07.10.2026 | 04:45
Aufgepasst! Den nächsten Kurstreiber früh erkennen, diese Meilensteine könnten die Bewertung von Lahontan Gold, Evotec und Deutz bald verändern!
Zuschlagen, bevor die Aktie anspringt! Dabei ist entscheidend, den Auslöser für den nächsten Kursimpuls früh genug zu erkennen. Lahontan Gold arbeitet an der Inbetriebnahme einer historischen Goldmine im US-Bundesstaat Nevada und tätigte zuletzt einen vorteilhaften Zukauf. Die Biotechgesellschaft Evotec kämpft um die operative Wende und um Anlegervertrauen. Deutz baut sein Industriegeschäft um Energie und Verteidigung aus und wächst damit in neue Dimensionen. Was bedeutet das jetzt für Anleger? Wo lauern die attraktivsten Chancen für Stock Picker?
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Carsten Mainitz
ISIN:
LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809 , DEUTZ AG O.N. | DE0006305006
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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Lahontan Gold - Zukauf und PEA im Fokus
Die Kanadier befinden sich derzeit am Übergang vom Projektentwickler zum Goldproduzenten. Im Zentrum steht die ehemals produzierende Santa-Fe-Mine im US-Bundesstaat Nevada. Zwischen 1988 und 1995 wurden hier rund 359.000 Unzen Gold gefördert. Strategisch bedeutsam ist die jüngst bekannt gegebene Fusion mit Emergent Metals. Mit dieser Transaktion wird Lahontan zum vollständigen Eigentümer des West Santa Fe Projekts, eines Satelliten der Hauptliegenschaft Santa Fe. Zudem wächst das Gebiet auf 93 Quadratkilometer an. Bisherige Emergent-Aktionäre sollen rund 4,7 % des kombinierten Unternehmens halten. 2027 plant Lahontan mit dem Bau der Mine zu beginnen.
Die im August veröffentlichte aktualisierte Ressourcenschätzung offenbarte einen Zuwachs um 22 % gegenüber 2024. 1,195 Mio. Unzen Goldäquivalent sind als „angezeigt“, weitere 1,19 Mio. als „geschlussfolgert“ eingestuft. Zusätzlichen Reiz besitzen die alten Haufenlaugungsflächen. Dort wurde bereits gefördertes Material mit einer Lösung behandelt, um Edelmetalle herauszulösen. Neue Untersuchungen prüfen, wie viel verwertbares Gold zurückblieb. Mitte September meldete Lahontan unter anderem 16,5 m mit 2,72 g/t Goldäquivalent. Aussagekräftiger für die bisher untersuchte Fläche ist jedoch der gewichtete Durchschnitt aller Proben aus den ersten zehn Bohrungen, welcher 0,50 g/t betrug.
Der wichtigste kommende Prüfstein ist die aktualisierte vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie, PEA. Die ältere PEA vom Dezember 2024 errechnete mit den damaligen Preisen von 2.705 USD je Goldunze und 32,60 USD je Silberunze einen Nachsteuer-Projektbarwert von 200 Mio. USD. Nun, bei einem Goldpreis von gut 4.000 USD dürfte der neue Projektwert rund 50 % höher liegen. Dem steht momentan ein Unternehmenswert von rund 180 Mio. CAD bzw. 126 Mio. USD gegenüber.
Evotec - Noch keine entscheidenden Impulse
Evotec unterstützt Pharma- und Biotechunternehmen bei der Wirkstoffforschung und der präklinischen Entwicklung. Erlöse entstehen aus Dienstleistungen, Kooperationen und projektabhängigen Zahlungen. Zig Prognosesenkungen verunsichern Anleger seit vielen Quartalen. Die Halbjahreszahlen offenbaren den Handlungsdruck. Der Umsatz gab in der Berichtsperiode um 19,2 % auf 300,1 Mio. EUR nach. Operativ (EBITDA) wurde ein Verlust von 42,7 Mio. EUR erzielt. Nach der jüngsten Prognosekorrektur erwartet Evotec für das Gesamtjahr einen Umsatz von 570 bis 610 Mio. EUR und einen bereinigten EBITDA-Verlust von 70 bis 105 Mio. EUR.
Doch es deutet sich ein möglicher Wendepunkt an. Ein Blick in das Zahlenwerk zeigt, dass der Auftragseingang des Forschungsbasisgeschäfts ohne strategische Partnerschaften im Halbjahr um rund 28 % zulegte. Evotec erwartet stärkere Umsatzbeiträge aus diesem Bereich ab dem vierten Quartal. Das Kosteneinsparungsprogramm Horizon soll zudem die jährliche Kostenbasis bis Ende 2027 um 75 Mio. EUR verbessern.
Ende des dritten Quartals schied Forschungschef Cord Dohrmann aus, damit dreht sich das Personalkarussell weiter. Die Anteilsscheine haben seit Jahresbeginn über 40 % verloren. Erst 2028 erwarten Analysten wieder die Rückkehr in die Gewinnzone. Die Experten formulieren im Durchschnitt ein Kursziel von 4,60 EUR, womit die Aktie über ein Upside von 55 % verfügt.
Deutz – 40 % Upside
Deutz liefert Motoren und Antriebssysteme etwa für Bau- und Landmaschinen, verdient an Wartung und Ersatzteilen und baut dezentrale Energielösungen sowie das Verteidigungsgeschäft aus. Mit der vereinbarten Übernahme des militärischen Fahrzeuganbieters FFG wird sich das Geschäftsprofil deutlich verändern. Das angekündigte Transaktionsvolumen beträgt rund 1,6 Mrd. EUR, bezahlt wird mit Geld und neuen Aktien. Im September nahm Deutz durch die Ausgabe von rund 15,3 Mio. neuen Papieren zu 11,70 EUR brutto rund 179 Mio. EUR ein. Die Aktienzahl erhöhte sich dadurch um 10 %.
Die Anteilsscheine haben seit Jahresbeginn um gut 30 % zugelegt. Analysten bescheinigen dem Titel ein Aufwärtspotenzial von fast 40 % in den kommenden 12 Monaten. Das KGV für das laufende Jahr fällt mit 15,2 moderat aus und verbessert sich mit 9,3 wesentlich für 2027. Durch die FFG-Akquisition dürften sich die Zahlen in Zukunft weiter verbessern. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 10,7 % auf 1,12 Mrd. EUR. Das bereinigte EBIT erhöhte sich um 43,1 % auf 79,7 Mio. EUR.
Fazit
Eine überzeugende PEA könnte der Aktie von Lahontan Gold positive Impulse verleihen. Die Road Map bis zur Wiederaufnahme der Produktion umfasst weitere Trigger. Evotec ist die Wette auf eine Erholung, deren wichtigste Belege stehen jedoch noch aus. Deutz wächst durch die FFG-Übernahme in neue Dimensionen. Analysten sind bullish.
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