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23.07.2026 | 04:15

Quartalszahlen und gefährliche Lock-Ups! Alphabet, SpaceX, IBM und Strategic Resources im Fokus

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Bildquelle: Pixabay

Der Reigen um die Gunst der Anleger ist wieder ausgebrochen. Denn die großen Tech-Titel liefern ihre Q2-Ergebnisse. Aufmerksame Investoren haben es bereits bemerkt: Ein Verfehlen der Erwartungen wird mit herben Kursverlusten bestraft. Der Computer-Riese IBM hatte vor 2 Wochen eine kleine Umsatzwarnung formuliert, prompt erlitt die Aktie mit 25 % Minus den größten Einbruch der jüngeren Geschichte. Gestern lieferten Alphabet und IBM dann die endgültigen Zahlen zum Quartal. Wir hatten vor Redaktionsschluss nur die Möglichkeit auf die Schätzungen zu blicken. Beachtlich auch der Sinkflug der allseits erwarteten SpaceX-Aktie. Entgegen den Prophezeiungen von Unternehmensgründer Elon Musk, bald das wertvollste Unternehmen der Welt zu werden, sank der Titel erstmalig unter den IPO-Preis von 135 USD. Es ist viel los – keine Zeit für eine Ruhephase. Wie formulierte es Michael Douglas alias Gordon Gecko im Hollywood-Klassiker „Wall Street“ 1987 so passend: „Money never sleeps!“

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: STRATEGIC RESOURCES INC | CA86277X4093 | TSXV: SR , IBM | US4592001014 , SPACE EXPLORATION TECHNOLOGIES CORP | US84615Q1031 | NASDAQ: SPCX , ALPHABET INC.CL C DL-_001 | US02079K1079 , ALPHABET INC.CL.A DL-_001 | US02079K3059

Inhaltsverzeichnis:


    Alphabet und SpaceX – Der Börsengang liefert 100 Mrd. USD in die Bilanz

    Es war ein Jahrhundert-Börsengang: SpaceX startet mit 135 USD oder einem Markt-Buchwert von 1,8 Billionen USD! Als der Google-Mutterkonzern Alphabet im Jahr 2015 gemeinsam mit dem Finanzriesen Fidelity für rund eine Milliarde USD bei Elon Musks Raumfahrtunternehmen einstieg, ahnte kaum jemand die heutigen Dimensionen. Durch die jüngste Fusion von SpaceX mit der KI-Schmiede xAI besitzt Alphabet nun einen bereinigten Anteil von rund 4,9 % am Gesamtkonzern. Angesichts der aktuellen Bewertung von atemberaubenden 1,7 Billionen USD katapultiert diese Beteiligung ihren Buchwert in Alphabets Bilanz auf ein Niveau von 82 Mrd. USD. Dieser gigantische Vermögenseffekt könnte bereits beim jüngsten Quartalsbericht für massive, positive Verzerrungen beim Nettoergebnis des Tech-Riesen sorgen.

    Doch die enorme Bewertung steht schon bald einer harten Zerreißprobe auf dem freien Markt gegenüber. Denn neben Alphabet sitzen namhafte Schwergewichte wie Sequoia Capital, Founders Fund und T. Rowe Price als Großaktionäre im selben Boot. Für all diese frühen Wegbegleiter tickt nun unerbittlich die Uhr, da die Verkaufsbeschränkungen zum Börsengang für weitere 10 % des Kapitals zeitnah ablaufen. Die erste, kritische Lock-Up-Frist endet exakt zwei Handelstage nach dem SpaceX-Quartalsbericht, am Donnerstag, den 6. August 2026. An diesem Tag werden auf einen Schlag rund 911,5 Millionen Aktien von Altinvestoren und Mitarbeitern für den regulären Handel freigegeben. Weitere große Tranchen folgen gestaffelt in den kommenden sechs bis zwölf Monaten, um einen unkontrollierten Kursabsturz zu verhindern. Für Investoren markiert der August somit den Moment der Wahrheit, an dem sich zeigt, ob der Markt diese monumentale Welle an Aktienpapier ohne Blessuren verdauen kann. Interessant dürfte darüber hinaus sein, wie die Alphabet-Aktionäre mit den schwebenden Sondergewinnen umgehen. Rein bewertungstechnisch ist Alphabet doppelt so groß wie SpaceX. Selten ist Börse so spannend!

    IBM – Wieder auf dem Niveau von 2024 angekommen

    Ein weiterer Tech-Riese hat gestern Zahlen vorgelegt. Interessanterweise hatten Analysten nach der Gewinnwarnung vom 14. Juli die Schätzungen nicht sehr stark von 3,02 auf 2,93 USD zurückgenommen. Die unbereinigte Schätzung nach Rechnungslegung (GAAP) lautet auf rund 2,27 USD. Da die nackten Zahlen im Grunde bekannt sind, fokussieren sich Trader beim anstehenden Konferenzaufruf primär auf den Ausblick für das zweite Halbjahr. Im Gesamtbild ist „Big Blue“ nun auf dem Bewertungsniveau von 2024 angekommen. Positiv fällt auf: Der Bollinger-Chart sendet über die technischen Indikatoren bereits Stabilisierungs-Signale im RSI und in der Stochastik, jetzt warten Investoren nur noch auf das Momentum. Fundamental notiert IBM bei einem Kurs von ca. 210 USD bei einem 2027e KGV von 16,3. Das maßgeblichere Kurs-Umsatz-Verhältnis ist mit 2,3 im Vergleich der letzten 5 Jahre eher im unteren Bereich angesiedelt. Analysten auf der Plattform LSEG errechnen ein Kurspotenzial von knapp 25 % bis auf 262 USD. Vielleicht setzt nach den Zahlen eine Stabilisierung ein, frei nach dem Motto: „Buy on bad news!“

    Der IBM-Chart gibt Anlass zur Hoffnung, denn allein die „Reverse tot he Mean“-Regel impliziert Kursziele um 260 USD. Quelle: LSEG Refinitiv vom 22.07.2026

    Strategic Resources – Die nordamerikanische Lieferkette für Metalle im Fokus

    Von HighTech zu HighTech-Enablern! Wer die Lieferketten für moderne Technologien nicht im Blick hat, schätzt die aktuelle Situation womöglich falsch ein. Denn während sich die globale Stahlindustrie mit Milliardeninvestitionen auf CO2-arme Produktionsverfahren ausrichtet, gewinnen kritische Metalle zunehmend strategische Bedeutung. Westliche Regierungen wollen China am liebsten eliminieren, doch das dürfte noch eine gehörige Zeit in Anspruch nehmen. An dieser argumentativen Schnittstelle positioniert sich Strategic Resources mit einem integrierten Geschäftsmodell, das weit über die klassische Rohstoffförderung hinausgeht. Herzstück ist das BlackRock-Projekt in Québec, dessen rund 128 Mio. Tonnen umfassende Lagerstätte Eisen, Vanadium und Titan in einer seltenen geologischen Kombination vereint.

    Der erste Entwicklungsschritt sieht den Bau einer Pelletieranlage im Tiefseehafen Port Saguenay mit einer Jahreskapazität von 4 Mio. Tonnen DR-Grade-Pellets vor, welche speziell für moderne Elektrolichtbogenöfen und künftig auch wasserstoffbasierte Direktreduktionsanlagen ausgelegt sind. Dank günstiger Wasserkraft, Hafenanbindung und Pipelinezugang verfügt der Standort über außergewöhnliche Kostenvorteile und passt ideal in die nordamerikanische Strategie zum Aufbau unabhängiger Lieferketten für kritische Rohstoffe. Alimentiert ist das Projekt durch einen Zehnjahresvertrag mit Javelin Global Commodities einschließlich einer Kreditlinie von bis zu 150 Mio. USD, während die Société Générale an einer Projektfinanzierung von rund 300 Mio. USD arbeitet. Zu den größten Anteilseignern zählen mit Orion Mine Finance und Investissement Québec zwei finanzstarke Partner, die das industrielle Entwicklungskonzept absichern.

    IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk im Gespräch mit CEO Sean Cleary über den bevorstehenden Aufbau der Förderanlage in Québec. Hier geht´s zum Video.

    https://youtu.be/ha8A2-FPIwk

    Ergänzend verfolgt Strategic Resources gemeinsam mit Tyfast Energy den Aufbau einer nordamerikanischen Lieferkette für Vanadiumoxid in Batteriequalität, das in besonders langlebigen und schnellladefähigen Hochleistungsbatterien für Bergbau-, Industrie- und Verteidigungsanwendungen eingesetzt werden soll. Und auch in Europa sucht man nach Rohstoffen: Es handelt sich um das finnische Mustavaara-Projekt, dessen Vanadium-Magnetit-Konzentrat für das 17 Mio. EUR schwere Forschungsprogramm FutSteel zur wasserstoffbasierten Stahlproduktion ausgewählt wurde und damit seine industrielle Qualität unter Beweis stellt.

    Auf dem Papier entsteht damit eine Brücke zwischen nordamerikanischer Rohstoffversorgung und Europas Transformation hin zu fossilfreiem Stahl. Der sehr tiefen Marktkapitalisierung von rund 16 Mio. CAD steht für BlackRock ein in früheren Studien ausgewiesener Projektwert von rund 1,93 Mrd. CAD gegenüber. Gelingt der Übergang vom Entwickler zum Produzenten, könnte sich diese außergewöhnliche Diskrepanz deutlich verringern. Extrem spannend und auf der Höhe der Zeit!

    Nach einer langen Seitwärtsbewegung seit Jahresanfang, verbessert sich das Chartbild von Strategic Resources von Woche zu Woche. Die technischen Indikatoren weisen nach oben, was es jetzt noch braucht, sind steigende Umsätze. Quelle: LSEG Refinitiv vom 22.07.2026

    Die Börsen haben jetzt einige Zahlen zu verdauen. Das Problem: Wir befinden uns im Sommerloch und frisches Kapital ist nur wenig vorhanden. Berichten Unternehmen schlecht, wird zu deutlich niedrigeren Kursen bestenfalls umgeschichtet. Allerdings ist die gähnende Leere der Handelssäle auch empfänglich für gute Nachrichten von kleineren Unternehmen wie Strategic Resources. Denn mit guten News und dünner Orderlage kann es gleich dreistellig nach oben gehen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von ZEFIRO Methane Corp.

    Die Volatilität geht durch die Decke! Der brandgefährliche Nahostkonflikt treibt den Ölpreis unaufhaltsam in Richtung der kritischen 100-USD-Marke und versetzt den Energiemarkt in akute Alarmbereitschaft. Explodierende Rohstoffkosten treiben die ohnehin hartnäckige Inflation weiter an, was den Druck auf die Zentralbanken erhöht, die Zinsen auf einem restriktiven Niveau zu belassen. In diesem toxischen Umfeld für klassische Vermögenswerte erweist sich der unumkehrbare Trend zur Energiewende jedoch als mächtiger Katalysator für zukunftssichere Anlagealternativen. Wer sein Depot jetzt krisenfest aufstellen möchte, sieht sich nach gewinnbringenden Nischenplayern um und senkt z. B. die Gewichtung im arg weit gelaufenen Hightech-Sektor. Neben den Wasserstoff-Protagonisten ITM Power, Nel ASA und Plug Power glänzt das US-Unternehmen Zefiro Methane. Und die Formel ist einfach: Durch die Stilllegung alter Öl- und Gasquellen verdient der Umwelt-Tech-Spezialist direkt an der Eindämmung klimaschädlicher Emissionen. Nutzen Sie deshalb die aktuelle Marktvolatilität geschickt aus, um sich abseits des teuren Öls die Gewinner von morgen zu sichern.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 03.09.2026 | 04:00

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    Die Sorge, dass der milliardenschwere Ausbau neuer Chipfabriken und KI-Rechenzentren die Nachfrage überholen und einen klassischen Schweinezyklus aus Überangebot, Preisdruck und Investitionsstopp auslösen könnte, hatte den Technologieboom zuletzt überschattet. Doch Nvidias jüngste Quartalszahlen liefern vorerst Entwarnung. Der Bedarf an Rechenleistung bleibt hoch, Zweifel an der Wirtschaftlichkeit der gewaltigen KI-Investitionen treten wieder in den Hintergrund und die Rallye kann weitergehen. Davon profitiert Micron unmittelbar durch den rasant wachsenden Bedarf an Hochleistungsspeichern, während Infineon die energieeffiziente Stromversorgung von Rechenzentren ermöglicht. Strategic Resources setzt bei den Rohstoffen und Materialien an, ohne die der Ausbau der physischen Infrastruktur des KI-Zeitalters nicht möglich wäre, wobei hochwertiges Eisenerz und Vanadium im Mittelpunkt stehen.

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