19.01.2026 | 05:10
CEO kauft massiv zu - Almonty wird zur Rohstoff-Waffe gegen China
Ohne Wolfram läuft in vielen Schlüsselindustrien nichts. Das Übergangsmetall ist unverzichtbar für Rüstung, Halbleiter, Luft- und Raumfahrt und rückt nun mit der Fusionsforschung weiter ins Zentrum strategischer Interessen. Gleichzeitig kontrolliert China über 80 % der globalen Versorgung und verschärft seine Exportauflagen. Der Westen sucht händeringend Alternativen. Genau hier positioniert sich Almonty Industries als größter nicht-chinesischer Produzent. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält die Aktie durch massive Insiderkäufe von CEO Lewis Black. Ein Signal, das Anleger nicht ignorieren sollten.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Stefan Feulner
ISIN:
ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Stefan Feulner
Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.
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Ohne Wolfram keine strategische Autonomie
Der extrem hitzebeständige und dichte Rohstoff ist unverzichtbar für Verteidigung, Luft- und Raumfahrt, Halbleiter, Maschinenbau und zunehmend auch für Zukunftstechnologien wie die Kernfusion. Gleichzeitig liegt die globale Versorgung zu über 80 % in chinesischer Hand. Mit verschärften Exportkontrollen und nur noch zeitlich begrenzten Ausfuhrlizenzen nutzt Peking diese Dominanz zunehmend geopolitisch. Für westliche Industrien wächst damit der Druck, alternative Lieferketten aufzubauen. Genau hier setzt Almonty Industries an, als größter westlicher Wolframproduzent mit Minen in Europa, Asien und künftig den USA.
Vom Werkstoff zum strategischen Gut
Wolfram ist längst weit mehr als ein klassisches Nischenmetall für Spezialanwendungen. Neben seinem festen Platz in Rüstungsindustrie, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau und Halbleiterfertigung rückt der Rohstoff zunehmend in den Fokus einer Technologie, die das globale Energiesystem grundlegend verändern könnte: die Kernfusion. In internationalen Testanlagen wie dem französischen Tokamak WEST und dem südkoreanischen KSTAR wurden zuletzt unter Einsatz von Wolfram-Komponenten neue Rekorde bei Temperatur, Laufzeit und Plasmastabilität erzielt.
Der Grund für diese Entwicklung liegt in den einzigartigen Materialeigenschaften des Metalls. Wolfram hält extremen Wärmeflüssen und Temperaturen von mehreren Millionen Grad stand, ohne strukturell zu versagen. Gleichzeitig bindet es deutlich weniger Tritium als frühere kohlenstoffbasierte Innenwände, was für den dauerhaften und kontrollierten Betrieb von Fusionsreaktoren entscheidend ist. Zwar stellt Wolfram hohe Anforderungen an Reinheit und Prozesskontrolle, doch genau hier sehen Forscher den Schlüssel für den langfristigen Betrieb künftiger Reaktoren. Gelingt der Übergang von der experimentellen Phase zur kommerziellen Nutzung der Kernfusion, könnte dies die Nachfrage nach Wolfram nicht nur erhöhen, sondern strukturell und dauerhaft verändern.

Westliche Versorgung am Tropf von Almonty
Almonty Industries schließt diese strategische Versorgungslücke mit sichtbaren operativen Fortschritten. In Südkorea ist im Sangdong-Projekt der aktive Bergbau bereits angelaufen, der kommerzielle Produktionsstart steht unmittelbar bevor. Sangdong gilt als die künftig größte Wolframmine außerhalb Chinas und besitzt damit enorme Bedeutung für die Versorgungssicherheit westlicher Industrie- und Verteidigungsunternehmen. Parallel dazu treibt Almonty die Erweiterung der etablierten Panasqueira-Mine in Portugal voran, die bereits seit Jahren zuverlässig Wolfram liefert und kurzfristig zusätzliche Mengen beisteuern kann.
Gleichzeitig baut das Unternehmen mit dem Projekt Genting Brown’s Lake in Montana eine strategisch wichtige Präsenz in den USA auf. Der Standort verfügt über Genehmigungen und bestehende Infrastruktur, der Produktionsstart ist für 2026 geplant. In Summe entsteht so ein geografisch breit diversifiziertes Produktionsportfolio in politisch stabilen Regionen, was einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber chinesisch dominierten Lieferketten bedeutet.
Auch das Marktumfeld spielt Almonty in die Karten. Der Spotpreis für Wolfram liegt inzwischen bei über 800 USD je MTU, und CEO Lewis Black hält sogar 1.000 USD je MTU für realistisch. Besonders zu erwähnen ist die Tatsache, dass Almonty bereits bei rund 300 USD je MTU profitabel arbeitet. Während viele Analysten noch mit deutlich niedrigeren Preisannahmen kalkulieren, zeigen die aktuellen Marktpreise, welches Ertragspotenzial sich bei einer anhaltenden Angebotsknappheit eröffnen könnte.
Insiderkäufe: Drei Transaktionen, ein klares Signal
Besonders aufmerksam verfolgt der Markt die jüngsten Aktivitäten von Lewis Black. Der CEO hat sein persönliches Engagement in den vergangenen Monaten deutlich erhöht:
• November 2025: Aktienkauf im Gegenwert von 316.500 USD
• Dezember 2025: weiterer Erwerb im Gegenwert von 412.499,25 CAD
• Januar 2026: erneuter Zukauf im Gegenwert von 184.999,26 CAD
Die Transaktionen erfolgten im Rahmen von Kapitalmaßnahmen und durch die Wandlung von Warrants, wodurch Almonty dadurch zusätzlich frisches Kapital zugeflossen ist. Insgesamt hält Black mittlerweile 23,62 Mio. Aktien oder 8,99% am Unternehmen und rangiert hinter der Global Tungsten & Powders Corp. an zweiter Stelle der Aktionäre.
Fazit
Wolfram entwickelt sich vom Spezialmetall zum geopolitischen Schlüsselrohstoff. Mit operativen Minen, einem kurz vor Produktionsstart stehenden Großprojekt in Südkorea und einer geplanten Expansion in die USA positioniert sich Almonty als zentrale westliche Alternative zu China. Als Vertrauensbeweis für das Geschäftsmodell sind die Insiderkäufe des CEOs Lewis Black zu werten. Das Analystenhaus Cantor Fitzgerald vergab in seiner aktuellen Studie ein Ziel von 10 USD.
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