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31.03.2026 | 05:00

Dividenden als Portfolio-Anker: Alte Bekannte Sanofi und BB Biotech – Geheimtipp RE Royalties

  • Regenerative Energie
  • Dividendenrendite
  • Royalties
Bildquelle: KI

In einem Marktumfeld, das von strukturellen Umbrüchen geprägt ist, rückt die Stabilität des Portfolios in den Fokus. Analysten von J.P. Morgan betonen, dass der Schutz von Buchgewinnen der vergangenen Jahre eine Rückbesinnung auf Resilienz und Diversifikation erfordert. Untersuchungen von S&P Global zeigen auf, dass Dividenden in den vergangenen 25 Jahren zu über 50 % zur Gesamtrendite globaler Aktien beigetragen haben. Die Wahl der richtigen Titel ist entscheidend, um auch in volatilen Marktphasen stetige Cashflows zu sichern. Der Pharmariese Sanofi, die Beteiligungsgesellschaft BB Biotech und das nahezu unbekannte kanadische Unternehmen RE Royalties bieten hier grundverschiedene, aber äußerst aussichtsreiche Ansätze für Anleger.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: SANOFI SA INHABER EO 2 | FR0000120578 , RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , BB BIOTECH NAM. SF 0_20 | CH0038389992

Inhaltsverzeichnis:


    Sanofi: Stabilität durch operative Transformation

    Der französische Pharmakonzern Sanofi präsentiert sich als klassischer defensiver Stabilitätsanker. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz um 9,9 % auf 43,6 Mrd. EUR, maßgeblich verantwortlich dafür war der anhaltende Erfolg des Blockbusters Dupixent. Das Unternehmen schlug zuletzt eine Dividende von 4,12 EUR vor, was die 31. Anhebung in Folge ist. Damit ist klar: Sanofi steht für absolute Verlässlichkeit. Im Februar dieses Jahres kündigte der Konzern einen strategischen Führungswechsel an: Belén Garijo, die zuvor die Merck KGaA leitete, übernimmt in den kommenden Wochen den CEO-Posten von Paul Hudson, um die Forschungsproduktivität zu steigern. Analysten der Bank of America stuften die Aktie daraufhin auf "Neutral" herab, da sie eine Übergangsphase befürchten. Kurspotenzial ergibt sich künftig primär aus der erfolgreichen Integration von Zukäufen wie der Übernahme von Dynavax, während die Ausschüttung dank eines starken freien Cashflows von 8,1 Mrd. EUR bestmöglich abgesichert ist.

    BB Biotech: Rendite dank Knowhow und Innovation

    Die Schweizer Investmentgesellschaft BB Biotech ermöglicht den Zugang zu einem spezialisierten Biotech-Portfolio. Das Jahr 2025 schloss das Unternehmen mit einem Rekordgewinn von 578 Mio. CHF ab. Die strikte Dividendenpolitik sieht eine jährliche Ausschüttung von 5 % des durchschnittlichen Dezember-Aktienkurses vor, was für das Jahr 2025 einer Summe von 2,25 CHF je Aktie entspricht. Um die fundamentale Stabilität zu erhöhen, hat das Management das Portfolio zuletzt stark auf klinisch ausgereifte und marktführende Unternehmen wie Ionis Pharmaceuticals oder Argenx ausgerichtet. Zwar gab BB Biotech für 2026 einen etwas vorsichtigeren Ausblick, doch ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 10 % des Kapitals sichert den Kurs nach unten ab. Die Dividende ist direkt an den Anlageerfolg gekoppelt, bietet jedoch ein hervorragendes Chance-Risiko-Profil mit signifikantem Kurspotenzial durch anstehende klinische Studiendaten.

    RE Royalties: Der unentdeckte Stabilitätsanker

    Den mit Abstand spannendsten Ansatz liefert das kanadische Unternehmen RE Royalties, das als Pionier in seiner Sparte das bewährte Royalty-Modell auf die erneuerbaren Energien übertragen hat. Das Unternehmen stellt Projektentwicklern von Solar-, Wind- oder Batterieanlagen Kapital zur Verfügung und erhält im Gegenzug eine prozentuale Beteiligung am Bruttoumsatz. Diese spezifische Struktur schützt die Einnahmen weitgehend vor inflationsbedingten Kostensteigerungen bei den Betreibern und sichert durch langfristige Stromabnahmeverträge stabile Cashflows. Das diversifizierte Portfolio umfasst bereits über 100 Royalties in Nordamerika, Südamerika und Asien. Bei einer beständigen Quartalsdividende von 0,01 CAD glänzt die Aktie mit einer erwarteten Dividendenrendite von deutlich über 10 %.

    Spannendes Geschäftsmodell, vielversprechende Aktie.

    Skalierbarkeit und exzellente Zinsmargen treiben das Wachstum

    Ein entscheidender Erfolgsfaktor von RE Royalties liegt in der asymmetrischen Finanzierungsstruktur und der enormen Skalierbarkeit des Modells. Indem das Unternehmen Projektentwicklern nicht-verwässerndes Kapital zur Verfügung stellt, behalten diese ihre Stimmrechte und Eigenkapitalanteile, was die Nachfrage nach diesem Finanzierungsinstrument im Clean-Tech-Sektor treibt. Gleichzeitig profitiert RE Royalties von einer exzellenten Zinsmarge: Während sich die Gesellschaft über Green Bonds mit einer Verzinsung von rund 9 % refinanziert, zielen die vergebenen Lizenzinvestitionen meist auf Renditen im zweistelligen Bereich ab. Wie attraktiv dieses Geschäft in der Praxis ist, belegt eine aktuelle Absichtserklärung über ein Darlehen von 8 Mio. USD für ein Windprojekt in den USA, das dem Unternehmen eine Lizenzgebühr von 5 % auf den Bruttoumsatz über die gesamte Lebensdauer der Anlage sichert. Da RE Royalties die erneuerbaren Energieanlagen nicht selbst betreibt, bleibt die Kostenstruktur schlank, sodass zusätzliche Lizenzen den Gewinn bei minimalem Anstieg der operativen Ausgaben hebeln. Mit einer prall gefüllten Investitionspipeline von über 200 Mio. CAD und der Notierung in Deutschland, die gezielt europäisches Kapital anziehen soll, ist das Fundament für die nächste Wachstumsphase solide.

    Strategische Überprüfung als Kurstreiber

    Neben der außergewöhnlich hohen und operativ robusten Ausschüttung rückt bei RE Royalties auch das Kurspotenzial in den Fokus. Das Unternehmen wird von den Nachhaltigkeits-Analysten bei S&P Global mit dem höchsten „Dark Green-Rating“ bewertet und refinanziert sich erfolgreich über grüne Anleihen. Um den verborgenen inneren Wert der Gesellschaft endlich am Kapitalmarkt abzubilden, startete das Management zuletzt mit externen Finanzberatern eine umfassende strategische Überprüfung. Ziel dieser Maßnahme ist es, lukrative Optionen wie den vollständigen Verkauf des Unternehmens oder starke strategische Partnerschaften auszuloten. Für Anleger ergibt sich daraus eine seltene Konstellation: Sie kassieren eine zweistellige Dividendenrendite aus einem nachhaltigen Infrastruktur-Geschäft und besitzen gleichzeitig einen großen Hebel auf eine baldige Neubewertung der Aktie.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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