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21.10.2026 | 05:30

Danaher, MustGrow Biologics, Veralto – Milliardenmarkt für grüne Technologien

  • Greentech
  • Agrar
Bildquelle: ChatGPT KI generiert

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics.
Die nächste industrielle Revolution findet nicht nur in Rechenzentren und Chipfabriken statt. Auch in Laboren, auf landwirtschaftlichen Flächen und in Wasserwerken entstehen Technologien, die ganze Märkte verändern könnten. Biologische Wirkstoffe sollen den Einsatz klassischer Chemikalien reduzieren, automatisierte Labore die Entwicklung neuer Produkte beschleunigen und moderne Aufbereitungssysteme die Versorgung mit sauberem Wasser sichern. Dahinter stehen gewaltige wirtschaftliche Interessen. Denn strengere Umweltanforderungen, steigender Ressourcenverbrauch und wachsender Kostendruck zwingen Unternehmen weltweit, effizientere Lösungen zu finden.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: MustGrow Biologics Corp | CA62822A1030 , US2358511028

Inhaltsverzeichnis:


    Danaher – Künstliche Intelligenz revolutioniert die Laborforschung

    Danaher will die Entwicklung neuer Medikamente und biotechnologischer Verfahren deutlich beschleunigen. Am 7. Oktober kündigte der US-Konzern ein KI-gestütztes, weitgehend autonomes Forschungslabor an, das Anfang 2027 seinen Betrieb aufnehmen soll.

    Die Einrichtung ist am Standort der Tochtergesellschaft Abcam angesiedelt und verknüpft künstliche Intelligenz mit Robotik und Technologien weiterer Konzernmarken. Ziel ist es, die Entwicklung von Antikörpern und molekularen Werkzeugen effizienter zu gestalten. Laut Unternehmensangaben verkürzt sich die Zeit bis zur Entdeckung passender Reagenzien voraussichtlich auf ein Achtel der bisherigen Dauer. Gleichzeitig soll die Produktionsmenge um den Faktor 10 steigen. Dies geschieht durch eine ständige Datenauswertung, bei der jedes Testergebnis direkt in die weitere Modelloptimierung einfließt.

    Um die Automatisierung in der Forschung auszubauen, hat Danaher zudem eine Partnerschaft mit NVIDIA geschlossen. Die Vereinbarung sieht vor, NVIDIAs Rechenleistung und KI-Modelle in die wissenschaftlichen Instrumente von Danaher einzubinden. Durch den Einsatz von Edge-Computing sollen Forschungsdaten künftig direkt an den Geräten verarbeitet werden. Das gemeinsame Konzept zielt darauf ab, dass praktische Experimente die Algorithmen trainieren, während die KI parallel dazu verbesserte Testabläufe berechnet. Die technische Integration beginnt bei ausgewählten Geräten und soll später auf weitere Teile des Sortiments ausgedehnt werden.

    Die Analysten von RBC Capital haben ihr Kursziel für die Danaher-Aktie von 215 auf 250 USD angehoben und belassen die Einstufung auf "Outperform". Die Heraufstufung wird mit den gestiegenen Bewertungen vergleichbarer Branchenunternehmen begründet. Auch die UBS sieht den fairen Wert bei 250 USD und empfiehlt das Papier zum Kauf.

    MustGrow Biologics – Bayer-Partnerschaft und steigende Nachfrage

    Während große Technologiekonzerne Milliarden in die Forschung investieren, arbeitet MustGrow Biologics an einer Revolution der etwas anderen Art. Das kanadische Unternehmen entwickelt biologische Lösungen auf Basis von Senfpflanzen, um den Einsatz herkömmlicher Agrochemikalien und Düngemittel zu reduzieren und gleichzeitig die Bodengesundheit zu verbessern. Mit dem organischen Biofruchtbarkeitsprodukt TerraSante™ verfügt MustGrow bereits über ein kommerziell vermarktetes Produkt. Die Pflanzenschutztechnologie TerraMG™ eröffnet zusätzliche Perspektiven auf internationalen Märkten.

    Die Zusammenarbeit mit Bayer für das vorregistrierte TerraMG™ ist von strategischer Bedeutung. Im August erreichte MustGrow seinen ersten wichtigen Entwicklungsmeilenstein, der im ersten Halbjahr 2026 Lizenzerlöse in Höhe von 1,36 Millionen CAD ermöglichte. Bayer arbeitet an der behördlichen Zulassung von TerraMG™ für Europa, den Nahen Osten und Afrika (EMEA). Eine erfolgreiche Vermarktung könnte zu weiteren Meilensteinzahlungen, Lizenzgebühren und Erlösen aus der Wirkstoffproduktion führen.

    Auch das operative Geschäft gewinnt an Fahrt. Bis Mitte August 2026 hatte TerraSante™ bereits einen Umsatz von rund 900.000 CAD erzielt. Das entspricht einer Steigerung von etwa 46 % gegenüber dem Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2025. Bemerkenswert ist, dass derzeit nicht die Nachfrage, sondern begrenzte Produktionskapazitäten das Wachstum bremsen. Auf dem International Investment Forum (IIF) am 7. Oktober bestätigte das Management, dass der Ausbau der Produktion zu den wichtigsten Aufgaben zählt.

    Analysten von GBC sehen erhebliches Potenzial. In ihrer Ende September veröffentlichten Studie bekräftigten sie ihre Kaufempfehlung und setzten ein Kursziel von 2,51 CAD (1,54 EUR) bis Ende 2027 fest. Die Experten erwarten für 2027 einen Umsatz von 14,05 Mio. CAD, der bis 2028 auf 31,56 Mio. CAD steigen soll. Beim EBITDA prognostizieren die Analysten für 2028 einen positiven Wert von 8,46 Mio. CAD. Diese Schätzungen hängen jedoch weitgehend von einer erfolgreichen Produktionsausweitung ab.

    Eine vielversprechende Technologieplattform könnte sich zu einem skalierbaren Geschäftsmodell entwickeln. Die Partnerschaft mit Bayer sorgt für zusätzliche Glaubwürdigkeit, während TerraSante™ bereits zeigt, dass biologische Lösungen für die Landwirtschaft kommerziell vermarktet werden können.

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    Veralto – Milliardenmarkt für sauberes Wasser

    Sauberes Wasser entwickelt sich weltweit zu einer immer wertvolleren Ressource. Der US-Konzern mit Hauptsitz in Waltham, Massachusetts, entwickelt Technologien zur Wasseranalyse, Desinfektion und Schadstoffentfernung. Zu seinem Portfolio gehören unter anderem die bekannten Marken Hach, Trojan Technologies und ChemTreat. Hinzu kommen Lösungen zur Qualitätssicherung industrieller Produkte und Verpackungen.

    Im Bereich Wasseraufbereitung baut der Konzern sein Geschäft durch einen bereits im August angekündigten strategischen Zukauf weiter aus. Für einen effektiven Kaufpreis von rund 452 Mio. USD erwirbt das Unternehmen den Spezialisten Cleanwater1. Der Zukauf bringt Veralto zusätzliche Expertise bei der Wasserdesinfektion und Feststoffbehandlung sowie einen direkten Zugang zu einer Basis von etwa 25.000 bereits installierten Anlagen. Die Transaktion, die im vierten Quartal 2026 abgeschlossen sein soll, wird sich nach Einschätzung im kommenden Jahr neutral bis leicht positiv auf das bereinigte Ergebnis je Aktie auswirken.

    Zudem treibt das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsstrategie voran. Die unabhängige Organisation „Science Based Targets initiative“ hat die kurzfristigen Klimaziele des Unternehmens kürzlich offiziell bestätigt. Ein zentraler Bestandteil ist die stärkere Einbindung der Lieferkette. Bis zum Jahr 2030 sollen 60 % der Zulieferbetriebe eigene, wissenschaftlich gestützte Emissionsziele vorweisen können. Darüber hinaus plant Veralto, den Ausstoß von Treibhausgasen, der bei der Anwendung der eigenen Produkte durch Endkunden entsteht, bis 2033 um 61 % im Verhältnis zum erwirtschafteten Umsatz zu senken. Die direkten und indirekten betriebseigenen Emissionen sollen im selben Zeitraum um knapp 55 % fallen. In diesem Bereich meldet das Unternehmen seit 2023 bereits einen Rückgang um 22 %, was maßgeblich durch den Ausbau erneuerbarer Energien und die Elektrifizierung der Firmenflotte erreicht wurde.

    Das Analyseinstitut Stifel bestätigte infolge der Bekanntgabe seine Kaufempfehlung für die Veralto-Aktie und belässt den fairen Wert bei 114 USD. Die Experten heben die starke Bruttomarge des Konzerns von 60 % hervor, die eine solide finanzielle Basis für solche Projekte bietet. Bereits im zweiten Quartal hatte Veralto mit einem bereinigten Gewinn von 1,11 USD je Aktie sowie Erlösen in Höhe von 1,47 Mrd. USD die Erwartungen des Marktes übertroffen.

    Fazit:

    Danaher will mit Künstlicher Intelligenz die biotechnologische Forschung beschleunigen. Veralto setzt auf den wachsenden Bedarf an sauberem Wasser und baut seine Marktposition durch Übernahmen aus. Enormes Potenzial liegt bei MustGrow Biologics. Die Zusammenarbeit mit Bayer, steigende TerraSante™-Umsätze und die geplante Ausweitung der Produktion könnten dem vergleichsweise kleinen Unternehmen erheblichen Rückenwind geben.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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