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03.08.2023 | 05:01

dynaCERT, BASF, Daimler Truck AG: Investoren stürzen sich auf Logistikaktien, neue Chancen und Gewinnpotenziale

  • Klimaschutz
  • LKW
  • Wasserstoff
  • Logistik
Bildquelle: BASF AG

dynaCERT entwickelt eine patentierte Technologie, die Wasserstoff und Sauerstoff on-demand erzeugt und über den Luftansaugtrakt liefert, um die Verbrennung und den Kohlenstoffausstoß in verschiedenen Dieselmotoren zu verbessern. Das Unternehmen hat 93 HydraGEN™-Einheiten an ein Logistikunternehmen in Guyana verkauft, um das ehrgeizige Ziel des Landes zu unterstützen, die CO₂-Emissionen bis 2030 um 70 % zu reduzieren. BASF hat sein Investitionsbudget inmitten eines globalen Abschwungs gekürzt, um Bargeld zu bewahren. Angesichts der Übernahmegerüchte vom Chemiekonzern Covestro, fordert BASF CEO Martin Brudermüller Unterstützung von der Bundesregierung, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Chemieunternehmen zu verbessern. Daimler Truck hat ein Aktien-Rückkaufprogramm gestartet, bei dem bis zu 82,3 Mio. Aktien zurückgekauft werden dürfen. Das Unternehmen erwartet einen deutlichen Gewinnanstieg bei einem höheren Umsatz und Absatz.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 , Daimler Truck Holding AG | DE000DTR0013 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

Inhaltsverzeichnis:


    dynaCERT unterstützt Guyana in CO₂-Reduktion durch Hydragen™-Technologie

    dynaCERT entwickelt eine patentierte Technologie, die Wasserstoff und Sauerstoff on-demand erzeugt und diese Gase über den Luftansaugtrakt liefert. Dies verbessert die Verbrennung und reduziert den Kohlenstoffausstoß. Die Technologie ist vielseitig einsetzbar und kann in verschiedenen Arten und Größen von Dieselmotoren verwendet werden, einschließlich Straßenfahrzeugen, Kühlanhängern, Baumaschinen, Stromerzeugungsanlagen sowie Bergbau- und Forstmaschinen.

    Nun liefert CEO Jim Payne an ein Logistikunternehmen in Guyana die von dynaCERT entwickelte HydraGEN™-Technologie . Die Firma hat 93 Einheiten bestellt. HydraGEN™ ist eine mobile, sichere und zuverlässige Nachrüstlösung, die Wasserstoff und Sauerstoff on-demand produziert. Sie wurde speziell für den Einsatz in Straßenfahrzeugen mit Motoren der Klasse 6-8 entwickelt.

    Bislang hat dynaCERT vorerst zwei HydraGEN™ Einheiten nach Guyana geliefert, da es noch auf Informationen des Käufers wartet, die für die Endverpackung und den Versand der Einheiten erforderlich sind. Sobald diese Informationen vorliegen, gehen die ausstehenden Einheiten auf die Reise nach Südamerika.

    Die Regierung von Guyana ist bereits aktiv dabei, CO₂-Emissionen zu reduzieren. Die Technologie von dynaCERT wird das Land unterstützen, das ambitionierte Ziel von einer weiteren Reduktion des Kohlendioxid um 70 % bis zum Jahre 2030 zu ermöglichen. CEO Jim Payne betont: „Als kanadisches Unternehmen, das international tätig ist, respektieren wir die Herausforderungen des globalen Klimawandels und unterstützen die Klimaziele von Guyana. Wir setzen uns für eine bessere, nachhaltige Zukunft ein, ohne Ausnahmen für unsere Kunden in Guyana.“

    BASF fordert Unterstützung von der Politik für den Wirtschaftsstandort Deutschland

    BASF hat sein Investitionsbudget für dieses Jahr gekürzt, um inmitten eines globalen Abschwungs Bargeld zu bewahren. Der CFO Dirk Elvermann betont in einem Mediengespräch nach der Veröffentlichung der Ergebnisse von Q2/23 die Notwendigkeit, strenge Disziplin bei Investitionen und der Reduzierung von Rohstofflagern zu wahren. Die Investitionen in diesem Jahr werden auf 5,7 Mrd. EUR gekürzt, nachdem zuvor für dieses Jahr 6,3 Mrd. EUR vorgesehen waren.

    Auch der Kunststoffkonzern Covestro verzeichnete in Q2/23 eine schwache Nachfrage und ist nun etwas zurückhaltender für den Rest des Geschäftsjahres. Die Covestro AG ist ein deutsches Unternehmen, das Rohstoffe für Polyurethan und Polycarbonat produziert. Es entstand im Herbst 2015 als Spin-off der Bayer AG und hieß vorher Bayer MaterialScience.

    Das Unternehmen bekräftigte seine im April angehobene Prognose eines operativen Gewinns von 1,1 bis 1,6 Mrd. EUR. Angesichts einer erwarteten konjunkturellen Abschwächung im weiteren Jahresverlauf geht Covestro jedoch eher von einem Ergebnis in der unteren Hälfte dieser Spanne aus. Finanzchef Thomas Toepfer erklärte, dass sie derzeit keine wirtschaftliche Erholung für den weiteren Jahresverlauf erwarten.

    Mögliche Übernahmegerüchte der Covestro AG lassen Martin Brudermüller, CEO der BASF AG, hellhörig werden. Die mögliche Übernahme verdeutliche die Herausforderungen, mit denen europäische Chemieunternehmen wie die BASF konfrontiert sind. Er betont die Notwendigkeit, Unterstützung von Gesetzgebern zu erhalten, um wettbewerbsfähiger zu sein und die Schwierigkeiten an der Börse zu überwinden.

    Zugleich fordert Brudermüller die Politiker auf, die Situation zur Kenntnis zu nehmen, ohne weiter auf die Berichte einzugehen, in denen Abu Dhabi National Oil Co als potenzieller Interessent genannt wurde.

    Daimler Truck: Aktien-Rückkauf-Programm gestartet, hoher Gewinn erwartet

    Der Vorstand von Daimler Truck Holding AG hat beschlossen, ein Aktien-Rückkaufprogramm durchzuführen. Das Programm startet am 2. August 2023 und endet am 1. August 2025. Es dürfen bis zu 82.295.188 Aktien zu einem Gesamtpreis von bis zu 2 Mrd. EUR über die Börse zurückgekauft werden. Die Rückkäufe beruhen auf der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 5. November 2021. Die zurückgekauften Aktien sollen eingezogen und das Grundkapital entsprechend reduziert werden.

    Der Rückkauf der Daimler Truck-Aktien erfolgt gemäß der Ermächtigung und den Safe-Harbour-Regelungen der Verordnung (EU) 596/2014 in Verbindung mit der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052.

    Gemäß der Ermächtigung darf Daimler Truck bis zum 31. Oktober 2026 eigene Aktien in einem Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Ermächtigung oder, falls geringer, des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals erwerben.

    Ein Aktienrückkauf kann als positives Signal für die Aktionäre und den Markt insgesamt angesehen werden. Es zeigt, dass das Unternehmen glaubt, dass seine Aktien unterbewertet sind und dass es Vertrauen in seine zukünftige Entwicklung hat. Durch den Rückkauf sinkt die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien, was dazu führen kann, dass der Wert der verbleibenden Aktien steigt. Dadurch erhöht sich potenziell der Aktienkurs.

    Das Unternehmen erwartet einen deutlichen Anstieg des Gewinns bei einem höheren Umsatz und Absatz. Die starke Preiserhöhung bei den Verkaufspreisen ermöglicht es dem Unternehmen, die steigenden Kosten für Rohstoffe und Personal mehr als auszugleichen. Im zweiten Quartal stieg der bereinigte Betriebsgewinn um 41 % auf 1,4 Mrd. EUR, während der Erlös um 15 % und der Absatz um 9 % zunahmen. Der Weltmarktführer für Schwerlaster verkaufte von April bis Juni knapp 132.000 Fahrzeuge. Der Absatz von LKWs soll im Gesamtjahr auf bis zu 550.000 steigen, verglichen mit 520.000 im Vorjahr.


    dynaCERT’s innovative Technologie zur Reduzierung von Kohlenstoffemissionen für Dieselmotoren bietet gleichzeitig beträchtliche Kraftstoffeinsparungen für Betreiber. Die Lösung kann in Straßenfahrzeugen, Kühlanhängern und Baumaschinen eingesetzt werden, um deren CO₂ Ausstoß zu verringern. Das Unternehmen hat 93 HydraGEN™-Einheiten an ein Logistikunternehmen in Guyana verkauft, um das ehrgeizige Ziel des Landes, die CO₂-Emissionen bis 2030 um 70 % zu reduzieren, zu unterstützen. Auch von leichten geschäftlichen Schwierigkeiten auf der Käuferseite lässt sich dynaCERT CEO Jim Payne nicht aus der Ruhe bringen. BASF CEO Brudermüller ist etwas zurückhaltender in seiner Wachstumsprognose und erklärt, dass das Unternehmen keine weitere Abschwächung der Nachfrage nach Chemikalien in der 2. Jahreshälfte erwarte. "Wir gehen davon aus, dass die globale Nachfrage nach Konsumgütern langsamer wachsen wird als zuvor angenommen", fügte er hinzu. Bei Daimler Truck ist man ebenfalls zuversichtlich. Trotz aller Unsicherheiten in der Weltwirtschaft sieht das Management bisher keine Anzeichen für einen Abschwung im konjunkturabhängigen LKW-Geschäft. Für das laufende Geschäftsjahr sei nicht mehr mit großen Unterbrechungen zu rechnen, wie es z. B. in der Corona-Pandemie der Fall war.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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