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14.10.2026 | 04:50

Kupferfunde, KI-Chips und Mobilfunk: Lohnt der Einstieg nach dem Rücksetzer bei Power Metallic, Infineon und Deutsche Telekom?

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Bildquelle: Pixabay

Power Metallic Mines, Infineon und Deutsche Telekom stammen aus sehr unterschiedlichen Bereichen. An der Börse verbindet sie dennoch zur Zeit dieselbe Frage. Sind das nach den Rücksetzern Kaufkurse? Power Metallic arbeitet nach seiner Ressourcenschätzung an einer ersten Wirtschaftlichkeitsstudie. Analysten bescheinigen dem Titel großes Aufwärtspotenzial. Beim Chiphersteller Infineon steigen die Erwartungen an das KI-Geschäft. Anleger schielen auf die nächsten Zahlen. Beim Telekomkonzern wachsen die Sorgen vor neuer Konkurrenz durch SpaceX. Wo liegen die größten Chancen?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004 , DT.TELEKOM AG NA | DE0005557508

Inhaltsverzeichnis:


    Power Metallic Mines - Konsequent auf dem Vormarsch

    Power Metallic Mines treibt konsequent die Weiterentwicklung seines Flaggschiffprojekts Nisk in Québec, Kanada, voran. Anfang September wurde mit der Veröffentlichung der ersten Ressourcenschätzung für die Lion-Zone ein wichtiger Meilenstein markiert. Sie umfasst 4,145 Mio. Tonnen angezeigte Ressourcen (Indicated) bei 3,86 % Kupferäquivalent und 0,601 Mio. Tonnen abgeleitete Ressourcen (Inferred) bei 4,01 % Kupferäquivalent. Damit sind rund 87 % der Tonnage als Indicated eingestuft, was eine vergleichsweise hohe geologische Verlässlichkeit und eine solide Grundlage für die technischen Planungsarbeiten darstellt.

    Vorteilhaft ist zudem, dass 61 % der Gesamtressource innerhalb des konzeptionellen Tagebaumodells, also oberflächennah liegen. Das Vorkommen umfasst neben Kupfer und Nickel auch Platin, Palladium, Gold und Silber. Zudem sprechen Ende gemeldete Bohrergebnisse für eine weitere Ausdehnung der Lion-Zone in die Tiefe. In einer Tiefe ab 845 m wurde ein Abschnitt von 5,70 Metern mit 4 % Kupferäquivalent durchteuft.

    Kürzlich beauftragten die Kanadier eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA). Sie soll dann neben Lion auch die Hauptzone Nisk untersuchen und im ersten Halbjahr 2027 vorliegen. Dies ermöglicht dann konkretere Aussagen zu Investitionen, Betriebskosten und potenziellen Projekterträgen. Weitere metallurgische Untersuchungen sollen zeigen, wie gut sich die Metalle aus dem Gestein gewinnen lassen. Ein anfänglicher Tagebau bei Lion, der anschließende Untertageabbau und die mögliche Einbindung von nickelreichem Material aus Nisk sollen zudem untersucht werden.

    Zum Halbjahr verfügte Power Metallic mit rund 22 Mio. CAD an liquiden Mitteln über ein komfortables Polster, um das Projekt konsequent voranzutreiben. Aktuell notieren die Anteilsscheine bei 1,08 CAD, womit die Gesellschaft eine Bewertung von rund 280 Mio. CAD aufweist. Die Analysten von GBC bestätigen in ihrer jüngsten Studie das Kursziel von 3 CAD - Das bedeutet nahezu Verdreifachungspotenzial!

    Infineon – Blick auf das nächste Quartal

    Infineon verdient mit Leistungshalbleitern, Mikrocontrollern und Sensoren für Autos, Industrieanlagen und digitale Infrastruktur. Zuletzt beschleunigte sich der Abwärtstrend. Die jüngsten Sektorsorgen belasten. Entscheidend wird sein, ob Infineon die starke Nachfrage aus KI-Rechenzentren in nachhaltiges Umsatz- und Gewinnwachstum umsetzen kann. Ende September meldeten die Deutschen eine Zusammenarbeit mit Eaton. Infineon liefert Siliziumkarbid-Halbleiter für Stromversorgungstechnik, die auch in KI-Rechenzentren eingesetzt werden soll.

    Im dritten Quartal, welches bis Ende Juni reichte, erzielte Infineon einen Umsatz von 4,172 Mrd. EUR und 797 Mio. EUR Segmentergebnis, eine bereinigte operative Kennzahl. Die entsprechende Marge betrug 19,1 %. Für das Ende September abgeschlossene Geschäftsjahr stellte der Vorstand zuletzt einen Umsatz in Höhe von 16,3 Mrd. EUR und einen bereinigten freien Cashflow von 1,85 Mrd. EUR in Aussicht. Endgültige Jahreszahlen werden am 10. November veröffentlicht. Analysten bescheinigen dem Titel ein Upside von 50 % in den kommenden 12 Monaten.

    Deutsche Telekom - Ist die Konkurrenz beherrschbar?

    Bei der Telekom stehen wiederkehrende Zahlungen für Mobilfunk, Breitband und Geschäftskundendienste im Mittelpunkt. Wachstum liefert in erster Linie die Tochtergesellschaft T-Mobile US. Aber genau hier entstand zuletzt große Unsicherheit. SpaceX kündigte den Kauf zusätzlicher US-Frequenzen für Starlink Mobile an, was zu einer deutlichen Verschärfung des Wettbewerbs führen könnte. Zuvor kamen die Pläne des Konzerns mit der Tochtergesellschaft zu fusionieren nicht bei allen Marktteilnehmern gut an.

    Operativ läuft es hingegen gut. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz organisch um 3,3 % auf knapp 30 Mrd. EUR. Das bereinigte EBITDA nach Leasingaufwand legte organisch um 7,3 % auf 11,82 Mrd. EUR zu. Für 2026 erwartet das Management 20 Mrd. EUR freien Cashflow nach Leasingzahlungen sowie einen bereinigten Gewinn von rund 2,20 EUR je Aktie. Diese finanzielle Stärke verleiht dem Telekomriesen eine enorme Flexibilität. Das laufende Aktienrückkaufprogramm wurde auf bis zu 5 Mrd. EUR erhöht. Zum Halbjahr lagen die Nettofinanzverbindlichkeiten einschließlich Leasing bei rund 138,4 Mrd. EUR. Die Anteilsscheine notieren aktuell im Bereich von 25 EUR. Analysten machen im Durchschnitt ein Kursziel von gut 36 EUR für den Titel aus, woraus sich ein potenzielles Upside von 45 % ergibt.

    Fazit

    Die Kanadier befinden sich auf einem guten Weg. Die nächsten Katalysatoren sind neue Bohrergebnisse, metallurgische Daten und Fortschritte bei der PEA. Analysten machen ein großes Upside für die Aktie aus. Die Telekom zeigt operative und finanzielle Stärke. Entscheidend bleibt, wie stark die neue Konkurrenz das US-Geschäft verändert. Infineon braucht kräftiges Wachstum, damit Markterwartungen nicht enttäuscht werden.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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