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21.10.2026 | 05:22

Explosive Mischung! Millionenaufträge, Mondmissionen und Übernahmefantasie – das befeuert aktuell die Kurse von Zefiro Methane, OHB und Steyr Motors!

  • Umweltverschmutzung
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Bildquelle: pixabay.com

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Zefiro Methane

Ein Auftragsbestand von rund 40 Mio. USD aus staatlich finanzierten Projekten, Studien für eine europäische Mondinfrastruktur und ein angekündigtes Übernahmeangebot. Diese News aus den Reihen der Spezialisten bewegen die Kurse und liefern reichlich Gesprächsstoff. Zefiro saniert alte Bohrungen und hat sich zum Hidden Champion in den USA in einem Markt mit einem Volumen von rund 500 Mrd. USD gemausert. OHB entwickelt Raumfahrtsysteme und sitzt auf einem Auftragsbestand von über 3 Mrd. EUR, neue Aufträge kündigen sich an. Steyr ist Spezialist für Dieselmotoren für militärische, maritime und industrielle Anwendungen. Das weckt Begehrlichkeiten auf gedrücktem Kursniveau. Nun bietet ein Aufkäufer 39 EUR je Anteilsschein. Welche Aktie macht das Rennen?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: Zefiro Methane Corp | CA98926D1069 , STEYR MOTORS AG | AT0000A3FW25 , DE0005936124

Inhaltsverzeichnis:


    Zefiro: Volle Auftragsbücher

    Über die operative US-Tochter Plants & Goodwin werden alte Öl- und Gasbohrungen untersucht, dauerhaft verschlossen und Standorte wiederhergestellt. Auftraggeber sind staatliche Stellen und private Unternehmen. Hinzu kommen Emissionsmessungen und perspektivisch die Entwicklung handelbarer Emissionsgutschriften. Ziel ist, den unterschätzten Klimakiller Methan in den Griff zu bekommen. Hierfür stehen in den Vereinigten Staaten mittlerweile viele Milliarden USD zur Verfügung.

    Die jüngste Unternehmensmeldung unterstreicht den hohen und planbaren Auftragsbestand. Die Kanadier beziffern diesen auf rund 40 Mio. USD aus staatlich finanzierten Projekten zur Versiegelung stillgelegter Öl- und Gasbohrungen. Davon sollen bereits im laufenden Quartal rund 4,9 Mio. USD umgesetzt werden, der Großteil der verbleibenden Aufträge entfällt auf 2027 und 2028. Die Verträge sichern dem Umweltdienstleister planbare Umsätze bis Juni 2029.

    Zusätzliche Kapazität schafft die im Mai abgeschlossene Übernahme der Ausrüstung von Viking Well Service für 4,3 Mio. USD. Fünf weitere Anlagen und die Expansion in fünf zusätzliche US-Bundesstaaten sollen nach Unternehmensangaben ungefähr 10 Mio. USD zusätzlichen Jahresumsatz ermöglichen. Entscheidend sind die Auslastung der Geräte und insbesondere verfügbare Mannschaften.

    Ein weiterer wichtiger Wachstumstreiber entsteht rund um neue Energieinfrastruktur. Zefiro berichtet von einer steigenden Anzahl privater Aufträge und einem zunehmenden Fokus auf Energieprojekte für Rechenzentren. Hier ist Zeit Geld. Im gebrochenen Geschäftsjahr, welches per Ende Juni endete, legte der Umsatz um 31,1 % auf 42,5 Mio. USD zu. Die Bruttomarge verbesserte sich von 23 % auf 29,2 %. Das bereinigte EBITDA erreichte 3,8 Mio. USD. Unter dem Strich blieb jedoch ein Verlust. Anlaufkosten der erweiterten Flotte und neue Projekte erweisen sich kurzfristig noch als Belastungsfaktoren.  

    Die Position als Hidden Champion in einem Markt, den Experten auf rund 500 Mrd. USD schätzen, ermöglicht den Kanadiern organisches und anorganisches Wachstum. Die Experten des Research-Hauses GBC erwarten deutlich wachsende Umsätze und Gewinne und empfehlen die Aktie mit einem Kursziel von 2,15 CAD zum Kauf. Aktuell notieren die Anteilsscheine bei 0,60 CAD, womit die Gesellschaft rund 65 Mio. CAD oder umgerechnet 46 Mio. USD auf die Börsenwaage bringt.

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    OHB: Kurzes Kursfeuerwerk

    OHB entwickelt Satelliten, Raumfahrtsysteme und Komponenten für Trägerraketen, hinzu kommen Betrieb und Datendienste. Zuletzt beauftragte die Europäische Weltraumorganisation ESA eine Tochtergesellschaft des Raumfahrt- und Technologiekonzerns mit Machbarkeitsstudien und Vorentwürfen für künftige Mondexplorationsmissionen. Ziel ist die Entwicklung einer Infrastruktur, die wissenschaftliche Experimente und technologische Demonstrationen langfristig auf der Mondoberfläche ermöglichen und unterstützen soll.

    Die Aktie honorierte dies mit einem Kurssprung von zwischenzeitlich über 10 %, wobei der Zuwachs wieder schnell verpuffte. Im ersten Halbjahr erzielte OHB 600,1 Mio. EUR Umsatz. Die Gesamtleistung, die weitere Positionen wie Bestandsveränderungen einschließt, betrug 627,9 Mio. EUR. Das bereinigte EBITDA stieg um 31 % auf 60,4 Mio. EUR, der Auftragsbestand erreichte 3,3 Mrd. EUR. Für 2026 erwartet der Vorstand rund 1,4 Mrd. EUR Gesamtleistung und eine bereinigte EBITDA-Marge von 10,5 bis 11 %.

    OHB besitzt industrielle Tiefe und stellt mit der aktuellen Beauftragung eine hohe technologische Position und Kompetenz unter Beweis. Analysten bescheinigen dem Titel durchschnittlich ein Upside von 50 %.

    Steyr Motors: 39 EUR in bar werden geboten

    Steyr Motors liefert Spezialmotoren für militärische Fahrzeuge, Boote und Hilfsaggregate. Zusätzliche Chancen bieten unbemannte Systeme, mobile Energieversorgung und das durch die BUKH-Akquisition erweiterte Marinegeschäft.

    Im ersten Halbjahr lagen die Umsätze mit 22,8 Mio. EUR lediglich etwa auf Vorjahresniveau. Wegen verzögerter öffentlicher Beschaffungs-, Genehmigungs- und Abnahmeprozesse konnten geplante Umsätze von rund 10 Mio. EUR nicht realisiert werden. Das EBIT lag bei minus 1,1 Mio. EUR, nach plus 3,4 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum, bereinigt erreichte die Kennzahl lediglich 0,1 Mio. EUR.  Im August senkte das Management deshalb den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr auf ein Plus von 15 bis 25 % beim Umsatz und auf eine EBIT-Marge von 8 bis 12 %.

    Positiv hebt sich der Auftragsbestand ab, der zum Halbjahr rund 310 Mio. EUR betrug und bis 2030 reicht. Er umfasst unter anderem Aufträge für Militärboote sowie einen Rahmenvertrag mit KNDS über rund 500 Motor-Generator-Einheiten bis 2034. Dieses mittelfristige Potenzial hat die Entwicklung der Aktie in den letzten Monaten nicht widergespiegelt.

    Die Red-Cat-Tochter SMOT Acquisition kündigte ein freiwilliges Barangebot über 39 EUR je Aktie an, was einem deutlichen Aufschlag entspricht. Die Mindestannahmeschwelle beträgt 50 % plus eine Steyr-Aktie.  Vorbehaltlich regulatorischer Freigaben rechnet die Gesellschaft mit einem Abschluss der Transaktion im ersten Halbjahr 2027. Die B&C Holding Österreich GmbH, die rund 15 % der Steyr-Aktien hält, hat sich verpflichtet, das Übernahmeangebot für alle von ihr gehaltenen Steyr-Aktien anzunehmen.

    Fazit

    Der hohe Auftragsbestand des Hidden Champions Zefiro erhöht die Planbarkeit. Weitere Übernahmen würden das Wachstumstempo nochmals steigern. Analysten machen hohes Kurspotenzial aus. OHB verfügt über eine breitere industrielle Basis und eine erstklassige technologische Position und Kompetenz. Sind 39 EUR angesichts der guten Mittelfristperspektive wirklich genug für eine Steyr-Aktie? Es bleibt spannend.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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