23.02.2026 | 04:10
Drei Knaller-Aktien für den bevorstehenden Uran-Boom: Cameco, Stallion Uranium und Uranium Energy
Der Hunger nach Energie wächst – und Uran rückt wieder in den Mittelpunkt. Künstliche Intelligenz, Rechenzentren und der globale Klimadruck sorgen dafür, dass Kernkraft weltweit ein bemerkenswertes Comeback erlebt. Wer davon profitieren will, schaut auf Unternehmen, die genau in diesem Bereich aktiv sind. Drei Namen stehen dabei besonders im Fokus: Cameco, der kanadische Platzhirsch im Uranmarkt. Uranium Energy, ein Unternehmen mit beeindruckender Kursperformance, aber noch ohne stabile Gewinne. Und Stallion Uranium, ein kleiner Explorer, der leise und systematisch an einer der vielversprechendsten Stellen der Welt bohrt. Was steckt hinter diesen drei Werten und warum könnte gerade der noch Kleinste unter ihnen die spannendste Geschichte erzählen?
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
Mario Hose
ISIN:
STALLION URANIUM CORP | CA8529192087 , CAMECO CORP. | CA13321L1085 , URANIUM ENERGY DL-_001 | US9168961038
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Mario Hose
In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.
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Cameco: Der Marktführer unter Druck
Cameco ist so etwas wie der Anker des westlichen Uranmarkts. Kein anderes Unternehmen steht so sehr für die Versorgung westlicher Länder mit nuklearem Brennstoff. Der kanadische Konzern hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Aus einem klassischen Minenbetreiber wurde ein Unternehmen, das heute die gesamte Wertschöpfungskette der Kernenergie abdeckt. Angefangen vom Erz bis hin zum fertigen Brennelement. Dass Cameco mittlerweile auch an Westinghouse, einem der größten Reaktorbauer der Welt, beteiligt ist, zeigt die neue Strategie deutlich.
Die Zahlen für 2025 können sich sehen lassen. Der Umsatz kletterte auf rund 3,5 Milliarden USD, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 26 Prozent auf knapp zwei Milliarden USD zu. Auch die Westinghouse-Beteiligung brachte Sonderausschüttungen von über 170 Millionen USD. Das klingt gut und ist es wohl auch, aber der Markt hat diese Nachrichten längst eingepreist.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei über 100. Das ist mehr als nur ambitioniert und recht sportlich, um es freundlich zu formulieren. Wer heute einsteigt, wettet darauf, dass die Gewinne in den nächsten Jahren erheblich steigen. Und noch mehr: Setzt man den Marktwert von rund 49 Milliarden USD in Relation zum Nettowert der förderbaren Uranvorkommen, liegt die Bewertung fast dreimal so hoch. Das muss nicht falsch sein, aber Luft nach oben gibt es nur noch wenig.
Was langfristig für Cameco spricht, ist klar: 31 Staaten wollen ihre Kernkraftkapazitäten bis 2050 verdreifachen. Neue Reaktoren brauchen Brennstoff, und Cameco hat bereits Lieferverträge über 230 Millionen Pfund abgeschlossen. Politische Rückendeckung kommt dazu. Donald Trumps wärmende Worte zur Kernkraft in Davos haben die Aktie zuletzt beflügelt. Die Aktie notiert aktuell bei rund 103 Euro, und viele Analysten bleiben positiv gestimmt. Trotzdem gilt: Wer auf einen günstigen Einstieg hofft, braucht möglicherweise Geduld.
Uranium Energy: Hohe Energie, schwankender Kurs
Kaum ein anderer Wert im Uransektor zeigt so deutlich, wie aufgeheizt die Stimmung gerade ist, wie Uranium Energy. Auf Zwölfmonatssicht hat die Aktie um über 140 Prozent zugelegt. Das ist bemerkenswert, zumal das Unternehmen bislang keine nennenswerten Umsätze aus laufenden Uranverkäufen erzielt. Uranium Energy ist ein projektorientiertes Unternehmen, das auf steigende Preise und zukünftige Produktion setzt. Die fundamentalen Zahlen erzählen eine andere Geschichte: negatives operatives Ergebnis, negativer Cashflow, ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von fast 100.
Das klingt nach viel heißer Luft. Vielleicht stimmt das auch zum Teil. Ende Januar 2026 markierte die Aktie mit 20,34 USD ein neues 52-Wochen-Hoch. Seitdem hat sie rund 20 Prozent verloren und notiert aktuell bei etwa 16 USD. Die 30-Tage-Volatilität liegt bei über 80 Prozent. Wer nervöse Nächte vermeiden will, sollte das besser im Hinterkopf behalten.
Andererseits gibt es durchaus strategische Bewegungen zu beobachten. Uranium Energy hat seine Beteiligung an Anfield Energy auf knapp 29 Prozent ausgebaut. Inklusive Warrants und Optionen könnte der Anteil auf über 36 Prozent steigen. Am 27. Februar sollen die unabhängigen Anfield-Aktionäre darüber abstimmen, ob Uranium Energy offiziell als Kontrollperson eingestuft wird. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass die Anerkennung, die Uranium Energy durch seine hohe Beteiligung hat, maßgeblichen Einfluss auf die Unternehmensführung und strategische Entscheidungen von Anfield ausübt. Dies wird von der TSX Venture Exchange so vorgeschrieben und würde dem Unternehmen mehr strategischen Spielraum geben. Rund 62 Prozent der Aktien werden von institutionellen Investoren gehalten. Dies zeigt, dass die großen Adressen zumindest noch dabei sind.
Der technische Aufwärtstrend bei Uranium Energy ist intakt und langfristig ist das Schicksal der Aktie eng mit dem Uranpreis und der Kapitalbeschaffung verknüpft. Kurzfristig bleibt Uranium Energy aber ein Papier für risikobewusste Anleger, die Schwankungen aushalten können und auch wollen.
Stallion Uranium: Eine interessante Story und dort, wo die nächste große Entdeckung warten könnte
Wer bisher noch nicht von Stallion Uranium gehört hat, ist damit sicherlich nicht unbedingt allein. Das Unternehmen ist in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Aber wer sich etwas Zeit nimmt, hinzuschauen, findet eine Geschichte, die etwas mehr Aufmerksamkeit verdient.
Stallion Uranium ist im Athabasca-Becken aktiv, einer Region im kanadischen Saskatchewan, die unter Geologen einen fast legendären Ruf hat. Hier liegen einige der hochgradigsten Uranvorkommen der Welt. Stallion hat dort im Laufe der letzten Jahre ein riesiges Explorationsgebiet von 1.700 km² zusammengestellt. Das ist das wohl größte zusammenhängende Projekt im westlichen Teil des Beckens. Und das in bester Nachbarschaft. Nämlich direkt nebenan zur Arrow-Lagerstätte von NexGen Energy, die einst als geologische Sensation galt und dazu verholfen hat, das Unternehmen auf eine Milliardenbewertung zu katapultieren.
Das Besondere an Stallion ist das Team. Die Geologen kennen die Region aus eigener Erfahrung. Einige von ihnen waren an der Arrow-Entdeckung direkt beteiligt. Und statt auf gut Glück zu bohren, hat Stallion mehr als ein Jahr lang systematisch gemessen, modelliert und geophysikalische Daten ausgewertet. Das Ergebnis ist das sogenannte Coyote-Ziel: ein struktureller Korridor, der alle Merkmale zeigt, die man von einem bedeutenden Uranvorkommen im Athabasca-Becken erwartet. Leitfähige Strukturen, Schwerkraftanomalien, strukturelle Komplexität. Das ist genau das, was auch bei Arrow und anderen großen Entdeckungen der Ausgangspunkt war.
Seit Mitte Februar läuft nun das erste Bohrprogramm in diesem Korridor. Zwei Diamantbohranlagen sind im Einsatz, sechs bis acht Bohrlöcher sind geplant. Was das bedeutet, ist ganz einfach: Coyote wird zum ersten Mal in seiner Geschichte getestet und CEO Matthew Schwab bringt es auf den Punkt: „Er hat in seiner Karriere viele Explorationsziele gesehen, aber kaum eines mit einer so überzeugenden geophysikalischen Signatur.“
Hinzu kommen die strukturellen Vorteile. Die Finanzierung des Bohrprogramms übernimmt zu einem erheblichen Teil der Joint-Venture-Partner Atha Energy. Das schützt die bestehenden Aktionäre vor übermäßiger Verwässerung. Rund 45 Prozent der Anteile liegen in den Händen von Management und Insidern. Das ist ein gutes Zeichen, denn wer das Unternehmen am besten kennt, setzt sein eigenes Geld ein.

Stallion ist allerdings kein Wert für konservative Anleger. Explorationsunternehmen tragen immer das Risiko in sich, dass die Bohrergebnisse enttäuschen. Aber die Kombination aus Lage, Team, Methodik und Finanzierung macht Stallion Uranium zu einem der interessantesten Frühphasen-Investments im aktuellen Uranmarkt. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich der Aufwand auszahlt. Hier ist auf alle Fälle eine interessante Story, die zu etwas Großem werden könnte.
Fazit: Drei Werte für den Uranmarkt
Der Uranmarkt bietet gerade für Anleger mit unterschiedlichen Risikovorstellungen die passende Einstiegsmöglichkeit. Cameco ist das solide Fundament und wer auf die nukleare Renaissance setzen will, ohne allzu viel Unbekanntes zu riskieren, findet hier den Branchenführer. Die Bewertung ist ambitioniert, aber die Substanz stimmt. Uranium Energy ist ein volatiles Papier mit echter Kursfantasie, aber auch mit echten Risiken. Wer hier investiert, braucht starke Nerven und einen langen Atem. Stallion Uranium hingegen ist die Geschichte, die noch erzählt werden will. Ein junges Unternehmen, klug positioniert, methodisch arbeitend, an einem der geologisch spannendsten Orte der Welt. Die Bohrergebnisse stehen noch aus, aber die Voraussetzungen für eine bedeutende Entdeckung sind so gut wie selten. Wer den Mut hat, früh dabei zu sein, könnte belohnt werden.
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