28.04.2026 | 05:30
Silber bleibt ein heißes Thema! Silver Viper Minerals meldet 183,5 g/t Gold plus 6.850 g/t Silber auf der La Virginia Liegenschaft
Die Rohstoffmärkte erleben einen Paradigmenwechsel. Silber hat sich in den vergangenen Jahren spürbar verteuert und gewinnt als Industrie- und Edelmetall zugleich weiter an Bedeutung. Und die Industrieverbraucher, von der Solarindustrie bis zur Elektromobilität, verbrauchen das Edelmetall in nie da gewesenen Mengen. Dass die oberirdischen Lagerbestände von über einhundert Jahren auf unter ein Jahr zusammenschrumpften, geht an den meisten Anlegern völlig vorbei. Während die einen noch auf die nächste Korrektur warten, hat sich in Mexiko Silver Viper Minerals positioniert, die von diesen Verschiebungen ungleich stärker profitieren dürfte als jeder ETF auf den Silberpreis.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
SILVER VIPER MINER. CORP. | CA8283344098 | TSXV: VIPR , OTCQB: VIPRF
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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Ein stiller Riese formiert sich
Eigentlich wollte Silver Viper Minerals (Silver Viper) nur Bohrergebnisse melden. Das tun Explorationsfirmen ja ständig. Was das kanadische Unternehmen Anfang der Woche aus seinem La-Virginia-Projekt im mexikanischen Bundesstaat Sonora bekannt gab, sprengte allerdings die üblichen Dimensionen. In Bohrloch LV26-345 stießen die Geologen auf 11,7 m mit umgerechnet fast 1 kg/t Silberäquivalent. Das Highlight darin ist ein halber Meter mit sagenhaften 183,5 g/t Gold und fast 7 kg/t Silber. Firmenchef Steve Cope zeigte sich entsprechend euphorisch: "Dies sind einige der bisher auf dem Grundstück erzielten Bohrabschnitte mit den höchsten Gehalten."
Das Bohrprogramm wurde inzwischen ausgeweitet, weil die bisherigen Resultate so stark ausfallen. Man bohrt einfach weiter, weil die Ergebnisse zu verlockend sind.
Der Fresnillo-Effekt, von dem niemand spricht
Die eigentliche Geschichte spielt sich jedoch hinter den Kulissen ab. Vor wenigen Wochen sicherte sich Silver Viper zu 100 % des Coneto Silber-Gold-Projekts im Bundesstaat Durango. Der Deal an sich ist beachtlich, 535.000 Unzen Goldäquivalent, etwa zur Hälfte Gold und Silber, kommen da in die Bücher. Dadurch wird Fresnillo, der weltweit größte Primärsilberproduzent dem rund 61 % des Coneto Projekts gehörten, zum größten Aktionär. Alle ausgegebenen Aktien für die Transaktion sind für mindestens 2 Jahre gesperrt.
Wer Fresnillo kennt, weiß, dass das Unternehmen langfristig denkt und selten impulsiv handelt. Die Beteiligung unterstreicht den strategischen Charakter des Deals und das Vertrauen in das Silver Viper Team. Jetzt geht die Partnerschaft weiter, und Fresnillo signalisiert Bereitschaft, Silver Viper Zugang zu anderen Projekten zu verschaffen. Das wäre neu. Bisher hat das Branchenschwergewicht derartige Assets nicht nach außen gegeben.
Ein Chairman mit Weitblick
Adam Cegielski, der Vorsitzende von Silver Viper, formulierte es kürzlich so: „Der Erwerb des Silber-Gold-Projekts Coneto stellt für Silver Viper Minerals Corp. einen entscheidenden Schritt dar – er erweitert unser Engagement auf Bezirksebene in einem der vielversprechendsten Silber-Gold-Gürtel Mexikos erheblich und verbindet das Unternehmen gleichzeitig mit erfahrenen Aktionären und Partnern.“
Die Strategie ist klar. Das Unternehmen will 2 hochwertige Projekte parallel vorantreiben. Das andere Projekt La Virginia mit seinen 700.000 Unzen Goldäquivalent (60 % Gold, 40 % Silber) ist eine Ressource, die auf veralteten Metallpreisen von 1.500 USD pro Unze Gold und 20 USD pro Unze Silber basiert. Bei heutigen Notierungen dürften etliche Zonen plötzlich wirtschaftlich aussehen, die vor einigen Jahren noch als zu mager galten.
Die alten Stollen lügen nicht
Coneto ist historisch betrachtet eine Besonderheit. Dort gibt es Stollen, die auf viele Jahrhunderte Bergbaugeschichte zurückgehen. Die damaligen Bergleute folgten hochgradigen Gängen bis zum Grundwasserspiegel, vielleicht 20-50 m tief. Heutige geologische Modelle deuten darauf hin, dass diese Systeme gut 300 bis 600 m in die Tiefe reichen. Von den zahlreichen bekannten Zielen auf dem Projekt wurde bislang nur ein Teil systematisch getestet. Zwei Bohrgeräte sind im Einsatz, eines für die Ressourcenerweiterung, eines für die systematische Erkundung der noch ungetesteten Ziele.
Wende in Mexiko-Stadt
Lange galt Mexiko als schwieriges Pflaster. Unter dem früheren Präsidenten AMLO war der regulatorische Kurs für neue Bergbauprojekte deutlich restriktiver. Es gab keine neuen Tagebaugenehmigungen mehr. Das traf Silver Viper empfindlich, denn La Virginia war als Tagebau modelliert. Unter Präsidentin Claudia Sheinbaum an der Spitze hat sich das geändert. Das erste neue Tagebauprojekt wurde bereits genehmigt, ausgerechnet die LTG-Lagerstätte von Silver Tiger, geografisch nah an La Virginia gelegen. Der Antrag dort ging im Februar oder März raus, die Genehmigung lag im November vor. Ein Tempo, von dem Kanada oder die USA nur träumen können.

Schwergewichte an Bord
Die Liste der Neuzugänge bei Silver Viper liest sich wie das Who-is-Who der Branche. Eric Sprott, in Explorationskreisen eine Legende, ist eingestiegen. Javier Reyes, in Mexiko bestens vernetzt und hinter Luca Mining sowie Goldgroup Mining stehend, dürfte Türen öffnen können, die anderen verschlossen bleiben. Im Januar kamen Andreas L‘Abbé und Gernot Wober dazu, beide von Discovery Silver, wo sie maßgeblich daran beteiligt waren, eines der weltweit größten unerschlossenen Silberprojekte voranzutreiben. Kurz darauf folgte Jeff Couch, ein Kapitalmarkt-Veteran mit Jahrzehnten Erfahrung bei BMO Capital Markets und Credit Suisse.
Und natürlich Ruben Alvidrez, der nach Vollzug der Coneto-Übernahme in den Aufsichtsrat einzieht. 26 Jahre bei Citigroup in Mexiko und Lateinamerika, gepaart mit operativer Bergbauerfahrung. Das ist genau die Mischung, die ein Unternehmen braucht, das sich als größter Explorer Mexikos positionieren will.
Was 2026 bringen wird
Drei Katalysatoren stehen dieses Jahr im Kalender. Erstens das Ressourcen-Update für La Virginia, anvisiert für das 3. Quartal. Zweitens eine aktualisierte Schätzung für Coneto gegen Jahresende. Drittens weitere Bohrergebnisse, die regelmäßig erwartet werden. Rechnet man die neuen Funde zusammen, könnte die Gesamtressource gut und gerne über der Millionengrenze für Goldäquivalentunzen liegen. Das wäre eine Verdopplung gegenüber dem aktuellen Stand.
Das Management hat ein Ziel vor Augen. Die Projekte sollen bis zur Machbarkeitsstudie entwickelt werden und dann an einen der Großen-Edelmetallproduzenten verkauft werden. Das ist die klassische Lassonde-Kurve, Wertschöpfung in der Explorationsphase, aber nicht zwingend der Bau einer eigenen Mine. Im Zweifelsfall wäre man aber auch selbst baufähig. Im Zweifelsfall bleibt aber auch die Option offen, ein Projekt selbst weiterzuentwickeln.
Die Aktie notiert aktuell bei 0,90 CAD.

Silver Viper Minerals verbindet drei Elemente, die bei Juniorexplorern selten zusammenkommen. Ein Portfolio mit zwei hochwertigen Projekten in einem rohstofffreundlichen Land, einen strategischen Partner vom Kaliber Fresnillos und ein Management, das bereits bewiesen hat, dass es Werte schaffen kann. Die aktuellen Bohrergebnisse aus La Virginia sind kein Zufall, sondern das Ergebnis systematischer Arbeit. Wer an die Silberstory glaubt, findet hier ein Vehikel mit Hebel und das bei einem überschaubaren Risiko durch den starken Partner im Rücken.
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