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25.02.2026 | 05:00

Der Apple-Moment der strategischen Metalle: Wie Almonty Industries die westliche Souveränität sichert und Glencore und Rio Tinto nacheifert

  • Wolfram
  • Markstellung
  • Apple
  • Sangdong
  • Wolframmarkt
Bildquelle: KI

Die Bergbauindustrie durchläuft eine Phase, die man als „Apple-Moment“ der strategischen Metalle bezeichnen könnte. Ähnlich wie Apple vor zwei Jahrzehnten durch die Kombination von proprietärer Hardware und geschlossener Software-Architektur eine neue technologische Ära einläutete, besetzt Almonty Industries heute eine Schlüsselposition für die industrielle und militärische Souveränität der NATO. Während der Fokus der Öffentlichkeit lange Zeit auf der Digitalisierung lag, rücken nun kritische Rohstoffe ins Zentrum der geopolitischen Machtarchitektur. Wolfram ist in diesem Kontext für die moderne Rüstungs- und Halbleiterindustrie so unverzichtbar geworden, wie das Betriebssystem für Smartphones.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , GLENCORE PLC DL -_01 | JE00B4T3BW64 , RIO TINTO LTD | AU000000RIO1

Inhaltsverzeichnis:


    Auch Glencore und Rio Tinto fingen klein an

    Die Entwicklung heute etablierter Weltkonzerne wie Rio Tinto oder auch Glencore illustriert das Potenzial, das aus der Kontrolle über kritische Ressourcen erwachsen kann. Glencore begann als agiles Handelshaus, bevor es sich durch Zukäufe zum Produzenten mauserte. Rio Tinto wurde 1873 durch ein Konsortium unter der Leitung von Hugh Matheson gegründet, das eine einzelne, marode Mine in der spanischen Provinz Huelva für 3,68 Mio. GBP erwarb und durch Investitionen in die Infrastruktur immer weiter entwickelte. Am Ende wurde das Unternehmen zu einem globalen Akteur der Branche. Almonty befindet sich heute an einem ähnlichen Punkt, an dem diese Bergbau-Titanen einst starteten und nutzt sein einzigartiges technologisches Know-how zur Revitalisierung historischer Vorkommen.

    Almonty und die strategische Bedeutung der Sangdong-Mine

    Mit der Wiederinbetriebnahme der Sangdong-Mine in Südkorea kontrolliert Almonty ein Weltklasse-Asset, das die globalen Lieferketten für strategische Metalle neu ordnet. Die Qualität der Lagerstätte ermöglicht aufgrund des hohen Erzgrades eine Kostenführerschaft, die das Unternehmen befähigt, in direkte Konkurrenz zu asiatischen Produzenten zu treten. Prognosen zufolge hat das Projekt das Potenzial, bis zu 40 % des gesamten Wolfram-Bedarfs außerhalb Chinas zu decken. Durch diese enorme Produktionskapazität in einer sicheren, demokratischen Jurisdiktion, reduziert Almonty die Abhängigkeit der westlichen Industrie von asiatischen Exporten drastisch. Hinzu kommen Produktionskosten, die bei rund der Hälfte der chinesischen Konkurrenz liegen.

    Das geopolitische Umfeld für Wolfram ist durch eine grundlegende Verknappung des Angebots geprägt. China, das historisch über 82 % der weltweiten Produktion kontrollierte, hat den Export von Dual-Use-Gütern eingeschränkt, was im Jahr 2025 zu einer Preisexplosion und „Hamsterkäufen“ in der Branche führte. Die Vereinigten Staaten haben auf diese Entwicklung reagiert und Wolfram als verteidigungskritisches Material eingestuft. Ein US-weites Verbot von chinesischem Wolfram ab dem Jahr 2027 zwingt Konzerne wie Rheinmetall oder Sandvik dazu, ihre Beschaffungsstrategien umgehend auf verlässliche westliche Partner umzustellen.

    Wolfram als unverzichtbarer technologischer Flaschenhals

    Wolfram weist einzigartige physische Eigenschaften auf, darunter einen Schmelzpunkt von 3.422 °C und eine Dichte, die nahezu identisch mit der von Gold ist. Diese Charakteristika machen das Metall in kritischen industriellen und militärischen Anwendungen nahezu unersetzbar. In der Halbleiterindustrie ist Wolfram für die Herstellung von Kontakten und Verbindungen in Mikrochips zwingend erforderlich. Der beschleunigte Aufbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz treibt die Nachfrage nach hochreinen Wolfram-Produkten an, was laut den Analysten von Research Nester das Marktwachstum stützt.

    Parallel dazu treibt die Energiewende den Bedarf in neuen Segmenten wie Lithium-Wolfram-Batterien, die eine signifikante Steigerung der Zyklenfestigkeit im Bereich der Elektromobilität versprechen. Die globale Marktgröße für Wolfram wächst laut Research and Markets von 6,12 Mrd. USD im Jahr 2025 auf voraussichtlich 9,62 Mrd. USD bis 2030 an. Almonty ist der einzige Akteur, der in diesem Zeitfenster signifikante neue Kapazitäten in stabilen Jurisdiktionen wie Südkorea und den USA in Betrieb nimmt. In einer Zeit der strukturellen Rohstoffknappheit agiert das Unternehmen somit nicht mehr als reines Bergbauunternehmen, sondern als strategische Versicherung der westlichen Welt.

    Operative Exzellenz und ein gutes Gespür schaffen eine einzigartige Marktstellung

    Die finanzielle Dimension der Kontrolle von Zukunftsmetallen zeigt sich an aktuellen Zahlen von Rio Tinto. Der Konzern meldete für das Jahr 2025 ein bereinigtes EBITDA von 25,4 Mrd. USD, was primär durch Rekordproduktionen bei Kupfer und Bauxit sowie durch operative Effizienzprogramme getrieben wurde. Die Parallelen zwischen Almonty und der frühen Entwicklungsphase von Unternehmen wie Glencore und Rio Tinto manifestieren sich in der strategischen Weitsicht des Managements. CEO Lewis Black positioniert das Unternehmen an der Schnittstelle zwischen einer hochwertigen Lagerstätte und dem immensen Rückenwind durch die aktuelle Weltlage. Durch die Reaktivierung der Sangdong-Mine sowie des Gentung-Browns-Projekts in Montana ist Almonty zur richtigen Zeit am richtigen Ort – eine Ausgangslage, die sich zunehmend auch im Kurschart von Almonty bemerkbar macht.

    Die Almonty-Aktie kennt kein Halten - wie viel wird der unangefochtene Monopolist noch wert?

    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 08.10.2026 | 05:00

    Wolfram-Versorgungskrise: Wie Almonty die Rüstungslieferketten neu ordnet – Rheinmetall braucht verlässliche Quellen, Tungsten West bekommt Förderung

    • Wolfram
    • Markt
    • Rüstung
    • Exportstopp
    • Lieferketten

    Vorgaben des US-Verteidigungsministeriums zwingen die westliche Industrie bei kritischen Rohstoffen zum Umdenken: Ab Januar 2027 untersagen die US-Beschaffungsvorschriften den Einsatz von Wolfram chinesischen Ursprungs in Wolframpulvern, Schwerlegierungen und daraus gefertigten Rüstungskomponenten und verlangen den lückenlosen Herkunftsnachweis bis zur Förderstätte. China kontrolliert laut US Geological Survey rund 80 % der weltweiten Minenproduktion und ist durch Exportkontrollen zuletzt bei Wolframmetall und -erz sogar zum Nettoimporteur geworden. Damit steht die Rüstungsbranche vor einem akuten Versorgungsengpass. Produzenten außerhalb Chinas setzen alles daran, die Lieferketten für westliche Abnehmer dauerhaft abzusichern. Als führendes Wolfram-Unternehmen punktet vor allem Almonty mit aussichtsreichen Projekten und einer vollen Pipeline.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 06.10.2026 | 04:00

    Rohstoffe im Turbo-Modus! Ein Vermögen verdienen mit BHP, Rio Tinto und Almonty, hingegen setzt Critical Metals auf Grönland

    • Kritische Rohstoffe
    • Wolfram
    • Grönland
    • Strategische Metalle
    • Seltene Erden

    Es sind schon fast tektonische Verschiebungen, welche Anleger derzeit an der Börse erleben. Explodierende Energie- und Rohstoffpreise und überschießende Zinsen, die es seit 7 Jahren nicht mehr in dieser Höhe zu sehen gab. Der Osten gibt sich protektionistisch, der US-dominierte Westen zeigt sich gezielt angriffslustig. In diesem kapitalistischen Imperialismus tiefer Taschen gesellen sich territoriale Ansprüche des US-Präsidenten gegenüber der unter Dänemark verwalteten Kolonie Grönland. Alles Tendenzen die über das klassische Mining-Geschäft hinausreichen und an den Terminbörsen für viel Unruhe sorgen. Die geopolitische Bruchlinie verläuft quer durch die Arktis, wo Grönland dank gigantischer Lagerstätten wie dem Tanbreez-Projekt im Fokus des Pentagon und westlicher Sicherheitsbehörden steht. China kontrolliert nach wie vor weite Teile der globalen Lieferkette, doch das strategische Abkommen zwischen Washington und Kopenhagen baut eine mächtige Barriere auf. Zeitgleich schießen die Wolframpreise auf dem Weltmarkt explosionsartig in die Höhe und übertreffen in ihrer Dynamik fast alle anderen kritischen Mineralien. Das unverzichtbare Industriemetall, das für die Rüstungsindustrie und den AI-Chip-Sektor elementar ist, leidet unter drastischen Exportbeschränkungen. Diese Lieferengpässe treiben westliche Abnehmer an den Rand der Verzweiflung. Ein wildes Potpourri aus Größenwahn, Panik und Säbelrasseln. Wo liegen die Chancen für nervenstarke Anleger?

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    Kommentar von Tarik Dede vom 28.09.2026 | 04:59

    Marktführer unter sich: Die Aktien von ASML, Albemarle und Almonty Industries im Fokus!

    • Weltmarktführer
    • ASML
    • Almonty Industries
    • Albemarle
    • Chips
    • Wolfram
    • Lithium

    Echte Weltmarktführer dominieren und kontrollieren ihr Geschäft und halten sich die Konkurrenz vom Leib. Manchmal sind die hohen Marktanteile Folge einer einzigartigen Technologie wie bei ASML. Oder sie sind Folge eines jahrelangen Aufbaus eines Geschäfts, um zu einem wichtigen Player zu werden, wie beispielsweise bei Almonty Industries und Albemarle. Doch auch diese Unternehmen bzw. ihre Aktien litten im Laufe des Sommers unter der hohen Unsicherheit an den Aktienmärkten. Von einstigen Rekordpreisen sind sie derzeit ein gutes Stück entfernt. Für strategisch orientierte Investoren bieten sich dadurch Chancen. Wir blicken heute deshalb auf die Papiere von ASML, Albemarle und Almonty Industries.

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