07.07.2026 | 05:10
Saab, Antimony Resources, Rheinmetall - Milliardenaufträge und Goldfunde sorgen für Kurspotenzial
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.
Die Welt rüstet weiter auf und gleichzeitig verschärft sich der Kampf um strategische Rohstoffe. Während Regierungen ihre Verteidigungsetats auf Rekordniveau erhöhen, steigt auch die Nachfrage nach kritischen Metallen, die für Munition, Luftabwehr, Halbleiter, Künstliche Intelligenz und moderne Energietechnologien unverzichtbar sind. Milliardeninvestitionen in neue Waffensysteme und der Aufbau unabhängiger westlicher Lieferketten schaffen einen langfristigen Wachstumsmarkt. Wer früh auf Unternehmen aus den Bereichen Verteidigung und kritische Rohstoffe setzt, könnte von einem der stärksten strukturellen Trends der kommenden Jahre profitieren.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Stefan Feulner
ISIN:
SAAB AB B SK 25 | SE0000112385 , ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF , RHEINMETALL AG | DE0007030009
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Stefan Feulner
Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.
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Saab – Marktstellung ausgebaut
Der schwedische Rüstungskonzern Saab verzeichnet derzeit eine starke Auftragslage und baut seine Position auf dem europäischen Verteidigungsmarkt weiter aus. Zwei aktuelle Großaufträge zeigen die wachsende Bedeutung des Unternehmens in der Branche.
Wie aus einer jüngsten Vereinbarung mit der schwedischen Beschaffungsbehörde FMV hervorgeht, wird Saab die ukrainische Luftwaffe deutlich aufrüsten. Der Vertrag sieht die Produktion und Lieferung von 16 Kampfflugzeugen des hochmodernen Typs Gripen E vor. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 24,6 Mrd. SEK, was etwa 3,3 Mrd. EUR entspricht. Neben den Jets selbst beinhaltet das Paket auch die Bereitstellung von Ersatzteilen sowie die notwendige Zusatzausrüstung.
Die Auslieferung der Flugzeuge an die schwedischen Behörden ist für den Zeitraum zwischen 2029 und 2030 geplant. Das Modell Gripen E zeichnet sich besonders durch seine Flexibilität aus. Die Maschinen benötigen keine konventionellen Startbahnen und können auch von provisorischen Pisten oder Straßen starten. Zudem werden unkomplizierte Software-Aktualisierungen durch die Systemarchitektur vermieden, was die langfristige Einsatzfähigkeit der Jets sichert.
Darüber hinaus konnte Saab einen wichtigen Auftrag im Bereich der Marine verbuchen. Das Unternehmen hat den Zuschlag für den Bau von drei U-Booten der Blekinge-Klasse für die polnische Marine erhalten. Dieser Vertrag, der ein Volumen von etwa 47 Mrd. SEK aufweist, beinhaltet nicht nur die Wasserfahrzeuge, sondern auch ein umfassendes Ausstattungs- und Trainingsprogramm.
Die Übergabe des dritten und letzten U-Bootes ist für das Jahr 2038 terminiert. Um die polnischen Marinekapazitäten bis zu diesem Zeitpunkt aufrechtzuerhalten, wurde eine separate Vereinbarung getroffen. So wird Polen das schwedische U-Boot HMS Södermanland als Übergangslösung nutzen, bis die neuen Einheiten der A26-Klasse einsatzbereit sind.
Antimony Resources - Goldfund könnte Neubewertung auslösen
Antimony Resources hat seinem Bald-Hill-Projekt eine neue Dimension verliehen. Während die Lagerstätte bislang vor allem als aussichtsreiches Antimonprojekt galt, weisen aktuelle Bohrkernanalysen nun zusätzlich auf eine bedeutende Goldmineralisierung hin. Die Auswertung von rund 190 Proben aus mehr als 45 Bohrlöchern ergab durchschnittlich 1,14 g/t Gold über 2,56 m, Spitzenwerte erreichten 1,88 g/t über 4,95 m. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Goldvererzung sowohl gemeinsam mit den hochgradigen Antimonzonen als auch in angrenzenden Bereichen auftritt. Sollte sich dieses Muster durch weitere Bohrungen bestätigen, könnte Bald Hill künftig nicht nur als strategisches Antimonprojekt, sondern auch als Goldlagerstätte bewertet werden, was eine Neubewertung auslösen dürfte.
Möglich wurde die Entdeckung durch eine KI-gestützte Analyse der umfangreichen Bohrdatenbank. Nach Einschätzung des Managements erweitert der Goldnachweis das wirtschaftliche Potenzial der Lagerstätte erheblich, ohne den Fokus auf Antimon zu verändern. Noch 2026 sollen auf dem mehr als 3.700 Hektar großen Projekt weitere regionale Explorationsprogramme folgen.
Das Geschäftsmodell von Antimony Resources basiert auf der Erschließung strategischer Antimonvorkommen in Kanada. Antimon zählt laut dem U.S. Geological Survey und der International Energy Agency zu den kritischen Rohstoffen für Verteidigung, Halbleiter, Energiespeicher und moderne Hochtechnologien. Gleichzeitig kontrolliert China den Großteil des weltweiten Angebots und hat seine Exportbeschränkungen verschärft. Entsprechend hat sich der Antimonpreis innerhalb weniger Jahre von rund 15.000 USD auf inzwischen über 60.000 USD je Tonne vervielfacht. Mit Bald Hill entwickelt das Unternehmen eine potenziell bedeutende westliche Bezugsquelle und konnte zuletzt Antimongehalte von bis zu 36,0 % in Bohrungen sowie 44,2 % in Oberflächenproben nachweisen.
Auch Analysten sehen erhebliches Potenzial. Das Researchhaus GBC AG bekräftigt seine Kaufempfehlung und sieht den fairen Wert der Aktie bei 3,00 CAD. Sollten sich neben den hochgradigen Antimonfunden auch die Goldgehalte weiter bestätigen, dürfte das Neubewertungspotenzial zusätzlich steigen.
Rheinmetall – Expansion schreitet voran
Der Rüstungs- und Technologiekonzern Rheinmetall verbuchte im zweiten Quartal 2026 weitere internationale Aufträge. So konnte sich das Unternehmen einen bedeutenden Erstauftrag für sein kanonenbasiertes Nahbereichs-Flugabwehrsystem Skynex aus Italien sichern. Insgesamt wurden vier vollständige Systeme im Gesamtwert von mehreren 100 Mio. EUR bestellt. Das Projekt wird von der Tochtergesellschaft Rheinmetall Italia umgesetzt und hat eine Gesamtlaufzeit von 39 Monaten. Die Auslieferung der ersten Systembatterie soll in 21 Monaten erfolgen, gefolgt von den restlichen Einheiten im Halbjahresrhythmus. Neben der eigentlichen Abwehrtechnik umfasst die Vereinbarung auch Nutzfahrzeuge, Munition, sowie Schulungs- und Logistikleistungen zur Sicherung der Einsatzbereitschaft.
Parallel dazu treibt der DAX-Konzern seine strategische Expansion im Bereich der unbemannten Landsysteme voran. Zum 1. Juli 2026 wurde die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung von 51 % an dem kroatischen Robotikspezialisten DOK-ING vollzogen. Die neue Tochtergesellschaft agiert künftig unter dem Namen Rheinmetall Unmanned Vehicles d.o.o. und soll als Zentrum für autonome schwere Militärfahrzeuge dienen. Als technologische Basis wird die dort entwickelte modulare Hybrid-Plattform Komodo verwendet, die eine Nutzlast von mehr als 8,5 Tonnen bewältigen kann. Geplant ist die Entwicklung verschiedener Funktionsmodule, darunter Systeme zur Minenräumung sowie bewaffnete Unterstützungseinheiten, welche Kampf- und Schützenpanzer begleiten sollen.
An der Börse stand die Aktie des Konzerns zuletzt unter erheblichem Druck. Nach der ministeriellen Absage des F126-Fregattenprogramms verlor das Papier deutlich an Wert und sank auf ein Tief von 964 EUR. Vor diesem Hintergrund setzte Vorstandschef Armin Papperger ein Signal für Investoren. Durch einen Insiderkauf erwarb der CEO eigene Aktien im Gegenwert von mehr als 3 Mio. EUR. Dies gilt als Vertrauensbeweis in die zukünftige Entwicklung des Unternehmens. Trotz des aktuellen charttechnischen Abwärtstrends halten Analystenhäuser an ihren Kaufempfehlungen fest, passten jedoch die Kursziele moderat nach unten an.
Steigende Verteidigungsausgaben und der Wettlauf um strategische Rohstoffe schaffen langfristige Gewinner. Saab baut seine Marktposition mit milliardenschweren Großaufträgen konsequent aus, Rheinmetall treibt seine Expansion durch neue Aufträge und Übernahmen voran. Antimony Resources könnte sich mit hochgradigen Antimonfunden und dem zusätzlichen Goldpotenzial zu einem strategisch wichtigen Rohstofflieferanten entwickeln. Drei Unternehmen, die von einem langfristigen Strukturtrend profitieren könnten.
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