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21.10.2026 | 05:27

Förderrückgang bei Newmont und Afrika-Fokus von Barrick Mining befeuern Fantasie rund um DRC Gold

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Bildquelle: Nano Banana KI

Analysten von Goldman Sachs erwarten bis Ende 2027 einen Goldpreis von 5.400 USD, während J.P. Morgan in einer Notiz vom Februar sogar 6.300 USD als Ziel für 2027 nannte. Dieses Umfeld bei einer US-Staatsverschuldung von über 40 Bio. USD stützt den Goldpreis. Zugleich kämpfen Branchenführer wie Newmont mit sinkenden Fördermengen. Dies zwingt große Bergbaukonzerne zu einer Neuausrichtung auf dem Kontinent, wo Projektentwickler wie DRC Gold mit Explorationsgebieten in direkter Nachbarschaft ins Visier rücken.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: DRC Gold Corp | CA23347H1064

Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Mining sichert Präsenz in Afrika

    Zur Absicherung seiner afrikanischen Präsenz meldete Barrick Mining laut einer Mitteilung vom 5. Oktober eine Lizenzverlängerung für die Mine North Mara in Tansania um 15 Jahre. Der Gold-Gigant verfügt über eine Marktkapitalisierung von 66,8 Mrd. USD. Im zweiten Quartal übertraf das Unternehmen laut dem jüngsten Finanzbericht die Markterwartungen mit einem Umsatz von 5,29 Mrd. USD und einem Gewinn pro Aktie von 0,82 USD. Die Goldproduktion belief sich auf 796.000 Unzen. Zusammen mit AngloGold Ashanti betreibt Barrick Mining zudem die Kibali-Mine im Kongo, die Barrick selbst als größte und „grünste“ Goldmine Afrikas bezeichnet. Um die langfristigen Produktionsziele zu erreichen, sucht der Bergbaukonzern kontinuierlich nach neuen Ressourcen im direkten Umfeld seiner bestehenden Anlagen.

    Newmont verzeichnet Produktionsrückgang

    Newmont weist als Marktführer an der Börse in New York eine Marktkapitalisierung von 123,4 Mrd. USD auf. Im zweiten Quartal sank die Goldproduktion jedoch auf 1,29 Mio. Unzen nach 1,48 Mio. Unzen im Vorjahr, unter anderem wegen seismischer Ereignisse in der australischen Mine Cadia und geringerer Erzgehalte in Ghana, Mexiko und Peru. Dieser Förderrückgang verdeutlicht den Handlungsdruck der großen Produzenten: Die Großen der Branche sind auf neue Unzen angewiesen.

    DRC Gold positioniert sich im Kilo-Moto-Gürtel

    DRC Gold ist als auf Afrika und insbesondere die DR Kongo fokussierter Projektentwickler mit 30 Mio. CAD bewertet. Geleitet wird das Unternehmen von President und CEO Klaus Eckhof. Er besitzt über 30 Jahre Branchenerfahrung, davon mehr als 20 Jahre im Kongo, und legte einst das Fundament der heutigen Großmine Kibali. Das Kernprojekt von DRC Gold ist eine Option auf bis zu 65 % an Giro Goldfields, der Gesellschaft hinter dem Giro-Goldprojekt mit der Lagerstätte Kebigada. Die staatliche SOKIMO hält 35 %. Aktionäre und Börse müssen der Transaktion noch zustimmen. Das Areal erstreckt sich über 497 km² und ist strategisch günstig gelegen, nur 35 km westlich der produzierenden Kibali-Mine. Eine historische Schätzung weist für Kebigada 4,1 Mio. Unzen Gold aus. S&P Global Ratings setzte im Januar den Ausblick für die Demokratische Republik Kongo auf positiv. Das mildert wahrgenommene Länderrisiken ab und lenkt den Fokus von Investoren stärker auf die geologische Qualität vor Ort. DRC Gold plant umfangreiche Bohrprogramme, um die historischen Daten nach dem Standard NI 43-101 zu verifizieren.

    Die historische Schätzung für Kebigada stammt aus dem Jahr 2020 und wurde für den damaligen Projekteigner Amani Gold erstellt. Sie umfasst 69,2 Mio. t mit 1,09 g/t Gold als angedeutete Ressource sowie 54,4 Mio. t mit 0,95 g/t als vermutete Ressource, zusammen 123,7 Mio. t  mit durchschnittlich 1,03 g/t. Grundlage waren 243 Bohrlöcher mit gut 29.000 Bohrmetern bis in rund 300 Meter Tiefe. Frühere metallurgische Tests ergaben Goldausbeuten von über 90 % mit einfachen Schwerkraft- und Cyanidverfahren. Neben Kebigada gehört mit Douze Match eine zweite, kleinere Lagerstätte zum Projekt. Laut DRC Gold ähneln beide in Vererzung und Struktur der benachbarten Kibali-Lagerstätte, die nach Unternehmensangaben mehr als 600.000 Unzen Gold pro Jahr fördert. Ob sich die alten Daten bestätigen lassen, müssen neue Bohrungen zeigen.

    Die Aktie von DRC Gold ist eine spannende Wette auf den Goldpreis.
    Die Aktie von DRC Gold ist eine spannende Wette auf den Goldpreis.

    Kapitalbedarf für Exploration und Nizi-Projekt

    Neben dem Giro-Projekt gehört auch das Nizi-Projekt zum Paket. Dieses Areal umfasst unter anderem die historische King Leopold Mine, die zuletzt im Jahr 1931 kommerziell betrieben wurde und weiteres Potenzial im Boden birgt. Das Ziel besteht darin, die historische Schätzung zeitnah in eine NI-43-101-konforme Ressource zu überführen. Um diese Vorhaben umzusetzen, ist frisches Kapital erforderlich. Die letzte Privatplatzierung schloss das Unternehmen im Januar zu 0,15 CAD je Unit ab.

    M&A-Logik in geopolitisch forderndem Umfeld

    Die Demokratische Republik Kongo profitiert zwar vom positiven Ausblick durch S&P Global Ratings, dennoch dokumentieren afrikanische Branchenanalysen anhaltende Konflikte in den Ostprovinzen. Ebenso reguliert die Regierung in Kinshasa den Abbau strikter und fordert ESG-Konformität von Explorern wie DRC Gold. Umso wichtiger ist, dass mit Klaus Eckhof ein erfahrener Kenner des Landes an der Spitze von DRC Gold steht. Gleichzeitig offenbart die schrumpfende Produktion von Branchenführern wie Newmont allerdings eine glasklare Übernahmelogik: Die großen Konzerne müssen Reserven nachlegen und suchen dafür primär nach Ressourcen, die sich in unmittelbarer Nähe zu ihren bestehenden Verarbeitungsanlagen befinden. Die Projekte von DRC Gold in direkter Nachbarschaft zu Barricks Kibali-Mine passen exakt in dieses Beuteschema. Die Aktie von DRC Gold bleibt spekulativ. Entscheidend sind der Abschluss des Giro-Deals und eine aktuelle Ressourcenschätzung.

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    Der Autor

    Nico Popp

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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