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08.01.2024 | 05:10

Infineon, Globex Mining, Volkswagen VZ – Hervorragende Rahmenbedingungen

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Bildquelle: pixabay.com

Der Jahresauftakt verlief holprig. DAX, Dow Jones und Co. starteten die erste Börsenwoche des Jahres mit Verlusten. Durch die Tatsache, dass noch mehrere Händler im verdienten Weihnachtsurlaub verweilten und das Volumen dünn war, kam es zu hohen Schwankungsbreiten in beide Richtungen. Dabei litten vor allem Chipaktien aufgrund einer Umsatzwarnung aus den USA. Dagegen profitierten Gold- und Rohstoffaktien aufgrund ihrer stabilen Basiswerte. Dieser positive Trend könnte sich nach den Korrekturen des vergangenen Jahres weiter fortsetzen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093

Inhaltsverzeichnis:


    Infineon leidet unter Prognosesenkung

    Der Start ins neue Börsenjahr ist dem Halbleiterhersteller aus Neubiberg im Landkreis München kräftig misslungen. Mit einem Wochenminus in Höhe von über 7 % auf 35,13 EUR gehörte Infineon damit zu den Underperformern des deutschen Leitindex DAX, der in der ersten Januarwoche rund 2 % leichter notierte.
    Neben dem schwachen Marktumfeld, machten einem der führenden Anbieter in der Halbleiterbranche, schlechte Nachrichten aus der Peergroup aus den USA zu schaffen.

    So überraschte der Zulieferer von Porsche und Audi, Mobileye, mit der Senkung der Umsatzprognose für das laufende Jahr 2024. So dürfte durch den Abbau der vollen Lagerbestände der Kunden, die Einnahmen deutlich niedriger ausfallen. Der Hersteller von Technologien für selbstfahrende Fahrzeuge schätzt seinen Umsatz für das Jahr 2024 auf 1,83 bis 1,96 Mrd. USD. Dies steht im Vergleich zu früheren Prognosen von 2,58 Mrd. USD.

    An der Börse reagierten Anleger mit einem Ausverkauf über 25 % beim in Israel niedergelassen Unternehmen. Experten gehen davon aus, dass die schwache Umsatzprognose von Mobileye, ein Tochterunternehmen von Intel, auf die gesamte Automobilchipindustrie überschwappen könnte, wodurch auch bei der Peergroup niedrigere Erlöse zu erwarten seien. Im Zuge dessen verloren Unternehmen aus dem Sektor wie Texas Instruments, Wolfspeed und Intel überproportional.

    Das Chartbild hat sich derweil bei Infineon weiter eingetrübt. Nach einem Rutsch am Donnerstag auf das Wochentief bei 33,70 EUR, konnte sich die Aktie kurzfristig stabilisieren. Dennoch würde ein Fall unter die Unterstützung bei 33,27 EUR ein markantes Verkaufssignal generieren. Gegenwind erhält der Chart zudem von Seiten des Indikators MACD sowie des RSI, die beide auf „Verkaufen“ drehten.

    Globex Mining – Günstige Ausgangslage

    Die Rahmenbedingungen für weiter steigende Kurse beim Rohstoffinkubator sind aktuell besser denn je. Das Edelmetall Gold konnte kürzlich neue Allzeithochs verbuchen, Kupfer befindet sich seit Monaten im Aufwärtstrend und bei den meisten kritischen Industriemetallen ist nach mehrmonatiger Korrektur eine Bodenbildung zu erkennen. Somit dürfte sich der innere Wert des mit über 230 Projekten bestückten Portfolios in den vergangenen Wochen deutlich erhöht haben.

    Insgesamt ist das Unternehmen, das seit den Achtzigern vom Rohstoffveteranen Jack Stock aufgebaut wurde, breit diversifiziert. So werden 118 Edelmetallprojekte mit Gold-, Silber-, Platin- und Palladium-Vorkommen, 62 Liegenschaften mit Basismetallen sowie weitere 52 Lagerstätten mit Industriemetallen wie Lithium oder Kobalt verwaltet. Mehr als 100 Liegenschaften wurden an Lizenznehmer weitergereicht, wodurch Globex Mining wiederkehrende Zahlungen in Form von Cash, Aktien oder Optionen erhält. Dadurch ist ein durchlaufender Cashflow gewährleistet, so dass die Kanadier aktuell auf einem Bestand an Bargeld und kurzfristig liquidierbaren Beteiligungen von rund 25 Mio. CAD sitzen. Im Vergleich dazu beträgt die aktuelle Marktkapitalisierung 49,83 Mio. CAD.

    Weiter aufstocken konnte Globex Mining seinen Bargeldbestand durch den Verkauf von insgesamt 6 Goldprojekten an O3 Mining. Der Preis liegt bei 2 Mio. CAD, wobei zuerst 150.000 CAD in Cash und 1,186 Mio. Aktien von O3 Mining übertragen werden. Bei der Aktienposition stimmte Globex Mining einer Haltefrist von 6 und 12 Monaten je zur Hälfte zu. Zusätzlich erhält Globex Mining zukünftig Lizenzzahlung von durchschnittlich 2 % von jedem produzierten Metall aus der Liegenschaft, wobei O3 Mining 1 % durch die Einmalzahlung von 1,5 Mio. CAD von der Lizenzzahlungsvereinbarung freikaufen könnte.

    Volkswagen VZ – Rückenwind aus den USA

    Im Gegensatz zum schwächelnden Gesamtmarkt zeigte sich die Vorzugsaktie der Wolfsburger mit einem Plus in Höhe von rund 1,5 % im grünen Bereich. Damit nähert sich der Autogigant weiter der 200-Tagelinie bei 114,49 EUR. Mit einem Überschreiten würden die nächsten stärkeren Hürden im Bereich von 133,42 EUR warten.

    Rückenwind bekam der deutsche Autobauer aus den USA durch die Veröffentlichung der Absatzzahlen für das vierte Quartal. Dabei konnte die Kernmarke Volkswagen einen Anstieg der Verkäufe um 39,9 % auf 96.486 verbuchen. Die Absatzzahlen für das abgeschlossene Gesamtjahr 2023 betrugen 329.029 Automobile, ein Plus von 9,3 % gegenüber dem Vorjahr.

    Einen für die Zukunft richtungsweisenden Meilenstein konnte der Konzern zudem mit seiner Beteiligung Quantumscape bei der Entwicklung der Feststoffbatterien erreichen. Dabei habe das US-Unternehmen, das nach der Veröffentlichung um mehr als 43 % an der Nasdaq explodierte, im sogenannten A-Muster-Test die Anforderungen deutlich übertroffen und mehr als 1.000 Ladezyklen erfolgreich absolviert. Das entspricht bei einem Elektroauto mit 500-600 Kilometern nach den WLTP-Reichweitentestbedingungen rein rechnerisch einer Fahrleistung von mehr als einer halben Millionen Kilometer. Gleichzeitig zeigte der Test, dass die Zelle kaum gealtert sei und am Ende immer noch über 95 % ihrer Kapazität verfügte. Die Meldung wurde von der VW-Tochter Powerco bestätigt.


    Im Gegensatz zu Infineon, die aufgrund einer Umsatzwarnung eines Konkurrenten mit in die Tiefe gerissen wurden, verlief der Jahresstart für Volkswagen vielversprechend. Globex Mining konnte durch den Verkauf einiger Claims seine starke Cashposition weiter stärken.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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