Menü schließen




06.05.2021 | 04:50

Nel Asa, Scottie Resources, Nordex – Platzt die Blase?

  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Es war eine Frage der Zeit. Nachdem die Federal Reserve unter ihrem Chairman Jerome Powell seit Wochen gebetsmühlenartig wiederholt, trotz der starken Erholung der Wirtschaft und der steigenden Inflation, die ultralockere Geldpolitik bis mindestens 2023 fortsetzen zu wollen, kamen am Dienstag von der US-Finanzministerin erstmals andere Töne. So sind laut Janet Yellen womöglich höhere Zinsen nötig, um ein Überhitzen der Wirtschaft durch die massiven Investitionsprogramme von Präsident Joe Biden zu verhindern. Die Folge waren massive Kursverluste vor allem bei Wachstumsunternehmen. Bedeutet dies einen Wendepunkt?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA81012R1064 , NO0010081235 , DE000A0D6554

Inhaltsverzeichnis:


    Nel Asa – Normalisierung nötig

    WKN: A0B733 ISIN: NO0010081235 Symbol: D7G
    Keine Frage, die Wasserstofftechnologie ist eine der Schlüssel, wenn es um die Energiewende geht. Milliarden werden in den nächsten Jahren durch Politik und Wirtschaft in grüne Energie gepumpt. Trotzdem liefen die Bewertungen der meisten Wasserstofftitel den Zukunftsaussichten extrem voraus. Aufgrund dessen findet in den letzten Wochen eine massive Korrektur der Börsenwerte statt, die durchaus weiter an Fahrt gewinnen könnte. Deutlich zu sehen ist die Schere zwischen Realität und Vision an den kürzlich vorgelegten Zahlen des norwegischen Wasserstoffspezialisten Nel Asa. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell nach einer hefigen 50%-Korrektur immer noch bei stolzen 2,75 Mrd. EUR.

    Demgegenüber vermeldeten die Norweger die Zahlen für das erste Quartal 2021, dass nebenbei noch deutlich unter den Prognosen lag. So lag der Verlust pro Aktie bei 0,045 EUR. Die Analysten rechneten mit einem Verlust von lediglich 0,012 EUR. Der Umsatz konnte von 12,71 Mio. EUR auf nunmehr 15,72 Mio. EUR gesteigert werden. Auch hier erwarteten die Experten einen Anstieg auf zumindest 19,8 Mio. EUR. Der Auftragsbestand für das Gesamtjahr nimmt laut dem Unternehmen stetig zu.

    Zudem wurde eine Zusammenarbeit mit einem der führenden Solarunternehmen, First Solar, bekanntgegeben. Die beiden Unternehmen wollen ihr gemeinsames Produktangebot mit dem Ziel erweitern, Endkunden mit Wasserstoff mit den niedrigsten Gesamtkosten für Solarenergie zu versorgen.
    Charttechnisch ist die Aktie nach dem Fall unter die 200-Tagelinie deutlich angeschlagen und reif für einen weiteren Gang Richtung Süden. Die Wasserstoffblase wird nicht platzen. Dafür muss aber immer noch gehörig Luft aus dem Ballon genommen werden.

    Scottie Resources – Beste Voraussetzungen

    WKN: A2PBVN ISIN: CA81012R1064 Symbol: SR8
    Während Technologiewerte noch kräftig im Korrekturmodus stehen, haben die Goldminenaktien den größten Teil hinter sich. Überhaupt spricht das Umfeld, die Angst vor einer stark steigenden Inflation, die lockere Geldpolitik sowie die hohe Staatsverschuldung für ein Investment in Goldminenaktien. Scottie Resources, ein kanadisches Goldexplorationsunternehmen, steht fundamental so gut wie nie da und ist im Vergleich zum August des vergangenen Jahres mit einem Discount von 50% zu haben. Das Unternehmen bohrt im „goldenen Dreieck“ nahe des Summit Lake in British Columbia.

    Das Goldene Dreieck in British Columbia ist eines der produktivsten Mineralisierungsgebiete der Welt und weltbekannt für seine hochgradigen Vorkommen. Neben der Scottie-Mine, die sich in100% Besitz befindet, und dem Grundstück Bow das nur 2 Kilometer nordöstlich von der Scottie-Mine entfernt liegt, konnte sich das Unternehmen nun ein weiteres, aussichtsreiches Projekt sichern. Per Aktientausch soll die AUX Resources ins Portfolio wandern. AUX Resources agiert ebenfalls im Goldenen Dreieck und die Liegenschaften schließen sich in Teilen direkt an die von Scottie Resources an. Die ehemals produzierende Mine steht für große Goldvorkommen mit Graden bis zu 27,6 g/t. Der Deal ist umso interessanter, da AUX Resources kürzlich eine Kapitalerhöhung durchführte, auf die Scottie Resources zukünftig zugreifen kann. So dürfte der Cash-Bestand des neuen Unternehmens bei 6 Mio. CAD liegen, genug, um die Aktivitäten für 2021 zu finanzieren.

    Bereits in den vergangenen beiden Jahren konnten überdurchschnittliche Ergebnisse auf allen Zonen erzielt werden. Für das Gesamtjahr 2021 sollen die Bohrungen deutlich verstärkt werden, um das volle Potenzial des hochgradigen Systems auszuschöpfen. So sollen die Bohrungen im Juni in der Blueberry-Zone beginnen und im weiteren Verlauf der Saison auf die Scottie-Goldmine und die Domino-Zonen ausgedehnt werden. Das Ziel liegt bei insgesamt 12.500m.

    Ab dem Sommer soll dann das neuakquirierte Georgia-Projekt von AUX Resources exploriert werden. Somit dürfte für einen durchlaufenden News Flow bei Scottie Resources gesorgt sein. Die Kanadier dürften es bereits jetzt auf die Liste der Goldproduzenten für interessante Übernahmeziele geschafft haben. Auf aktuellem Niveau ein absolut interessantes Unternehmen zur Spekulation auf einen steigenden Goldmarkt.

    Ein ausführliches Interview mit dem CEO von Scottie Resources, Bradley Rourke, können Sie hier lesen: Interview Scottie Resources

    Nordex – Mächtig abgestraft

    WKN: A0D655 ISIN: DE000A0D6554 Symbol: NDX1
    Auftrag über Auftrag lieferte in den vergangenen Wochen der Hersteller von Windkraftanlagen. So stieg der Kurs der Hamburger auch stetig von knapp unter 19EUR auf über 29 EUR. Dann kippte die Stimmung an den Technologiebörsen. So notiert Nordex aktuell bei 21,30 EUR. Bei 21 EUR-Marke verläuft eine breite Unterstützungszone. Durch die stark überverkaufte Lage könnte von hier eine Gegenbewegung in Richtung der 25 EUR-Marke einsetzen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 10.09.2026 | 05:30

    Deutschlands Gas-Speicher sind leer! BASF, A.H.T. Syngas und Verbio können die Gaslücke für sich nutzen

    • BASF
    • A.H.T. Syngas
    • Verbio
    • Wasserstoff
    • Biomethan
    • Holzabfall
    • Resteverwertung
    • Biogas
    • Synthesegas
    • Bioethanol
    • THG

    Die Gaspreise schwanken, die Speicher sind so leer wie seit Beginn der Aufzeichnungen nicht mehr und die alte fossile Sicherheit bröckelt. Während Deutschland nervös auf die Heizsaison blickt, hat die Industrie längst die Reißleine gezogen. Der Griff zu heimischen, kohlenstoffarmen Gasen ist kein grünes Märchen mehr, sondern harte betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Die Technologie zur Umwandlung von Reststoffen in Energie rückt ins Rampenlicht, und die ersten Unternehmen verbuchen bereits steigende Margen. In diesem Spannungsfeld aus Versorgungskrise und technologischem Aufbruch sollte man sich BASF, A.H.T. Syngas und Verbio genauer ansehen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 04.09.2026 | 04:00

    Öl-Preishammer 100 USD – jetzt den Rendite-Turbo einlegen mit klugen Alternativen wie ITM Power, Zefiro Methane, Plug Power und Nel ASA

    • Energiewende
    • Öl und Gas
    • Methangas
    • Umweltdienstleistungen
    • Wasserstoff

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von ZEFIRO Methane Corp.

    Die Volatilität geht durch die Decke! Der brandgefährliche Nahostkonflikt treibt den Ölpreis unaufhaltsam in Richtung der kritischen 100-USD-Marke und versetzt den Energiemarkt in akute Alarmbereitschaft. Explodierende Rohstoffkosten treiben die ohnehin hartnäckige Inflation weiter an, was den Druck auf die Zentralbanken erhöht, die Zinsen auf einem restriktiven Niveau zu belassen. In diesem toxischen Umfeld für klassische Vermögenswerte erweist sich der unumkehrbare Trend zur Energiewende jedoch als mächtiger Katalysator für zukunftssichere Anlagealternativen. Wer sein Depot jetzt krisenfest aufstellen möchte, sieht sich nach gewinnbringenden Nischenplayern um und senkt z. B. die Gewichtung im arg weit gelaufenen Hightech-Sektor. Neben den Wasserstoff-Protagonisten ITM Power, Nel ASA und Plug Power glänzt das US-Unternehmen Zefiro Methane. Und die Formel ist einfach: Durch die Stilllegung alter Öl- und Gasquellen verdient der Umwelt-Tech-Spezialist direkt an der Eindämmung klimaschädlicher Emissionen. Nutzen Sie deshalb die aktuelle Marktvolatilität geschickt aus, um sich abseits des teuren Öls die Gewinner von morgen zu sichern.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 01.09.2026 | 05:10

    Ballard Power, First Hydrogen, ElringKlinger – Wasserstoff vor dem Neustart?

    • Wasserstoff
    • Drohnentechnologie

    Nach Jahren voller Milliardeninvestitionen und großer Versprechen muss die Wasserstoffbranche endlich liefern. Entscheidend sind nicht mehr neue Absichtserklärungen, sondern Anwendungen, die im Alltag funktionieren und sich wirtschaftlich skalieren lassen. Brennstoffzellen erreichen inzwischen den Schwerlastverkehr, Anbieter bündeln Technologie und Wasserstoffversorgung und neue Einsatzgebiete entstehen abseits klassischer Fahrzeuge. Für Anleger könnte damit eine neue Phase beginnen. Nicht mehr die Vision entscheidet, sondern wer aus Wasserstoff tatsächlich ein Geschäft macht.

    Zum Kommentar