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03.08.2021 | 04:13

Volkswagen, Almonty Industries, BYD – Mit E-Mobilität zur Weltspitze!

  • E-Mobilität
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Stromer fahren ist die Zukunft! Die Elektromobilität wird weltweit zum Schlüssel für klimafreundliche Mobilität und Innovation. Denn der Betrieb von E-Fahrzeugen erzeugt insbesondere in Verbindung mit regenerativ erzeugtem Strom deutlich weniger CO2 als andere Fortbewegungsmittel. Mit großen Aggregaten an Bord können Elektrofahrzeuge die Schwankungen von Wind- und Sonnenkraft künftig sogar ausgleichen und so den Ausbau und die Marktintegration dieser unsteten Energiequellen unterstützen. Die Bundesregierung fördert die Entwicklung und den Hochlauf der Elektromobilität mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket, das kontinuierlich erweitert und angepasst wird. Wie kann der Anleger bestens von diesem Trend profitieren?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005

Inhaltsverzeichnis:


    Volkswagen – Der ID.4 soll auch in China durchstarten

    Was für eine Kampagne während der letzten Fußball-Europameisterschaft! Eindringlicher konnte die Bandenwerbung kaum sein, denn was nach dem schlechten Abschneiden des deutschen Fußball-Teams wirklich als Erinnerung zurückbleibt, ist: der ID.4 von Volkswagen dürfte für die Bewerbung seiner neuen Stromer einen dreistelligen Eurobetrag in die Hand genommen haben und das mit gutem Grund: Asien und speziell China ist fußballbegeistert – rund 300 Mio. Asiaten konnten die Spiele im TV verfolgen, die vorbeihuschende ID.4 Silhouette war in jedem Spiel sichtbar .

    Volkswagen will in China ordentlich in die Puschen kommen. Nach dem schleppenden Verkaufsstart des neuen Elektro-Kompakt-SUV ID.4 zu Jahresbeginn, rechnet Volkswagen nach umfangreichen Marketing-Maßnahmen dennoch mit einem schnellen Hochlauf ihres Anteils bei Elektrofahrzeugen im weltgrößten Einzelmarkt. Die Absatzziele für China müssen bislang nicht korrigiert werden, sagte Alexander Seitz, CFO der Volkswagen-Kernmarke. Mit einer Reichweite von 360 bis 520 km setzt VW neue Maßstäbe auch beim Preis, denn der neue Mittelklasse-Stromer ist ab 37.415 EUR zu haben.

    Aufgrund des scharfen Wettbewerbs in China braucht ein neues E-Modell mindestens sechs bis acht Monate, um sich zu etablieren und normale Verkaufszahlen zu erzielen. Engpass bleibt derzeit der weltweite Chipmarkt, aber eine deutliche Auslieferungssteigerung von Monat zu Monat führt letztlich zu den angestrebten Zielen. Im laufenden Jahr will VW im Zuge einer Erweiterung der ID-Fahrzeugfamilie so 80.000 bis 100.000 Elektroautos in China ausliefern - der Gesamtmarkt kommt aktuell auf rund 2,2 Mio. vollelektrische Fahrzeuge. Das wäre ein Marktanteil von knapp 4%.

    Im ersten Halbjahr schrumpfte zwar der Marktanteil in China leicht, dennoch erzielte der Konzern dank der Premiummarken Audi und Porsche sowie der Finanzsparte auf ein operatives Rekordergebnis. Das angestrebte Renditeziel 2021 wird deshalb um einen halben Prozentpunkt auf 6,0 bis 7,5% angehoben. Die VW-Vorzugsaktie hat sich von ihrer 20%-Korrektur seit Mai noch nicht ganz erholt. Charttechnisch sollte nun die 215 EUR-Marke im Auge behalten werden. Die Aktie ist mit einem KGV von 6 bis 7 aber einer der günstigsten Automobilwerte weltweit.

    Almonty Industries – Notiz in Australien schafft Aufmerksamkeit

    Almonty Industries Inc. geht nun konsequent die nächsten Schritte. Das Listing-Prospekt und alle Anträge für das IPO in Australien sind eingereicht, ebenso wurden 15,25 Mio. Aktien an neue Investoren zu 1,00 AUD platziert. Schon bald dürfte Almonty jetzt über den australischen Ticker laufen. Im Land der Rohstoffe ist die zusätzliche Notiz nicht nur eine Bereicherung für den Kurszettel, auch steigt die weltweite Liquidität in der Aktie und neue Investorengruppen können erschlossen werden.

    Das Hauptgeschäft von Almonty Industries mit Sitz in Toronto, Kanada, ist der Abbau, die Verarbeitung und der Versand von Wolframkonzentrat aus den Minen Los Santos in Westspanien und Panasqueira in Portugal. Auf dem Investitionsplan stehen ebenso die Erschließung der im Besitz befindlichen Wolframmine Sangdong in Südkorea sowie des Zinn-/Wolframprojekts Valtreixal im Nordwesten Spaniens.

    Die Sangdong-Mine ist eine World-Class-Liegenschaft, denn historisch gesehen ist sie eine der größten Wolframminen der Welt. Überdies ist sie eine der wenigen langlebigen, hochgradigen Wolframlagerstätten außerhalb Chinas. Sie wurde im September 2015 durch den Erwerb einer 100%igen Beteiligung an Woulfe Mining Corp. in die Almonty-Gruppe integriert.

    Durch das Placement in Australien steigt die Anzahl der Aktien nun auf 192 Mio. Stück. Mit dem Einsatz von 28 Mio. USD Eigenkapital und 75 Mio. USD KFW-Darlehen lässt sich zusammen mit einem Liefervertrag an die österreichische Plansee-Gruppe die koreanische Liegenschaft durchfinanzieren. Das klingt für Investoren in strategischen Metallen wie Musik in den Ohren. Die Almonty-Aktie sollte daher in den nächsten Monaten an allen Börsenplätzen stark gefragt sein.

    BYD – Die Konsolidierung ist abgeschlossen

    Die Korrektur in China scheint abgeschlossen, nun gibt die BYD-Aktie wieder Gas. Wir hatten den Wert zuletzt öfters unter die Lupe genommen, weil seit Erreichen der Höchstmarke bei 29,50 EUR im Januar ein starker Abwärtstrend eingesetzt hatte. Bei etwa 15,50 EUR konnte der Kurs Ende April aber letztlich halt finden und nun geht es wieder markant nach oben.

    Operativ klingt alles sehr rund, wenngleich Corona auch seine Spuren hinterlässt. Denn der von Börsenlegende Warren Buffett unterstützte chinesische Autobauer kommt in diesem Jahr bei den vollelektrischen PKW sogar knapp an die Vor-Pandemie-Zahlen von 2019 heran. In der ersten Jahreshälfte 2021 konnten ganze 93.440 Elektroautos abgesetzt werden, das ist gegenüber 2020 eine glatte Verdopplung und erreicht fast den hohen 2019er Wert von 95.779 Stück.

    Analysten von Goldman Sachs haben daraufhin ihr Kursziel angehoben und die Aktie mit Beginn des Augustes erneut beflügelt. Charttechnisch bildete der Wert seit Mai eine bullische Flaggenformation aus, die aktuelle Bewegung über 27,5 EUR führt nun zu einer sichtbaren Ausbruchsformation. Wenn sich diese über ein paar Tage bestätigt, steht die Höchstmarke von 29,5 EUR wieder im Raum. Halten mit Stop-Loss 23,5 EUR!


    Die hier vorgestellten Titel bewegen sich im Umfeld zukünftiger Mobilität. Dabei kann der Anleger den Weg eines direkten Investments bei einem Hersteller wie VW oder BYD einschlagen. Oder man geht in der Produktionskette ein paar Glieder zurück und investiert im Bereich strategischer Metalle in einen Minenwert wie Almonty Industries.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    • Automotive
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    Nun ist es passiert - KI durchzieht alle Lebensbereiche. Das schafft viele neue Voraussetzungen, auch für Börsianer. Ein Beispiel ist der Automobilsektor: Damit die traditionelle Fahrzeugindustrie überhaupt noch überleben kann, ist eine fundamentale Kehrtwende geboten. Denn während traditionsreiche Marken wie VW und Porsche jahrzehntelang über ihre Perfektion im klassischen Maschinenbau und der Fahrdynamik dominierten, verlagert KI den Kern der Wertschöpfung nun rasant auf die Software-Ebene. Das moderne Auto mutiert rasant vom mechanischen Fortbewegungsmittel zum rollenden Supercomputer. Abzulesen an der disruptiven Strategie chinesischer Tech-Giganten wie BYD. Das Unternehmen kontrolliert nicht nur rund 75 % seiner vertikalen Lieferkette inklusive eigener KI-Chips, sondern bricht mit seiner integrierten KI-Architektur die klassischen Barrieren zwischen Antrieb, Cockpit und Assistenzsystemen vollständig auf. Deutsche Premiumhersteller geraten durch diesen Wandel unter enormen Zeit- und Margendruck, da das iterative Anfügen einzelner Steuergeräte im Vergleich zu BYDs zentralisiertem KI-Gehirn zu träge und unflexibel wirkt. Für Anleger entsteht ein hochdynamisches Umfeld. Es lohnt sich genauer hinzusehen.

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    Die Sorge, dass der milliardenschwere Ausbau neuer Chipfabriken und KI-Rechenzentren die Nachfrage überholen und einen klassischen Schweinezyklus aus Überangebot, Preisdruck und Investitionsstopp auslösen könnte, hatte den Technologieboom zuletzt überschattet. Doch Nvidias jüngste Quartalszahlen liefern vorerst Entwarnung. Der Bedarf an Rechenleistung bleibt hoch, Zweifel an der Wirtschaftlichkeit der gewaltigen KI-Investitionen treten wieder in den Hintergrund und die Rallye kann weitergehen. Davon profitiert Micron unmittelbar durch den rasant wachsenden Bedarf an Hochleistungsspeichern, während Infineon die energieeffiziente Stromversorgung von Rechenzentren ermöglicht. Strategic Resources setzt bei den Rohstoffen und Materialien an, ohne die der Ausbau der physischen Infrastruktur des KI-Zeitalters nicht möglich wäre, wobei hochwertiges Eisenerz und Vanadium im Mittelpunkt stehen.

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