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23.02.2026 | 05:00

Neues Bewertungsniveau voraus? Wie Volatus Aerospace im Schatten von DroneShield und AgEagle Aerial Systems zum Systemlieferanten aufsteigt

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Bildquelle: KI

Die Bedrohungslage für kritische Infrastruktur und nationale Grenzen diktiert die Budgets der westlichen Regierungen gänzlich neu: Der Krieg der Gegenwart wird nicht mehr mit Panzern, sondern mit unbemannten Flugsystemen und intelligenter Überwachungstechnologie in der Luft geführt. Kanada hat auf diese Realität mit einer neuen Verteidigungsindustriestrategie reagiert, die das Ende der Abhängigkeit von ausländischen Rüstungsgütern einleiten soll. Das erklärte Ziel der Regierung in Ottawa ist es, künftig 70 % der Beschaffungen an heimische Unternehmen zu vergeben und damit einen Nachfragesog für lokale Produzenten zu erzeugen. In diesem Umfeld wandelt sich Volatus Aerospace vom Dienstleister zu einem systemrelevanten Technologie-Produzenten für die nationale Sicherheit.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , AGEAGLE AERIAL SYS DL-001 | US00848K1016 , VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023

Inhaltsverzeichnis:


    DroneShield: Top-Zahlen und volle Auftragsbücher

    Wie der Bewertungshebel in der Verteidigungstechnik ausfällt, wenn Unternehmen die Skalierung schaffen, beweist der australische Marktführer DroneShield. Das Unternehmen verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 216,5 Mio. AUD, was einer Steigerung von 277 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Zahlen belegen die hohe Zahlungsbereitschaft von Regierungen, sobald eine Technologie ihre operative Einsatzfähigkeit zur Abwehr von Drohnen unter Beweis gestellt hat. DroneShield operiert dabei mit einer Bruttomarge von rund 65 % und treibt seine Software-Einnahmen voran, wobei der Umsatz in diesem Segment um 312 % auf 11,6 Mio. AUD kletterte. Das Unternehmen sitzt auf einem Barbestand von 201,1 Mio. AUD und hat eine prall gefüllte Auftragspipeline von 2,09 Mrd. AUD. Während DroneShield den Markt für die Abwehr besetzt, sichert sich Volatus Aerospace das Fundament für die aktive Luftaufklärung und den Aufbau souveräner Flugsysteme in Nordamerika.

    Volatus: Eigene Fertigung und regionale Resilienz

    Volatus Aerospace vollzieht gerade den strategischen Wandel durch den Aufbau eigener Fertigungskapazitäten, um sich von den schwankenden globalen Lieferketten unabhängig zu machen. Ein Baustein dieser Strategie war der Erwerb der Drohnen-Technologie der MALE-Klasse (Medium Altitude Long Endurance) von der britischen Caliburn Holdings für 2 Mio. CAD. Durch diese Transaktion und die Verlagerung des Ingenieurteams nach Kanada verfügt das Land nun erstmals über die Fähigkeit zur Produktion eigener großer militärischer Langstreckendrohnen. Das erworbene Portfolio umfasst skalierbare Plattformen mit einem Abfluggewicht zwischen 100 und 265 Kilogramm, darunter die VANTAGE-V200 für Beobachtungsmissionen und die VIGIL-V300, die eine Reichweite von bis zu sieben Tagen kontinuierlichem Flug aufweist. Mit einem Bargeldbestand von etwa 40 Mio. CAD besitzt das Management die finanzielle Basis, um diese industriellen Kapazitäten in der Anlage in Mirabel hochzufahren und die Produktion der Systeme zu skalieren.

    Die Präsenz in den Schlüsselregionen Québec, Ontario und Alberta garantiert operative Resilienz und positioniert Volatus als verlässlichen Partner für globale Rüstungskonzerne. In Mirabel, Québec, baut das Unternehmen sein Fertigungszentrum in der YMX International Aerocity aus, wo Investitionen von über 10 Mio. CAD zur Skalierung der Drohnenserien geplant sind. Ontario beherbergt die Hauptverwaltung sowie das zentrale Operations Control Center und dient als Standort für das Ausbildungsprogramm der Volatus Academy, die jährlich Hunderte von Piloten zertifiziert. Aus Alberta heraus steuert das Unternehmen seine Aktivitäten für den Energie- und Rohstoffsektor durch Tochtergesellschaften wie Synergy Aviation, was eine direkte Integration in das wirtschaftliche Zentrum Kanadas sicherstellt. Internationale Rüstungsunternehmen, die sich um Regierungsaufträge bewerben, müssen Auflagen zur lokalen Wertschöpfung erfüllen und finden in dieser Infrastruktur die Andockstation im Rahmen des kanadischen Beschaffungsprogramms.

    Skalierbare Umsätze schlagen reine Technologie-Konzepte

    Im direkten Kontrast zu Volatus stehen Technologie-Startups wie AgEagle Aerial Systems, die trotz präsenter Konzepte mit der wirtschaftlichen Umsetzung kämpfen. AgEagle meldete für das dritte Quartal 2025 einen Umsatzrückgang auf 1,97 Mio. USD, was einem Minus von 40 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Ein positives Nettoergebnis in den ersten neun Monaten des Jahres resultierte beim US-Unternehmen primär aus nicht-zahlungswirksamen Buchungsgewinnen, was über die operative Realität eines operativen Verlusts von 3,15 Mio. USD hinwegtäuscht. Volatus hingegen verfügt über skalierbare, umsatzgenerierende Operationen, wie der Umsatz von 10,6 Mio. CAD im dritten Quartal 2025 – ein Plus von 60 % – unter Beweis stellt. Der Anteil der Ausrüstungsumsätze an den Gesamterlösen stieg dabei innerhalb eines Jahres von 16 % auf 53 %, während sich der bereinigte operative Verlust (EBITDA) um 52 % auf 0,66 Mio. CAD verbesserte. Diese operative Bodenhaftung bildet das solide Fundament, um die neuen Pläne umzusetzen und operativ in neue Sphären vorzustoßen.

    Konsolidierung beendet? 2025 hatten Anleger mit der Aktie von Volatus viel Spaß - jetzt nimmt die Aktie wieder Fahrt auf.

    Eine wichtige Säule dieser operativen Stärke ist die Fähigkeit, eine sofortige Antwort auf den Bedarf an Infrastrukturüberwachung im Norden des Landes zu liefern. Mit über 75.000 absolvierten Flugstunden und einem modernen Kontrollzentrum überwacht das Unternehmen Energiekorridore, Pipelines und Versorgungsrouten über Distanzen von bis zu 3.300 Kilometern. Diese Überwachungskapazitäten sind für nordamerikanische Energieversorger von elementarer Bedeutung, da die Inspektion der Netze in den extremen Klimazonen der Arktis mit bemannten Flugzeugen ein erhebliches finanzielles Risiko birgt. Durch die Integration autonomer Systeme bietet Volatus eine Überwachung an, die Luft- und Bodensensorik kombiniert. Volatus löst damit ein Problem der Industrie, hat in der Vergangenheit über 1,7 Millionen Kilometer an Pipeline-Inspektionen durchgeführt und verfeinert gleichzeitig die Technologie für militärische Aufklärungsmissionen.

    Re-Industrialisierung der Luftfahrt als Renditehebel

    Die Kombination aus bestehendem Geschäft, einem hohen Bargeldbestand und dem Eintritt in die Rüstungsproduktion schafft eine kalkulierbare Ausgangslage für Investoren. Die kanadische Regierung wird in den kommenden Jahren Milliarden in die Sicherung der arktischen Souveränität investieren und den Aufbau einer nationalen Drohnenflotte forcieren. Um logistische Herausforderungen in Regionen ohne ausgebaute Infrastruktur zu meistern, kooperiert Volatus mit Partnern zur Entwicklung von startbahnunabhängigen Frachtdrohnen. Für Investoren ist Volatus Aerospace die Gelegenheit, direkt am strukturellen Re-Industrialisierungszyklus der westlichen Luftfahrt teilzuhaben, bevor die volle Kapazität der neuen Fertigung im Markt eingepreist ist. Die Spanne zwischen der Bewertung als Dienstleister und dem Potenzial als Systemlieferant für das Militär bietet attraktive Chancen. Wer auf die Rückkehr von Lieferketten und den Aufbau einer nationalen Sicherheitsarchitektur setzen will, findet in Volatus eine vielversprechende Aktie.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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