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05.04.2023 | 05:01

Mercedes-Benz, Canadian North Resources, Rheinmetall: Kanada führend für Rohstoff-Versorgung der Elektromobilität

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  • Kanada
Bildquelle: Mercedes Benz Group

Die Energiewende lässt deutsche Autobauer wie Mercedes-Benz und auch Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall die Suche nach kostbaren Metallen weiter ausweiten. Insbesondere der Stuttgarter DAX-Konzern hat sich das Bodenschatz-reiche Land Kanada als Kooperationspartner auserkoren für die garantierte Zufuhr von Nickel, Lithium und Kobalt. Für das Explorer-Unternehmen Canadian North Resources sind solche Abkommen ideal, denn das Unternehmen treibt sein zu 100 % unternehmenseigenes Nickel-, Kupfer-, Kobalt-, Palladium- und Platinprojekt Ferguson Lake voran: die weiteren Bohrungen sind vielversprechend…

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , CANADIAN NORTH RESOURCES INC | CA1364271017 , RHEINMETALL AG | DE0007030009

Inhaltsverzeichnis:


    Mercedes-Benz treibt Direktbeschaffung von Rohstoffen voran

    Mercedes-Benz hat auf seiner Ende März statt gefundenen ESG-Konferenz für Investoren und Analysten seine Entschlossenheit bekräftigt, den CO₂-Fußabdruck zu reduzieren und nachhaltigen Wert für alle Beteiligten zu schaffen.

    Im Gegensatz zu anderen Autobauern liefern die Stuttgarter konkrete Maßnahmen, um ihre Umwelt-, Sozial- und Governance-Verantwortung zu erfüllen: Bis zum Ende des Jahres 2023 wird die neue Batterierecyclingfabrik in Kuppenheim im Süden Deutschlands in Betrieb genommen. Mithilfe eines innovativen mechanisch-hydrometallurgischen Verfahrens wird Mercedes-Benz in der Lage sein, eine Recyclingquote von über 96 % zu erreichen und plant, jährlich mehr als 2.500 t an Batteriemodulen zu recyceln.

    Zusätzlich setzt Mercedes-Benz auf die Verwendung von bilanziell CO₂-neutralen Zellen und Batterien.Der Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, den CO₂-Fußabdruck der Zellen um 40 % zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, fokussiert sich das Unternehmen auf das Kathodenmaterial und setzt auf den Einsatz erneuerbarer Energien bei der Herstellung und Veredelung von Rohstoffen.

    Ein wichtiger Schritt in diese Richtung war die Unterzeichnung eines Vertrags mit dem deutsch-kanadischen Start-up Rock Tech Lithium Inc. im Jahr 2022. Ab 2026 wird das Unternehmen durchschnittlich 10.000 t Lithiumhydroxid liefern – nach einer Qualifizierungsphase.

    Canadian North Resources startet Bohrprogramm für kostbare Metalle zur Energiewende

    Sollte die Qualifizierungsphase für Rock Tech schlecht verlaufen, steht mit Canadian North Resources ein weiterer Kandidat in den Startlöchern, um die wertvollen Rohstoffe für die Elektromobilität nach Europa zu liefern. Canadian North Resources ist ein Explorations- und Erschließungsunternehmen, das sich auf Metalle für die Bereiche saubere Energie, Elektrofahrzeuge, Batterien und High-Tech konzentriert.

    Das Unternehmen fokussiert sich darauf, das Ferguson Lake Projekt voranzutreiben. Dabei handelt es sich um ein Projekt, das zu 100 % in unserem Besitz ist und Nickel, Kupfer, Kobalt, Palladium und Platin umfasst. Es erstreckt sich über eine Fläche von 253,8 km2, die aus Bergbaupachten (96,9 km2) und umliegenden Explorations-Claims (156,9 km2) in der Kivalliq-Region in Nunavut, Kanada, besteht.

    "Wir haben eine weitere 20.000-Meter-Bohrkampagne im Jahr 2023 begonnen, nachdem wir im Jahr 2022 18.144m auf dem Projekt Ferguson Lake erfolgreich abgeschlossen haben", sagt Dr. Kaihui Yang, President und CEO des Unternehmens. "Wir werden uns weiterhin auf die Bohrungstests von hochgradigen Basismetall- und PGM-Zielen entlang des 15 km langen Hauptmineralisierungshorizonts konzentrieren, um die Mineralressourcen zu erweitern und aufzuwerten. Darüber hinaus werden wir das Lithiumpotenzial der umfangreich aufgeschlossenen Pegmatite untersuchen, die auf dem Grundstück Ferguson Lake identifiziert wurden."

    Das aktuelle Bohrprogramm beruht auf den vielversprechenden Ergebnissen des abgeschlossenen Bohrprogramms aus dem letzten Jahr. Die 18.144m, die in 68 Bohrlöchern erreicht wurden, haben die mineralisierten Zonen der aktuellen Mineralressourcenschätzung erweitert. Diese Schätzung zeigt angezeigte Mineralressourcen von 24,3 Mio. t mit einem Gehalt von 0,85 % Kupfer, 0,60 % Nickel, 0,07 % Kobalt, 1,38 g/t Palladium und 0,23 g/t Platin sowie abgeleitete Mineralressourcen von 47,2 Mio. t mit 0,91 % Kupfer, 0,53 % Nickel, 0,06 % Kobalt, 1,4 gpt Palladium und 0,25 gpt Platin. Die Ergebnisse sind äußerst vielversprechend und bestärken das Unternehmen in seinem Vorhaben, weiterhin in die Erschließung dieses vielversprechenden Gebiets zu investieren.

    Rheinmetall - Zulieferer der Elektromobilität mit Strukturkomponenten

    Die Werkstoff- und Handelssparte von Rheinmetall freut sich über drei frische Aufträge zur Herstellung von Strukturkomponenten für Elektrofahrzeuge. Der Auftragswert für den Geschäftsbereich Guss liegt jeweils im zweistelligen Mio. EUR Bereich. Die Produktion der Komponenten beginnt im Jahr 2024.

    Geely, zu dem unter anderem Volvo gehört, hat knapp 200.000 Stoßdämpferhalterungen bestellt. Rheinmetall wird für Geely Stoßdämpfer-Lagersätze und für den neu am Markt erscheinenden Automobilhersteller Jidu Auto weitere Stoßdämpfer-Lagersätze in Sets fertigen.

    Die Business Unit Castings ist ein weltumspannendes Joint Venture von Rheinmetall und HUAYU Automotive Systems Co. Ltd. (HASCO), einer Tochtergesellschaft der chinesischen SAIC-Gruppe. Castings besteht aus zwei großen Unternehmen: KS HUAYU AluTech GmbH in Europa und HASCO KSPG Nonferrous Components (Shanghai) Co., Ltd. (KPSNC) in China. Rheinmetall und SAIC halten jeweils 50 % der Anteile an dem Joint Venture.


    Um wirtschaftlich weiter zu wachsen, holen sich deutsche Dax-Konzerne kanadische Partner mit ans Boot, um in ihren Lieferketten gut versorgt zu sein mit Rohstoffen. Canadian North Resources ist hier ein spannender Kandidat, der dank der weiteren Bohrungen auf zahlreiche Bodenschätze gestoßen ist wie Nickel, Kobalt und Lithium. Die Bohrproben weisen solide Ergebnisse auf, die in naher Zukunft zu einer Förderung und einem Abbau der wertvollen Rohstoffe führen kann. Mercedes-Benz hat als einer der ersten Konzerne konkrete messbare Ziele genannt und nutzt bereits kanadische Rohstoff-Partner in seinem Zulieferer-Netzwerk. Auch Rheinmetall zieht an: drei neue Großaufträge für den chinesischen Markt stärken die Zuversicht der Investoren, mit dieser Aktie im Depot gut aufgestellt zu sein.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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