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10.03.2023 | 05:10

Plug Power und Nordex enttäuschen, Meilenstein bei Manuka Resources

  • Erneuerbare Energien
  • Rohstoffe
  • Lieferketten
Bildquelle: pixabay.com

Der Umstieg zu erneuerbaren Energien wird von Politik und Wirtschaft deutlich beschleunigt, jedoch kämpfen Unternehmen weiterhin mit dem Erreichen ihrer Planziele. Dennoch stimmen die Marktausblicke optimistisch, dass die Transformation zu alternativen Energien weiter an Fahrt gewinnen wird. Einer der Kostenträger sind die hohen Rohstoffkosten, die durch die Sanktionen gegen Russland noch einmal deutlich zulegen konnten. Mit Manuka Resources ist ein noch junger Player am Markt, der die Engpässe beim kritischen Rohstoff Vanadium, der für Energiespeichersysteme benötigt wird, deutlich abfedern könnte.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Manuka Resources Limited | AU0000090292 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554

Inhaltsverzeichnis:


    Nordex rutscht tiefer ins rote Terrain

    Die Rentabilität bleibt weiterhin das Sorgenkind des Hamburger Windkraftanlagenbauers. Höhere Kosten, die gesprengten Lieferketten sowie Produktionsverzögerungen aufgrund eines Cybersicherheitsvorfalls verursachten für das Gesamtjahr 2022 einen operativen Verlust von 244 Mio. EUR, nachdem der Gewinn im Vorjahr noch 53 Mio. EUR betrug. Die Gewinnmarge, die Nordex vorab mit minus 4% prognostizierte, sank noch einmal auf minus 4,3%. Damit lag diese unter den Schätzungen des Analystendurchschnitts. Im Vorjahr stand bei dieser Kennzahl noch ein Plus von 1%.

    Beim Umsatz dagegen wurde ein Wachstum in Höhe von 5,5% auf 5,7 Mrd. EUR verzeichnet, was über den Prognosen der Finanzexperten lag. Bei steigenden Preisen konnte ein guter Auftragseingang von 6,33 GW nach 7,95 GW im Vorjahr mit wachsenden Marktanteilen verzeichnet werden.
    „2022 war wegen der zahlreichen makroökonomischen Gegenwinde ein erneut äußerst schwieriges Jahr für die Hersteller unserer Branche. Unser Team war jedoch trotz dieser Herausforderungen in der Lage, ein solides Auftragsmomentum beizubehalten und die Verkaufspreise deutlich zu steigern, was uns eine gute Basis für das Jahr 2023 bietet. Mittelfristig zeigen die Windmärkte weiterhin großes Potenzial mit der Stärkung der politischen Dynamik für erneuerbare Energien in Europa und den USA. Zusammen mit einer weiteren Stabilisierung des makroökonomischen Umfelds könnte dies den Weg für unser mittelfristiges Margenziel ebnen“, erklärt José Luis Blanco, CEO der Nordex Group.

    Die endgültigen Zahlen vermelden die Hamburger am 31.3.2023. Das Analysehaus Jefferies hat Nordex nach vorläufigen Jahreszahlen auf „buy" mit einem Kursziel von 16 EUR belassen.

    Manuka Resources – Meilenstein beim Vanadium-Projekt

    Die Abhängigkeiten zu China und Russland sind bei vielen kritischen Rohstoffen, die für die Energiewende benötigt werden, enorm. Dies gilt auch für das Industriemetall Vanadium, das für Energiespeichersysteme existenziell ist. Während bei Elektroautos Lithium bevorzugt wird, wird Vanadium bei Großanwendungen der Industrie präferiert. Batterien auf Vanadium-Basis verlieren im Vergleich zu Lithium- Ionen-Batterien deutlich weniger Energien, wodurch die Vanadium Redox Flow-Batterien bei Solar- oder Windkraftanlagen ihre Anwendung finden. Die Nachfrage nach dem kritischen Metall dürfte sich laut Branchenexperten bis 2026 verdoppeln.

    Neben China und Russland könnte Manuka Resources zum wichtigsten Player auf dem Vanadium-Weltmarkt emporsteigen, denn das vor kurzem von Trans-Tasman Resources Limited zu 100% übernommene South-Taranaki-Bight-Projekt (STB) könnte sich zukünftig für 15% der weltweiten Jahresproduktion verantwortlich zeigen. Damit wäre das australische Unternehmen der größte Vanadium-Förderer der westlichen Welt. Für STB wurde bereits eine vorläufige Machbarkeitsstudie erstellt und bisher mehr als 50 Mio. USD investiert. Das Projekt verfügt über eine erteilte Bergbaulizenz und eine außerordentlich große JORC-Ressource von 3,8 Mrd.t.

    Nun wurde eine erste JORC 2012-konforme angedeutete und vermutete Vanadium-Ressource im Umfang von 3,2 Mrd.t mit 0,05 % Vanadiumpentoxid (V2O5) vermeldet. Mit 1,6 Mio.t enthaltenem V2O5 zählt das Projekt damit zu den global größeren erbohrten Lagerstätten. Bei einer angenommenen BFS1-Produktionsrate von 5 Mio.t VTM-Konzentrat pro Jahr würde die jährliche Konzentratproduktion 25.000t V2O5 enthalten. Das Projekt besitzt bereits eine Bergbaulizenz für 5 Mio.t pro Jahr, wobei eine anfängliche Lebensdauer der Mine von 20 Jahren vorgesehen ist. Zudem wurde eine bankfähige Machbarkeitsstudie gestartet.

    Alan Eggers, Executive Director von Manuka und Chairman des VTM-Projekts Taranaki, äußerte sich zu den beeindruckenden Ergebnissen: *„Es besteht ein hinlängliches Verständnis des enormen, kostengünstigen Titanmagnetit-Eisensandpotenzials des VTM-Projekts Taranaki. Obwohl das Vanadiumpotenzial bekannt ist, wurde bislang noch keine Vanadiumressource geschätzt. Die jüngst abgeschlossenen Arbeiten weisen auf eine sehr große Ressource in Bezug auf das enthaltene Vanadium hin, was das Projekt zu einem potenziellen V2O5-Produzenten von Weltformat macht.

    *Diese neuen Arbeiten im Hinblick auf die beiden kritischen Minerale - gewinnbares Vanadium und Titan - bestätigen das Potenzial, die robuste Wirtschaftlichkeit der Eisenerzkomponente des Projekts weiter zu verbessern, wobei die Aussicht besteht, die geschätzten Produktionskosten von 20 bis 24 USD pro Tonne Eisenerzkonzentrat durch beträchtliche Vanadium- und Titanmetall-Nebenproduktgutschriften wesentlich auszugleichen.Die abgeschlossene Vormachbarkeitsstudie (PFS) und die ersten BFS-Arbeiten haben gezeigt, dass die Produktion von Eisenerzkonzentrat kostengünstig ist und die CO2-Emissionen pro Tonne verschifftes Konzentrat weniger als die Hälfte der Kosten anderer Eisenerzkonzentrate weltweit betragen.“**

    Neben der hochgradigen Minerallagerstätte unterhält Manuka Resources zudem zwei aussichtsreiche Bergbauprojekte im Cobar-Basin-Becken mit einer Explorationszone von insgesamt 1.150 qkm. Mit dem Mt. Bobby- Goldprojekt gehört den Australiern eine der historisch reichsten Goldminen des Kontinents, in der in früherer Produktion 500.000 Unzen Gold mit einem durchschnittlichen Gehalt von einer halben Unze pro Tonne Erz abgebaut wurde. Das Wonawinta-Silber-Projekt wiederum besitzt eine Mineralressourcenschätzung von 51 Mio. Unzen und zählt dadurch zu einem der größten Silberproduzenten Australiens. Zudem wurden 200.000t vorhandenes Blei geschätzt. Die Marktkapitalisierung von Manuka Resources liegt trotz der hervorragenden Zukunftsaussichten bei lediglich 17,10 Mio. EUR.

    Plug Power – Neues Jahr, neues Glück

    Ebenfalls mit der Rentabilität zu kämpfen hat der Wasserstoffspezialist Plug Power, der in der vergangenen Woche sein Zahlenwerk zum Gesamtjahr 2022 präsentierte. So lagen die US-Amerikaner neben dem Gewinn auch bei den Erlösen deutlich unter den Prognosen der Analysten. Im Gesamtjahr lag der Umsatz nach mehreren Revidierungen nach unten bei 701,4 Mio. USD. Weiterhin hoch und ein Alarmsignal für Anleger, die wohl im laufenden Geschäftsjahr weitere Verwässerungen in Kauf nehmen müssen, ist die Cash-Burn Rate des Unternehmens. So fiel der Kassenbestand auf 0,69 Mrd. USD, die zügig veräußerbaren Wertpapiern lagen fast unverändert bei 1,33 Mrd. USD.

    In Sachen Ausblick blieb der CEO von Plug Power, Andy Marsh trotz der Verfehlungen weiter standhaft. So sieht dieser für das Gesamtjahr einen Umsatz von 1,4 Mrd. USD voraus. Helfen sollen dabei Aufträge wie die des Energieversorgers Uniper, der Plug Power mit dem Design der Elektrolyseurtechnologie für den Uniper-Standort Maasvlakte im Hafen von Rotterdam beauftragte. Hier plant Uniper den Bau einer Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Die Anlage startet 2026 mit einer anfänglichen Leistung von 100 MW, die bis spätestens 2030 auf 500 MW ausgebaut werden soll. Im Rahmen der Vereinbarung soll Plug Power zehn PEM-Elektrolyse-Module (Proton Exchange Membrane) für das H2Maasvlakte-Projekt liefern, sofern Uniper eine positive finale Investitionsentscheidung trifft. Herausragend für Plug Power war nach Angaben von Uniper der hohe Grad an Standardisierung, Zuverlässigkeit und Flexibilität.


    Nordex und Plug Power enttäuschten bei den vermeldeten Jahreszahlen in Sachen Rentabilität. Manuka Resources vermeldete eine erste angedeutete und vermutete Vanadium-Quelle im Umfang von 3,2 Mrd. t, wodurch die Australier zum größten Produzenten des Westens aufsteigen könnten.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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