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04.03.2024 | 05:10

C3.ai, Altech Advanced Materials, BYD – Für den Rebound bereit

  • Elektromobilität
  • Künstliche Intelligenz
  • Batterietechnologie
Bildquelle: pixabay.com

Die großen Börsenbarometer DAX und Dow Jones haussieren weiter und eilen fast täglich zu neuen Höchstständen. Einer der heißesten Sektoren ist aktuell die Halbleiterindustrie, die aufgrund des Aufkommens der Künstlichen Intelligenz Rekordzahlen präsentiert. Dagegen befindet sich ein weiteres Zukunftsthema, die Elektromobilität, derzeit im Korrekturmodus. So verloren Marktführer wie Tesla oder BYD dramatisch an Börsenwert. Aktuell scheinen die Titel einen Boden gefunden zu haben, von dem die nächste Aufwärtsbewegung starten könnte.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: C3.AI INC | US12468P1049 , ALTECH ADV.MAT. NA O.N. | DE000A31C3Y4 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296

Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Mit Hochdruck nach Europa

    Nach vier Jahren Pause aufgrund der Corona-Pandemie startete vom 28. Februar bis zum 3. März der 91. Genfer Autosalon sein Comeback. Und während dieser Pause hat sich die Autowelt aufgrund des Emporsteigens der Elektromobilität rasant verändert. Waren es früher noch die deutschen Vorzeigemarken, drängen nun die chinesischen Elektroautohersteller immer mehr in den Vordergrund.
    An vorderster Front befand sich dabei der neue Weltmarktführer unter den E-Autoproduzenten, BYD, der drei Modelle für den europäischen Markt präsentierte.

    Die Show nutzte das „Build your dream“-Unternehmen natürlich, um seinen Bekanntheitsgrad in Europa zu steigern. In Kürze steht die Eröffnung eines BYD-Werkes in Ungarn auf dem Programm. Zudem nehmen die Importe seit vergangener Woche an Fahrt auf. Erstmals hat der von Warren Buffett unterstützte Konzern einen eigenen Frachter mit Tausenden von Neuwagen nach Deutschland und weiteren Ländern Europas entsandt. Dabei wurden mit der "BYD Explorer No.1" Angaben zufolge rund 3.000 mit Batterie betriebene Fahrzeuge in Bremerhaven abgeladen, die anschließend in verschiedene Länder importiert werden sollen.

    Im Heimatmarkt China musste BYD im Februar einen herben Dämpfer bei den Absatzzahlen hinnehmen. Mit 121.311 Einheiten lag das Unternehmen 39 % hinter dem Vormonat, in dem 201.493 Elektromobile abgesetzt wurden. Im Februar des Jahres 2023 wurden mit 193.655 ebenfalls deutlich mehr Fahrzeuge an den Mann oder die Frau gebracht.

    Altech Advanced Materials – Bodenbildung läuft

    Mit zwei heißen Eisen im Feuer arbeitet der Börsenstar des vergangenen Jahres, die in Heidelberg niedergelassene Altech Advanced Materials, an der Batterietechnologie der Zukunft. Dabei beackert das deutsche Innovationsunternehmen die riesigen Märkte der Elektromobilität und Netzspeicher für Großanlagen wie Wind- und Solarparks. Letzterer soll bis zum Ende des Jahrzehnts um 26 % p. a. wachsen. Nachdem sich der Wert im vergangenen Jahr vervielfachte und ein Allzeithoch bei 17,40 EUR markierte, konsolidierte die Altech-Aktie zuletzt bis in den Bereich von 5,60 EUR.

    Neben der Tatsache, dass von Seiten der Nachrichtenfont in den vergangenen Wochen Ruhe herrschte, drückte die Platzierung einer Kapitalerhöhung bei 7,60 EUR auf den Kurs. Dennoch läuft von Unternehmensseite alles nach Plan. Mit der Präsentation der Machbarkeitsstudie Ende des vergangenen Jahres für das Silumina Anodes-Beschichtungsprojekt konnte ein großer Schritt nach vorne vermeldet werden. Die innovative Beschichtungstechnik steigert die Leistung von Batterien erheblich, indem sie eine um mindestens 30 % gesteigerte Energiedichte sowie eine verbesserte Lebensdauer und erhöhte Sicherheit ermöglicht.

    Laut der Studie wird erwartet, dass das Projekt jährliche Einnahmen in Höhe von 328 Mio. EUR generiert, mit einem durchschnittlichen EBITDA von 105,6 Mio. EUR. Besonders bemerkenswert sind zudem die bereits unterzeichneten Absichtserklärungen mit zwei deutschen und zwei US-amerikanischen Automobilherstellern, einem US-amerikanischen Batteriemateriallieferanten sowie einem europäischen Batterieproduzenten.

    Für die Errichtung des Hauptproduktionswerks, das pro Jahr 8.000 t beschichtetes Silizium produzieren soll, sowie drei weiterer Nebenanlagen wird mit Kosten in Höhe von 112,5 Mio. EUR gerechnet. Die Bauarbeiten dürften etwas mehr als zwei Jahre in Anspruch nehmen, wobei bis zur vollständigen Betriebsbereitschaft der Anlage insgesamt etwa drei Jahre veranschlagt werden.

    C3.ai – Wie Phoenix aus der Asche

    Während die Kurse der Chiphersteller wie Nvidia, AMD oder der Produzent von Computern für Rechenzentren, Super Micro aufgrund des rasanten Wachstums des Megatrends Künstliche Intelligenz förmlich explodierten, lies es der führende Anbieter von KI-Software für Unternehmen zur Beschleunigung der digitalen Transformation in diesem Jahr noch gemächlich angehen. So stand bis Donnerstag eine Performance von gerade einmal 3,31 %.

    Nach der Veröffentlichung der Zahlen zum vierten Quartal sollte sich dies mit einem Sprung von über 25 % auf 35,87 USD jedoch schlagartig ändern. Damit durchbrach der Kurs sowohl die 200-Tagelinie bei 30,62 USD als auch den seit Juni 2023 etablierten Abwärtstrend. Durch den Ausbruch unter extrem hohem Volumen wurde ein Impuls gestartet, der die volatile Aktie zunächst in Richtung des Jahreshochs von 2023 bei 48,50 USD tragen könnte.

    Das vom Technologieveteranen Thomas Siebel geführte Unternehmen vermeldete für das abschließende Quartal 2023 eine Steigerung der Abonnementeinnahmen um 23 % auf 70,4 Mio. USD. Analysten gingen bei dieser Kennziffer von 66,77 Mio. USD aus. Auch die Umsatzprognose für das laufende Jahr übertraf den Konsens der Analysten. Das US-Unternehmen rechnet mit Erlösen zwischen 306 bis 310 Mio. USD, die Finanzexperten gingen bislang von 306,10 Mio. USD aus.


    BYD drängt mit großen Schritten an den europäischen Markt. Das KI-Unternehmen C3.ai vermeldete besser als erwartete Zahlen und startete einen neuen Aufwärtsimpuls. Altech Advanced Materials korrigierte nach Erreichen der Höchststände stark, die Zukunftsaussichten für die beiden bahnbrechenden Technologien sind jedoch weiterhin erstklassig.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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