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23.03.2023 | 06:00

Manuka Resources startet Goldproduktion, schaffen Varta und K+S den Turnaround?

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Am 22. März waren alle Augen auf die FED Entscheidung gerichtet. Gelingt der Spagat zwischen der Inflationsbekämpfung und der Stabilisierung der Bankensystems? Der Zusammenbruch der Silicon Valley Bank und die Schwierigkeiten der Credit Suisse haben für reichlich Unsicherheiten gesorgt. Die Folge waren deutliche Aufschläge beim Goldpreis und den Kryptowährungen, da die Menschen versuchen ihr Geld zu schützen. Doch unabhängig von der Zinsentscheidung gibt es interessante Nachrichten zu Unternehmen, die zuletzt unter Druck waren und auf einen Turnaround warten. Wir sehen uns heute drei dieser Kandidaten an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: Manuka Resources Limited | AU0000090292 , VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55 , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888

Inhaltsverzeichnis:


    Manuka Resources – Start der Goldproduktion festgelegt

    Manuka Resources ist ein australisches Bergbau- und Explorationsunternehmen, das sich auf das Cobar-Becken im zentralen westlichen New South Wales konzentriert. Das Unternehmen verfügt über zwei vollständig genehmigte Bergbauprojekte, ein Gold- und ein Silberprojekt. Das Wonawinta-Silberprojekt verfügt über eine geschätzte Mineralressource von 51 Mio. Unzen und macht Manuka damit zu einem der größten Silberproduzenten Australiens. Nicht nur Silber, sondern auch Gold und Blei kommen auf dem Grundstück vor, auf dem sich auch die unternehmenseigene Verarbeitungsanlage befindet. Das Goldprojekt Mt. Boppy beherbergt eine alte Goldmine. In dem Tagebau liegen Ressourcen von rund 280.000 t mit einem Goldgehalt von 4,95 g/t.

    Am 22. März gab das Unternehmen bekannt die Produktion bei Mt. Boppy im Juni Quartal wieder aufnehmen zu wollen. Ziel sind etwa 25.000 Unzen Gold pro Jahr für die kommenden 3 Jahre. Die Großprobenentnahmen der Abfallhalden zur Bewertung des Goldgehalts wurden eingeleitet und zeigen positive Ergebnisse bei metallurgischen Tests, so dass die Zyanidierung ab April in der Wonawinta-Anlage erfolgen kann. Um die Lebensdauer der Mine zu erhöhen hat das Unternehmen weitere Explorationen geplant um weitere Tagebaulagerstätten zu erschließen. Der Tagebau Mt. Boppy soll später im Jahr wieder starten und im 2. Halbjahr sollen Bohrungen bei Mt. Boppy Deeps zeigen, ob eine Untertagemine sinnvoll ist. Zudem sollen 3.000-4.000 Unzen Gold aus gebrochenem Erz am Grubenboden wiedergewonnen werden.

    Damit liegt der Fokus nun erst einmal auf dem Goldprojekt, was bei dem derzeitigen Gold- Silber-Preisverhältnis eine deutlich bessere Wirtschaftlichkeit aufweist. Es ist ein wichtiger Schritt, denn so ist das Unternehmen in der Lage, aus eigener Kraft sein Taranaki Green VTM Projekt vor der Küste Neuseelands voranzutreiben. Das Projekt enthält 3,2 Mrd. Tonnen Eisensand, Vanadium und Titan laut einer JORC-konformen Studie. Vor allem Vanadium könnte bei der Energiewende eine entscheidende Rolle spielen, da es für Vanadium-Redox-Batterien benötigt wird. Mit der Meldung ist die Aktie in Australien direkt um fast 30 % nach oben geschossen und notiert bei 0,067 AUD. Damit dürfte der Turnaround eingeleitet sein.

    Varta – 51 Mio. EUR frisches Kapital

    Varta Aktionäre hatten 2022 ein hartes Jahr. Erst kam eine Gewinnwarnung, dann wurden die Prognosen sogar komplett zurückgenommen und das Management sah sich nicht in der Lage, eine neue Prognose abzugeben. Mit der V4Drive Zelle wollte das Unternehmen in die Elektromobilität einsteigen, doch die hohen Erwartungen konnten nicht erfüllt werden. Es ist ruhig geworden um den zukünftigen Wachstumstreiber der noch immer mit Porsche zusammenarbeitet. Die Auftragslage war zuletzt sogar so schlecht, dass das Unternehmen alle Mitarbeiter seines Werks in Nördlingen in Kurzarbeit schicken musste.

    Jetzt hat sich der Batteriekonzern durch eine Kapitalerhöhung frisches Kapital in Höhe von knapp 51 Mio. EUR von seinem Großaktionär Michael Tojner gesichert. Die Aktien wurden zum Preis von 22,85 EUR pro Stück ausgegeben und sind für 2022 voll dividendenberechtigt. Damit soll der Restrukturierungsplan, der Einsparungen bei der Beschaffung, internen Prozessen und Personal vorsieht, sowie Investitionen in Wachstumsfelder und eine Erweiterung der Kundenbasis umgesetzt werden. Ziel ist es, die Profitabilität im Geschäft mit Lithium-Ionen-Knopfzellen und Haushaltsbatterien zu steigern und den Konzern wieder auf Kurs zu bringen.

    Die Analysten bleiben skeptisch, denn der Konzern hat hohe Schulden und aufgrund der stark gestiegenen Kosten sind die Margen im hart umkämpften wieder aufladbaren Lithium-Ionen-Knopfzellen Bereich klein. Die Maßnahmen können nur ein erster Schritt zur finanziellen Stabilisierung des Unternehmens sein. Ab dem 1. Mai ist Thomas Obendrauf neuer CFO, der als Spezialist für Kostenreduktion und Effizienzsteigerung gilt. Die Kapitalmaßnahme ließ den Aktienkurs bis auf 23,60 EUR einbrechen. Aktuell zahlt man für einen Anteilsschein 24,20 EUR.

    K+S – mit Rekordjahr

    K+S legte vergangene Woche seine Jahreszahlen für 2022 vor. Dabei verzeichnete das Unternehmen ein starkes Wachstum bei den Umsätzen, dem EBITDA und dem freien Cashflow. Der Umsatz stieg um 77 % auf 5,7 Mrd. EUR und das EBITDA konnte gegenüber dem Vorjahr von 1,1 Mrd. EUR auf 2,4 Mrd. EUR mehr als verdoppelt werden. Es war ein Rekordjahr für das Kasseler Unternehmen. Die gestiegenen Preise im Kundensegment Landwirtschaft und bei kalihaltigen Industrieprodukten überkompensierten die geringeren Absatzmengen und höheren Kosten.

    Der Konzern teilte mit, dass es durch den frühzeitigen Abschluss von langfristigen Gaslieferverträgen gelungen sei Energiekosten im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich zu vermeiden. Im Kundensegment Landwirtschaft stieg der Umsatz trotz niedrigerer Absatzmengen äußerst kräftig, nämlich von zuvor 2,3 Mrd. EUR auf 4,5 Mrd. EUR. Im Kundensegment Industrie stiegen die Preise sowohl bei Kali- als auch bei Salzprodukten. Mit den Rekordeinnahmen konnte der Konzern seine Finanzschulden komplett tilgen.

    Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr ist dagegen gedämpft. Ein weiteres Rekordjahr wird es nicht geben, da das Preisniveau leicht zurückgehen wird und die Kosten steigen. Dementsprechend soll das EBITDA zwischen 1,3 bis 1,5 Mrd. EUR liegen. Nach den Zahlen gaben 5 Analystenhäuser eine Kaufempfehlung heraus und 2 empfahlen das Halten. Die Kursziele liegen zwischen 20 und 29 EUR und damit über den aktuellen Kursniveau von 19,51 EUR. Die Dividende liegt in diesem Jahr bei 1,00 EUR und entspricht einer Dividendenrendite von rund 5 %. Zusätzlich will der Konzern Aktien im Wert von 200 Mio. EUR zurückkaufen.


    Manuka Resources hat mit der Neuaufnahme der Goldproduktion seine Zukunft gesichert. Damit kann neben dem Silber-Projekt auch das Vanadium Projekt angeschoben werden, das enormes Potential hat. Die Aktie ist bereits angesprungen. Bei Varta sieht es dagegen noch nicht so rosig aus. Finanziell ist das Unternehmen nun erst einmal abgesichert. Jetzt muss das Restrukturierungsprogramm greifen. K+S blickt auf das beste Jahr seit Bestehen zurück. Die Schulden sind abgetragen und auch in diesem Jahr wird wieder gutes Geld verdient, wenn auch nicht so viel wie im vergangenen Jahr. Die Aktie hat Nachholpotential.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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