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10.09.2026 | 05:20

Brüssel treibt den Milliardenmarkt Dünger an: Können Bayer, MustGrow Biologics und K+S profitieren?

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Bildquelle: Pixabay

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

Die Landwirtschaft steckt in der Krise, und genau daraus entsteht ein Milliardenmarkt, an dem kaum ein Investor vorbeikommt. Brüssel schränkt chemische Pflanzenschutzmittel in Europa immer weiter ein, gleichzeitig sind die Böden weltweit immer ausgelaugter. Wer heute noch auf den klassischen Dünger setzt, verliert langfristig den Anschluss. Es sind biologische Pflanzenschutzmittel und Düngemittel gefragt, die hohe Erträge liefern und trotzdem die ökologischen Vorgaben einhalten. Drei Aktien zeigen, wie unterschiedlich sich mit der biologischen Bodenrevolution Geld verdienen lässt: Bayer, MustGrow Biologics und K+S.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 | TSXV: MGRO , OTCQB: MGROF , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888

Inhaltsverzeichnis:


    Bayer - der Fünfjahresplan nimmt Gestalt an

    Der Leverkusener Konzern baut sein Geschäft gerade spürbar um. Während die Pharmasparte mit auslaufenden Patenten kämpft, entwickelt sich Crop Science zum operativen Rückgrat. Die Anfang August vorgelegten Quartalszahlen belegen das. Während Pharma und Consumer Health Ergebnisrückgänge verbuchten, legte das Agrargeschäft beim bereinigten EBITDA um über 30 % zu. Wie sich der Aktienkurs mittelfristig entwickelt, hängt maßgeblich von dieser Sparte ab, auch wegen der vorhandenen Rechtsrisiken. Der im September 2026 vorgestellte Fünfjahresplan für diesen Geschäftsbereich gliedert sich in zwei klar getrennte Phasen.

    Die ersten Jahre stehen im Zeichen der internen Sanierung. Bayer hat bereits annualisierte Ergebnisverbesserungen von rund 380 Mio. EUR erzielt, etwa 40 % des bis 2029 angepeilten Ziels von mehr als 1 Mrd. EUR. Die Eigenfertigung von Wirkstoffen soll von 35 auf 25 % sinken und dementsprechend die Formulierungskapazität ebenfalls um bis zu 25 % schrumpfen. Fünf nicht strategische Wirkstoffe wurden bereits verkauft und über 100 Produktgruppen eingestellt. Das bremst zwar kurzfristig das Umsatzwachstum, verbessert aber die Profitabilität. Beim Working Capital erwartet Bayer bis Ende 2026 rund 1 Mrd. EUR freigesetzten Cash, vor allem durch geringere Lagerbestände.

    Der eigentliche Umsatzschub soll in der zweiten Hälfte des Programms kommen. Zehn Blockbuster-Produkte mit jeweils mindestens 500 Mio. EUR Spitzenumsatz sollen an den Start gehen. Die ersten Markteinführungen laufen bereits. Das Insektizid Plenexos™ startete in Kolumbien, das digitale Kurzmais-System Preceon™ wird in mehreren Ländern vermarktet. In der Sojabohnen-Pipeline stehen Vyconic™ und Intacta 5+™ für die Einführung 2027/2028 bereit. Bis 2029 rechnet Bayer mit zusätzlichen Umsätzen von mehr als 3,5 Mrd. EUR aus der Agrarsparte bei einer EBITDA-Marge von über 20 %. Dafür investiert der Konzern rund 2 Mrd. EUR in Forschung und nutzt die KI-gestützte Plattform CropKey, um die über 15 neuen Wirkstoffmechanismen in der Pipeline in die Kommerzialisierung zu überführen.

    MustGrow Biologics – Meilensteinzahlung von Bayer

    MustGrow Biologics hat im August die erste bedeutende Meilensteinzahlung aus der Partnerschaft mit Bayer erhalten. Sie bestätigt den technologischen Fortschritt bei den biologischen Pflanzenschutzlösungen namens TerraMG™ auf Senfbasis, die Bayer für Europa, den Nahen Osten und Afrika lizenziert hat. Das Unternehmen schätzt, dass Bayer in dieser Partnerschaft etwa 35 bis 40 Mio. USD über die nächsten fünf bis sieben Jahre investiert. Parallel dazu hat sich MustGrow vom margenschwachen Drittproduktegeschäft getrennt und konzentriert sich jetzt vollständig auf die eigene Produktplattform. Das macht das Unternehmen kleiner, aber operativ schlanker und stärker auf die Eigenentwicklungen TerraMG™ und TerraSante™ fokussiert.

    Das zweite Quartal 2026 zeigt ein zweigeteiltes Bild. Die TerraSante™-Verkäufe blieben mit 75.000 CAD wegen Produktionsanpassungen bei den Lieferanten und teurer Luftfracht schwach, während Lizenzeinnahmen von 1,4 Mio. CAD für einen Nettogewinn von 400.000 CAD sorgten. Der seit Jahresbeginn erzielte TerraSante™-Umsatz von 900.000 CAD liegt bereits 46 % über dem gesamten Vorjahresergebnis. Die Bruttomargen litten unter den Produktionsumstellungen. Das Management erwartet nach dem Wechsel auf günstigere Seefracht aber eine Rückkehr in den Bereich von 25 bis 30 %. Die Betriebskosten liegen bei etwa 900.000 CAD pro Quartal. Mit 4,4 Mio. CAD liquiden Mitteln und einem Working Capital von 5,2 Mio. CAD ist das Unternehmen für die nächste Wachstumsphase gerüstet.

    Die Analysten von GBC gehen davon aus, dass die Umsätze und Margen deutlich anziehen werden. Nach einem geschätzten Umsatz von 4,5 Mio. CAD im laufenden Jahr soll er 2027 auf über 14,1 Mio. CAD und im Folgejahr auf 31,6 Mio. CAD steigen. Die EBITDA-Marge würde sich dabei von einem Minus auf plus 26,8 % im Jahr 2028 verbessern. Treiber ist die skalierte Produktion von TerraSante™ bei gleichzeitig steigenden Bruttomargen durch effizientere Fertigung. Die im Juni abgeschlossene Finanzierung über 3,74 Mio. CAD sichert die nötigen Lagerbestände. Mit der Ernennung von Tyler Reinheimer hat das Management den Bereich Finanzen gestärkt. Jetzt gilt es, den Produktionshochlauf und die Margenverbesserungen zu schaffen.

    K+S - operative Stärke mit Fragezeichen

    Die jüngsten Geschäftszahlen des Kasseler Düngemittelherstellers waren eine Überraschung. Im 2. Quartal legte der Umsatz um 12 % auf 978 Mio. EUR zu, das EBITDA schoss um 60 % auf 176 Mio. EUR nach oben und übertraf damit die Analystenschätzungen deutlich. Verantwortlich dafür waren höhere Absatzmengen und gestiegene Preise im Kerngeschäft Landwirtschaft. Das Segment steigerte den Umsatz auf 700 Mio. EUR bei einem Durchschnittspreis von 343 EUR pro Tonne. Eine höhere Kapitalbindung sorgte für einen freien Cashflow von 40 Mio. EUR, der unter den Erwartungen blieb.

    Das Management hob die Jahresprognose für das EBITDA auf 680 bis 760 Mio. EUR an, eine spürbare Korrektur nach oben. Der Mittelwert der neuen Spanne deckt sich allerdings mit den Konsenserwartungen, was eher auf eine Verschiebung zwischen den Quartalen hindeutet als auf eine echte Verbesserung. Die Wartungspause im kanadischen Werk Bethune findet diesmal vollständig im 3. Quartal statt, anders als im Vorjahr. Die Analysten sind sich uneinig. Die DZ Bank stufte auf "Kaufen" hoch, die Deutsche Bank und Jefferies bleiben bei "Verkaufen". Sie sehen in der angehobenen Prognose keinen echten Impuls für die Bewertung.

    Das Unternehmen treibt seine Transformation trotzdem voran. Das 600-Mio.-EUR-Projekt "Werra 2060" soll die Produktion bis 2060 sichern und die Umweltbelastung reduzieren. Die Übernahme zweier Salzstandorte in Polen und Sachsen-Anhalt für bis zu 380 Mio. EUR erweitert das Spezialitätengeschäft. Ein Risiko bleibt die Trockenheit an der Werra, denn niedrige Wasserstände könnten die Produktion belasten, bis die neue Anlage Mitte 2028 in Betrieb geht. Beim Gaspreis ist K+S mit 70 % Absicherung für 2026 gut aufgestellt, für 2027 sind bereits 50 % des europäischen Bedarfs abgesichert.


    Brüssels Regulierungskurs zwingt die Branche zur biologischen Neuausrichtung. Bayer hat mit seiner Agrarsparte und der KI-gestützten Pipeline das Potenzial, vom Fünfjahresplan langfristig zu profitieren. MustGrow Biologics ist mit der Bayer-Partnerschaft und dem Fokus auf TerraSante™ ein spannendes Agrar-Biotech-Unternehmen. K+S zeigt operative Stärke, kämpft aber mit hohen Transformationskosten und ökologischen Risiken an der Werra. Der Markt bleibt in Bewegung, aber die Richtung ist klar: biologisch.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    Kommentar von Armin Schulz vom 03.10.2026 | 05:20

    Bayer, MustGrow Biologics, BASF zwischen Pflanzenschutz von gestern und Biologicals von morgen

    • Bayer
    • MustGrow Biologics
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    • Crop Science
    • Senfpflanze
    • Senfextrakt
    • Pflanzenschutz
    • Biodünger
    • Chemie

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

    Große Agrarkonzerne bauen sich um und schauen dabei auf kleine Spezialisten. Am 2. September stellte Bayer Investoren seine Ziele für das Agrargeschäft bis 2029 vor. Die Leverkusener wollen dann mehr als 3 Mrd. EUR freien operativen Cashflow erzielen und bei Biologicals durch Partnerschaften eine weltweit führende Rolle einnehmen. Das könnte kleinen Entwicklern wie MustGrow Biologics in die Karten spielen. Am 14. September beauftragte BASF vier Banken mit der Vorbereitung eines Börsengangs der Agrarsparte, die 2025 einen Umsatz von 9,6 Mrd. EUR erzielte. Wir sehen uns Bayer, MustGrow Biologics und BASF daher genauer an.

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    • Nachhaltigkeit
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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

    Die anhaltende Debatte über steigende Energiekosten und den Wandel hin zu einer umweltfreundlicheren Wirtschaft erreicht zunehmend die Zapfsäulen und die Supermarktregale. Wenn die Benzinpreise dauerhaft die Marke von 2,50 EUR überschreiten, geraten insbesondere die landwirtschaftlichen Betriebe unter enormen Druck. Die Erzeugung von Lebensmitteln ist nach wie vor stark von fossilen Brennstoffen abhängig, da Traktoren und Erntemaschinen traditionell mit Agrar-Diesel betrieben werden. Höhere Kraftstoffpreise verteuern somit direkt die Produktion und Transportwege unserer täglichen Nahrungsmittel. Gleichzeitig steht die Agrarbranche vor der gewaltigen Herausforderung, den Einsatz von konventionellen Düngemitteln zu reduzieren und nachhaltigere Alternativen zu finden. Diese Transformation erfordert innovative Ansätze an der Schnittstelle von Energie- und Agrarwirtschaft. Unternehmen wie Nel ASA rücken dabei in den Fokus, da grüner Wasserstoff eine Schlüsselrolle bei der Dekarbonisierung des Agrarsektors und der Produktion sauberer Treibstoffe spielen kann. Auch Spezialisten wie MustGrow Biologics gewinnen an Bedeutung, indem sie biologische Pflanzenschutzmittel entwickeln, die chemische Alternativen ersetzen sollen. Der traditionelle Düngemittelriese K+S ist ebenfalls ein wichtiger Akteur im sich rasch entwickelnden Sektor der nachhaltigen Lebensmittel. Wo liegen die Chancen für Anleger?

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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Zefiro Methane

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