Menü schließen




27.05.2024 | 05:10

Rheinmetall, Saturn Oil + Gas, Canopy Growth – Finanzielle Nachhaltigkeit als Renditebooster

  • ESG
  • Rendite
  • Öl
  • Rüstung
  • Cannabis
Bildquelle: pixabay.com

Nachhaltigkeit ist eines der größten Themen unserer Zeit, auch an der Börse. Mit dem ESG-Siegel versehene Anlagen schossen in der Vergangenheit wie Pilze aus dem Boden. Dagegen wurde auf Investments in sozial und ökologisch schädliche Branchen verzichtet, auf Kosten der Rendite. Betrachtet man nämlich die Performance, kommen genau aus den Branchen wie Rüstung, Öl und Gas oder Cannabis auffällig viele Topperformer. Auch zukünftig dürften börsennotierte Unternehmen gerade aus diesen Bereichen ihren Aufwärtstrend fortsetzen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: RHEINMETALL AG | DE0007030009 , Saturn Oil + Gas Inc. | CA80412L8832 , CANOPY GROWTH | CA1380351009

Inhaltsverzeichnis:


    Canopy Growth – Weiter im Turnaround-Modus

    Einmal Himmel und zurück, so könnte man die Entwicklung der Aktien aus dem Cannabissektor seit Mitte März des laufenden Börsenjahres darstellen. So explodierte die Aktie von Canopy Growth nach dem Markieren eines neuen Jahrestiefs bei 3,74 CAD innerhalb eines Zeitraumes von knapp 6 Wochen um satte 443 % auf 20,50 CAD.

    Die Gründe für die Party waren Aussagen, wonach die US-Drogenbehörde DEA positive Signale sendete, woraufhin die Risikoeinstufung von Cannabis gesenkt werden solle. Bislang rangiert Cannabis in der gleichen Schedule I wie LSD oder Heroin. Aktuell läuft der Antrag des US-Gesundheitsministeriums, wonach die Umgruppierung in die „ungefährlichere“ Sektion Schedule III erfolgen solle. Eine offizielle Stellungnahme der DEA ist bislang jedoch noch nicht erfolgt.

    Nach dem Hype erfolgte, nachdem die endgültige Zusage der DEA bislang ausblieb, wodurch der Cannabissektor unserer Meinung nach vor einer Neubewertung stehen könnte, eine scharfe Korrektur, die die Canopy-Aktie auf ein Niveau von aktuell 12,52 CAD zurückschraubte. Aus charttechnischer Sicht wäre ein weiterer Rückfall sogar in den einstelligen Bereich möglich, ohne die aktuell laufende Aufwärtsbewegung zu zerstören. Bei 9,66 CAD verläuft der goldene Schnitt, das 61,8er Fibonacci-Retracement der seit Mitte März begonnenen Aufwärtsbewegung. Spannend wird es für die Aktionäre am 30. Mai, wenn das Unternehmen seine Zahlen zum 4. Quartal und seines abgelaufenen Geschäftsjahres präsentiert.

    Saturn Oil & Gas – Weitere Rekorde

    Seit den Höchstständen im März 2022 bei 131,06 USD je Barrel befindet sich Öl in der Korrektur. Die Rohölsorte West Texas Intermediate, kurz WTI, durchbrach sogar die Marke von 80 USD je Barrel. Auch wenn die Basispreise kurzfristig den Boden noch nicht ganz erreicht haben, dürfte langfristig aufgrund der Nachfrage nach den fossilen Brennstoffen ein Kurs über 100 USD je Barrel nur eine Frage der Zeit sein. Somit bietet sich für Anleger eine Möglichkeit, ihr Depot vor weiter steigenden Energiepreisen zu schützen und Giganten wie Exxon, BP oder Chevron auf verbilligtem Niveau zu erhalten.

    Ein weiterer interessanter Kaufkandidat ist der kanadische Midsize-Produzent Saturn Oil & Gas, der in den vergangenen Jahren durch klug getätigte Akquisitionen seine Förderleistung vervielfachen konnte. Mit der Übernahme weiterer Öl- und Gasvorkommen in Saskatchewan liegt die Förderung nun zwischen 38.000 bis 40.000 Barrel Öläquivalente täglich.

    Die Transformation zeigte sich bei den in der vergangenen Woche veröffentlichten Zahlen eindrucksvoll, denn hier lieferte das Unternehmen aus Calgary weitere Rekordergebnisse.
    In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2024 erhöhte Saturn Oil & Gas seine durchschnittliche, tägliche Fördermenge auf 26.394 Barrel Öl, gegenüber 17.783 Barrel im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Trotz der zum Vorjahr niedrigen Ölpreise stieg der Umsatz von 131,4 Mio. CAD auf 168,2 Mio. CAD. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich ebenfalls von 69,9 Mio. CAD auf 88,2 Mio. CAD. Darüber hinaus gelang es dem Unternehmen, seine Schuldenlast deutlich zu reduzieren, da die Verbindlichkeiten von 556,6 Mio. CAD auf 386,4 Mio. CAD verringert werden konnten.

    Rheinmetall – Korrektur läuft

    Einer der größten Gewinner der Zeitenwende ist zweifellos der integrierte Technologiekonzern Rheinmetall, der sich aufgrund der Aufrüstung der Nato und seiner Verbündeten vor Aufträgen kaum noch retten kann. Die Notwendigkeit, aufgrund des Ukrainekrieges die Munitionslager der Streitkräfte immer wieder zu füllen, dürften auch mittelfristig zu weiteren Nachfolgeaufträgen führen.

    Ein nicht genannter Nato-Mitgliedsstaat vergab nun einen Großauftrag über ein Volumen von knapp 300 Mio. EUR an die Düsseldorfer. Die Order umfasse mehrere zehntausend Artilleriegeschosse und mehrere hunderttausend Treibladungsmodule, teilte Rheinmetall am Freitag in Düsseldorf mit. Geliefert werden soll die Munition zwischen 2024 und 2028.

    Trotz des weiter starken Newsflow konnte die Rheinmetall-Aktie die Höchststände bei 571,80 EUR nicht mehr verteidigen und baute in den vergangenen Wochen ihre Überkauftheit mit einem Verlust von rund 7 % auf 530 EUR ab. Seit dem 9. April bildete der Chart einen kurzfristigen Aufwärtstrend, der aktuell bei rund 508 EUR verläuft und als Unterstützung dienen könnte.


    Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass viele nicht ESG-konforme Unternehmen aus den Branchen Rüstung, Öl und Gas oder Cannabis den breiten Markt ouperformen. So gehört Rheinmetall seit dem Beginn des Ukrainekrieges zu den renditestärksten DAX-Unternehmen. Canopy Growth könnte nach erfolgter Korrektur den Aufwärtstrend weiter fortsetzen. Saturn Oil & Gas konnte im ersten Quartal weitere Rekordergebnisse verbuchen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 02.04.2026 | 05:30

    Energielockdown in Europa?! Wie BP, Stallion Uranium und Nordex Ihr Portfolio gegen die nächste Preisexplosion wappnen

    • BP
    • Stallion Uranium
    • Nordex
    • Iran Krieg
    • Öl
    • Gas
    • Energielockdown
    • Energiehunger
    • Uran
    • Atomkraft
    • Erneuerbare Energien
    • Windkraft

    Am Scheideweg einer zerbrechlichen Weltordnung eskaliert die Energiefrage vom politischen Randphänomen zum wirtschaftlichen Überlebensfaktor. Geopolitische Verwerfungen haben fossile Märkte destabilisiert, während der unstillbare Hunger der Künstlichen Intelligenz nach Rechenleistung die Nachfrage nach stabiler Energie explodieren lässt. Die Zukunft gehört nicht einem einzelnen Energieträger, sondern einer pragmatischen Symbiose. In diesem Spannungsfeld ergeben sich klare Gewinner für die nächste Wachstumsphase: BP sichert als Rückgrat der Übergangsversorgung die fossilen Energien, Stallion Uranium liefert die unverzichtbare, emissionsfreie Grundlast für die KI-Revolution, und Nordex setzt als Treiber der Skalierung im Erneuerbare-Energien-Sektor den Maßstab für die Expansion.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 25.03.2026 | 05:15

    Milliarden-Rüstungsdeal in Kanada: Volatus Aerospace landet den großen Wurf – und Sie können noch früh einsteigen

    • Volatus Aerospace
    • Drohnen
    • unbemanntes Fluggerät
    • Drohnenpilotenausbildung
    • Drohnenabwehr
    • Drohnen-Fertigung
    • Rüstung
    • Rüstungsindustrie

    Die kanadische Regierung ändert ihre Rüstungsbeschaffung grundlegend. 70 % der Verteidigungsausgaben sollen künftig im eigenen Land bleiben, ein Milliardenversprechen für heimische Technologieanbieter. Ein Unternehmen, das genau dafür gebaut zu sein scheint, ist Volatus Aerospace. Doch während viele im Rüstungsboom nur kurzfristige Profiteure sehen, verfolgt der Drohnenspezialist aus Ontario eine andere Strategie. Es geht nicht um einzelne Waffensysteme, sondern um eine integrierte Plattform, die bereits im zivilen Alltag erprobt ist.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 24.03.2026 | 05:15

    Sangdong ist nicht nur eine Mine: Wie Almonty Industries zum überlebenswichtigen Faktor für die westliche Welt wird

    • Almonty Industries
    • Wolfram
    • Molybdän
    • Sangdong
    • Panasqueira
    • Gentung Browns Lake
    • kritische Rohstoffe
    • Rüstung
    • Rüstungsindustrie

    Für Jahrzehnte war Wolfram ein blinder Fleck an den Rohstoffmärkten, technisch unverzichtbar, aber strategisch unbeachtet. Das hat sich schlagartig geändert. Während der Westen erkennt, wie abhängig er von chinesischen Lieferungen für Rüstung und Hightech ist, vollzieht ein kanadisches Unternehmen den lang geplanten Sprung zum systemrelevanten Produzenten. Almonty Industries hat im südkoreanischen Sangdong den Schalter umgelegt. Was folgt, ist keine bloße Produktionsaufnahme, sondern die Geburt eines geopolitischen Eckpfeilers für die westliche Welt.

    Zum Kommentar