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11.06.2026 | 05:30

AMD, American Atomics & Super Micro Computer: So nutzen Sie den Milliarden-Trend der KI-Infrastruktur

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Bildquelle: pixabay.com

Die Künstliche Intelligenz braucht Chips und Strom. Die Rechenzentren verbrauchen bereits heute so viel Energie wie ganz Japan und der Bedarf explodiert. Bis 2026 könnte der weltweite Stromverbrauch dieser Zentren laut Internationaler Energieagentur auf über 945 Terawattstunden steigen. Das Problem besteht darin, dass Erneuerbare Energien keine konstante Grundlast liefern. Die Lösung heißt Kernkraft. Tech-Riesen wie Google setzen längst auf alte Atommeiler und Mini-Reaktoren. Für Anleger entsteht ein milliardenschwerer Infrastruktur-Superzyklus. Drei Firmen adressieren ihn von unterschiedlichen Seiten: AMD mit rechenstarken KI-Beschleunigern, American Atomics mit der kritischen Uran-Lieferkette und Super Micro Computer mit hocheffizienter, flüssiggekühlter Servertechnologie.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ADVANCED MIC.DEV. DL-_01 | US0079031078 , AMERICAN ATOMICS INC | CA0240301089 | CSE: NUKE , SUPER MICRO COMPUT.DL-_01 | US86800U1043

Inhaltsverzeichnis:


    AMD – profitiert vom Wandel der KI

    Während die Konkurrenz im reinen GPU-Wettlauf steckt beschert der CPU eine unerwartete Renaissance. Der Grund sind agentische KI-Systeme, die selbstständig Tasks ausführen, APIs aufrufen und Datenbanken auswerten, und das frisst bis zu 80 % der Latenz auf Prozessorseite. Dadurch verschieben KI-Racks ihr GPU-CPU-Verhältnis von 8:1 auf 2:1 oder Parität. AMD liefert mit EPYC-"Venice" (256 Kerne, 2-Nanometer) genau die nötige Architektur. Das Segment wuchs zuletzt um über 50 %, der adressierbare Server-CPU-Markt soll sich bis 2030 auf über 120 Mrd. USD verdoppeln.

    AMD verkauft längst keine Einzelchips mehr. Die Helios-Rack-Plattform bündelt Venice-Prozessoren, MI455X-Beschleuniger und eigene Netzwerktechnik zu einer Komplettlösung. OpenAI und Meta sind als Ankerkunden an Bord. Mit über 10 Mrd. USD Investitionen in eine neue Panel-basierte Chipverpackung umgeht das Unternehmen TSMCs berüchtigte CoWoS-Engpässe. Das schützt die Marge, während andere weiter auf teure Wafer-Verpackung angewiesen sind. Ein milliardenschwerer Deal mit Meta über 6 Gigawatt Rechenleistung plus Aktienoption sorgt zudem für Planungssicherheit bis 2027.

    Die Entwicklung ist beeindruckend, aber es gibt auch Wermutstropfen. Die Lagerbestände erreichten mit 142 Tagen Reichweite ein Fünfjahreshoch, das PC- und Gaming-Geschäft schwächelt. Steigende HBM4-Speicherpreise wirken als versteckte Steuer auf KI-Investitionen. Und neue US-Exportregeln erschweren das China-Geschäft. Das Management erwartet für das 2. Quartal 2026 rund 11,2 Mrd. USD Umsatz, ein Plus von 46 %. Der große GPU-Volumenschub folgt erst im zweiten Halbjahr. Die Transformation ist solide, doch die Aktie ist bei einem derzeitigen Kurs von 475,51 USD auch schon hoch bewertet.

    American Atomics – KI-Boom verschärft den Uran-Engpass

    Die Elektromobilität und Rechenzentren fressen Strom rund um die Uhr. Atomkraft liefert diese Grundlast, aber die US-Versorgungskette hat ein massives Loch. Eigene Minen decken nur einen Bruchteil des Bedarfs, ein Fünftel des importierten Urans kam zuletzt aus Russland. Der KI-Boom verschärft das. Die Analysten erwarten bis 2030 einen um knapp 30 % höheren Uranbedarf. Wer hier Kapazitäten schafft, besitzt einen strategischen Hebel. American Atomics greift genau diese Lücke mit 2 konkreten Projekten auf und bekommt politischen Rückenwind vom Defense Production Act Consortium.

    Im März sicherte sich das Unternehmen eine Option auf 80 % von 217 Claims im historischen Lisbon Valley, Utah. Ölbohrungen zeigen dort Gammawerte ein Vielfaches über der Norm. Das ist ein Indiz für ein mögliches Spiegelvorkommen auf der bisher wenig erkundeten Ostflanke. Im April folgte die komplette Übernahme der Blue-Streak-Mine in Colorado. Die jüngste Ressourcenschätzung vom 1. Juni weist dort gut 109.000 Pfund Uran gemessen und angezeigt aus. Darüber hinaus gibt es Explorationsziele bei denen man insgesamt von bis zu 634 Mio. Pfund Tonnage bei einem Gehalt von 0,12 - 0,32 % Uran ausgeht. Die Liegenschaft beherbergt außerdem Vanadium, was zusätzlich die Wirtschaftlichkeit beflügeln könnte.

    American Atomics ist keine laufende Cashflow-Maschine. Die Bohrungen in Utah stehen noch aus, und die Anfang Juni beendete Kenora-Option zeigt, dass das Unternehmen auch Deals wieder verwirft, wenn sie dem Unternehmen nicht weiterhelfen. Finanziert ist der Fahrplan über eine Platzierung von knapp 2 Mio. CAD aus dem März. Das Unternehmen adressiert einen strukturellen Versorgungsengpass, den politischen Willen und bietet 2 spannende Projekte in historischen Revieren. Für Anleger, die auf die Uran-Knappheit setzen wollen, lohnt sich ein näheres Hinsehen. Aktuell notiert die Aktie bei 0,265 CAD.

    Super Micro Computer - vom Server- zum KI-Infrastruktur-Architekten

    Die Analysten von Goldman Sachs haben ihre Prognose für KI-Server massiv angehoben. Statt 961 Mrd. USD rechnen sie nun bis 2030 mit 1,24 Billionen USD Umsatz in diesem Segment. Auch traditionelle Server sollen schneller wachsen als gedacht mit 164 Mrd. USD statt 105 Mrd. USD. Für einen Anbieter wie Super Micro Computer sind das sehr gute Nachrichten. Der Markt, in dem das Unternehmen zu Hause ist, wird größer und komplexer zugleich. Die Nachfrage nach Rechenzentren, die ganze KI-Cluster beherbergen können, übersteigt derzeit vielerorts das Angebot. Wer hier nur auf Einzelkomponenten setzt, wird langfristig den Kürzeren ziehen.

    Das eigentliche Wachstumspotenzial steckt nicht in einzelnen Servern, sondern darin, ganze KI-Fabriken aus einer Hand zu liefern. Mit seinen Data-Center-Building-Block-Solutions (DCBBS) will Super Micro Computer genau das abdecken. Von der Stromversorgung, Kühlung, Netzwerk bis hin zu Software will das Unternehmen alles aus einer Quelle liefern. Die Bruttomarge hat sich zuletzt auf 10,1 % erholt, und das Management erwartet, dass der Anteil von DCBBS an der Gesamtprofitabilität auf über ein Viertel steigen kann. Wer heute nur auf Stückzahlen schaut, übersieht diesen Wandel hin zu margenstärkeren Dienstleistungen. Allerdings bleibt die Frage, ob das Unternehmen die internen Prozesse schnell genug in den Griff bekommt.

    Das Unternehmen kämpft mit einer hohen Kapitalbindung, negativen operativen Cashflows und offenen Compliance-Problemen. Zwei Kunden steuerten zuletzt fast drei Viertel des Umsatzes bei. Dennoch ist die Bewertung mit einem Umsatzmultiple von unter 2 alles andere als teuer. Wer bereit ist, die Volatilität auszuhalten, setzt darauf, dass Super Micro seine operative Leistung stabilisiert und der Markt irgendwann anerkennt, dass hier mehr als nur ein Hardware-Händler steht. Die nächsten Quartale werden zeigen, ob der Margentrend hält und ob die Kapitalbindung sinkt. Bis dahin bleibt die Aktie eine Wette auf gutes Management in einem boomenden Umfeld. Momentan kostet eine Aktie 40,64 USD.


    Der KI-Infrastruktur-Boom verlangt nach Rechenleistung und Grundlastenergie. AMD adressiert die architektonische Verschiebung hin zu CPU-lastigen agentischen Systemen mit seiner EPYC-Plattform und sichert sich früh strategische Großkunden. American Atomics setzt auf den verschärften Uran-Engpass und entwickelt mit Lisbon Valley und Blue Streak vielversprechende Projekte in historischen Revieren. Super Micro Computer wandelt sich vom Serveranbieter zum ganzheitlichen KI-Fabrik-Architekten, kämpft aber noch mit operativen Risiken. Wer den Milliarden-Trend nutzen will, braucht Geduld in volatilen Marktphasen, doch die strukturelle Nachfrage nach effizienter KI-Infrastruktur bleibt ungebrochen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    • NU E Power
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    • KI-Server
    • Grundstücksentwicklung
    • Energieinfrastruktur
    • Strom
    • Flüssigkeitskühlung
    • Rechenzentren
    • Künstliche Intelligenz

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von NU E Power Corp.

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