09.04.2026 | 05:00
Apple mischt bei Energiewende mit: Vorbild OR Royalties, Profiteur RE Royalties
Die Finanzierung erneuerbarer Energien greift heute immer öfter auf ein Instrument zurück, das seine Wurzeln im klassischen Bergbau hat. Während etablierte Branchengrößen wie OR Royalties durch ein diversifiziertes Portfolio an Edelmetall- und Batteriemetall-Lizenzen beweisen, wie Beteiligungsmodelle ohne operative Risiken hohe Margen generieren können, adaptiert RE Royalties dieses Konzept erfolgreich für den Sektor der erneuerbaren Energien. Das Unternehmen finanziert Solar-, Wind- und Speicherprojekte und sichert sich im Gegenzug langfristige Umsatzbeteiligungen, was eine planbare Alternative zu volatilen Rohstoffmärkten darstellt. Dieses Angebot trifft auf den strategischen Bedarf von Technologie-Giganten wie Apple, die im Rahmen ihrer Initiative „Apple 2030“ im großen Stil in saubere Energieprojekte investieren, um ihre gesamte Wertschöpfungskette klimaneutral zu gestalten. Für Investoren vereint RE Royalties damit Sicherheit und Skalierbarkeit in einem einzigartigen Geschäftsmodell.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Nico Popp
ISIN:
RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , APPLE INC. | US0378331005 , OR ROYALTIES INC | CA68390D1069 | TSX: OR
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Nico Popp
In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys
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OR Royalties zeigt, was möglich ist
OR Royalties hat sich als eines der führenden Unternehmen im Bereich der Edelmetall-Lizenzen etabliert und demonstriert, wie effizient das Royalty-Geschäftsmodell ist. Im Gegensatz zu Bergbauunternehmen mit Minen, die mit schwankenden Förderkosten und geologischen Unwägbarkeiten kämpfen, agiert OR Royalties als spezialisierter Finanzdienstleister. Das Unternehmen generiert seine Einnahmen in erster Linie aus Beteiligungen an erstklassigen Projekten in stabilen Jurisdiktionen wie Kanada, Australien und den USA. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen laut eigenen Angaben eine Cash-Marge von nahezu 97 %. Diese außergewöhnliche Effizienz resultiert daher, dass OR Royalties keine direkten operativen Kosten für den Abbau oder die Verarbeitung der Rohstoffe trägt. Jeder Anstieg der Gold- oder Silberpreise fließt nahezu direkt in das operative Ergebnis ein. Ein wesentliches Entwicklungsprojekt im Portfolio von OR Royalties ist das Cariboo-Goldprojekt, bei dem nach einer kurzen Unterbrechung Anfang des Jahres die Aktivitäten mit einem umfangreichen Bohrprogramm von insgesamt 160.000 Metern wieder aufgenommen wurden. Zudem treibt das Unternehmen mit Partnern das Tintic-Projekt voran, welches bereits in kleinem Maßstab zur Goldproduktion beiträgt und für regionale Diversifizierung sorgt. Analysten von Großbanken wie Barclays oder BMO stufen die Aktie von OR Royalties mehrheitlich aussichtsreich ein. Bei einem Gesamtumsatz von 277,4 Mio. USD konnte OR Royalties seine Kredite vollständig zurückzahlen und ist seither schuldenfrei, was in Zeiten volatiler Zinsen ein klarer Vorteil ist.
RE Royalties überträgt Royalty-Konzept auf saubere Energie
RE Royalties ist Pionier und überträgt das bewährte Konzept von OR Royalties auf den Bereich der erneuerbaren Energien. Projektentwickler in den Bereichen Solar, Wind und Speicher haben oft Schwierigkeiten bei der Finanzierung. RE Royalties stellt diesen Entwicklern Kapital zur Verfügung und erhält im Gegenzug einen vertraglich fixierten Anteil des Bruttoumsatzes. Da diese Verträge in der Regel über Zeiträume von 20 bis 25 Jahren laufen, bieten sie langfristige Stabilität. Die Vergütung ist an den Umsatz und nicht an den Gewinn gekoppelt, wodurch RE Royalties gegen operative Kostensteigerungen beim Betreiber weitgehend immun bleibt. Aktuell ist das Unternehmen auf dem US-Markt aktiv, was die jüngste Partnerschaft im Umfang von 9 Mio. USD mit Solaris Energy zeigt, hat aber weltweit Projekte unterstützt und so Einkommensströme geschaffen. Um die eigene Expansion weiter zu beschleunigen, greift RE Royalties auf innovative Finanzierungsinstrumente zurück und begab zuletzt sogenannte Green Bonds mit einer attraktiven Verzinsung von 9 %. Damit auch Aktionäre profitieren, kündigte das Board von RE Royalties in Zusammenarbeit mit den Finanzberatern von PwC eine umfassende strategische Überprüfung an, was das Unternehmen für institutionelle Investoren attraktiv machen soll.

Apple treibt den Markt mit gigantischem Energiebedarf
Das Geschäftsmodell von RE Royalties profitiert auch vom riesigen Energiebedarf von Konzernen wie Apple, die ihrerseits in Regenerative investieren. Mit dem Ziel „Apple 2030“ hat sich das Unternehmen verpflichtet, bis zum Ende des Jahrzehnts über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg klimaneutral zu sein. Ein Großteil des CO2-Fußabdrucks von Apple – etwa 75 % – stammt aus der Elektrizität, die zur Herstellung der Produkte verwendet wird. Um das zu adressieren, hat Apple das Supplier Clean Energy Program ins Leben gerufen. Bis Anfang 2026 haben sich mehr als 300 Zulieferer verpflichtet, bei der Produktion künftig zu 100 % auf erneuerbare Energien umzustellen. Dies entspricht einer Leistung von über 17,8 GW an erneuerbarer Energie, die bereits online ist.
Dabei spielt auch die Materialbeschaffung eine wichtige Rolle, da der Konzern laut eigenen Berichten das Ziel verfolgt, eines Tages keine Ressourcen mehr aus der Erde entnehmen zu müssen. Der verstärkte Einsatz von Demontage-Robotern wie Daisy und Dave, die alte Geräte in ihre Einzelteile zerlegen, soll den Bedarf an neu geschürften Rohstoffen langfristig merklich senken und sogar die Angebotsseite der Rohstoffmärkte verändern. Wenn Apple oder seine Zulieferer Projekte initiieren, werden Partner benötigt, die flexibel Kapital bereitstellen können und sich im Sektor auskennen. Doch RE Royalties profitiert auch indirekt von diesem Kapitalzufluss, da der wachsende Markt für erneuerbare Energien ein Schlaglicht auf erfahrene Profis wie RE Royalties wirft.
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