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26.02.2026 | 05:30

Von Software über Energie bis zum Chip: Warum SAP, Standard Uranium und AMD in keinem KI-Depot fehlen dürfen

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Bildquelle: pixabay.com

Die ökonomische Landschaft durchläuft derzeit eine ihrer tiefgreifendsten Metamorphosen: Künstliche Intelligenz ist 2026 vom Hype-Thema zum harten Wettbewerbsfaktor geworden. Während erste Übertreibungen verblassen, zeichnet sich ein massiver Investitionszyklus ab, der ganze Branchen neu formt. Von der Neuausrichtung globaler Unternehmenssoftware über die Energieversorgung bis hin zur Halbleiterfertigung entstehen derzeit die Fundamente einer neuen Wirtschaftsordnung. Wer frühzeitig die strategischen Positionierungen erkennt, kann an dieser historischen Verschiebung partizipieren. Drei Unternehmen stehen dabei exemplarisch für unterschiedliche Facetten dieser Transformation: SAP, Standard Uranium und AMD.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: SAP SE O.N. | DE0007164600 , STANDARD URANIUM LTD. | CA85422Q1037 , ADVANCED MIC.DEV. DL-_01 | US0079031078

Inhaltsverzeichnis:


    SAP - setzt auf tiefe KI-Integration als Wachstumsmotor

    SAP hat im 4. Quartal gezeigt, dass Künstliche Intelligenz für das Unternehmen weit mehr als nur ein Schlagwort ist. Statt generische KI-Modelle nachträglich aufzuspielen, hat der Konzern seine Assistenten direkt in die Geschäftsprozesse eingebettet. Diese tiefe Verzahnung mit den Unternehmensdaten macht die Systeme für Kunden besonders wertvoll, weil die KI nicht irgendwo im Leeren agiert, sondern mit echtem Kontext gefüttert wird. Die Strategie zeigt Wirkung. In zwei Dritteln aller Cloud-Neuabschlüsse war Business-KI bereits enthalten, und bei den Großkunden waren es sogar 9 von 10 Deals, die KI-Komponenten oder die neue Daten-Cloud beinhalteten.

    Ein Blick auf das operative Geschäft unterstreicht, dass dieser Ansatz nicht nur marketingtechnisch glänzt, sondern handfeste Ergebnisse liefert. Der gesamte Cloud-Auftragsbestand kletterte auf beachtliche 77 Mrd. EUR, ein sattes Plus von 30 %. Diese Zahl ist für Aktionäre besonders aussagekräftig, denn sie verbrieft künftige Umsätze über Jahre hinweg. Gleichzeitig verbessert sich die Marge im Cloud-Geschäft kontinuierlich, weil die Infrastruktur effizienter genutzt wird und die Skaleneffekte greifen. Der freie Cashflow hat sich im vergangenen Jahr fast verdoppelt, was dem Unternehmen erheblichen finanziellen Spielraum verschafft.

    Diesen Spielraum nutzt das Management nun für eine klare Kapitalrückführung. Ein neues Aktienrückkaufprogramm über 10 Mrd. EUR bis Ende 2027 signalisiert, dass der Vorstand den eigenen Wert für unterbewertet hält. Dazu kommt eine ordentliche Dividendenerhöhung. Langfristig profitiert SAP von der migrationswilligen Bestandskundenbasis. Der Support für das alte ECC-System läuft Ende 2027 aus, was tausende Unternehmen zu einem Wechsel in die Cloud zwingt. Wer darauf setzt, dass SAP seine Kunden mit durchdachten KI-Funktionen bei diesem Schritt begleitet, bekommt ein Unternehmen mit stabilen Cashflows und klarer Wachstumsstory. Derzeit ist die Aktie für 164,62 EUR zu haben.

    Standard Uranium – wie das Unternehmen die KI-Revolution nutzt

    Die Energiewende hat einen neuen Treiber, die Künstliche Intelligenz. Die Rechenzentren der Tech-Giganten verschlingen Unmengen an Strom und brauchen ihn rund um die Uhr. Genau hier kommt die Kernkraft ins Spiel, die als einzige kohlenstoffarme Quelle verlässliche Grundlast liefern kann. Von diesem strukturellen Wandel profitiert auch die Explorationsbranche. Standard Uranium sitzt mit seinen Projekten im Athabasca-Becken direkt an der Quelle des begehrten Rohstoffs Uran. Während die Nachfrage durch den KI-Boom langfristig steigt, bleibt das Angebot knapp. Die bestehenden Minen decken gerade mal drei Viertel des Bedarfs. Für gut positionierte Explorer wie Standard Uranium bedeutet dieses Ungleichgewicht, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich Investitionen in neue Entdeckungen auszahlen.

    Was Standard Uranium für Aktionäre besonders interessant macht, ist die durchdachte Struktur. Das Unternehmen setzt auf das Projekt-Generator-Modell. Statt alle 13 Projekte aus eigener Tasche zu finanzieren, holt man sich Partner ins Boot. Auf dem Corvo-Projekt etwa übernimmt Aventis Energy die vollen Kosten von rund 3 Mio. CAD für die aktuelle Bohrkampagne, während Standard Uranium die operative Kontrolle behält. So entsteht ein Hebel. Mit vergleichsweise wenig eigenem Kapital wird ein Vielfaches an Explorationsarbeit geleistet. Die Managementgebühren aus den Partnerschaften decken zudem einen Teil der Verwaltungskosten. Das schont die Kasse und reduziert den Druck für verwässernde Kapitalerhöhungen, ein nicht zu unterschätzender Vorteil in der volatilen Rohstoffbranche.

    Trotz der Risikostreuung durch Partnerschaften bleibt das Flaggschiff Davidson River fest in eigener Hand. Das Projekt liegt eingebettet zwischen den Mega-Entdeckungen von NexGen und Fission. Diese Nachbarschaft weckt hohe Erwartungen. Mehr als 70 km vielversprechende Strukturtrends warten hier auf ihre Erkundung. Die Kombination aus moderner Datentechnik, maschinellem Lernen und erfahrenen Geologen im Team erhöht die Trefferquote bei der Zielauswahl. Während die Partner die Bohrkosten auf anderen Projekten tragen, kann sich das Unternehmen auf die große Chance konzentrieren. Für Investoren entsteht so ein ausgewogenes Profil. Es wird einen kontinuierlichen Newsflow geben durch die 3 geplanten vollfinanzierten Bohrprogramme. Aktuell notiert die Aktie bei 0,12 CAD und kommt damit auf eine Marktkapitalisierung von gerade einmal rund 17 Mio. CAD.

    AMD - strategischer Schachzug

    AMD hat sich mit dem Meta-Deal ein dickes Brett gebohrt. Die mehrjährige Vereinbarung umfasst die Lieferung von Instinct-GPUs mit einer Rechenleistung von insgesamt 6 Gigawatt, beginnend in der zweiten Jahreshälfte 2026 mit maßgeschneiderten MI450-Beschleunigern. Meta erhält leistungsbasierte Optionsscheine auf bis zu 160 Mio. Aktien, die nur bei Erreichen bestimmter Abnahme- und Kursziele fällig werden. Diese Struktur schafft Anreize für eine langfristige Zusammenarbeit, ohne die Aktionäre übermäßig zu verwässern. Die Partnerschaft geht weit über einen simplen Liefervertrag hinaus und verankert AMD tief in der KI-Infrastruktur des Social-Media-Giganten.

    Die finanziellen Kennzahlen untermauern AMDs Positionierung im KI-Markt. Im 4. Quartal 2025 legte der Umsatz um 34 % auf 10,3 Mrd. USD zu, wobei das Rechenzentrumsgeschäft mit einem Plus von 39 % auf 5,4 Mrd. USD die Wachstumslokomotive blieb. Die 5. Generation der EPYC-Prozessoren macht inzwischen mehr als die Hälfte der Server-Umsätze aus und die Nachfrage der Hyperscaler ist so enorm, dass AMD für dieses Segment praktisch ausverkauft ist. Die Zahlen zeigen, dass AMD gleich doppelt vom KI-Boom profitiert, denn die gleichen Hyperscaler-Investitionen treiben sowohl GPU- als auch CPU-Verkäufe.

    AMD durchläuft einen grundlegenden Wandel. Mit den Helios-Rack-Lösungen und der MI450-Serie positioniert sich das Unternehmen nicht mehr nur als Komponentenlieferant, sondern als Anbieter kompletter KI-Infrastruktur. Die Übernahme von ZT Systems und die enge Kooperation mit TSMC sichern Zugang zu modernsten Fertigungskapazitäten. Bei einem erwarteten Umsatzwachstum von über 35 % jährlich und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 20 auf Basis der 2027er-Schätzungen erscheint die Bewertung trotz der jüngsten Kursgewinne keineswegs überzogen. Momentan kostet eine Aktie 213,84 USD.


    Die KI-Transformation formt die Wirtschaft grundlegend neu, und wer jetzt die richtigen strategischen Positionierungen erkennt, kann an diesem historischen Wandel partizipieren. SAP nutzt die tiefe Integration von KI in Geschäftsprozesse als Wachstumsmotor und beschert Aktionären satte Cashflows sowie ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm. Standard Uranium profitiert vom explodierenden Energiebedarf der Rechenzentren und setzt mit seinem Projekt-Generator-Modell im Athabasca-Becken auf einen klaren Hebel bei knappem Uranangebot. AMD wiederum hat sich mit dem Meta-Deal und starken Rechenzentrumszahlen als unverzichtbarer KI-Infrastrukturpartner etabliert.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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