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14.12.2022 | 05:05

Bayer, BioNTech, Auxico Resources: 200% Kursplus möglich?

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Bildquelle: Bayer AG

Mit der niedriger als erwarteten Inflation in den USA hat die Jahresendrallye Fahrt aufgenommen. Könnte die Rezession vielleicht doch ausfallen oder zumindest nur kurz andauern? Dies würde dem Aktienmarkt wohl auch im kommenden Jahr Auftrieb geben. Wir schauen uns heute drei Aktien mit Potenzial an die von globalen Trends profitieren und weniger von der Entwicklung in Deutschland. Bei Bayer hat sich Bernstein Research als Super-Bulle geoutet. So soll das weltweite Agrargeschäft weiter stark laufen. Auxico Resources positioniert sich als Händler von Seltenen Erden und kritischen Rohstoffe. Im kommenden Jahr sollen die Erlöse deutlich anspringen und die Aktie könnte sich Analysten zu Folge verdreifachen. BioNTech könnte aus dem seit Anfang 2022 andauerndem Seitwärtstrend endlich ausbrechen. Der neue Kombi-Impfstoff und die Krebs-Pipeline machen Hoffnung.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , AUXICO RESOURCES CANADA | CA05334L1094 , PFIZER INC. DL-_05 | US7170811035

Inhaltsverzeichnis:


    Auxico-Aktie vor Verdreifachung?

    Auxico Resources hat sich auf den Handel mit Seltenen Erden und kritischen Rohstoffe spezialisiert. Durch Partnerschaften in Afrika und Südamerika – oft mit Staatsunternehmen – hat sich das kanadische Unternehmen Lizenzen auf den Zugriff auf über 4 Mio. metrische Tonnen gesichert. Nach eigenen Angaben ist man damit einer der führenden Anbieter außerhalb Chinas. Der Vorteil eines Händlers gegenüber klassischen Minenunternehmen: Der Kapitalbedarf ist deutlich niedriger. Nach der Aufbauphase im laufenden Jahr, erwartet das Unternehmen in 2023 deutlich Einnahmen. „Auxico ist positioniert, um einer der wichtigsten Lieferanten von kritischen Rohstoffen und Seltenen Erden für die globale Wirtschaft zu werden“, sagte Auxico-CEO Frederick Kozak auf der virtuellen Investorenkonferenz IIF in der vergangenen Woche (zum Vortrag). Auxico erwartet Provisionserträge in Höhe von 10 bis 18 Mio. CAD im kommenden Jahr. Da die Kosten im Handel überschaubar sind, sollte eine hohe Marge realistisch sein. Das Unternehmen wird derzeit mit 30 Mio. CAD bewertet.

    Da verwundert es nicht, dass Analysten für 2023 deutliches Kurspotenzial sehen. Das auf Rohstoffunternehmen spezialisierte Researchhaus Hallgarten sieht ein Kursziel für die Aktie von Auxico von 1,48 CAD. Derzeit notiert die Aktie bei 0,42 CAD. Damit besteht das Potenzial einer Verdreifachung. Unter anderem sehen die Analysten ein Ende des Preisverfalls bei Zinn. Der Überflieger- Rohstoff der letzten Jahre ist in 2022 von über 50.000 USD auf fast 20.000 USD pro Tonne abgestürzt. In den letzten Monaten hat sich der Kurs jedoch gefangen und befindet sich inzwischen bei rund 26.000 USD wieder im Aufwärtstrend.

    Passend dazu hat sich Auxico durch ein Joint-Venture kürzlich weitere Mengen hochwertigen Zinns in Kolumbien gesichert. Diese Vereinbarung stellt eine beträchtliche Menge Zinn und eine potenziell neue nachhaltige Einnahmequelle für das Unternehmen dar. Ziel ist es, monatlich mindestens 100 Tonnen hochwertiges Zinn mit einem durchschnittlichen Zinngehalt von mehr als 65% zu exportieren. Der Start könnte bereits Ende Dezember 2022 erfolgen.

    Bayer-Aktie auf 96 EUR?

    Die Aktie von Bayer gehört im Jahr 2022 zu den Lichtblicken im DAX. Allerdings scheint die Marke von 55 EUR derzeit das Limit zu sein. Doch geht es nach Bernstein Research sind im kommenden Jahr deutlich höhere Kurs drin. So haben die Analysten ihre Empfehlung "Outperform" für den DAX-Konzern erneuert. Im Agrargeschäft würden die Leverkusener von der fundamental starken Lage im Bereich von Soja und Mais profitieren. Daher nennen sie ein Kursziel für die Bayer-Aktie von 96 EUR. Ein solchen Kursniveau hat die Aktie zuletzt 2018 gesehen. Damit ist Bernstein der Bulle unter den Bayer-Analysten. Berenberg und Jefferies trauen dem Wertpapier immerhin noch 70 EUR zu. Doch auch dies entspricht immerhin einem Kurspotenzial von über 30%. Bei der Bank of America sind es nur 10%. Für die Analysten ist die Bayer-Aktie eine Halteposition, da die Preise im Pharmabereich voraussichtlich nicht so stark angehoben werden können, wie es aufgrund der hohen Inflation nötig wäre. Entsprechend dürften die Margen sinken. Daher lautet ihr Kursziel 58 EUR.

    BioNTech fortscht auch in Mainz an Krebs-Impfstoffen. Quelle: BioNTech AG

    BioNTech: Gelingt der Ausbruch?

    Analysten haben sich schon seit einigen Wochen nicht mehr zu BioNTech geäußert. Die Aktie hat sich davon aber nicht bremsen lassen. Derzeit notiert sie bei rund 165 EUR und unternimmt damit einen neuen Versuch aus dem seit Jahresanfang andauernden Seitwärtstrend auszubrechen. Die Chancen für einen Ausbruch stehen nicht schlecht. Zum einen ist der von BioNTech und US-Partner Pfizer entwickelte Kombinationsimpfstoff gegen COVID-19 und Grippe von der US-Arzneimittelbehörde FDA zum beschleunigten Zulassungsverfahren zugelassen worden. Zuvor wurde bereits mit der Phase-1-Studie begonnen. In dieser sollen Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität des kombinierten Influenza-COVID-19-Impfstoffkandidaten bei gesunden Erwachsenen untersucht werden. Und dann arbeiten die Mainzer natürlich auch noch ihre Krebs-Pipeline ab. Dort sollte es im kommenden Jahr einen starken Newsflow geben. Die Pipeline umfasst derzeit 19 Produktkandidaten in 24 laufenden klinischen Studien. Für 2023 hat BioNTech neue Daten aus bis zu 10 klinischen Studien angekündigt.


    Bei Bayer, BioNTech und Auxico Resources spricht einiges für steigende Kurse. Bei Bayer wird derzeit das Glyphosat-Problem ausgeblendet und die Hoffnung liegt auf einen starken Agrargeschäft. Wenn BioNTech weiter mit positiven Studienergebnissen glänzt, sollte auch der Kurs wieder glänzen. Und dann gibt es ja auch noch die Gerüchte, dass man mit dem COVID-19-Impstoff doch noch in China zum Zug kommen könnte. Auxico Resources könnte zu einer der Überraschungs-Aktien des kommenden Jahres werden. Der Händler hat einen niedrigen Kapitalbedarf und höhere Rohstoffpreise – gerade, wenn eine globale Rezession ausfallen sollte – treiben den Gewinn überproportional.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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