09.07.2026 | 05:00
Cashflow sofort: Wie Desert Gold den großen Sprung macht – Barrick Mining und B2Gold setzen weiter auf Mali
Wer an Westafrika denkt, dem kommen oft geopolitische Unruhen oder unwegsame Landschaften in den Sinn. Doch genau hier, in den tiefen Bodenschichten der berühmten Senegal-Mali-Scherzone, tut sich für den Goldmarkt eine Menge. Nach einer Phase tiefgreifender politischer Spannungen und einer weitreichenden Überarbeitung der Gesetze erlebt Mali ein beispielloses Comeback als Bergbau-Standort. Die Rahmenbedingungen für internationale Rohstoffkonzerne wandeln sich: Weg von der unkalkulierbaren Konfrontation, hin zu stabiler Kooperation und gesteigerter inländischer Wertschöpfung. Das zieht mächtige Konzerne und clevere Investoren gleichermaßen an, denn der Rohstoff unter dem Wüstenstaub verspricht in Zeiten wachsender Unsicherheit weltweit stabile Erträge. Mali wandelt sich vom Krisenherd zum Hotspot für alle, die eine heiße Wette auf das edelste aller Metalle eingehen wollen. Wir stellen eine besonders attraktive Chance vor und beleuchten den Markt.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Nico Popp
ISIN:
DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 | NYSE: B , TSX: ABX , B2GOLD CORP. | CA11777Q2099
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Nico Popp
In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys
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Barrick Mining sucht den Befreiungsschlag
Bergbauriese Barrick Mining stand in der Vergangenheit im Zentrum eines heftigen, zweijährigen Konflikts mit der malischen Regierung, der im Jahr 2025 sogar zu einer vorübergehenden gerichtlichen Zwangsverwaltung des Loulo-Gounkoto-Komplexes führte. Doch im November 2025 gelang dem Konzern durch ein umfassendes Abkommen der lang ersehnte Befreiungsschlag: Barrick stimmte einer Zahlung von rund 430 Mio. USD zu, akzeptierte das neue Bergbaugesetz von 2023 und sicherte sich im Gegenzug eine wichtige Lizenzverlängerung um weitere zehn Jahre. Nach dem Wechsel an der Spitze – Mark Hill wurde im September 2025 Interims-CEO – läuft die Produktion wieder an. Die Analysten von BMO Capital Markets rechnen bei einem zügigen Neustart mit einer Jahresproduktion von rund 670.000 Unzen und einem operativen Cashflow von 1,5 Mrd. USD. Um Risiken zu reduzieren, treibt die Konzernspitze die Aufspaltung der nordamerikanischen Assets voran. Parallel dazu verdichten sich die Pläne für eine vollständige Ausgliederung des verbleibenden afrikanischen Geschäfts mittels einer möglichen Fusion mit Endeavour Mining. Sicher ist das allerdings noch nicht, die Nachrichtenagentur Reuters betont, dass noch keine Entscheidung gefallen sei.
B2Gold stürmt an die Spitze
Während die Konkurrenz in zähen Verhandlungen feststeckte, nutzte der kanadische Konkurrent B2Gold eine frühe, gütliche Einigung mit der Regierung Malis im September 2024, um sich als neuer, verlässlicher Marktführer im Land zu etablieren. B2Gold produzierte 2025 konsolidiert 979.604 Unzen Gold. Allein auf den Fekola-Komplex in Mali entfielen rund 562.000 Unzen. Da Barricks Loulo-Gounkoto weite Teile des Jahres stilllag, war B2Gold damit der größte industrielle Goldproduzent Malis. Das Management drückt beim Ausbau der Kapazitäten mächtig aufs Gaspedal: Im Juli 2025 erhielt B2Gold die staatliche Genehmigung für das Fekola-Untertageprojekt, wo der Abbau dank proaktiver Tunnelarbeiten sofort starten konnte. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2025 einen historischen Rekordumsatz von über 3 Mrd. USD und festigte diese starke Position im ersten Quartal 2026 mit einer Produktion von 237.763 Unzen bei einem realisierten Goldpreis von 4.193 USD pro Unze. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert die Betreibergesellschaft eine Goldproduktion von bis zu 970.000 Unzen. Zwar liegen die erwarteten All-In Sustaining Costs (AISC) für 2026 aufgrund der Investitionen in die Abraumbeseitigung des Tagebaus bei relativ hohen 2.400 bis 2.580 USD je Unze, doch ist dieser Effekt nur vorübergehend.
Desert Gold punktet mit smarter Produktion noch in diesem Sommer
Im Schatten der Bergbau-Giganten zeigt der agile Explorer Desert Gold, wie man mit einer innovativen Nischenstrategie gutes Geld verdienen kann. Mit seiner gigantischen Lizenzfläche von 440 km² besitzt das Unternehmen eines der größten zusammenhängenden Konzessionsgebiete aller Juniorexplorer in der Region. Die geologische Lage des Flaggschiff-Projekts SMSZ ist strategisch brillant, da es direkt an die Fördergebiete von B2Gold und Barrick Mining grenzt. Statt jahrelang teures Kapital für die reine Ressourcendefinition zu verbrennen, setzt das Management unter CEO Jared Scharf auf ein cleveres, modulares Erschließungskonzept. Das Herzstück bildet die Lagerstätte Barani East, die über oberflächennahe, leicht abbaubare Goldressourcen verfügt. Eine mobile, hocheffiziente Gravitationsaufbereitungsanlage mit einer Kapazität von 200 t täglich bestand im April die technische Abnahme in China und wurde umgehend verschifft. Die feierliche Inbetriebnahme der Anlage am Projektstandort ist für den 19. Juli 2026 fest terminiert und soll Desert Gold in den Kreis der aktiven Goldproduzenten Malis katapultieren. Eine im November 2025 aktualisierte vorläufige ökonomische Bewertung (PEA) untermauert die glänzenden Eckdaten des Projekts: Bei einem angenommenen Goldpreis von 2.850 USD pro Unze hat das Projekt einen Kapitalwert nach Steuern von 61 Mio. USD bei einem internen Zinsfuß von überzeugenden 57 %.

Übernahmefantasie und finanzielle Rückendeckung
Die aktuelle Minenplanung umfasst bisher weniger als 10 % der bekannten Gesamtressourcen des Projekts, was laut einer Schätzung von Januar dieses Jahres ein gewaltiges geologisches Potenzial von über 1,2 Mio. Unzen Gold offenlässt. Um die oberflächennahen Zonen zügig zu erweitern, läuft bereits ein aktives 4.250 m langes Erkundungsbohrprogramm. Die unmittelbare Nachbarschaft zur Sadiola-Mine von Allied Gold macht das Unternehmen zudem zu einem attraktiven Übernahmekandidaten oder Partner für eine kostengünstige Lohnaufbereitung, bei der das Erz einfach per Lkw zur nahen Anlage transportiert werden könnte. Finanziell ist die Gesellschaft für die anstehende Produktionsphase bestens gewappnet, nachdem man im Februar eine überzeichnete Privatplatzierung in Höhe von rund 7,18 Mio. CAD erfolgreich schließen konnte. Mit namhaften Großaktionären wie Merk Investments oder dem Rohstoff-Mogul Ross Beaty im Rücken verfügt Desert Gold über eine gute Ausgangslage. Die nahende Produktion und daraus folgende Ergebnisse dürften weitere Katalysatoren sein. Mali ist wieder Bergbauland und Desert Gold bringt vieles mit, um davon zu profitieren.
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