindestausschüttung von 2 EUR je Aktie partizipieren.
Bei Mutares sind Meilensteine quasi institutionalisiert. Das Unternehmen arbeitet in drei Phasen: Akquisition, operative Sanierung, Exit. Um das Expansionstempo, insbesondere in den USA und China weiter zu erhöhen, wurde in der jüngsten Vergangenheit eine Kapitalerhöhung von rund 100 Mio. EUR durchgeführt. Die Mittelfristziele wurden deutlich nach oben geschraubt. Die Gesellschaft stellt bis 2030 jährliche Gewinnsteigerungen der Holding von mindestens 25 % in Aussicht.
Für das laufende Geschäftsjahr wurde ein Gewinn in der Bandbreite zwischen 165 Mio. EUR und 200 Mio. EUR in Aussicht gestellt. Bei einem aktuellen Kurs von 28 EUR ist die Gesellschaft mit rund 700 Mio. EUR bewertet. Die Analysten von Warburg Research formulieren in ihrer aktuellen Studie ein Kursziel von 41 EUR.
Fazit
Der Countdown für Desert Gold läuft. Mit dem zeitnahen Start der Goldproduktion sollte die Aktie eine Neubewertung erfahren. Projektwert und Analysteneinstufungen sprechen für mehrere hundert Prozent Kurspotenzial. Auch für die „wertschaffenden” Aktien von Siemens und Mutares machen die Experten Aufwärtspotenzial aus.
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