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05.05.2026 | 05:20

So nutzen Sie zwei der größten Krisen unserer Zeit – dank Novo Nordisk, MustGrow Biologics und Bayer

  • Novo Nordisk
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Bildquelle: pixabay.com

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

Während die Welt gegen eine Adipositas-Epidemie kämpft, die Novo Nordisk zur Kassenmaschine gemacht hat, droht ein möglicher Iran-Konflikt die globalen Agrarlieferketten zu zerreißen. Mehr als 2,5 Mrd. Menschen sind zu schwer, gleichzeitig könnten kriegsbedingte Düngerausfälle Ernten vernichten. Zwei scheinbar gegensätzliche Krisen treffen aufeinander - medikamentöse Lösungen gegen die Fettleibigkeit hier, biologische Pflanzenschutzmittel gegen Hungersnöte dort. Genau in diesem Spannungsfeld bewegen sich drei Unternehmen, die unterschiedliche Ansätze verfolgen: Novo Nordisk, MustGrow Biologics und Bayer.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: NOVO NORDISK A/S | DK0062498333 , MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 | TSXV: MGRO , OTCQB: MGROF , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017

Inhaltsverzeichnis:


    Novo Nordisk - mit Innovation gegen die Adipositas-Epidemie

    Der dänische Pharmakonzern setzt alles daran, seine Therapien einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Wegovy ist bereits ab 149 USD pro Monat für Selbstzahler erhältlich. Das ist eine deutliche Senkung gegenüber früheren Preisen. Parallel dazu arbeitet Novo Nordisk mit der Telehealth-Plattform Hims & Hers zusammen, um Patienten den Zugang zu erleichtern. Ein Vorstoß der FDA gegen unautorisierte Compounder-Apotheken könnte zudem den Markt für billige Nachahmerprodukte austrocknen. Das würde dem Unternehmen helfen, die Kontrolle über seine Marke zurückzugewinnen.

    Die Zukunft der Adipositas-Behandlung liegt in Tabletten und Novo Nordisk ist hier gut positioniert. Die orale Version von Wegovy kam im Dezember 2025 auf den US-Markt und verzeichnete einen starken Start. Eine höhere Dosierung mit 7,2 mg wurde bereits zur Zulassung eingereicht. Zudem zeigt die Pipeline mit CagriSema vielversprechende Ansätze. Die Kombination aus Semaglutid und Cagrilintid erzielte in Studien eine Gewichtsabnahme von fast 23 %. Novo Nordisk bleibt damit trotz starkem Wettbewerb ein zentraler Akteur.

    Trotz schrumpfender Margen generiert Novo Nordisk weiterhin beachtliche Cashflows. 2025 belief sich der freie Mittelzufluss auf knapp 5 Mrd. USD. Das ermöglicht eine Dividendenrendite von aktuell 4,3 % sowie ein neues Aktienrückkaufprogramm. Parallel investiert der Konzern massiv in die Forschung, unter anderem in vielversprechende Medikamente gegen seltene Krankheiten wie Hämophilie. Diese Diversifikation reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Wirkstoffen und schafft ein stabiles Fundament für die kommenden Jahre. Derzeit ist die Aktie für 37,46 EUR zu haben.

    MustGrow Biologics - TerraSante™ als Wachstumsmotor

    MustGrow Biologics hat die Weichen für ein fokussierteres Geschäftsmodell gestellt. Mit der Schließung des kanadischen Vertriebszweigs NexusBioAg im April 2026 beendet das Management ein margenschwaches Experiment mit Drittprodukten. Der Befreiungsschlag lenkt alle Ressourcen auf das eigene Senf-basierte Produkt TerraSante™, einen Biofertilizer. Dessen US-Verkäufe schnellten 2025 um 377 % auf 0,6 Mio. CAD hoch, und die Prognosen legten sogar um fast 600 % zu. Wiederholungskäufe großer Farmen belegen, dass das Produkt im Feld überzeugt, nicht nur im Labor. Nicht umsonst war das Produkt ausverkauft.

    Dank einer Kapitalerhöhung über 2 Mio. CAD im Januar 2026 sowie einer staatlich garantierten Kreditlinie im zweistelligen Millionenbereich über die CIBC, die von der kanadischen Export Development Canada (EDC) abgesichert wird, schreitet der Ausbau der Produktionskapazitäten voran. Statt eigener Werke setzt MustGrow auf asiatische Auftragshersteller, die nun von diskontinuierlichen Chargen auf effiziente Großserien umstellen. Das dürfte die Bruttomargen spürbar heben. Das ist der entscheidende Hebel, um die starke Nachfrage endlich zu bedienen. Schließlich blieben 2025 Auftragsvorhersagen im Wert von etwa 1 Mio. CAD unerfüllt. Das ist ärgerlich, aber ein gutes Problem.

    Die jüngste Zulassung in Georgia, einem der größten US-Produzenten für Erdnüsse, Pekannüsse und Heidelbeeren, erweitert das US-Gebiet auf sieben Bundesstaaten. Parallel treibt Bayer im EMEA-Raum die Registrierung von TerraMG, ein Bio-Pflanzenschutz gegen bodenbürtige Krankheiten und Schädlinge, voran und investiert dafür zweistellige Millionenbeträge auf eigenes Risiko. MustGrow partizipiert an Meilensteinzahlungen und künftigen Lizenzen, ohne eigene Kosten tragen zu müssen. Mit zusätzlichen Tests in den Niederlanden und Australien zeichnet sich ab, dass die Senf-Technologie bald auch außerhalb Nordamerikas Fuß fassen könnte. Das Potenzial ist da, jetzt zählt die Umsetzung. Aktuell notiert die Aktie bei 0,57 CAD.

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    Bayer - die nächsten Wochen für Anleger entscheiden

    Die Agrarsparte bleibt das größte Risiko. Über 60.000 offene Glyphosat-Klagen lasten auf Bayer, und der angebotene Sammelvergleich über 7,25 Mrd. USD ist noch nicht in trockenen Tüchern. Bis zum 4. Juni müssen die Kläger entscheiden, ob sie das Angebot annehmen oder lieber individuell weiterprozessieren. Analysten werfen Bayer vor, das Ultimatum bewusst als Hebel zu nutzen, um vor der Supreme-Court-Entscheidung möglichst viele Vergleiche einzutüten. Tut sich zu wenig, bleibt der Konzern auf Jahre in der Kostenfalle.

    Jetzt kommt der Supreme Court ins Spiel. Am 27. April verhandelten die Richter im Fall „Monsanto v. Durnell“, ob Bundesrecht die Warnhinweisklagen einzelner Bundesstaaten aushebeln kann. Ein Urteil wird Ende Juni erwartet und könnte den Rechtsstreit grundlegend drehen. Gewinnt Bayer, wären schätzungsweise 80 % der anhängigen Verfahren betroffen. Verliert der Konzern, drohen weitere Milliardenbelastungen. Die Richter zeigten sich in der Anhörung gespalten, ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen mit enormen finanziellen Folgen für die Leverkusener.

    Die Zahlungen der Vergleiche müssten von Bayer vorfinanziert werden. Für 2026 wird ein negativer freier Cashflow von minus 1,5 - 2,5 Mrd. EUR erwartet. Die Dividende bleibt daher auf dem gesetzlichen Minimum von 0,11 EUR je Aktie und das vorerst für 3 Jahre. Parallel treibt der Konzern den Umbau der Agrarsparte voran. Mit Plonexos kam ein Insektizid auf den Markt, das Nützlinge schont. Ziel ist eine Marge im mittleren Zwanziger-Prozentbereich bis 2029. Bis dahin sind die juristischen Auseinandersetzungen der Crop Science Sparte hoffentlich vorbei. Momentan kostet die Aktie 38,28 EUR.


    Die zwei Krisen, die Adipositas-Epidemie und die drohenden Agrar-Lieferkettenstörungen, erfordern ganz unterschiedliche Antworten. Novo Nordisk generiert trotz Margendrucks hohe Cashflows und treibt mit oralen Wirkstoffen sowie CagriSema die nächste Innovationswelle in der Adipositas-Therapie voran. MustGrow Biologics fokussiert sich mit TerraSante™ auf ein skalierbares, biologisches Pflanzenschutzmittel, das dank starker Wiederholungskäufe und Bayer-Partnerschaft wachsen kann. Bayer hingegen kämpft mit Glyphosat-Klagen und negativem Cashflow, während ein Supreme-Court-Urteil Ende Juni über seine Agrarzukunft entscheiden wird.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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