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07.04.2021 | 05:20

Deutsche Telekom, RYU Apparel, Teamviewer – nicht lange rumphilosophieren – zugreifen!

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Bildquelle: pixabay.com

In einem seiner Interviews sagte der Börsenaltmeister André Kostolany einmal, dass er einen Wunsch habe – wohlwissend, dass er nie in Erfüllung gehen würde. Kostolany wünschte sich, die Motive aller Käufer und Verkäufer eines Tages zu kennen. Denn für ihn war das kurzfristige Agieren und die dahinterstehenden Motive rätselhaft. Es gibt viele Antworten auf die Frage, was in der Geldanlage wichtig oder richtig ist. Wie stellen Ihnen drei Investments vor, die vielleicht Ihren Vorstellungen entsprechen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Carsten Mainitz
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Inhaltsverzeichnis:


    DEUTSCHE TELEKOM AG – Dividendenjäger sauer, gute Chancen für Trader

    WKN: 555750 ISIN: DE0005557508 Symbol: DTE
    In den letzten Wochen hat die Aktie der Deutsche Telekom den Dax outperformt. Wer jetzt auf den Chart schaut, sollte sich vom gestrigen Knick nicht irritieren lassen. Das war lediglich der Dividendenabschlag. Am 1. April hielten die Bonner die virtuelle Hauptversammlung ab. Die beschlossene Dividende von 0,60 EUR wurde von vielen Aktionären als zu niedrig kritisiert angesichts des Gewinnwachstums im zurückliegenden Jahr. Mit 0,60 EUR wurde das Niveau des Vorjahres lediglich gehalten. Anleger hatten sich jedoch eine Ausschüttung von 0,70 EUR wie für das Geschäftsjahr 2018 erhofft.

    Auch wenn die Fraktion der Dividendenjäger verstimmt ist, sollten sich langfristige, auf Dividenden fokussierte Anleger die Prognosen für 2021 und 2022 zu Gemüte führen. Für die nächsten beiden Jahre erwarten Analysten leichte Umsatzsteigerungen und überproportionale Gewinnsteigerungen. Der Konzern gibt ebenfalls Zielgrößen heraus, die aber nach an vielen Stellen etliche Bereinigungen enthalten und so die Profitabilität etwas schön rechnen.

    Dennoch ist eines ziemlich sicher: die Gewinnsteigerungen sollten im nächsten Jahr eine höhere Dividendenausschüttung ermöglichen. Die Analysten von Jeffries haben jüngst das Kursziel für die Aktie von 20 EUR bestätigt. Charttechnisch ist das Papier auf jeden Fall in einer spannenden Situation. Sollte der von der Dividendenausschüttung verursachte Knick bald aufgeholt werden, lautet die nächste Zielmarke 18,50 EUR.

    RYU APPAREL INC – wachsende Fangemeinde

    WKN: A2P9Z6 ISIN: CA74979J4072 Symbol: RYAA
    Das kanadische „Athleisure“-Unternehmen meldet gefühlt im Wochentakt beeindruckende Meldungen. Der Hersteller von moderner und hochwertiger für im Alltag getragene Sport- und Funktionsbekleidung hat kürzlich eine Finanzierung per Wandeloptionsanleihe in Höhe von 10 Mio. CAD mit einer jährlichen Verzinsung von 7% angekündigt. Das ist angesichts der aktuellen Marktkapitalisierung von 21 Mio. CAD eine beachtliche Summe. Ebenfalls beachtlich ist der Wandlungspreis von 0,35 CAD, dreimal Mal höher als der herrschende Aktienkurs.

    Ende März veröffentlichte das in Vancouver ansässige Unternehmen zwei Erfolgsmeldungen. Erstens schloss RYU einen Sponsoringvertrag mit der NFL Alumni Academy ("Academy") über 2 Jahre ab, wodurch RYU zu deren offiziellen Ausstatter für urbane Sportbekleidung wird. Die NFL Alumni Academy ist ein exklusives Trainingsprogramm der Spitzenklasse, das Spieler für die NFL ausbildet. Als Teil der Partnerschaftsvereinbarung werden alle Spieler und Trainer der Academy exklusiv die Bekleidung von RYU beim Training und bei offiziellen Anlässen der Academy tragen. Zudem ist eine Social-Media-Kampagne geplant. Diese Partnerschaft wird die Reichweite und das Ansehen der Marke sicherlich bedeutend stärken. Dann machte RYU noch mit einer kleinen Akquisition auf sich aufmerksam.

    RYU will die ebenfalls in Vancouver ansässige Kosan Travel Apparel übernehmen. Kosan ist Anbieter von moderner Reisekleidung für Frauen. Zum Produktspektrum gehören Kleider, Regenjacken und Taschen. Kosan erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von knapp 1 Mio. CAD bei einer Bruttomarge von 39%. Für 100% der Anteile gibt RYU 4 Mio. Aktien heraus. Damit ist Kosan lediglich mit der Hälfte des Umsatzes bewertet. Aber der Deal ist nicht nur ein Schnäppchen, sondern auch strategisch sinnvoll. Zudem bleibt der branchenbekannte CEO Joel Primus an Bord und wird zukünftig das RYU-Team unterstützen.

    Der Faktor Mensch ist sowieso ein maßgeblich prägender Faktor des Unternehmens. Nicht nur in der Außenwirkung mit dem Slogan „Respect“, ebenso prägen die motivierten Unternehmensverantwortlichen die DNA des Unternehmens. Es ist vor allem der Transformationsspezialist und Umsetzer visionärer Wachstumsstrategien, CEO Fazari, und eine Reihe erstklassiger Personen, die wie der kürzlich an Bord gekommene COO Rob Blair, die das Unternehmen nach vorne bringen wollen. Alle haben mehrfach den Proof-of-Concept im Berufsleben erbracht und alle sind davon überzeugt, dass aus RYU etwas Großes werden kann. Aber jede noch so große und etablierte Gesellschaft hat klein angefangen. Aktuell können sich Investoren noch günstig eindecken.

    TEAMVIEWER AG – zu teuer erkauftes Wachstum?

    WKN: A2YN90 ISIN: DE000A2YN900 Symbol: TMV
    Das 2005 in Göppingen gegründete Unternehmen beschäftigt mittlerweile rund 800 Mitarbeiter und gilt als technologisches Vorzeigeunternehmen. Teamviewer gehört zu den weltweit führenden Anbietern von sogenannten Remote-Konnektivitätslösungen. Die softwarebasierten Lösungen ermöglichen Fernzugriffs-, Support-, Kontroll- und Kollaborationsfunktionen auf Computern. Die Lösung „TeamViewer“ wurde bereits auf mehr als zwei Milliarden Geräten aktiviert.

    Im September 2019 ging die Gesellschaft zu einem Kurs von 26,25 EUR aufs Parkett. Was folgte war eine Aufwärtsbewegung bis zur Corona-Krise in den Bereich von fast 55 EUR. Im Februar notierten die Anteilsscheine, nach einer deutlichen Erholungsrallye, wieder im Bereich von 48 EUR. Seitdem haben die Anteilsscheine deutlich an Wert eingebüßt. Bei Kursen von aktuell 37 EUR ist die Gesellschaft immer noch mit stattlichen 7,4 Mrd. EUR bewertet. Aber was waren die Gründe für den Kursrückgang? Zuerst – für eine Gesellschaft es ist vollkommen logisch und sinnvoll, Werbung- und Marketing-Aktivitäten zu erhöhen, um das organische Wachstum voranzutreiben und bekannter zu werden. Ebenso können Akquisitionen ein wichtiger Schritt bei der Expansion sein. Zentral für beide Varianten ist aber der Preis bzw. das Preis-Nutzen-Verhältnis.

    Im Fall von Teamviewer hängt der Kursrückgang mit Sponsoringverträgen als Haupttrikotsponsor des englischen Fußballclubs Manchester United und mit Mercedes für die Formel 1 und die die Formel E zusammen. Teamviewer senkte aufgrund der hohen Ausgaben seine Margenprognosen um 6 Prozentpunkte auf 49% bis 51%. Damit liegt die EBITDA-Marge immer noch auf einem hohen Niveau. Nach rund 460 Mio. Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr soll der Wert bis 2023 auf rund 1 Mrd. EUR steigen. Ab 2025 erwartet die Gesellschaft aus den Marketing-Aktivitäten Mehrerlöse von 150 Mio. EUR jährlich. Analysten bewerten die Aktie in Summe positiv und formulieren im Durchschnitt Kursziele von rund 52 EUR. Das eröffnet Anlegern nach dem Kursrücksetzer ein Aufwärtspotenzial von 40%.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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    Kommentar von Tarik Dede vom 06.10.2026 | 05:12

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    • Brookfield Renewable
    • RE Royalties
    • Franco-Nevada
    • Dividende
    • Gold

    So langsam werden Anleihen wieder richtig attraktiv für professionelle Anleger. Und auch so mancher Privatanleger dürfte gespannt auf Kurse und Renditen schauen. US-Bonds jedenfalls rentieren mit mehr als 5 %. Das belastet teilweise den Aktienmarkt. Allerdings haben diese Anleihen auch ihre Tücken. Sollte der US-Dollar wie im vergangenen Jahr wieder schwächeln, drohen Währungsverluste. Zudem hat Donald Trump zumindest mal durchblicken lassen, dass man den Schuldenberg der Vereinigten Staaten von inzwischen mehr als 40 Billionen USD „einfach weginflationieren“ könne. Sowas drückt natürlich auf die Netto-Rendite von Anleihen und sorgt nicht gerade für großes Vertrauen in den Schuldner USA. Für Anleger erscheinen unter diesem Blickwinkel hochrentierliche Dividendenzahler attraktiver. Doch es kommt dann auch auf die Solidität an. Wir blicken deshalb heute auf die Aktien von Franco-Nevada, RE Royalties und Brookfield Renewable Partners.

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