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29.01.2025 | 04:45

Aufgepasst! VW und BMW drehen, Benton Resources gibt Gas, Nordex und Siemens Energy hingegen im Abseits

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Bildquelle: pixabay.com

Für den Standort Deutschland ist eine 180 Grad-Wende in der Wirtschaftspolitik von Nöten, um die bereits laufende Abwanderung der Industrie ins Ausland zu stoppen. Hierfür braucht es aber Anzeichen für eine konsequente Neufokussierung auf brennende Themen, welche weder die Parteien mit Regierungsanspruch noch die Opposition so recht darlegen können. Internationale Anleger haben die europäischen Märkte zu Jahresanfang wieder in den Fokus genommen, denn es werden Reformen erwartet. Die Vorschusslorbeeren für Donald Trump haben in den USA zwar neue Hochs erzeugt, nun scheint die NASDAQ aber außer Atem geraten zu sein. Deutschland als Konjunktur-Schlusslicht bietet sehr niedrige Bewertungen, welche selten über längere Zeit zu beobachten waren. Wir zeigen einige Chancen auf.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: BENTON RESOURCES INC. | CA0832981090 , BAY.MOTOREN WERKE AG ST | DE0005190003 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0

Inhaltsverzeichnis:


    Volkswagen und Mercedes – Das könnte der Turnaround gewesen sein

    Der deutsche Automobilmarkt ist stark verunsichert. Während ausländische Hersteller mit viel Innovationskraft auf den Markt drängen, hielten hiesige Hersteller zu lang am Verbrenner fest. Volkswagen und BMW haben derzeit schwer zu kämpfen. Für 2024 wird erwartet, dass die globalen Auslieferungen von VW auf etwa 9 Mio. Fahrzeuge zurückgehen. Das nötige Restrukturierungsprogramm klingt heftig: Bei der Kernmarke VW, dem Krisenherd des Konzerns, sollen bis zum Jahr 2030 gut 35 000 Stellen wegfallen. Das ist rund ein Drittel der in Deutschland Beschäftigten der Marke VW. Zugleich sinkt die Produktionskapazität in den heimischen Werken um 734 000 Einheiten. Dadurch werden erhebliche Überkapazitäten abgebaut, die Job-Garantie, die es seit 1994 gibt, bleibt vorerst bis 2030 erhalten. Die VW-Aktie erreichte Tiefststände von 79 EUR, gestern lagen die Wolfsburger wieder bei 97 EUR. Analysten auf der Plattform Refinitiv Eikon erwarten nur überschaubare 113,50 EUR in 12 Monaten, das KGV 2025e ist mit 3,9 aber so tief wie seit 15 Jahren nicht.

    Der Branchen-Mitstreiter BMW verzeichnete in 2024 einen dramatischen Einbruch im Gewinn, ausgelöst durch schwächelndes China-Geschäft. Nun melden die Münchner, dass die Marge vermutlich nur im unteren Bereich der im September gesenkten Erwartung von 6 bis 7 % landen wird. Aber beim freien Cashflow sind immerhin mehr als 4 Mrd. EUR erreicht worden. Hoffnung macht aber der technologische Ausblick. Die neuen Modellreihen sollen nun auf Augenhöhe mit der Konkurrenz aus China und auch in Sachen Kosten wettbewerbsfähig sein. Details will man am 14. März mit dem Jahresbericht bekanntgeben. Mit 79 EUR sind BMW-Aktien von ihren erreichten Tiefs technisch erstmal abgeprallt, ein Rebound nach oben ist nun wahrscheinlich geworden.

    Benton Resources – Jede Menge Gold und Kupfer verfügbar

    Wer in Kategorien der Energiewende und der Elektromobilität denkt, kommt an Kupfer nicht vorbei. Das rote Metall ist einer der wichtigsten Metalle in der Elektrifizierung unserer Welt. Immer dort, wo viel elektrische Energie erzeugt oder übertragen werden muss, spielt Kupfer eine wichtige Rolle. Neben den Hightech-Anwendungen wird es natürlich als Industrie-Metall auch im Bau, bei Infrastruktur und in der Medizin eingesetzt. Auch die immer höheren Absatzzahlen der E-Mobilhersteller führen zu einem riesigen, langfristigen Bedarf an Kupfer. Entscheidende Stellgröße ist aber der Zeitpunkt, an dem der Bedarf akut und problematisch wird. Denn die weltweite Erzeugung ist lokal begrenzt und kann in den nächsten 5 Jahren nicht in der erforderlichen Skalierung nach oben gebracht werden.

    Der kanadische Explorer Benton Resources besitzt einige aussichtsreiche Gold- und Kupfer-Liegenschaften. Neben einem diversifizierten und äußerst aussichtsreichen Grundstücksportfolio hält das Unternehmen auch große Aktienpositionen an anderen Bergbauunternehmen, welche qualitativ hochwertige Aktiva fördern. Der Hauptfokus der eigenen geologischen Tätigkeiten richtet sich aktuell auf das Projekt „Great Burnt“ in Neufundland, welches eine geschätzte Mineralressource von 667.000 Tonnen mit 3,21 % Cu (angezeigt) und 482.000 Tonnen mit 2,35 % Cu (abgeleitet) aufweist. Die VMS-Liegenschaft verfügt über ein hervorragendes geologisches Umfeld, das sich über eine Streichlänge von 25 km erstreckt und sechs bekannte Kupfer-Gold-Silber-Zonen auf einer Länge von 15 km aufweist. Das Potenzial für weitere Entdeckungen ist angesichts der großen Anzahl an ungeprüften geophysikalischen Zielen und CU-AU-Bodenanomalien als hervorragend zu bezeichnen.

    Die Bohrprogramme der Phasen 1, 2 und 3 lieferten beeindruckende Ergebnisse mit 25,42 m mit 5,51 % Cu, einschließlich 9,78 m mit 8,31 % Cu, und 1,00 m mit 12,70 % Cu. Die Bohrungen in der Goldzone South Pond, etwa 7,5 km nördlich der Kupfer-Gold-Zone Great Burnt, haben ein robustes goldmineralisiertes System über 2,5 km mit Ergebnissen von 74,20 m mit 1,43g/t Au und 43,75 m mit 1,62g/t Au bestätigt und sind für eine Erweiterung in alle Richtungen offen. Aktuell verfügt das Unternehmen über Bargeld und Aktienbestände in Höhe von 4,5 Mio. CAD, derzeit werden viele neue Zonen für eine Weiterentwicklung evaluiert. Benton ist mit 70 % am Great Burnt-Projekt beteiligt, während Homeland Nickel Inc. die restlichen 30 % hält. Mitte Januar wurden die Aktien der Vinland Lithium an die bestehenden Aktionäre abgespalten, gleichzeitig wurden wieder starke Bohrergebnisse mit Höchstwerten von 7,47 und 11,93 % Kupfer gemeldet. Die 205,6 Mio. emittierten Aktien führen mit Kursen um 0,09 CAD zu einer Bewertung von 18,5 Mio. CAD. Hier bietet sich aktuell ein attraktiver Einstieg, denn Mitte 2024 gab es schon Kurse von rund 0,20 CAD. Einsammeln!

    Siemens Energy und Nordex – GreenTech ist keine Einbahnstraße

    Mit dem Antritt von Donald Trump als 47. Präsidenten der USA ist auch ein Austritt aus dem Pariser Klimaschutzabkommen verbunden. D. h. für den GreenTech-Sektor erstmal geringere Investitionen. Gut gelaufene Aktien wie Siemens Energy und Nordex mussten wegen der Ankündigungen Trumps in den letzten Tagen Federn lassen, bei Siemens belastete obendrein die DeepSeek-Diskussion. Wer die mittelfristige Brille aufsetzt, sieht in diesen Werten aber klare Gewinner der weltweiten „NetZero“-Bestrebungen. Und sie brauchen die Metalle, die Benton Resources in Neufundland derzeit aufspürt. Nicht zuletzt geht es für die Produzenten von energetischen Produkten um die Sicherstellung der Lieferketten. Selbst Donald Trump, der den Klimawandel immer wieder anzweifelt, hat den Zugang zu Ressourcen als Voraussetzung für eine funktionierende Industrie-Infrastruktur bezeichnet.

    Während Siemens Energy nach über 500 % Performance und Kursen von gut 60 EUR in den letzten 12 Monaten auch einmal Luft ablassen darf, erscheinen die Aktien Nordex auf einem Niveau von 10,70 EUR durchaus attraktiv. Immerhin hatte die Aktie in 2024 schon zweimal die 15 EUR-Marke überschritten. Eine Veränderung im Vorstand hatte die Aktie gestern mit zeitweise -7 % ins Wanken gebracht. Das Investmenthaus Goldman Sachs hat sein „Buy“-Votum erneuert, trotzdem erwarten die Analysten eine sinkende Dynamik im Windanlagenbau. Der Konsens bei Refinitiv Eikon steht auf 12-Monatssicht bei rund 16,80 EUR. Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr von Siemens Energy und Nordex gibt es am 12. bzw. 27. Februar. Spannend!

    Trotz neuer Höchststände verläuft es für einige Titel nach wie vor holprig. Während VW und BMW einen Turnaround einleiten, kommen Siemens Energy und Nordex unter Druck. Interessant könnte es bei Benton Resources im Hinblick auf das fortgesetzte Bohrprogramm in Neufundland werden. Quelle: Refinitiv Eikon 28.01.2025

    Aus Anlegersicht lauern im laufenden Jahr sowohl Chancen als auch Risiken. Die Aktien aus den Sektoren HighTech, Künstliche Intelligenz und Rüstung sind bereits weit gelaufen und somit sehr hoch bewertet. Turnaround-Spekulanten setzen aus Bewertungssicht vermehrt auf deutsche Fahrzeug- und GreenTech-Werte. Benton Resources ist im Hinblick auf kritische Metalle äußerst interessant. Eine wohldefinierte Streuung senkt das Portfoliorisiko.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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