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20.08.2026 | 04:28

Gold wieder im Bullenmodus: Lahontan Gold, G Mining Ventures und Equinox Gold im Fokus!

  • Lahontan Gold
  • G Mining Ventures
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Bildquelle: Gemini

Der Goldpreis hat in den vergangenen Wochen eine formidable Rally hingelegt. Der Preis stieg um fast 10 %, nachdem die Notiz wochenlang um die Marke von 4.000 USD rang. Die USA haben mit ihrer Yen-Intervention gezeigt, dass sie einen schwachen Greenback bevorzugen. Zudem blieb die Federal Reserve zuletzt neutral. Inzwischen scheint der Markt voll auf steigende Edelmetallpreise zu setzen. An manchen Tagen konnte Gold zulegen, obwohl die Renditen der US-Staatsanleihen stiegen. Sehr ungewöhnlich! Für Anleger bedeutet das, sich auf die kommenden Jahre vorzubereiten. Wer an einen steigenden Goldpreis glaubt, setzt sein Geld auf Goldaktien. Wir blicken heute deshalb auf die Papiere von Lahontan Gold, G Mining Ventures und Equinox Gold.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: EQUINOX GOLD CORP. NEW | CA29446Y5020 , LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , G MINING VENTURES CORP | CA36270K1021 | TSX: GMIN

Inhaltsverzeichnis:


    Lahontan Gold: Ressource wächst kräftig!

    Mit Siebenmeilenstiefeln geht es bei Lahontan Gold voran. Das kanadische Unternehmen will die historische Goldmine Santa Fe in Nevada in Produktion bringen. Derzeit laufen schon die Genehmigungsverfahren, um 2027 mit dem Bau des Bergwerks zu beginnen.
    Nun hat das Unternehmen eine aktualisierte Ressourcenschätzung vorgelegt. Die tagebauoptimierte Gesamtressource liegt 22 % über der vorherigen Studie. Das entspricht einem Plus von 435.000 Unzen Goldäquivalent. Die angezeigte Ressource (indicated) entspricht nun 1,195 Mio. Unzen Goldäquivalent und weist einen reinen Goldgehalt von 0,72 g/t auf. Die abgeleitete Ressource (inferred) kommt auf 1,190 Mio. Unzen Goldäquivalent mit 0,61 g/t. Wichtig ist dabei, dass die Hauptlagerstätte, das Santa Fe Deposit, bei der Ressource um 26 % zulegen konnte.
    Die Ressourcenstudie ist das Ergebnis der umfangreichen Bohrarbeiten seit 2021. Sie umfasst insgesamt 136.515 Bohrmeter. Mit weiteren Explorationsarbeiten kann die Ressource noch vergrößert werden, was langfristig die Minenbetriebsdauer verlängert. Mit diesen Daten im Rücken arbeitet nun Lahontan Gold auf die Vorlage einer vorläufigen, wirtschaftlichen Bewertung (PEA) des Vorkommens hin. Sie wird von den unabhängigen Gutachtern KCA und RESPEC ausgearbeitet. Gründerin und CEO Kimberly Ann sagte, dass die PEA die Optionen für einen günstigen Tagebau und eine Heap-Leach-Verarbeitung (Haufenlaugung) überprüfen werde.
    Lahontan Gold will 2027 den Übergang vom Developer zum Goldproduzenten schaffen. Man profitiert bei den Baukosten von der etablierten Infrastruktur in Nevada, dem mit Abstand größten Goldförderer der USA. Auf Santa Fe wurden bereits zwischen August 1988 und 1995 etwa 359.202 Unzen Gold und 702.067 Unzen Silber im Tagebau gefördert. Lahontan will diese Geschichte nächstes Jahr fortschreiben. Die Aktie reagierte an der Heimatbörse in Toronto positiv auf die Ressourcenstudie und legte um mehr als 7 % zu. Aktuell kommt das Unternehmen auf einen Börsenwert von rund 160 Mio. CAD. Das ist fair für einen Developer. Allerdings dürfte nun ein Re-Rating des Titels stattfinden, weil der Produktionsstart immer näher rückt. Damit sollten mittelfristig ganz andere Bewertungen ins Spiel kommen.

    G Mining Ventures: Auch hier machen die Kosten sorgen!

    G Mining Ventures ist einer der Shooting-Stars der vergangenen Jahre im Goldsektor. Dahinter steckt die berühmte Familie Gignac aus Québec. Vater Louis Gignac ist ein renommiertes Mitglied der Canadian Mining Hall of Fame und Gründer von G Mining Services. Sein Filius Louis-Pierre Gignac ist CEO und Präsident von G Mining Ventures. Mit diesem Know-how im Rücken baute das Unternehmen in einer Rekordzeit von knapp unter zwei Jahren die erste Mine des Unternehmens: die Tocantinzinho-Goldmine im Bundesstaat Pará in Brasilien. Die Mine nahm im Jahr 2024 die kommerzielle Produktion auf und bildet bis heute das operative Fundament des Unternehmens.
    Doch die Pläne der Familie Gignac sind weit größer. Derzeit befindet sich die zweite Goldmine von G Mining Ventures im Bau, Oko West in Guyana. Das Land im Norden Südamerikas soll zum Hub des jungen Konzerns werden. Vor wenigen Wochen schloss man die Übernahme des Nachbarn G2 Goldfields erfolgreich ab. Daraus könnte ein ganzer Gold-Distrikt entstehen. Konsolidiert soll die Produktion im Tagebau und später als Untertage-Mine rund 500.000 Unzen Gold pro Jahr im Konzern erreichen. In Guyana will G Mining Ventures in der zweiten Jahreshälfte 2027 das erste Gold gießen.
    Im Hier und Jetzt sind aber auch die Quartalszahlen spannend. Und die waren gut! Der Umsatz legte auf 157,1 Mio. USD zu, ein Plus von 21 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Unterm Strich verdiente das Unternehmen 72 Mio. USD oder 0,30 USD je Aktie. Der Goldproduzent verfügt per Ende Juni über 226 Mio. USD an Barmitteln und Äquivalenten und eine Netto-Cash-Position von 193 Mio. USD.
    Die Goldproduktion selbst lag bei 36.845 Unzen im Q2, 16 % mehr als im Q1. Allerdings spürt G Mining Ventures wie die gesamte Branche die global anziehende Inflation, dazu kamen ein erstarkter brasilianischer Real sowie royalty-bezogene Mehrkosten durch den gestiegenen Goldpreis. Die All-In Sustaining Costs (AISC) lagen mit 1.690 USD je Unze 345 USD über dem Q2 2025. Das Management rechnet für 2026 mit einer Produktion von 160.000 bis 190.000 Unzen. Bei den Kosten will man im Gesamtjahr bei 1.330–1.544 USD je Unze landen. Immer noch ein niedriger Wert, aber mehr als zu Jahresanfang erwartet.

    Equinox Gold: Wieder in der Spur!

    Nach dem extrem starken Ausverkauf der Aktie von Equinox Gold im Frühjahr geht es nun wieder langsam aufwärts. Das Papier hatte die Hälfte seines Wertes verloren, deutlich mehr als die Branche. Doch zuletzt ging es sowohl mit dem Aktienkurs als auch operativ wieder aufwärts. Im zweiten Quartal profitierten die Kanadier vom Hochlauf der neuen Minen Greenstone und Valentine sowie der Portfolio-Restrukturierung. Der Umsatz legte auf 769,8 Mio. USD zu und unterm Strich verdiente das Unternehmen 230,6 Mio. USD bzw. 0,29 USD je Aktie. Beim Nettogewinn entspricht das fast einer Verzehnfachung gegenüber dem Vorjahresquartal. Bilanziell steht Equinox gut da: Die Netto-Cash-Position beträgt 214 Mio. USD, die Gesamtliquidität mehr als 1,2 Mrd. USD.
    Die Goldproduktion lag bei 176.836 Unzen Gold, die Kosten erreichten 2.175 USD je Unze (AISC), was vor allem an den Hochlaufphasen der neuen Minen lag. Normalerweise sollten die AISC in den nächsten Quartalen sinken. Im Gesamtjahr peilt das Management eine Produktion von 870.000 bis 920.000 Unzen Gold an. Mittelfristig soll diese durch eigene Projekte auf über 1,9 Mio. Unzen Gold anwachsen.
    Mit dem anziehenden Goldpreis sollte Equinox im dritten Quartal liefern können und vielleicht ist sogar eine Überraschung drin. Es bleibt das technische Risiko beim Hochfahren der neuen Minen.


    Fazit: Lahontan Gold ist auf dem Weg zum Produzenten. Den nächsten Schub könnte die Aktie mit der Vorlage der PEA erhalten. Equinox hat sich im zweiten Quartal gefangen, das Hochlaufen der neuen Minen funktioniert bisher und auch die Aktie hat die Korrektur beendet. G Mining Ventures strebt nach Großem in Südamerika. Rücksetzer der Aktie sind Chancen für ein langfristiges Portfolio.


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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