16.10.2026 | 05:41
Energieaktien im Fokus mit Shell, NU E Power und Chevron!
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von NU E Power Corp.
Das Thema Energie ist derzeit einer der wichtigsten Treiber an den globalen Börsen. Im Ölgeschäft gibt es Probleme beim Angebot, zudem sind Ölprodukte wie Kerosin oder Diesel knapp und teuer. Die geopolitische Lage mit den Kriegen am Persischen Golf und in der Ukraine/Russland machen die Situation für Verbraucher aus Industrie und Haushalten nicht gerade einfach. Dazu kommt der Ausbau von Rechenzentren, der insbesondere das veraltete Stromnetz in den Vereinigten Staaten vor enorme Herausforderungen stellt. Unternehmen können derzeit extrem von dieser Gemengelage profitieren. Wir blicken heute deshalb auf die Aktien von Shell, NU E Power und Chevron.
Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: NU E Power Corp | CA6699882065 , Shell PLC | GB00BP6MXD84 , US1667641005
Der Autor
Tarik Dede
Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.
Tag-Cloud
Aktien-Cloud
Shell: Aktie fliegt immer weiter
Die Aktie von Shell kennt derzeit kein Halten. Die Papiere des niederländisch-britischen Ölkonzerns markieren fast im Wochentakt neue Allzeithochs. Das Geheimnis dahinter ist wohl das Raffineriegeschäft, das die Gewinne sprudeln lässt. Shell betreibt in Rotterdam die Raffinerie Pernis. Sie ist die größte Anlage ihrer Art in Europa. Dazu kommen weitere Anlagen weltweit. Da die Ukraine russische Raffinerien zerstört und die Situation in Nahost wohl noch ein gutes Stück von einer Vorkriegs-Normalität entfernt ist, besteht ein echtes Defizit an Diesel oder auch Kerosin am Markt.
Anfang Oktober veröffentlichte der Konzern zudem ein Update zum dritten Quartal. Demnach gab es einen weiteren Sprung bei den Raffineriemargen. Die „indikative Raffineriemarge“ stieg von 24 USD pro Barrel im zweiten Quartal auf stolze 42 USD pro Barrel im dritten Quartal. Dieses Plus von etwa 75 % treibt die Gewinne natürlich an. Die Auslastung der Raffinerien liege laut Unternehmen bei extrem hohen 93 % bis 97 %. Zudem gab es ein dickes Plus bei der Gasproduktion, die im Q3 noch einmal 17 % über dem Vorquartal lag.
Die vollständigen Finanzergebnisse für das dritte Quartal will Shell am 29. Oktober 2026 vorlegen. Im Vorquartal erreichte das Unternehmen bereits einen Free Cashflow von 17,5 Mrd. USD. Mit dem Geld werden vor allem eigene Aktien zurückgekauft, das Volumen des laufenden Aktienrückkaufprogramms liegt über 3 Mrd. USD. Daneben baut das Unternehmen weiter das Portfolio um. Das Gasgeschäft in British Columbia wird ausgebaut, die Übernahme der kanadischen ARC Resources wurde abgeschlossen. Divestments gab es im Golf von Mexiko, in Europa sowie auf Zypern.
Solange der Ölpreis und die Raffineriemargen hoch bleiben, dürften die Gewinne bei Shell weiter wachsen. Infolge des Updates hoben Banken wie Barclays oder Jefferies ihre Kursziele für die Shell-Aktie an und raten weiter zum Einstieg.
NU E Power nimmt den Energieengpass der KI ins Visier
Der Boom bei KI-Rechenzentren in den USA scheint kein Ende zu nehmen. Nach Berechnungen von Analysten belaufen sich die Investitionen derzeit auf rund 3 % des BIP. Damit ist dieser Boom in der Realwirtschaft sogar noch größer als der Eisenbahnboom des 19. Jahrhunderts, der bislang als die größte Investitionswelle der modernen Geschichte galt. Doch jeder Boom hat seine Engpässe, und beim Ausbau von KI-Rechenzentren ist der wichtigste davon die Energieversorgung. Ein mittelgroßes KI-Rechenzentrum entspricht dabei dem Energieverbrauch einer Kleinstadt oder einfach dem Zehnfachen dessen, was ein Standard-Rechenzentrum ohne die energieintensiven Hochleistungs-Chips von Nvidia verbraucht.
Die Hauptursachen für den Engpass sind Wartezeiten bei Netzanschlüssen, die die regionalen Netzbetreiber überfordern. Hinzu kommen langwierige Prüfungsverfahren und ein alterndes US-Stromnetz, das stellenweise nicht dafür ausgelegt war, Großverbraucher mit enormen Strommengen zu versorgen. Die KI-Branche setzt daher vor allem auf dezentrale Lösungen, um Verzögerungen zu vermeiden. Aus diesem Grund boomt derzeit die Nachfrage nach Gas- oder Solarparks.
NU E Power hat sich auf diese Marktlücke spezialisiert. Der kanadische Energiespezialist konzentriert sich auf die Entwicklung und Bereitstellung von Energieinfrastruktur zur Versorgung von Großverbrauchern wie Versorgungsunternehmen, Industrie und Rechenzentren. Das Unternehmen verfolgt einen kapitalarmen Ansatz. Das Managementteam unter der Leitung von CEO Broderick Gunning identifiziert und sichert frühzeitig geeignete Standorte, begleitet diese Schritt für Schritt durch den Genehmigungsprozess und schließt Netzanschlussverträge ab. Kapital fließt erst, wenn definierte Meilensteine, wie beispielsweise Abnahmeverträge, erreicht sind.
Der Schwerpunkt liegt auf Solar- und Windenergie in Kombination mit Batteriespeichern. Ein Beispiel ist das Hays-Projekt in der Nähe von Taber im Süden von Alberta. Die geplante Solarkapazität beträgt 145 MWac, ergänzt durch ein integriertes Batterie-Energiespeichersystem (BESS) mit 61,5 MW (123 MWh). Im August unterzeichnete das Unternehmen eine unverbindliche Absichtserklärung (LOI) zum Erwerb von 100 % des Projekts. Nach Fertigstellung wäre dies das erste Projekt im vollständigen Besitz des Unternehmens. Der Abschluss der Übernahme steht weiterhin unter dem Vorbehalt von sieben aufschiebenden Bedingungen. Hays verfügt derzeit über keine unterzeichneten Netzanschlussvereinbarungen, Stromabnahmeverträge oder Abnahmevereinbarungen. NU E Power zielt auf Industrieunternehmen und Betreiber von Rechenzentren als Abnehmer ab. Das Unternehmen konzentriert sich zunächst auf Kanada, verfügt jedoch auch über ein Projekt in der Frühphase in der Mongolei.
Die Aktien von NU E Power werden an der CSE in Toronto und an der Tradegate gehandelt. Orders sollten streng begrenzt werden.
Chevron: Es läuft wie geschmiert!
Bei den Aktionären von Chevron herrscht Partystimmung. Die Aktie hat nach dem holprigen Frühjahr und Frühsommer zum Höhenflug angesetzt und liegt dieses Jahr fast 40 % vorn. Wer vor fünf Jahren eingestiegen ist, konnte seinen Einsatz praktisch verdoppeln – die Dividenden noch nicht einmal eingerechnet (in USD).
Rückenwind bekommt der Konzern natürlich vom Ölmarkt. Allerdings hat sich Chevron in der Vergangenheit auch clever aufgestellt. Am Persischen Golf ist man praktisch nicht aktiv. Die größten Förderregionen sind das Perm-Becken in Texas und New Mexico, das Tengiz-Ölfeld in Kasachstan sowie der Golf von Mexiko. Damit ist man in politisch sicheren Regionen positioniert und kann sicherlich auch auf die Rückendeckung aus Washington setzen. Langfristig dürfte man zudem von seinem First-Mover-Vorteil in Venezuela profitieren. Chevron hat als einziger US-Konzern vor Ort bereits im Spätsommer grundlegende Vereinbarungen zum Ausbau seiner Produktion treffen können. So will man über die kommenden 5 Jahre 7 Mrd. USD investieren, um die bestehende Produktion auf 600.000 Barrel pro Tag zu verdoppeln. Daneben wurden im Orinoco-Gürtel neue Förderflächen erworben. Für Chevron hat das schwere Öl aus Venezuela seine Vorteile, denn die US-Golfküsten-Raffinerien des Konzerns sind technisch speziell darauf ausgelegt, dieses Rohöl effizient zu verarbeiten.
Fazit
Shell profitiert von einem starken Raffineriegeschäft, während sein Aktienkurs ein Allzeithoch erreicht hat. NU E Power konzentriert sich auf Solarparks mit integrierten Batteriespeichern zur Versorgung von Industrie und KI-Rechenzentren. Chevron wiederum ist äußerst breit diversifiziert und legt bereits den Grundstein für langfristiges Wachstum in Venezuela.
Interessenskonflikt
Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.
Risikohinweis
Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.
Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.
Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.



