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07.07.2026 | 05:00

Wolfram-Notstand: Warum Almonty außergewöhnlich positioniert ist - Sandvik und Lockheed Martin unter Druck

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Bildquelle: KI

Pekings verschärfte Exportkontrollen bei kritischen Rohstoffen wie Wolfram zeigen, wie stark der Westen von tradierten Lieferketten abhängig ist. Noch immer kontrolliert China rund 80 % der weltweiten Wolfram-Produktion. Angesichts dieser Bedrohung verbieten die USA ab dem 1. Januar 2027 die Einfuhr von Wolfram aus China, Russland, Iran und Nordkorea für militärische Zwecke. Diese regulatorische Zäsur und ein Nachfrageschub im Rüstungssektor ließen den Weltmarktpreis für Ammoniumparawolframat (APT) von historischen Tiefständen im niedrigen dreistelligen Bereich je metrischer Tonnenuntereinheit (MTU = 10 kg) auf weit über 3.000 USD steigen. Wir beleuchten den Markt und zeigen, wie Anleger vom Wolfram-Notstand profitieren können.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII , SANDVIK AB | SE0000667891 , LOCKHEED MARTIN DL 1 | US5398301094

Inhaltsverzeichnis:


    Sandvik setzt auf Innovationen und Kreislaufwirtschaft

    Der schwedische Industriekonzern Sandvik nimmt in der Wertschöpfungskette für Wolfram eine gleich doppelt bedeutsame Rolle ein. Mit einem Umsatz von rund 121 Mrd. SEK ist der Konzern einerseits einer der weltweit größten industriellen Abnehmer von Wolframkarbid für Bohr- und Schneidwerkzeuge. Zugleich setzt Konzerntochter Sandvik Coromant auf die Kreislaufwirtschaft und strebt bis 2028 eine Rücknahmequote von 100 % bei gebrauchten Hartmetallwerkzeugen an. Dieses im Kern smarte System stößt jedoch an Grenzen, da Wolframkarbid bei mechanisch extremen Beanspruchungen wie dem Fräsen hochfester Panzerstähle kontinuierlich zerrieben wird. Dieser Materialanteil ist für immer verloren, weshalb jeder industrielle Kreislauf zwingend auf Wolfram aus Minen angewiesen ist. Um für diese Zufuhr zu sorgen, betreibt Sandvik über die Konzerntochter Wolfram Bergbau und Hütten AG die Mittersill-Mine in Österreich, wo jährlich über 500.000 t Erz bei einem Gehalt von 0,25 % Wolframtrioxid gefördert werden.

    Lockheed Martin: Wolfram gefragt

    Als führender Systemintegrator der Verteidigungsindustrie steht Lockheed Martin am Ende der Wolfram-Wertschöpfungskette. Angesichts eines enormen Auftragsbestands bei Lockheed hat die Verfügbarkeit von Wolfram höchste Priorität. Lockheed Martin und das Pentagon setzen auf Überprüfungen sowie strenge Verträge, um sicherzustellen, dass Wolfram wirklich nicht aus China stammt. Das erhöht den Druck auf schwarze Schafe der Branche und begünstigt Unternehmen, die nachweislich in sicheren Jurisdiktionen fördern. So wie Almonty Industries.

    Almonty Industries: Sangdong-Mine als Herzstück des westlichen Ökosystems

    Almonty Industries entwickelte sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt zum führenden westlichen Anbieter von Wolfram. Das Geschäftsmodell basiert auf dem Betrieb von Minen in politisch stabilen Jurisdiktionen, um dem Westen eine unabhängige und sichere Versorgung zu garantieren. Unbestrittenes Flaggschiff-Projekt des Portfolios ist die Sangdong-Mine in Südkorea, deren Verarbeitungsanlagen zuletzt offiziell starteten. Zum Ende des ersten Quartals 2026 verfügte Almonty über Abraum von rund 120.000 t Roherz mit einem durchschnittlichen Gehalt von 0,24 % Wolframtrioxid.

    Startet die Aktie von Almonty wieder durch?

    Im zweiten Quartal 2026 förderte man weitere 19.700 t Erz mit einem höheren Gehalt von 0,35 % Wolframtrioxid. Insgesamt warten 139.700 t Erz mit einem Mischgehalt von etwa 0,25 % Wolframtrioxid auf die Verarbeitung. Das entspricht bei aktuellen Rekordpreisen einem geschätzten Rohmaterialwert von rund 68 Mio. USD. Die außergewöhnliche geologische Qualität von Sangdong zeigt sich im Vergleich: Das geringer konzentrierte Entwicklungserz Sangdonds weist einen dreimal höheren Wolframgehalt auf, als das Erz der etablierten Panasqueira-Mine in Portugal. Eckdaten anderer Projekte der Konkurrenz sind teils noch deutlich schlechter und dürften daher kaum konkurrenzfähig sein. Da die operativen Cash-Kosten in Sangdong je MTU in einem niedrigen dreistelligen Bereich liegen, glänzt Almonty mit einer satten Marge, die ihresgleichen sucht.

    Diversifizierung, Nebenprojekte und US-Wiederaufstieg

    Neben der riesigen Sangdong-Mine und der langjährigen Cashcow Panasqueira forciert Almonty das Gentung-Browns-Projekt im US-Bundesstaat Montana. Das Projekt soll nach Erhalt der noch ausstehenden Genehmigungen bereits gegen Ende 2026 die Produktion aufnehmen. Mit einer angestrebten Jahresproduktion von 140.000 MTU wird Almonty damit zum einzigen aktiven Betreiber einer Wolframmine auf US-amerikanischem Boden. Der politische Rückenwind aus Washington, heimische Quellen kritischer Rohstoffe zu priorisieren, dürfte Almonty bei Gentung Browns zusätzlich in die Karten spielen. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über zwei weitere Liegenschaften in Spanien, die jedoch aktuell nicht produzieren.

    Nach der Emission einer Wandelanleihe im Gegenwert von 700 Mio. USD vor einigen Wochen hat Almonty genug Kapital in der Kasse, um weiter wachsen zu können. Neben dem Kauf einer weiteren Mine ist auch der Einstieg in die Verarbeitung von Wolfram denkbar. Das Unternehmen konserviert seit dem Kauf der Panasqueira-Mine 2016 einen reichen Wissensschatz rund um Wolfram und betreibt das nach eigenen Angaben modernste Wolfram-Labor der Welt. Nachdem die Aktie 2025 viele Rekorde gebrochen hat, tendiert der Wert inzwischen seitwärts. Das kann für Investoren mit langem Atem eine Chance sein – Almonty ist einzigartig positioniert und fährt Sangdong zum bestmöglichen Zeitpunkt hoch. Das wird sich in den kommenden Quartalszahlen zeigen. Auch immer mehr renommierte Analysehäuser wie Bank of America oder Cantor Fitzgerald haben die Aktie im Blick und sehen Kursziele weit über dem derzeitigen Kursniveau.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    Wolfram-Versorgungskrise: Wie Almonty die Rüstungslieferketten neu ordnet – Rheinmetall braucht verlässliche Quellen, Tungsten West bekommt Förderung

    • Wolfram
    • Markt
    • Rüstung
    • Exportstopp
    • Lieferketten

    Vorgaben des US-Verteidigungsministeriums zwingen die westliche Industrie bei kritischen Rohstoffen zum Umdenken: Ab Januar 2027 untersagen die US-Beschaffungsvorschriften den Einsatz von Wolfram chinesischen Ursprungs in Wolframpulvern, Schwerlegierungen und daraus gefertigten Rüstungskomponenten und verlangen den lückenlosen Herkunftsnachweis bis zur Förderstätte. China kontrolliert laut US Geological Survey rund 80 % der weltweiten Minenproduktion und ist durch Exportkontrollen zuletzt bei Wolframmetall und -erz sogar zum Nettoimporteur geworden. Damit steht die Rüstungsbranche vor einem akuten Versorgungsengpass. Produzenten außerhalb Chinas setzen alles daran, die Lieferketten für westliche Abnehmer dauerhaft abzusichern. Als führendes Wolfram-Unternehmen punktet vor allem Almonty mit aussichtsreichen Projekten und einer vollen Pipeline.

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    • Seltene Erden

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    Knorr-Bremse, Power Metallic Mines, Rational: Ein Blick hinter die Kulissen – und bis zu 150 % Kurspotenzial

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    Drei Kaufempfehlungen in einer Woche, ein Börsenliebling im Ausverkauf und ein Rohstoff-Geheimtipp aus Kanada: Am 7. Oktober stellen sich Knorr-Bremse, Rational und Power Metallic Mines beim 20. International Investment Forum (IIF) vor – live per Video, auch für Privatinvestoren. Analysten sehen bis zu 150 % Kurspotenzial. Ob das realistisch ist, können Sie nächste Woche selbst überprüfen. Das IIF bietet eine der seltenen Gelegenheiten, hautnah mitzuerleben, was Vorstände im Kreis von Großinvestoren erzählen. Normalerweise erfahren Privatanleger das nie. Hier lesen Sie, wie Sie von exklusiven Einblicken profitieren können.

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