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10.07.2025 | 06:00

Deutsche Telekom, MiMedia, Xiaomi: Drei Aktien, die von der Cloud und KI-Revolution profitieren

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Bildquelle: pixabay.com

2025 rücken Clouddienste und Künstliche Intelligenz (KI) immer mehr in den Mittelpunkt. KI-Infrastrukturen sind zum wettbewerbskritischen Nervensystem geworden. Hyperskalierung und agentische Systeme revolutionieren Wertschöpfungsketten – wer zögert, verliert. Treiber sind Plattformen wie Microsofts neue KI-Cloud-Generation, die Echtzeit-Integration generativer KI in Kernprozesse ermöglicht. Diese Hyperskalierung senkt Kosten, hebt Datenschutz und beschleunigt KI-Adaption in datenintensiven Sektoren. Für Pioniere entsteht ein Milliardenmarkt. Drei Player haben sich strategisch positioniert: die Deutsche Telekom, MiMedia und Xiaomi.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: DT.TELEKOM AG NA | DE0005557508 , MIMEDIA HOLDINGS INC | CA60250B1067 , XIAOMI CORP. CL.B | KYG9830T1067

Inhaltsverzeichnis:


    Deutsche Telekom - Neustart mit Schwung

    Nach 14 Jahren an der Spitze verlässt Technologievorständin Claudia Nemat das Unternehmen überraschend vorzeitig. Ihr Nachfolger wird zum 1. Oktober der bisherige Deutschland-CTO Dr. Abdu Mudesir. Der 43-Jährige gilt als treibende Kraft hinter entscheidenden Infrastrukturprojekten vom massiven Glasfaserausbau über die flächendeckende 5G-Einführung bis zur Integration von KI in die Netzsteuerung. Diese technische DNA und seine Erfahrung mit Zukunftstechnologien wie Open RAN und Cloud-Infrastruktur prädestinieren ihn für die Rolle. Die interne Lösung signalisiert Kontinuität und unterstreicht die Bedeutung technologischer Führung für den Konzern.

    Die jüngsten Quartalszahlen untermauern die robuste Verfassung des Konzerns. Ein Umsatzplus von 6,5 % und ein Anstieg des bereinigten EBITDA AL um fast 8 % zeigen die operative Stärke. Besonders beeindruckt das Wachstum des Free Cashflow AL um über 50 %. Angesichts dieser Dynamik hat die Telekom ihre Jahresprognose leicht nach oben geschraubt und erwartet nun rund 45 Mrd. EUR bereinigtes EBITDA AL. Die Treiber bleiben vielfältig. T-Mobile US punktet mit starkem Kundenwachstum, das Europageschäft legt organisch zu, und auch T-Systems verzeichnet steigende Auftragseingänge. Allerdings belastet der schwache USD die kommenden Gewinne.

    Strategisch setzt die Telekom klare Akzente. Die Zusammenführung aller Cloud-Aktivitäten unter dem Dach "T Cloud" zielt darauf ab, Geschäftskunden einfache, skalierbare und souveräne Lösungen "aus einer Hand" zu bieten. Das ist ein Schachzug zur Stärkung der europäischen Digital-Souveränität. Parallel treibt der Konzern KI-Initiativen voran. Partnerschaften mit Tech-Größen wie NVIDIA (Industrie-Cloud) und Google Cloud (autonome Netze, SAP-Migrationen) sollen neue Effizienzpotenziale und Dienstleistungen erschließen. Diese Fokussierung auf Cloud-Konsolidierung und KI-Integration unterstreicht den Anspruch, nicht nur Infrastrukturanbieter, sondern zentraler Digitalisierungspartner zu sein. Die Aktie hat zuletzt aufgrund des schwachen USD nachgegeben und notiert bei 31,08 EUR.

    MiMedia Holdings - Wachstumsschub durch Partnerschaften

    MiMedia Holdings hat sich als Nischenplayer im Cloud-Markt positioniert, der Nutzern plattformübergreifende Speicherlösungen für persönliche Medien bietet. Anders als große Konkurrenten setzt das Unternehmen auf einen White-Label-Ansatz. Über Partnerschaften mit Smartphone-Herstellern und Telekom-Anbietern wird die App-Lösung vorinstalliert auf die Endgeräte gebracht. Diese Strategie zahlt sich aus, denn aktuell ist die App vertraglich gesichert auf mindestens 35 Mio. Geräten enthalten. Besonders relevant sind Kooperationen in Schwellenmärkten, wo kostengünstige Alternativen zu etablierten Cloud-Diensten gefragt sind.

    2 Partnerschaften stechen 2025 hervor. Mit Walmart Latin America erreicht MiMedia über dessen Mobilmarke „Bait“ über 18 Mio. Nutzer in Mexiko. Zudem sicherte sich das Unternehmen durch einen globalen Deal mit dem Hersteller Coolpad Platzierungen auf bis zu 5 Mio. Geräten. Parallel zur operativen Expansion stärkt MiMedia seine Kapitaldecke um rund 3,9 Mio. CAD durch eine private Wandelanleihen-Platzierung. Chris Giordano, CEO von MiMedia, erklärte: „Wir freuen uns über den Abschluss dieser Finanzierung, da sie uns das notwendige Kapital zur Verfügung stellt, um die geplanten Implementierungen bei Telekommunikations- und OEM-Partnern sowie deren erwartete Smartphone-Lieferungen, unter anderem in den USA, Mexiko und Europa, durchzuführen."

    Die Stärke des Modells liegt in der niederschwelligen Nutzerakquise. Durch Vorinstallation entfallen teure Marketingkampagnen. Jeder neue Partner bringt nicht nur sofortige Reichweite, sondern eröffnet langfristige Monetarisierungspfade, wie etwa direkt durch Werbung oder Lizenzgebühren, und in Zukunft Speichererweiterungsabos, sobald der gratis Speicher aufgebraucht ist. Die Zeit spielt also für MiMedia und die kritische Masse dürfte bald erreicht sein um die Profitabilitätsschwelle zu erreichen. Die bestehenden Verträge bilden ein solides Fundament, um Nutzerzahlen systematisch in Umsätze zu verwandeln. Die Aktie konnte seit Jahresanfang fast 150 % zulegen und notiert mit 0,62 CAD nur knapp unter dem Allzeithoch.

    Xiaomi - mehr als nur Smartphones

    Xiaomi zeigt sich derzeit als agiler Player, der weit über Smartphones hinausdenkt. Neue Wearables wie das Smart Band 10 mit KI-gestützten Funktionen und aktualisierte Smartphone-Modelle von günstig bis Premium halten das Kerngeschäft dynamisch. Der eigentliche Gamechanger ist aber die konsequente "Human x Car x Home"-Strategie. Über 944 Mio. vernetzte IoT-Geräte, von Klimaanlagen bis zu Routern, schaffen ein mächtiges Ökosystem. Entscheidend ist die intelligente Verknüpfung. Die Geräte lernen voneinander, Nutzer binden sich stärker, und Services wie Musik-Streaming oder Cloud-Speicher generieren wiederkehrende Umsätze mit hohen Margen.

    Die E-Auto-Sparte katapultiert Xiaomi in neue Dimensionen. Mit dem sportlichen SU7 und dem neuen SUV YU7 greift das Unternehmen Tesla & Co. direkt an und trifft dabei den Nerv. Hunderttausende Vorbestellungen sprechen für sich. Knapp 20 % des Konzernumsatzes kommen bereits aus dem jungen Elektrofahrzeug-Geschäft. Parallel treibt Xiaomi eigene KI-Entwicklungen voran. Das hauseigene Sprachmodell "MiMo" soll leistungsfähige KI direkt auf Geräten ermöglichen, ohne Cloud-Zwang. Gleichzeitig nutzt man Cloud-KI für rechenhungrige Tasks wie die professionelle Bildbearbeitung AI Erase Pro. Die Integration von DeepSeek AI in HyperOS 2.0 macht Sprachassistenten zum cleveren Alltagshelfer.

    Die Zahlen überzeugen mit einem 47 % Umsatzsprung im letzten Quartal und einem Nettogewinnanstieg von 65 %. Über 70 % der Autokäufer sind bereits Xiaomi-Kunden und kaufen danach häufiger Smart-Home-Produkte. Das Auto wird so zur Eintrittskarte ins Ökosystem. Doch Vorsicht ist geboten, denn Produktionsengpässe bei EVs, die Lieferzeiten bis zu 14 Monate haben, und globale Handelsrisiken sind Stolpersteine. Die Bewertung ist ambitioniert. Für langfristig orientierte Investoren bleibt Xiaomi jedoch ein faszinierendes Stück Tech- und Ökosystem-Wandel – mit klarem Fokus auf KI, Integration und Wachstum jenseits des Handys. Die Aktie ist derzeit für 6,26 EUR zu haben.


    Die Cloud- und KI-Revolution schafft klare Gewinner. Die Deutsche Telekom bündelt mit „T Cloud“ Infrastruktur-Kompetenz und treibt durch Partnerschaften mit NVIDIA und Google die KI-Integration voran. MiMedia nutzt seinen White-Label-Ansatz smart, um via Vorinstallation auf mehr als 35 Mio. Geräten kostengünstig Nutzer zu gewinnen und neue Märkte zu erschließen. Xiaomi katapultiert sich mit seinem vernetzten Ökosystem und Elektroauto-Erfolgen in neue Wachstumsdimensionen, während KI-Innovationen wie „MiMo“ die Geräteintelligenz steigern. Alle drei Unternehmen zeigen, wie strategische Fokussierung auf Cloud, KI und Skalierung Wettbewerbsvorteile sichert.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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