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01.07.2026 | 05:00

Rundum-Sorglos-Dividenden: Best Buy und Unilever kratzen die Kurve – bei RE Royalties winken Deep Value und 10 % Dividende

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Bildquelle: KI

Krieg oder Frieden? Selten war die Weltlage derart chaotisch. Selbst der KI-Hype, der über Jahre die Kurse hat steigen lassen, schwächt sich mehr und mehr ab. Was sollen Investoren also tun? Stabile Ertragsbringer, wie solide Dividendenaktien, waren in vergleichbaren Marktphasen immer schon gefragt. Doch welcher Dividenden-Wert ist wirklich gut? Während sich viele Großkonzerne neu erfinden müssen, krempeln innovative Akteure in zukunftsträchtigen Nischen ganze Märkte um. Der Vergleich der drei Unternehmen Best Buy, Unilever und RE Royalties zeigt, worauf es für Dividenden-Investoren gerade ankommt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , UNILEVER PLC LS-_031111 | GB00B10RZP78 , BEST BUY CO. DL-_10 | US0865161014

Inhaltsverzeichnis:


    Best Buy: Trendwende dank mehrerer Ertragsströme

    Der US-Elektronikeinzelhändler Best Buy meistert die Margenschwäche des klassischen Handels durch den Ausbau digitaler Plattformen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 erzielte der Konzern mit einem Gesamtumsatz von 41,691 Mrd. USD erstmals seit vier Jahren wieder ein positives flächenbereinigtes Umsatzwachstum von 0,5 %. Dieser Aufwärtstrend beschleunigte sich im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit einem Umsatzplus von 1,9 % auf 8,936 Mrd. USD – das war deutlich mehr als Erwartungen des Marktes. Als ergänzender Umsatzstrom nutzt das Management den digitalen Marktplatz „Best Buy Marketplace“ sowie das hauseigene Retail-Media-Netzwerk „Best Buy Ads“ und generiert dort Werbe- und Gebühreneinnahmen. Dank des Turnarounds unterstützt das Management eine aktionärsfreundliche Politik: Nach Ausschüttungen und Rückkäufen von insgesamt 1,07 Mrd. USD im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 hob Best Buy die Quartalsdividende um rund 1 % auf 0,96 USD je Aktie an. Best Buy steigerte damit seine Dividende in 12 aufeinanderfolgenden Jahren.

    Unilever: Konzernumbau für mehr Ertragskraft

    Der Konsumgüter-Gigant Unilever krempelt sein globales Portfolio um, um sich von kapitalintensiven und saisonal anfälligen Sparten zu trennen. Das zugrunde liegende Umsatzwachstum überzeugte im Geschäftsjahr 2025 mit einem Plus von 3,5 %, obwohl der Nominalumsatz durch negative Wechselkurseffekte und Deinvestitionen um 3,8 % auf 50,5 Mrd. EUR sank. Die profitablen „Power Brands“, die rund 78 % des Konzernumsatzes ausmachen, wuchsen dabei überproportional. Um noch profitabler zu werden, setzt Unilever auf Verkäufe und Ausgliederungen: Im Dezember 2025 gliederte man das Speiseeisgeschäft im Rahmen eines Demergers unter dem Namen „The Magnum Ice Cream Company“ aus. Im ersten Quartal 2026 folgten weitere Maßnahmen wie etwa der Verkauf des Home-Care-Geschäfts in Kolumbien und Ecuador, der Snack-Marke Graze sowie des indonesischen Teegeschäfts. Nach der geplanten Ausgliederung des Foods-Segments wird Unilever als reiner „Home & Personal Care-Anbieter“ übrig bleiben. Die Aktionäre erhalten aktuell eine stabile Quartalsdividende von rund 0,47 EUR je Aktie und profitieren von einem Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 1,5 Mrd. EUR.

    RE Royalties: Das innovative Lizenzgebührenmodell für die globale Energiewende

    Das in Vancouver ansässige Unternehmen RE Royalties hat das bewährte Asset-Light-Lizenzgebührenmodell aus dem Rohstoffsektor erfolgreich auf erneuerbare Energien übertragen. Das Unternehmen ist spezialisierter Kapitalgeber und besetzt eine kritische Nische im Bereich von Finanzierungen zwischen 10 und 30 Mio. CAD, die von klassischen Banken oft ignoriert wird. Im Gegenzug für besicherte Kredite sichert sich RE Royalties langfristige, vertraglich fixierte Bruttoumsatzbeteiligungen über Laufzeiten von bis zu 25 Jahren. Dieses Royalty-Modell schützt RE Royalties vor Projektrisiken und garantiert langfristige Ertragsströme.

    Spannendes Geschäftsmodell, vielversprechende Aktie: RE Royalties.

    Um selbst Kapital für Investments aufzunehmen, kann RE Royalties auf sogenannte Green Bonds zurückgreifen, die am Markt gefragt sind und attraktive Konditionen für alle Beteiligten bieten. Neben Solar- und Windkraftanlagen setzt RE Royalties auch auf Batteriespeicher und stellt sich so vielschichtig auf. Da das Unternehmen bereits in vielen Ländern vertreten ist, verfügt es über ein umfassendes Know-how und gilt sowohl bei Investoren als auch bei Projektbetreibern als gefragter Partner. Dennoch hat das Management weiteres Potenzial identifiziert und bereits im März dieses Jahres einen umfassenden strategischen Überprüfungsprozess durch PricewaterhouseCoopers angestoßen. Die Berater sollen alle Optionen, einschließlich einer Rekapitalisierung, strategischer Partnerschaften oder eines vollständigen Verkaufs prüfen. Das Ziel: Werte für Aktionäre heben. Als Bewertungs-Blaupause dient dem Markt die 2025 angekündigte Übernahme von Lithium Royalty durch Altius Minerals im Wert von 520 Mio. CAD.

    Fazit: Aussichtsreiche Perspektive für RE Royalties

    Die Transaktion zeigt, dass Royalties gefragte Investments sind und die damit einhergehenden langfristigen Einkommensströme auf dem freien Markt nicht immer adäquat bewertet werden – erst Käufer Altius Minerals erkannte das Potenzial und war bereit, einen satten Aufpreis zu bezahlen. Einen ähnlichen Befreiungsschlag verspricht sich das Management von RE Royalties von der Überprüfung durch PricewaterhouseCoopers. In einer Zeit, in der regenerative Energie weltweit gefragt ist und auch institutionelle Investoren inflationsgeschützte Investments wieder stärker priorisieren, könnte RE Royalties vor einer Neubewertung stehen. Die Aktie zeigt sich seit einigen Monaten stabil und tendiert leicht nach oben. Angesichts einer attraktiven Dividendenrendite von rund 10 % können Investoren kleinere Schwankungen beim Aktienkurs zudem leichter wegstecken. Die Dividenden-Aktie mit Wachstumspotenzial ist ein Fall für die Watchlist.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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