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02.10.2026 | 04:52

Das ist die volle Perspektive! BP und Shell fördern, Zefiro Methane räumt auf, alle verdienen!

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Bildquelle: Pixabay

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Zefiro Methane

Das Geschäft mit Öl und Gas endet bei BP und Shell mit der letzten Förderung. Wenn die Rohstoffe und die Gewinne nicht mehr sprudeln, kommt die Zeit von Zefiro Methane. Die Kanadier machen die professionelle Stilllegung alter bzw. verlassener Öl- und Gasbohrlöcher zum Geschäftsmodell. Das Wachstum nimmt in den letzten Monaten durch Partnerschaften und Übernahmen deutlich an Fahrt auf. Perspektivisch winkt mit der Monetarisierung von vermiedenen Methanemissionen ein zusätzliches margenstarkes Geschäft (Emissionszertifikate). Als Hidden Champion in einem massiv unterschätzten Markt, dessen Volumen auf rund 500 Mrd. USD veranschlagt wird, trauen die Analysten von GBC der Aktie ein großes Aufwärtspotenzial zu.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ZEFIRO METHANE CORP | CA98926D1069 | Cboe: ZEFI , BP PLC DZ/1 DL-_25 | DE0008618737 , Shell PLC | GB00BP6MXD84

Inhaltsverzeichnis:


    Zefiro Methane: Das lukrative Geschäft nach dem letzten Barrel

    Methan ist ein unterschätzter Klimakiller. Das Treibhausgas wirkt in bestimmten Zeiträumen 80-fach schädlicher als CO₂ und tritt weiterhin aus, wenn Öl- und Gasbohrungen nicht fachgerecht stillgelegt wurden. Schätzungen gehen von mehr als zwei Millionen solcher verwaister Quellen in den USA aus. Das Problem ist so groß, dass die US-Politik einen milliardenschweren Etat zur Beseitigung dieses ökologischen und gesellschaftlichen Problems ins Leben gerufen hat.

    Zefiro Methane adressiert als Hidden Champion über seine US-Tochter Plants & Goodwin, einem Bohrlochdienstleister mit mehr als 50 Jahren Erfahrung, genau dieses Problem. Zefiros Angebot reicht von Messung und Überwachung über die Stilllegung bis zur Wiederherstellung des Geländes. Auftraggeber kommen häufig aus dem öffentlichen Sektor. Zusätzliche Nachfrage entsteht wachsend durch den Ausbau der amerikanischen Energie- und Rechenzentrumsinfrastruktur. Alte Bohrlöcher können die Nutzung geeigneter Grundstücke behindern und müssen vor Baubeginn gesichert werden.

    Neben Akquisition, wie zuletzt von Viking, sticht die im Sommer bekannt gegebene Zusammenarbeit mit der branchenbekannten Well Done Foundation als Wachstumsbeschleuniger hervor. Die Stiftung ist in 18 US-Bundesstaaten aktiv und hat Zefiro als bevorzugten Dienstleister zum Verschließen von Bohrlöchern ausgewählt. Damit kommt die Gesellschaft landesweit zum Einsatz. Der strategische und langfristige Charakter der Partnerschaft ist ein Pfund.

    Zusätzlich verfolgt Zefiro perspektivisch das Geschäft mit Emissionsgutschriften. Bei geeigneten Projekten können nachgewiesene und unabhängig geprüfte Emissionsminderungen in handelbare Gutschriften überführt und als Zertifikate fungibel gemacht werden.

    In den letzten Wochen und Monaten konnte die Gesellschaft zahlreiche Erfolge vermelden. Eine staatliche Umweltbehörde aus der amerikanischen Great-Lakes-Region beauftragte Zefiro mit Stilllegungsarbeiten über 11,5 Mio. USD. Der Einsatz soll im November beginnen und bis Juni 2029 laufen. Rund 3 Mio. USD des Finanzierungsrahmens sind für Arbeiten bis Ende Juni 2027 vorgesehen.

    Zudem konnten drei bundesfinanzierte Stilllegungsprojekte in Ohio und Pennsylvania an Land gezogen werden. Vor wenigen Tagen folgte der Eintritt in Indiana und Michigan. Möglich wurde die Expansion durch Ausrüstung aus der im Mai übernommenen Viking-Well-Service-Flotte. In Indiana arbeitet Zefiro erstmals an einem Projekt zur unterirdischen Kohlenstoffspeicherung. In Michigan läuft ein Notfalleinsatz an einem Bohrloch, an dem giftiger Schwefelwasserstoff austritt. Die Aufträge zeigen, dass sich die vorhandene Bohrlochkompetenz auch außerhalb klassischer Stilllegungen einsetzen lässt.

    Zuletzt hat Zefiro im Cuyahoga Valley National Park bei Cleveland, Ohio, im Rahmen eines im Juni 2026 vergebenen Auftrags zwei stillgelegte Öl- und Gasbohrungen erfolgreich verschlossen. Der Auftrag unterstreicht die Positionierung des Unternehmens im wachsenden Markt für Methanreduzierung und die Sanierung verlassener Bohrlöcher. Allein in US-Nationalparks wurden rund 1.800 solcher Bohrlöcher identifiziert.

    Das Zahlenwerk des per Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahres ist durch Fortschritte und Anlaufkosten geprägt. Die Erlöse legten um 31 % auf 42,5 Mio. USD zu. Die Bruttomarge verbesserte sich auf 29,2 %. Das bereinigte EBITDA erreichte 3,8 Mio. USD. Unter dem Strich entstand ein Verlust von 3,5 Mio. USD. Zum Bilanzstichtag lagen die liquiden Mittel bei rund 1,1 Mio. USD. Als Experte in einem großen Markt stehen die Chancen für weiteres Wachstum gut. Die Analysten von GBC vergeben in ihrer aktuellsten Studie das Votum „Kaufen“ und bescheinigen dem Titel mit 1,50 USD ein enormes Aufwärtspotenzial.

    Am 7. Oktober präsentiert CEO Catherine Flax das Unternehmen im Rahmen des virtuellen International Investment Forum. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung unter www.ii-forum.com.

    BP: Moderate Bewertung

    Das integrierte Modell verbindet Förderung, Raffinerien, Handel und Vertrieb. Dadurch entstehen mehrere Ertragsquellen, aber auch hohe Anforderungen an Anlagenverfügbarkeit und Kapitaldisziplin. Im zweiten Quartal erzielten die Briten einen bereinigten Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten von 5,7 Mrd. USD. Der operative Mittelzufluss erreichte 10,9 Mrd. USD. Zwei gegenläufige Entwicklungen stachen hervor. Positiv wirkten hohe Öl- und Gaspreise sowie stärkere Raffineriemargen, andererseits verschlechterte sich die operative Zuverlässigkeit der Förderanlagen.

    Angesichts der Größe des Portfolios, sind Arrondierungen eher Regel als Ausnahme. Zu den angekündigten Schritten gehören Verkaufsabsichten für das britische Nordseegeschäft und das amerikanische Biogasgeschäft Archaea. Gleichzeitig investiert BP in künftige Fördermöglichkeiten. Anfang September wurde Shells geplanter Einstieg mit 50 % in den brasilianischen Explorationsblock Tupinambá bekannt. BP soll jedoch weiterhin Betreiber bleiben, der Abschluss steht unter Genehmigungsvorbehalten.

    Die Anteilsscheine sind mit einem KGV von 6,8 für das laufende Geschäftsjahr sowie mit 9,2 für 2027 moderat bewertet. Zudem winkt eine attraktive Dividendenrendite von über 4 %. Die Aktie hat seit Jahresbeginn gut performt und kann einen Zuwachs von 30 % verzeichnen. Analysten bescheinigen dem Titel im Durchschnitt ein weiteres Upside von 15 %.

    Shell: 2027er KGV von 9

    Shell sticht durch sein internationales LNG- und Handelsgeschäft hervor. Erdgas wird verflüssigt, transportiert und in unterschiedlichen Absatzmärkten vermarktet. Produktion, Logistik und Handel greifen ineinander. Das eröffnet Möglichkeiten, Lieferströme zu optimieren, erhöht aber auch das Gewicht geopolitischer Risiken.

    Im zweiten Quartal erzielte der Konzern einen operativen Mittelzufluss von 21,4 Mrd. USD. Die Nettoverschuldung sank auf 41,8 Mrd. USD. Zudem kündigte Shell Aktienrückkäufe über insgesamt 4,2 Mrd. USD an. Die jährliche Dividendenrendite liegt bei gut 3 %. Die KGVs liegen mit 7,8 und 9,0 für 2026 bzw. 2027 auf einem ebenfalls moderaten Niveau. Nach Meinung von Analysten sind in den kommenden Monaten noch 10 % bei dem Titel drin.

    Kürzlich meldete Shell den Einstieg mit 30 % in das von BP betriebene Conifer-Explorationsprojekt im Golf von Mexiko. Die erste Explorationsbohrung wird für 2027 erwartet. Das schafft eine Option auf zusätzliche Ressourcen.

    Fazit

    Der große Bedarf an fachgerechter Bohrlochstilllegung gibt Zefiros Geschäftsmodell eine solide Basis. Übernahmen und die Zusammenarbeit mit der Well Done Foundation werden das Wachstum nochmals beschleunigen. Analysten sind bullish. Bei den Schwergewichten BP und Shell sehen die Experten nur ein moderates Aufwärtspotenzial. Als Trostpflaster gibt es aber ordentliche Dividenden.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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