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22.05.2026 | 05:00

Wolfram-Markt: High Tech und Waffen treiben die Preise, Bank of America schiebt Almonty Industries an!

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Bildquelle: AI

Chinas Rohstoff-Dominanz, der Zweikampf mit den USA und der Krieg am Persischen Golf verschieben derzeit die geopolitischen Linien. Der Westen muss dringend seine Abhängigkeit bei kritischen Rohstoffen von China reduzieren. Eine vollständige Loslösung ist ohnehin nicht in absehbarer Zeit möglich. Metalle wie Wolfram stehen dabei im Mittelpunkt, denn es ist unabdingbar in der Rüstungsindustrie. Dies gilt nicht nur mit Blick auf Chinas Marktkontrolle, sondern auch der Aufrüstung in Europa. Almonty Industries befindet sich hier in der Pole Position. Die Kanadier betreiben eine der weltweit wenigen Wolfram-Großminen in Südkorea und können als erste für Entlastung und sichere Lieferketten sorgen. Die Analysten der Bank of America haben gerade erst wieder zum Einstieg geraten, denn der große Wachstumsschub bei Umsatz und Gewinnen steht jetzt an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII

Inhaltsverzeichnis:


    China: Magier der Rohstoffmärkte!

    Der Westen wollte keine Minen mehr für Seltene Erden, Wolfram, Antimon oder andere Spezialmetalle. Zu dreckig, zu teuer und zu aufwendig. China hat diese Aufgabe vor Dekaden übernommen, doch nun – im Zweikampf mit den USA – nutzen Beijing diese wichtigen Rohstoffe für High Tech und Militärprodukte, um sich im Handelskrieg zu wehren. Bei Wolfram (engl. Tungsten) ist die Lage besonders prekär. Zum einen ist es praktisch nicht ersetzbar: Das Metall hat mit 3.422 °C den höchsten Schmelzpunkt und weist eine hohe Dichte auf. Dadurch wird es extrem kratzfest und hart, bleibt aber spröde. Dies macht Wolfram perfekt für den Einsatz in der Werkzeug- und Metallindustrie, der Rüstung und der Medizin.
    Zum anderen dominiert China den Markt. Der Marktanteil dürfte je nach Schätzung bei rund 80 % beim Abbau liegen. Dazu kommt ein weiterer Faktor: Zählt man Russland und Nordkorea als nicht-westliche Staaten hinzu, steigt die Kontrolle auf rund 95 %. China hat bereits seit 2025 Exportkontrollen eingeführt. Dazu gehört auch, dass das Land praktisch nicht mehr an westliche Unternehmen liefert, die Dual-use oder Militärprodukte herstellen. Die USA setzen deshalb auf zwei Wege: Zum einen glaubt man an den Wettbewerb und zwingt alle Lieferanten des US-Kriegsministeriums ab 2027 nur noch Rohstoffe zu verwenden, die nicht in einer Lieferkette unter chinesischer Kontrolle gewonnen wurden. Zum anderen nehmen die USA viel Geld in die Hand, beispielsweise 12 Mrd. USD im Projekt „Vault“, um eigene Vorräte an kritischen Rohstoffen aufzubauen.

    Almonty in der Pole Position

    Almonty Industries hat schon deshalb früh auf die Vereinigten Staaten gesetzt. Zwar fährt man seit März die große Mine im südkoreanischen Sangdong hoch. Sie wird laut den Analysten der Bank of America zum großen „Gamechanger“ für das Unternehmen und die Aktie werden. Und sie bleibt auf absehbare Zeit das Herzstück des Unternehmens. Zum anderen haben die Kanadier jüngst ihren Hauptsitz in die Vereinigten Staaten verlegt, um direkt von Vergünstigungen der Regierung zu profitieren. Nicht zuletzt wurde bereits im Herbst vergangenen Jahres das in Montana gelegene Gentung Browns Lake Tungsten Projekt erworben. Aus dem Projekt soll die nächste große Wolfram-Mine von Almonty werden. Das Management peilt bereits für die zweite Jahreshälfte 2026 das Hochfahren der Produktion an.

    Jetzt wird hochskaliert!

    Doch im Hier und jetzt steht vor allem Sangdong im Mittelpunkt. Almonty hat große Investments getätigt, um die historische Mine wieder in Betrieb nehmen zu können. Schon im Dezember fuhren die ersten Trucks Erz zum Aufbereitungslager, seit März 2026 wird auf der Sangdong-Mine produziert. Laut BofA-Analysten wird nun die Ernte eingefahren. Denn jetzt kann Almonty Industries hochskalieren. Dabei zeigte das Unternehmen bereits im ersten Quartal ohne Sangdong ein explosionsartiges Wachstum. So stieg der Umsatz bis Ende März um 221 % auf 25,4 Mio. CAD. Haupttreiber war Portugal, wo man die kleine Panasqueira-Wolframmine betreibt. Zudem arbeitet man operativ nun schon im grünen Bereich, wo man einen Cashflow von 9,7 Mio. CAD meldete – nach einem Verlust im Vorjahresquartal. Der Treiber sind natürlich auch die Preise von Wolfram. Noch zum Jahreswechsel lagen sie unter 1.000 USD je Tonne Ammoniumparawolframat. Inzwischen werden in Rotterdam Preise über 3.000 USD je Tonne bezahlt.

    Wachstumsraten wie bei KI-Firmen

    Die Analysten der Bank of America erwarten, dass das hohe Preisniveau und das Hochfahren der Sangdong-Mine zu einem rasanten Wachstum bei Almonty in den kommenden Jahren führen wird. Bei den Einnahmen rechnet BofA für dieses Jahr mit 670 Mio. CAD, nach nur 33 Mio. CAD im Vorjahr. 2027 soll der Umsatz dann auf 1,32 Mrd. CAD steigen. Genauso wichtig wie das Volumen sind aber auch die Gewinnmargen. So rechnen die Analysten mit einem EBITDA von 597 Mio. CAD für 2026 und einer quasi-Verdopplung auf 1,21 Mrd. CAD im kommenden Jahr. Das entspricht Profitabilitäts-Margen, die man sonst meist nur aus dem Tech-Sektor kennt. Zudem rechnet die Bank damit, dass der Free Cashflow von minus 80 Mio. CAD (2025) auf 405 Mio. CAD (2026) und schließlich 871 Mio. CAD (2027) steigen wird. Dadurch dürfte Almonty Industries schnell die Schulden ab- und eine Netto-Cashposition aufbauen. Diese dynamische Entwicklung hat aber nicht nur mit hohen Marktpreisen zu tun, sondern auch mit der Geologie auf der Sangdong-Mine. So liegt der Erzgehalt bei etwa 0,51 % Wolframtrioxid, was etwa dem Dreifachen des weltweiten Durchschnitts entspricht. Dies ermöglicht Almonty Industries extrem niedrige Produktionskosten pro Tonne.
    Für die Analysten der BofA ist die Aktie von Almonty deshalb ein klarer Kauf („buy“). Das Kursziel setzten sie in der jüngsten Studie auf 23 USD je Aktie hoch. Aktuell steht das Papier bei etwa 17,60 USD und damit bietet sich ein Potenzial von kurzfristig rund 25 %.

    Richtiger Zeitpunkt zum Einstieg?

    Für Anleger bietet sich also jetzt der operativ richtige Zeitpunkt zum Einstieg. Denn schon die Zahlen zum zweiten Quartal werden die Produktion auf Sangdong berücksichtigen und zum Tragen kommen. Hinzu kommt, dass das Material dringender als je benötigt wird. Erst kürzlich hatte der US-Senator Mark Kelly nach einem Pentagon-Briefing die US-Vorräte an Waffen als „ausgeblutet“ und die Situation als „schockierend“ bezeichnet. Die USA müssen nach dem teuren Trumpschen Abenteuer am Golf, das ja immer noch nicht beendet ist, massiv in neue Tomahawk-Bunkerbrecher (bis zu 100 kg Wolfram-Legierung), Patriot-Abwehrsysteme (10 - 24 kg) und SM-3-Abfangraketen (40 - 70 kg) investieren. Und jedes dieser Systeme benötigt massive Mengen an Wolfram.


    Fazit: Almonty Industries steht genau jetzt vor einem Wachstumsschub, wie die Analysten der Bank of America schreiben. Mit dem Hochfahren der Sangdong-Mine in Südkorea dürften die Umsätze und Gewinne explodieren. Mit den Projekten in den USA hat der Konzern zudem die Chance, ab dem kommenden Jahr eine zweite große Wolfram-Mine in Produktion zu bringen!


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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    Stellen Sie sich ein Metall vor, das in jeder modernen Waffe steckt, jeden KI-Chip mit Strom versorgt und dessen Preise sich binnen Jahresfrist versechsfacht haben. Wolfram heißt dieser strategische Rohstoff. China kontrolliert über 80 % davon. Genau hier tut sich eine Lücke auf und Almonty Industries füllt sie systematisch. Die Geschichte des Unternehmens ist keine kurzfristige Wette auf kriegerische Verwicklungen. Almonty Industries wird auch performen, wenn die Kriege auf der Welt zu Ende gehen. Lewis Black hat das Unternehmen geduldig und mit Weitsicht aufgebaut. Nun werden die Früchte dieser Arbeit geerntet.

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    Mitte 2026 könnte es eng werden für die Chipindustrie. Nicht wegen fehlender Fabriken, sondern wegen eines Gases, das kaum jemand kennt: Wolframhexafluorid (WF6). Japanische Zulieferer haben koreanische Halbleiterkonzerne vorgewarnt. Die eigenen Lager reichen nur noch bis in den Sommer. Nicht, weil die Welt am Ende ist. Sondern weil China den Hahn bei Wolfram immer weiter zudreht. Ein Unternehmen ist längst in Stellung gegangen, um die Lücke zu schließen: Almonty Industries. Wer in Wolfram investieren möchte, kommt um diesen strukturellen Lieferanten kaum herum.

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