10.09.2026 | 04:40
Korea, Kette, Kielwasser: Wie Almonty Industries das Fundament für die Defense-Champions Renk und TKMS liefert!
Die globalen Wertschöpfungsketten ordnen sich neu. Befeuert durch anhaltende geopolitische Spannungen, den Umbau der weltweiten Lieferketten und historische Aufrüstungsprogramme rücken Unternehmen in den Fokus, die das physische Rückgrat der westlichen Industrie und Verteidigung bilden. Wer die Trends von morgen handeln will, kommt an kritischen Metallen wie Wolfram und spezialisierten Verteidigungsunternehmen nicht mehr vorbei. Almonty positioniert sich als strategischer Wolframlieferant für die westliche Industrie und trägt dazu bei, die Abhängigkeit von Chinas dominierender Marktstellung bei diesem Schlüsselmetall zu verringern. Analysten sind bullish. Renk liefert mit spezialisierten Antriebssystemen unverzichtbare Schlüsselkomponenten für militärische Fahrzeuge, während TKMS mit U-Booten und Marineschiffen für die Sicherung von Seewegen und maritime Abschreckung steht. Kritische Rohstoffe, militärische Mobilität und moderne Flotten, wo stecken die attraktivsten Börsenchancen?
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Carsten Mainitz
ISIN:
ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII , RENK AG O.N. | DE000RENK730
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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Almonty Industries - Spitzenreiter
An der Spitze der Zeitenwende steht Almonty Industries. Mit der Inbetriebnahme der Verarbeitungsanlage Sangdong-Wolfram-Mine in Südkorea hat die Gesellschaft einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Wolfram wird allgemein als kritisches Metall eingeordnet. Seine extreme Härte, Hitzebeständigkeit und Dichte machen es für High-Tech-Anwendungen unersetzlich. Ob in der Halbleiterfertigung, in Hochleistungsbohrern für die Industrie oder bei der Herstellung hartkerndurchdringender Munition und Panzerungen, ohne Wolfram stehen moderne Produktionsketten still.
China dominiert mit einem Anteil von rund 80 % den weltweiten Wolframmarkt. Almonty bricht diese Monopolstellung nun schrittweise auf. Mit dem Produktionshochlauf kann die Gesellschaft ab Ende 2027 rund 40 % der Nachfrage außerhalb Chinas liefern. Ziel ist eine vollständig integrierte westliche Wolframplattform, die sich über Nordamerika, Europa und Asien erstreckt, aufzubauen. Hierauf warten die westlichen Industrienationen sehnsüchtig.
Analysten sind durchweg bullish für die Anteilsscheine und prognostizieren stark steigende Gewinne und hohe Cashflows bei phänomenalen Margen. Hohe Wolframpreise, steigende Nachfrage sowie Produktionsmengen bilden ein perfektes Zusammenspiel. Zuletzt wurde der bereits bestehende langfristige Abnahmevertrag mit einem spezialisierten Verarbeiter auf 21 Jahre verlängert. Eine Mindestjahresabnahme sichert Almonty auf Jahrzehnte berechenbare Cashflows. Ebenso soll im laufenden Jahr die Produktion in den USA starten. Hier hatte Almonty 2025 ein fortgeschrittenes Wolframprojekt erworben.
Mit der Emission einer Wandelanleihe im Volumen von 800 Mio. USD sicherte sich Almonty langfristigen Handlungsspielraum. Die bis 2031 laufende Anleihe ist mit lediglich 2,25 % verzinst. Kürzlich legte das Unternehmen ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 300 Mio. USD auf, was die Papiere beflügelte. Die Anteilsscheine notieren momentan bei knapp 19 USD. Die Analysten von Jefferies starteten zuletzt die Coverage mit einem Kursziel von 26,25 USD, was auf ein attraktives Aufwärtspotenzial hindeutet.
Zusätzliche Fantasie bringt langfristig die geplante Erschließung des Molybdän-Projekts direkt neben der Sangdong-Mine in Südkorea. Das Vorhaben kann auf die bestehende Infrastruktur zurückgreifen. Jüngste Bohrergebnisse bestätigen die historischen Erzgehalte, für einen konkreten Produktionsstart muss der Erzkörper jedoch erst weiter abgegrenzt werden. Molybdän ist ein unverzichtbares strategisches Industriemetall, das Stählen extreme Hitzebeständigkeit sowie Härte verleiht und damit die Basis für Hochtechnologien von Rüstung und Luftfahrt bis hin zu Halbleitern und erneuerbaren Energien bildet.
Renk – Übernahmefantasie?
Als weltweiter Marktführer für Hochleistungs-Spezialgetriebe treibt das Augsburger Traditionsunternehmen die modernsten Kettenfahrzeuge der NATO an und dominiert gleichzeitig die Nische fortschrittlicher maritim-militärischer Antriebssysteme. Damit ist Renk ein unersetzlicher Systemlieferant der westlichen Streitkräfte. Das spiegelt sich auch in der Geschäftsentwicklung wider, die getragen durch geopolitische Spannungen und steigende Verteidigungsausgaben, auf vollen Touren läuft.
Die Auftragsbücher markierten zuletzt mit einem Wert von 7,4 Mrd. EUR ein Allzeithoch. Diese historische Zahl verschafft dem Konzern eine außerordentlich hohe Umsatzvisibilität über Jahre hinaus. Zudem hob Renk zuletzt den Umsatz- und Margenausblick für das laufende Geschäftsjahr an.
Die Aktie gehört innerhalb der Rüstungsindustrie zu den Analystenlieblingen. Die Experten bescheinigen dem Titel ausgehend vom aktuellen Niveau bei rund 43 EUR ein Upside von rund 50 %. Noch bullisher ist J.P. Morgan. Die US-Bank formuliert sogar ein Kursziel von 75 USD und bringt eine Übernahmefantasie ins Spiel. Noch ist diese aber unbegründet.
TKMS – Analysten schrauben Kursziele nach oben
Die Loslösung aus dem Konglomerat und der Börsengang im vergangenen Jahr haben dem Weltmarktführer für konventionelle, nicht-nukleare U-Boote und mittelgroße Schlachtschiffe die volle unternehmerische Agilität verliehen, um direkt vom globalen Aufrüstungstrend auf den Weltmeeren zu profitieren.
Die Geschäfte laufen erstklassig. Die kürzlich vorgelegten Quartalszahlen haben die Markterwartungen deutlich übertroffen. Mit einem phänomenalen Auftragsbestand von über 20 Mrd. EUR ist die Auslastung der Werften in Kiel auf viele Jahre hinaus gesichert. Zudem erhöhte TKMS den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Der Umsatz soll nun um 10 bis 12 % (bisher: 2 bis 5 %) zulegen bei einer leicht auf 6,5 % verbesserten operativen Marge.
Wenig verwunderlich ist die Analystengemeinde von der Gesellschaft begeistert. Die Experten schraubten die Kursziele für die Aktie auf breiter Front nach oben. Momentan werden Kurse um die 85 EUR aufgerufen. Metzler und Bernstein nennen Ziele von 115 EUR bzw. 125 EUR. MWB formuliert mit 140 EUR das optimistischste Votum.
Fazit
Das große Bild spricht für ein Engagement in den Bereichen kritische Metalle und Verteidigung. Almonty nimmt mit seiner überlegenen strategischen und geopolitischen Stellung eine Schlüsselposition ein. Wachstum ist vorprogrammiert. Die Kassen sind zudem prall gefüllt, um Mehrwerte für Aktionäre zu schaffen. Analysten sind bullish. Renk und TKMS gehören beide in den jeweiligen Feldern der Rüstungsindustrie zu den Top Picks der Analysten.
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