11.09.2026 | 05:24
Wissen wird zur Währung! Chancen für Aspermont, Palantir und Rio Tinto?
Wissen ist Macht. Und wer es skalierbar verkauft, kann daraus ein lukratives Geschäftsmodell entwickeln. Genau darauf setzt der traditionsreiche Mining-Fachverlag Aspermont. Die Australier setzen ihren Wissensschatz von fast 200 Jahren über die globale Rohstoffindustrie mithilfe künstlicher Intelligenz in hochwertige Datenprodukte um. Das Skalierungspotenzial ist enorm. Bergbauriese Rio Tinto ist bereits als Auftraggeber an Bord, was als Ritterschlag gewertet werden kann. Palantir zeigt an anderer Stelle, wie stark die Nachfrage nach datenbasierten Entscheidungen wächst und wie profitabel digitale skalierbare Geschäftsmodelle sein können. Welche konkreten Chancen bieten sich Anlegern?
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Carsten Mainitz
ISIN:
ASPERMONT LTD. | AU000000ASP3 | ASX: ASP , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , RIO TINTO PLC LS-_10 | GB0007188757
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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Aspermont – Bereit für skalierbares Wachstum
Aspermonts Ausgangsbasis bilden etablierte Fachmarken wie das Mining Journal und das Mining Magazine. Diese erreichen Entscheider, Investoren und Zulieferer der Rohstoffbranche. Ergänzt wird das Angebot u.a. durch Veranstaltungen. Die strategisch wichtigste Entwicklung ist der Aufbau des Datengeschäfts.
Mit „Mining-IQ“ wird ein Mining-Daten-Schatz von rund 190 Jahren intelligent zugänglich gemacht. Den Ritterschlag für die Anwendung lieferte der Branchenriese Rio Tinto mit einem Unternehmensvertrag von 550.000 AUD. Weitere Anwendungen für die Data Intelligence Platform sind in Arbeit.
Nach einem unbefriedigenden vergangenen Jahr signalisieren die jüngsten Zahlen Fortschritte. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs konnte ein Umsatzzuwachs von 18 % auf 11,9 Mio. AUD verzeichnet werden. Die Entwicklung auf operativer Ebene in diesem Berichtszeitraum ist spannend. Im dritten Quartal lag das normalisierte EBITDA wieder in positivem Terrain. In der Vorjahresperiode wurde noch ein Verlust von 0,6 Mio. AUD verbucht.
Bei einem aktuellen Kurs von 1,22 AUD ist die nahezu schuldenfreie Gesellschaft mit rund 14 Mio. AUD an der Börse bewertet. Das ist nach Meinung der Research-Experten von GBC zu wenig. Die Experten formulieren ein Kursziel von 5,20 AUD, was auf ein enormes Aufwärtspotenzial hindeutet.
An der Schnittstelle zwischen Rohstoffen und Information setzt Aspermont mit seinem großen Datenschatz mit neuen Produkten auf die skalierbaren Potenziale von wiederkehrenden Erlösströmen aus Daten und Analysen. Rio Tinto als Referenzkunde verdeutlicht eindrucksvoll, welchen wirtschaftlichen Wert bessere Entscheidungen in einer kapitalintensiven Industrie besitzen.
Palantir – Ist da noch mehr drin?
Palantir zeigt vorbildlich, wie aus Informationen ein skalierbares und profitables Geschäftsmodell entwickelt werden kann. Die Gesellschaft hat sich von einem auf Behörden und Geheimdienste spezialisierten Softwareanbieter zu einem der prominentesten KI-Player an der Börse entwickelt. Das Unternehmen verbindet Datenanalyse, künstliche Intelligenz und operative Software und unterstützt damit unter anderem Regierungen sowie große Unternehmen bei komplexen Entscheidungsprozessen.
Die aktuellen Quartalsdaten sind beeindruckend. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 93 % auf rund 1,94 Mrd. USD. Für das Gesamtjahr hob das Unternehmen seine Umsatzprognose auf 8,150 bis 8,158 Mrd. USD an. Jüngst starteten Palantir und Method Security das „Cardinal Program“. Dies ist eine Initiative zur Stärkung der Cyberresilienz kritischer US-Infrastrukturen durch autonome Sicherheitstests. Ausgewählte Kommunen, Versorger und Betreiber kritischer Infrastruktur sollen dabei kostenlos und kontinuierlich auf Schwachstellen und potenzielle Angriffswege getestet werden, wobei KI-Modelle reale Angreiferszenarien simulieren.
Nach dem guten Lauf wird die Luft für den Aktienkurs nach Einschätzung der Analysten nun langsam dünner. Die Experten machen im Durchschnitt lediglich ein Aufwärtspotenzial von 15 % aus.
Rio Tinto – Akquisition im Bauxitbereich
Rio Tinto ist einer der weltweit größten Bergbaukonzerne und fördert vor allem Eisenerz, Kupfer, Aluminium und Lithium. Gerade Kupfer und Aluminium profitieren von Investitionen in Stromnetze, Elektrifizierung und Rechenzentren. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der bereinigte Gewinn um 43 % auf 6,85 Mrd. USD, die Zwischendividende erhöhte sich auf 2,11 USD je Aktie. Aktuell wird die Gesellschaft mit 176 Mrd. USD an der Börse bewertet. Nach einem Anstieg von gut 20 % seit Jahresanfang halten Analysten die Aktie nun mehrheitlich für ausgereizt.
Jüngst gab die Gesellschaft die Vereinbarung zum Erwerb des australischen Bauxitprojekts Aurukun von einem Gemeinschaftsunternehmen aus Glencore und Mitsubishi Development bekannt, ohne finanzielle Details zu nennen. Bauxit ist der Ausgangsrohstoff der Aluminiumproduktion. Die Transaktion passt damit zum Ausbau einer Wertschöpfungskette, deren Bedeutung mit dem Bedarf an elektrischer Infrastruktur steigt.
Fazit
Aspermont verwandelt fast 200 Jahre geballtes Wissen aus der Bergbaubranche in intelligente, skalierbare Datenprodukte. Mit Rio Tinto als Referenzkunden gewinnt diese Strategie an Gewicht. Der Rohstoffkonzern zeigt, dass sich historisches Branchenwissen durch technologische Aufbereitung in konkreten Kundennutzen übersetzen lässt. Die Analysten von GBC machen für die Anteilsscheine der Australier ein Aufwärtspotenzial von über 300 % aus. Rio Tinto setzt mit seiner strategischen Positionierung auf den steigenden Bedarf durch Elektrifizierung, Energiewende und KI-Infrastruktur. Nach einer guten Aktienperformance sehen Analysten kein allzu großes Upside mehr beim prominenten KI-Player Palantir.
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