30.07.2026 | 05:30
Verpassen Sie nicht den nächsten Sprung nach oben bei Gold: Setzen Sie auf Newmont, Desert Gold und Agnico Eagle
Anleger blicken gebannt auf das gelbe Edelmetall, dessen Kurs zuletzt unter Druck war, sich aber oberhalb von 4.000 USD stabilisieren konnte. Der fundamentale Nährboden für weiter steigende Notierungen bleibt intakt. Zentralbanken kaufen weiter lieber Gold als USD, geopolitische Verwerfungen treiben den Sicherheitsbedarf und die Aussicht auf sinkende Leitzinsen ist traditionell gut für den Goldpreis. Gleichzeitig sorgt eine robuste physische Nachfrage bei stagnierender Förderung für Angebotsverknappung. Dieses Umfeld sorgt für eine positive Stimmung, insbesondere bei den Produzenten. Ein Blick auf die aktuelle Situation von Newmont, Desert Gold und Agnico Eagle zeigt, wer von diesem Rückenwind am stärksten profitieren könnte.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , AGNICO EAGLE MINES LTD. | CA0084741085
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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Newmont – mit strategischer Weichenstellung
Newmont hat im 2. Quartal 2026 bewiesen, dass das Geschäftsmodell auch bei operativen Herausforderungen funktioniert. Der freie Cashflow erreichte mit 2,2 Mrd. USD einen neuen Bestwert, während der bereinigte Gewinn je Aktie mit 2,10 USD die Analystenschätzungen übertraf. Entscheidend ist, dass das Unternehmen die hohen Goldpreise nutzt, um die Bilanz weiter zu stärken. Die Nettoliquidität von 3,4 Mrd. USD und der starke operative Cashflow von 2,9 Mrd. USD schaffen Spielraum für strategische Investitionen. Die Produktion ging zwar auf 1,29 Mio. Unzen zurück, doch die finanziellen Kennzahlen zeigen, wie sich Preissteigerungen direkt in die Margen übersetzen.
Die Förderung litt unter seismischen Ereignissen in der Cadia-Mine und geringeren Erzgehalten bei mehreren Standorten. Cadia ist seit Mitte Juni wieder auf Normalniveau, und das Management bestätigte die Jahresprognose von rund 5,3 Mio. Unzen. Die All-in Sustaining Costs lagen mit 1.621 USD je Unze weiterhin unter der Jahreszielmarke. Zwar zeichnet sich im 3. Quartal ein Kostenanstieg durch höhere Ölpreise und Investitionen in die Substanz ab, doch die Hebelwirkung bleibt intakt. In der zweiten Jahreshälfte soll die Produktion stärker werden, wobei das 3. Quartal ähnliche Mengen wie Q2 liefern soll.
Das Unternehmen treibt seine Entwicklungspipeline konsequent voran. Das Red-Chris-Projekt erhielt wichtige Genehmigungen für den Übergang zum Untertageabbau und könnte die Kupfer-Exposition deutlich ausbauen. Parallel schreitet die Erschließung von Ahafo North, Tanami und Cerro Negro voran. Die Kapitalrückführung bleibt ein zentrales Element. Seit Programmstart im April flossen 2,4 Mrd. USD in Aktienrückkäufe, weitere 3,6 Mrd. USD stehen bereit. Die Dividende wurde mit 0,26 USD je Aktie bestätigt. Die Kombination aus solider Bilanz, strategischem Investitionsprogramm und konsequenter Aktionärsorientierung macht das Papier trotz operativer Volatilität attraktiv. Für langfristig orientierte Anleger bietet sich hier ein gutes Einstiegsniveau.
Desert Gold – vor Produktionsstart
Die Erschließungsarbeiten auf dem Barani-East-Gelände in Mali nehmen merklich an Fahrt auf. Das Unternehmen hat rund 52.000 qm für die Prozessanlage und Logistikflächen freigeräumt. Die erste Grundwasserbohrung läuft bereits, nachdem eine geophysikalische Kampagne über 15 Messlinien 13 Zielpunkte identifizierte. Die hydrogeologischen Bedingungen zwischen 60 und 90 Metern Tiefe gelten als günstig. Parallel dazu erfolgte die technische Abnahme der 200 t pro Tag Gravitationsanlage in China. Sechs Container mit der Ausrüstung sowie einem 650-kVA-Generator sind seit Ende April auf dem Seeweg. Die Goldproduktion soll noch im zweiten Halbjahr beginnen.
Neben den Baufortschritten läuft das Explorationsprogramm auf Hochtouren. Mitte April startete ein RC-Bohrprogramm über 4.250 m, das sich auf 5 Prioritätsziele konzentriert, darunter Koussili, Gourbassi West North und die Barani-Lücke. Ziel ist es, bekannte Mineralisierungen in der Tiefe und entlang des Streichens zu erweitern und strukturell kontrollierte Zonen zu erschließen. Die bestehende Ressourcenbasis des SMSZ-Projekts umfasst derzeit 310.300 Unzen in der gemessenen und angezeigten Kategorie sowie 769.200 Unzen abgeleitete Ressourcen. Die laufende Kampagne zielt darauf ab, diese Basis zu vergrößern und neue Entdeckungen in unmittelbarer Nähe zur geplanten Mine zu machen.
Parallel hält Desert Gold mit dem Tiegba-Projekt in der Elfenbeinküste einen ungetesteten Trumpf bereit. Eine historische Anomalie erstreckt sich über 4 mal 2 km und wurde nie erbohrt. Ein Treffer dort würde das Unternehmen von einem reinen Mali-Player zu einem regional diversifizierten Produzenten wandeln. Das Management hält rund 10 % der Aktien. Mit dem bevorstehenden Produktionsstart in Mali und den parallelen Bohrungen ergeben sich zwei Perspektiven. Entweder die eigenständige Wertschöpfung durch operativen Cashflow oder eine strategische Übernahme durch einen der benachbarten Branchenakteure.
Agnico Eagle - kurzfristige Turbulenzen, langfristige Chancen
Der Goldproduzent Agnico Eagle sieht sich im Sommer 2026 mit einer gemischten Lage konfrontiert. Während das 1. Quartal Rekordgewinne brachte, sorgt eine Gesteinsbewegung im Barnat-Tagebau für operative Turbulenzen. Die Produktion im zweiten Halbjahr 2026 dürfte um 60.000 bis 80.000 Unzen sinken, mittelfristig sind jährliche Ausfälle von bis zu 150.000 Unzen möglich. Die jüngste Kursschwäche hat jedoch auch andere Gründe. Neben dem gefallenen Goldpreis belastet eine zuvor ambitionierte Bewertung. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis lag über dem eigenen Fünfjahresdurchschnitt. Steigende Zinsen und ein fester US-Dollar dämpfen zusätzlich die Nachfrage nach dem Edelmetall.
Parallel treibt Agnico Eagle die Expansion in Finnland voran. Drei Übernahmen im Central Lapland Greenstone Belt wurden abgeschlossen, wodurch das Unternehmen eine zusammenhängende Fläche von fast 2.500 qkm konsolidiert. Die Vision ist eine Produktionsplattform von rund 500.000 Unzen pro Jahr, mehr als doppelt so viel wie in Kittilä. Die Ikkari-Lagerstätte birgt bereits 3,5 Mio. Unzen an Reserven und könnte die Unternehmensbilanz deutlich stärken. Die strategische Ausrichtung erinnert an den erfolgreichen Erwerb von Kittilä in den frühen 2000er Jahren, nun aber im größeren Maßstab.
Die finanzielle Basis bleibt robust. Agnico verfügt über eine Nettoliquidität von rund 2,2 Mrd. USD und die geringsten Gesamtkosten aller großen Produzenten. Die Dividende liegt bei 0,45 USD, parallel laufen Aktienrückkaufprogramme im Volumen von bis zu 2 Mrd. USD. Die Produktionsprognose für 2026 von 3,3 bis 3,5 Mio. Unzen wurde bestätigt. Analysten von Jefferies sehen in der jüngsten Schwäche eine attraktive Gelegenheit, da sie das Chance-Risiko-Verhältnis der Aktie als zunehmend günstig bewerten und die strategische Neuausrichtung langfristig als wertsteigernd betrachten.
Die Goldrally bleibt intakt – der fundamentale Mix aus Zentralbankkäufen, geopolitischer Unsicherheit und sinkenden Zinsen stützt den Preis dauerhaft oberhalb von 4.000 USD. Newmont überzeugt mit hohem freiem Cashflow und konsequenter Aktionärsrückführung, trotz operativer Förderrückgänge. Desert Gold steht unmittelbar vor dem Produktionsstart in Mali und bietet neben operativem Cashflow zusätzliches Übernahmepotenzial. Hinzu kommt die „kostenlose“ Elfenbeinküste Option. Agnico Eagle kämpft mit kurzzeitigen Förderausfällen, doch die finanzielle Stärke und die Expansion in Finnland eröffnen langfristig Perspektiven. Anleger sollten die unterschiedlichen Risikoprofile abwägen. Chancen bieten sich bei allen drei Werten.
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