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19.02.2024 | 12:06

Rheinmetall, RENK Group, HENSOLDT, Almonty Industries: Neuordnung der Rüstung verspricht Gewinne

  • Rüstungsindustrie
  • Wolfram
  • Verteidigung
Bildquelle: pixabay.com

Am vergangenen Wochenende fand die 60. Münchner Sicherheitskonferenz im Hotel Bayrischer Hof statt. Regierungsvertreter und Sicherheitsexperten aus vielen Teilen der Welt waren zu Gast und haben sich über die geopolitische Lage rund um den Globus ausgetauscht. Im Fokus der Gespräche standen die Entwicklungen in der Ukraine, Israel und Taiwan. Bei den NATO-Mitgliedsstaaten dominierten die Rüstungsthemen. Die europäischen Mitgliedsstaaten müssen die Verantwortung für ihre Verteidigungsaufgaben selbst koordinieren, da die USA sich zukünftig mehr im asiatischen Raum engagieren möchte. Es ist daher kaum verwunderlich, dass die Rüstungsunternehmen Rheinmetall, RENK Group und HENSOLDT zum Wochenstart bei Tradegate zu den am häufigsten gehandelten Aktien zählen. Aber auch der Wolfram-Produzent Almonty Industries kann um mehr als 8 % zulegen, denn das härteste Metall der Erde wird u.a. bei der Rüstung benötigt. Vor dem Hintergrund, dass derzeit rund 85 % des weltweiten Angebotes aus China und Russland kommen und somit die Lieferkette bedenklich für Rüstungsprogramme der NATO-Mitgliedsländer sind, gewinnt das Unternehmen weltweit als Bezugsquelle an Bedeutung. Almonty Industries bereitet derzeit die Inbetriebnahme einer Wolframmine in Südkorea vor, um zukünftig 30 % des Marktanteils außerhalb dieser beiden Länder gewinnen zu können.

Lesezeit: ca. 1 Min. | Autor: Mario Hose
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Rüstung erhöht die Wolfram-Nachfrage

In den kommenden Tagen jährt sich der Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine zum zweiten Mal. Seit der Veränderung dieser geopolitischen Situation in Europa konnten die Rüstungsunternehmen Rheinmetall und HENSOLDT deutliche Kurszuwächse verzeichnen. Vor zwei Wochen gelang dem deutschen Unternehmen RENK Group ein erfolgreicher Börsengang, mit anschließendem Kursanstieg. Ungeachtet dieser Entwicklung konnte die Aktie des Wolfram-Unternehmens Almonty Industries bislang keine besondere Nachfrage an der Börse erleben. Aufgrund der Bedeutung von Wolfram für die Rüstungsindustrie ist es sicherlich nur noch eine Frage der Zeit, bis sich private und institutionelle Investoren intensiver mit Almonty Industries beschäftigen. Die deutsche KfW IPEX-Bank hat die Wolframmine in Südkorea mit einem 80 Mio. USD Kredit finanziert. In diesem Zusammenhang verspricht der Börsenwert von Almonty Industries mit rund 100 Mio. EUR ein entsprechendes Kurspotenzial.

Chart 24 Monate, Vergleich: Almonty Industries, Rheinmetall und HENSOLDT, Stand: 19.02.2024, Quelle: REFINITIV

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Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Kommentar von Mario Hose vom 26.02.2026 | 14:42

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Drei Unternehmen, zwei Rückschläge – und eine strategische Chance. Während Almonty Industries sein Wolfram-Projekt in Südkorea erfolgreich hochfährt und sich als westlicher Rohstoffpfeiler positioniert, durchlebten SAP und Gerresheimer zuletzt schwierige Börsenphasen. Der Cloud-Konzern verfehlte die Quartalsziele deutlich und verlor 17 %, der Pharmaausrüster kämpft trotz boomender GLP-1-Therapien mit dem dritten Umsatzrückgang in Folge. Almonty, SAP und Gerresheimer zeigen exemplarisch, wie unterschiedlich strategische Bedeutung und Marktvolatilität derzeit ausfallen können. Wir analysieren die aktuellen Situationen.

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