19.05.2026 | 05:20
Dieses Metall steckt in vielen Waffen, KI-Chips und High-Tech! Almonty Industries bedient die explodierende Nachfrage
Stellen Sie sich ein Metall vor, das in jeder modernen Waffe steckt, jeden KI-Chip mit Strom versorgt und dessen Preise sich binnen Jahresfrist versechsfacht haben. Wolfram heißt dieser strategische Rohstoff. China kontrolliert über 80 % davon. Genau hier tut sich eine Lücke auf und Almonty Industries füllt sie systematisch. Die Geschichte des Unternehmens ist keine kurzfristige Wette auf kriegerische Verwicklungen. Almonty Industries wird auch performen, wenn die Kriege auf der Welt zu Ende gehen. Lewis Black hat das Unternehmen geduldig und mit Weitsicht aufgebaut. Nun werden die Früchte dieser Arbeit geerntet.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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Produktion in Sangdong hat begonnen
Im Dezember 2025 geschah etwas, das viele Branchenkenner für ausgeschlossen hielten. Der erste Lkw mit Erz rollte auf das Aufbereitungslager der Sangdong-Mine in Südkorea. Nach mehr als drei Jahrzehnten Stillstand kehrte eine der größten Wolframlagerstätten der Welt zurück ins Geschäft. Der CEO des Betreibers betonte damals die entscheidende Rolle dieses Projekts für die Diversifizierung der westlichen Lieferketten weg vom chinesischen Monopol.
Heute, nur wenige Monate später, ist aus der Feierstunde industrieller Ernst geworden. Die erste Ausbaustufe ist komplett in Betrieb genommen, das Werk läuft planmäßig. Was hier tief unter der koreanischen Erde passiert, könnte die Versorgungsarchitektur des Westens für eine Generation verändern.
Wer diesen Vorgang für übertrieben hält, hat den Markt nicht verstanden. Wolfram ist kein gewöhnliches Industriemetall. Es ist das Material, das Raketendüsen formbar macht und Halbleiterverbindungen zuverlässig hält. Die Nachfrage aus der Rüstungsindustrie hat sich durch die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten zusätzlich verschärft. Verschiedene Branchenberichte deuten darauf hin, dass die US-Vorräte an wolframhaltiger Munition empfindlich gesunken sind. Gleichzeitig warnt die Halbleiterbranche vor Engpässen bei Wolframhexafluorid. Japanische Zulieferer hätten koreanischen Chipriesen mitgeteilt, dass ihre Lagerbestände nur noch bis Mitte des Jahres reichten.
Chinas Exportkontrollen haben diesen Druck künstlich verstärkt. Seit Februar 2025 gelten strenge Lizenzpflichten, seit Januar 2026 zusätzliche Verbote für bestimmte Güter mit militärischer Doppelnutzung nach Japan. Infolge dessen schnellte der Referenzpreis für Ammoniumparawolframat auf über 3.100 USD je MTU nach oben, ein Anstieg von mehr als 200 % innerhalb weniger Monate.
Das Entscheidende jedoch ist, dass dieser Preissprung kein kurzfristiges Phänomen mehr zu sein scheint. Analysten der Bank of America hoben ihre Prognosen für 2026 auf knapp 2.900 USD je MTU, sprich 10 kg Wolframtrioxid (WO3), an. Das ist eine Erhöhung um 65 %. Und selbst diese Zahl könnte am unteren Ende liegen, wie die jüngsten Marktbewegungen zeigen.

Ein Asset mit dreifachem Vorteil
Sangdong ist nicht irgendeine Mine. Der durchschnittliche Erzgehalt liegt mit 0,51 % WO3 etwa dreimal so hoch wie der globale Durchschnitt. Das bedeutet niedrigere Förderkosten, höhere Margen und weniger technisches Risiko. Die geplante Minenlaufzeit übersteigt 45 Jahre. In der ersten Phase sollen jährlich 640.000 t Erz verarbeitet werden, was knapp 230.000 MTU Wolframkonzentrat pro Jahr entspricht. Eine zweite Ausbaustufe, deren Start für 2027 geplant ist, würde diese Kapazität verdoppeln.
Bei voller Auslastung könnte Sangdong allein etwa 40 % des gesamten Wolframbedarfs außerhalb Chinas decken. Das ist keine Nischenposition mehr, das ist systemische Relevanz.
Das Management hat diese Phase bewusst ohne teure Vorabverkäufe oder nachrangige Finanzierungsdeals vorbereitet. Abnahmeverträge mit festen Preisuntergrenzen, aber ohne Preisobergrenzen, sichern die Einnahmen. Zwei Kapitalerhöhungen im Jahr 2025 spülten brutto über 200 Mio. USD in die Kasse. Dementsprechend verfügt das Unternehmen über genug Kapital, um den Hochlauf ohne akuten Finanzierungsdruck zu stemmen.
Der Amerika-Plan wird konkret
Wer jetzt denkt, Almonty bleibe ein reines Korea-Thema, irrt. Die strategische Weichenstellung in Richtung USA ist bereits vollzogen. Im April 2026 gab das Unternehmen die Verlegung des Hauptsitzes von Toronto nach Dillon, Montana bekannt. Das Management begründete diesen Schritt nicht als symbolischen Akt, sondern als klaren Ausdruck dessen, wo die Zukunft liege, nämlich im Aufbau einer westlichen Wolfram-Lieferkette ohne chinesische Abhängigkeiten.
Das Gentung-Projekt in Montana, eine ehemals produzierende Mine, soll noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 in Produktion gehen. Die geplante Kapazität liegt bei rund 140.000 MTU jährlich. Ein 15-Jahres-Vertrag deckt bereits über 90 % der ersten Phase für US-Verteidigungsabnehmer ab. Dazu kommen Ernennungen früherer hochrangiger US-Armee-Generäle als Direktoren. Das ist eine klare Botschaft an das Pentagon.
Was viele übersehen, ist, dass Almonty inzwischen offiziell als US-amerikanisches Unternehmen gilt, nach US-Rechnungslegungsstandards berichtet und damit die Voraussetzungen für eine mögliche Aufnahme in amerikanische Aktienindizes erfüllt. Das würde die Aktionärsbasis erheblich verbreitern.

Das stille Kapital, das in keiner Bilanz steht
Der vielleicht wichtigste Wettbewerbsvorteil ist etwas, das in keiner Bilanz auftaucht. Es ist das spezialisierte Know-how. Das Wissen um den Abbau und die Aufbereitung von Wolfram ist über Jahrzehnte verkümmert. Nur zwei westliche Unternehmen erreichen Ausbeuten über 50 %. Almonty ist eines davon.
Der Moment der Wahrheit rückt näher
Die nächsten Monate werden zeigen, ob sich die konservative Planung auszahlt. Die ersten belastbaren Durchsatzdaten aus Sangdong stehen an. Das angrenzende Molybdän-Projekt, eines der hochgradigsten Vorkommen weltweit, soll im Juni eine aktualisierte Ressourcenschätzung erhalten. In Portugal läuft das Bohrprogramm für die Erweiterung der traditionsreichen Panasqueira-Mine.
Die fundamentale Rechnung ist einfach: Ein strukturelles Angebotsdefizit trifft auf eine Nachfrage, die durch drei Megatrends angetrieben wird – steigende Verteidigungsausgaben, dem Halbleiter-Superzyklus und die industrielle Renaissance des Westens.
Was die Analysten sagen
Die Kursziele der großen Häuser bewegen sich zwischen 20 und knapp 26 USD. Cantor Fitzgerald nennt 25,80 USD, Texas Capital Securities und DA Davidson je 25 USD, während Bank of America, B.Riley und Diamond Equity Research bei 23 USD liegen. Alle sind sich einig, dass sie keine kurze Wolframrallye erwarten, sondern eine mehrjährige Phase struktureller Verknappung. Die Spannbreite spiegelt weniger Zweifel an der Geschichte wider als unterschiedliche Annahmen zum Tempo des Produktionshochlaufs in Korea und Montana.
Die Aktie notiert aktuell bei 17,45 USD an der NASDAQ.

Wolfram ist kein kurzlebiges Modemetall. Es ist das Fundament, auf das westliche Industrien bauen – oder scheitern. Almonty Industries hat die Sangdong-Mine aus dem Dornröschenschlaf geweckt, die USA-Strategie durchgezogen und eine Bilanz aufgebaut, die Spielraum lässt. Die Wolframpreise sind hoch, die Verträge langfristig, die Margen außergewöhnlich. Wer jetzt abwartet, riskiert, nicht bessere Daten zu bekommen, sondern dass der Markt die nächste Bewertungsstufe längst eingepreist hat.
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